Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hören Sie bei RADIO PSR immer freitags kurz nach 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen gegen 18.35 Uhr.

Kirchen-News vom 3. Februar 2023

Ein Seelsorger des Bistums Dresden-Meißen steht unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs an Jugendlichen. Der Mann wurde bis zum Abschluss des Untersuchungsverfahrens vom Dienst freigestellt. So sehen es die Regelungen der Deutschen Bischofskonferenz vor. Namen oder Orte wurden nicht genannt. Die Pfarreien, in denen der Seelsorger bislang eingesetzt war, wurden über den Verdacht informiert, ebenfalls die Staatsanwaltschaft. Das Bistum bittet auch darum, keine Vorverurteilungen vorzunehmen, solange der Fall nicht aufgeklärt ist. 

Die Herrnhuter Brüdergemeine will Unesco-Welterbe werden. Mitte Januar haben mehrere Siedlungen der in Herrnhut gegründeten Freikirche eine länderübergreifende Bewerbung beim Welterbezentrum in Paris eingereicht. Die Brüdergemeine ist weltweit aktiv, beworben haben sich unter anderem Bethlehem in den USA und Gracehill in Nordirland. Und eben Herrnhut selbst: die sächsische Stadt gilt als Protoyp für 30 ähnlich angelegte Orte auf der ganzen Welt. Nächstes Jahr fällt die Entscheidung, ob es mit dem Welterbetitel klappt. 

Ein Musical über den Mut der ersten Christen, ihren Glauben zu leben und sich auf Jesus einzulassen, erleben Sie Samstagnachmittag (4.2.) in Leipzig. Es heißt "Das Wagnis" und erzählt von den ersten Gemeinden bis hin zur Christenverfolgung unter Kaiser Nero. Die Mitwirkenden sind theaterbegeisterte Laien, dazu gibt es eine Liveband. Morgen ab halb fünf im christlichen Begegnungszentrum "Pavillon der Hoffnung" auf der Alten Messe in Leipzig, der Eintritt ist frei. 

Die Diakonie Sachsen kritisiert die Förderpolitik der Sächsischen Aufbaubank. Die hat das Aus für für die Jugendwerkstatt der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative in Zschopau verordnet - indem sie die Förderung für den kommenden Projektzeitraum abgelehnt hat. Seit 2010 werde dort aber erfolgreich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen gearbeitet, sagt Diakoniechef Dietrich Bauer. Er fragt: „Will es sich das Land Sachsen wirklich leisten, benachteiligte Jugendliche in die Perspektivlosigkeit zu schicken?" Die Diakonie hat gegen den Förder-Stopp Widerspruch eingelegt. 

„Mit Vollgas in die Katastrophe?“ ist der Titel einer Sammlung von Karikaturen die sie jetzt in Chemnitz anschauen können. In 77 Karikaturen von Künstlern aus Ost- und Westeuropa werden Themen wie Lebensstil, Konsum, Klimawandel und Gerechtigkeit aufgegriffen. Die Karikaturistinnen und Karikaturisten wagen einen kritischen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit. Die Schattenseiten des Tourismus werden genauso thematisiert wie die Vermüllung der Weltmeere 
Erstellt wurde die Karikaturenschau vom katholischen Hilfswerk Renovabis mit verschiedenen Partnern und auf Initiative der Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“ der Pfarrei Hl. Mutter Teresa ist die Sammlung jetzt in Chemnitz zu sehen: ab Montag (6.2.) bis Anfang März in der Kath. Kirche St. Joseph; im März dann in der Volkshochschule Chemnitz im Tietz.

Kirchen-News vom 27. Januar 2023

Die sorbischen Kirchen-News vom Januar 2023 lesen Sie, wenn Sie oben auf den passenden Reiter klicken!

"Leipzig leuchtet" - unter diesem Motto wollen viele Gruppen und Initiativen der Messestadt am Montag (30.1.) den Januar-Abend erhellen. Anlass ist ein historisches Datum: vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Es war das Ende der brüchigen Demokratie in der Weimarer Republik; schnell bauten die Nazis ihre Macht zur Diktatur aus. Mit der Demo um den Ring wollen die Leipziger zeigen, wie lebenswichtig Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt sind. Auch die Kirchen tragen die Demonstration mit und rufen zur Teilnahme auf. 

Für den Erhalt der Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuchs hat sich der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen ausgesprochen. Darin ist die Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt geregelt. In einem Brief fordern die katholischen Laien die christlichen Bundestagsabgeordneten in Sachsen auf, sich für den Erhalt stark zu machen. Anlass sind Signale aus der Bundesregierung, die Paragraphen abzuschaffen. Die sächsischen Katholiken stehen in der geltenden Regelung jedoch einen bewährten gesellschaftlichen Kompromiss, der zum Schutz von Mutter und Kind beibehalten werden sollte. 

GOTT - Wem gehört das Leben? So heißt ein Theaterstück von Ferdinand von Schirach, das Fragen nach dem assistierten Suizid zum Thema hat. Nächste Woche ist es in Sachsen auf Tour: von Montag bis Donnerstag in Leipzig, Chemnitz, Dresden und Lauta. Anschließend können Sie an allen Abenden ins Gespräch darüber kommen, wem Leben und Sterben gehören, und wer darüber entscheidet. An allen Abenden ist Kai Christian Moritz dabei, der Regisseur des Theaterstücks, außerdem verschiedene Vertreter aus Medizin, Pflege und Kirchen.

Das SachsenSofa der Katholischen und Evangelischen Akademien in Sachsen bringt die große Politik und in die ländlichen Regionen Sachsens - so auch wieder am kommenden Freitag. Da geht es im Rathaus in Kitzscher um das Thema Pflege. Was tun gegen das schon jetzt überlastete Pflegesystem? Wie sieht sie aus, die "Pflege der Zukunft"? Darüber diskutieren Petra Köpping, Sachsens Sozialministerin, Eva Maria Welskop-Deffaa, die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes und Pfarrer Stephan Bickhardt, der Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen. Sie können sich online anmelden für den Abend

Kirchen-News vom 20. Januar 2023

Bei der Bildungs- und Jobmesse „KarriereStart“ an diesem Wochenende in Dresden präsentiert sich auch die sächsische Landeskirche. „... na was mit Menschen!“ heißt das Motto, unter dem sie die Vielfalt von Berufen in Kirche und Diakonie vorstellt. Samstag Nachmittag (21.1.) steht Landesbischof Tobias Bilz in der Messehalle 2 für Gespräche zur Verfügung. Über 30.000 Menschen arbeiten in Sachsen für Kirche und Diakonie. Bedarf für Nachwuchs gibt es im Verkündigungs- oder Pfarrdienst, und auch in der Verwaltung, in der IT oder an Schulen. 

Leseratten zwischen 3 und 12 Jahren sind Samstag Abend willkommen in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) in Leipzig. Bei der Lesenacht im Gemeindezentrum der Baptisten können sie in die Welt von Abenteuern, Märchen, Krimis und vielen anderen spannenden Geschichten eintauchen, beim Vorlesen oder Selberlesen! Die Lesenacht dauert von 17 bis 22 Uhr. Einen kleinen Snack gibt's zwischendurch - und für die Erwachsenen ein Elterncafe.

Mit gut 600.000 Euro fördert das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in diesem Jahr Projekte im Bistum Dresden-Meißen. Gut die Hälfte des Geldes fließt in die Bauhilfe: für Gemeinden in Leipzig, Schwarzenberg und Bad Elster. Außerdem unterstützt das Bonifatiuswerk die Arbeit der Gemeinden mit Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel die religionspädagogische Arbeit in Kitas und die Religiösen Kinderwochen im Bistum.
Das Bonifatiuswerk ist ein Hilfswerk für Katholiken in der Minderheit. Insgesamt stellt es in diesem Jahr elf Millionen Euro für Projekte in Deutschland, Nordeuropa, Estland und Lettland zur Verfügung. 

Auch zur Unterstützung evangelischer Minderheiten gibt es ein Hilfswerk: das Gustav Adolf-Werk mit Sitz in Leipzig. Und das plant dieses Jahr insgesamt 119 Projekte in 50 Partnerkirchen weltweit. Darunter eine Bildungsinititative für junge Roma-Studierende in Ungarn - hier soll ein Mentorennetzwerk entstehen, das den Jugendlichen bei Schulabschluss und Berufswahl hilft. In Plowdiw, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, unterstützt das GAW die Sanierung eines maroden leerstehenden Hauses, aus dem ein Jugend- und Ausbildungszentrum werden soll. 

E-Auto-Ladesäulen, faire Grabsteine, grüne Datenkonten: die neue Online-Reihe "Los geht's" stellt konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln in Kirchen und Gemeinden vor. Das ökumenische Vorbereitungsteam verspricht jeweils eine "kurzweilige Stunde kurz vorm Abendbrot", die sich an Haupt- und Ehrenamtliche wendet. Die Reihe startet am Dienstag (25.01.), um dabei zu sein reicht eine Anmeldung per eMail

Sorbische Kirchen-Nachrichten - Januar 2023

Składnostnje 80. posmjertnin zbóžneho kapłana Alojsa Andrickeho budźe so přichodny pjatk na njeho na wosebite wašnje spominać. W Radworju, jeho ródnej wsy, budu wječor kemše w serbskej rěči. Biskop Heinrich Timmerevers chce na tym dnju w Drježdźanskej katedrali pontifikalnu Božu mšu swjećić, kotruž w interneće přenjesu. Alojs Andricki běše w tutej cyrkwi jako kapłan skutkował. Wón bu 3. februara 1943 w Dachauskim koncentraciskim lěhwje morjeny. W lěće 2011 bu wón zbóžnoprajeny.

Na twarnišću Chróšćanskeje wosadneje cyrkwje wotmě so spočatk januara lětuši hodowny koncert tamnišeho cyrkwinskeho chóra. Jón pak tež dalši wuhotowachu: serbska kaž tež němska šola, hrajerki na pišćałkach, wosadni dujerjo a wosadny organist.

Koparski halowy turněr wo pokal Towarstwa Cyrila a Metoda spočatk januara w Chrósćicach je domoródne Chróšćanske mustwo dobyło. Po dwěmaj lětomaj přestawki koronoweje pandemije dla móžeše nětko zaso šěsć mustwow nastupić.

Serbscy wěriwi katolskeje a ewangelskeje wosady w Budyšinje su na swjedźenju Knjezoweje Křćeńcy – to běše njedźelu, 8. januara – zhromadny ekumeniski nyšpor a po tym hodowničku swjećili. Skupina wosadnych dźěći předstaji přitomnym hodownu hru.

Ewangelski Serbski wosadny zwjazk chce w tutym lěće nowy lekcionar wudać. Nimo toho přihotuje so wón na cyrkwinski dźeń w juniju w Slepom. Na to dojednachu so před tydźenjom na hłownej zhromadźiznje Serbskeho wosadneho zwjazka w Hodźiju. Zdobom hódnoćachu lońši cyrkwinski dźeń w Bukecach z wopytom krajneho biskopa Tobiasa Bilza a wudaće noweho spěwnika „Zernička“ jako wjerškaj lońšeho lěta.

Na swjedźenju Bratrowstwa srjedź januara w Sulšecach spominachu jeho čłonojo na załoženje swojeho towarstwa před 125 lětami. Swójski chór kaž tež swójska dźiwadłowa skupina wječor wuhotowaštej. Lětny swjedźeń běše zazběh do jubileja, kotryž wobsteji z wjacorych wjerškow.

Wjacore wosoby wobdźělichu so srjedź januara na prěnim dźělu serbskorěčneho wukubłanja JuLeiCa w Smochčanskim kubłanišću swjateho Bena. JuLeiCa je skrótšenka za Jugendleitercard. We wukubłanju zhonja pozdźiši zamołwići dźěćacych abo młodźinskich skupin, kak měli wzajomnje w tajkich wobchadźeć a kak konflikty rozrisać. Po wuspěšnym absolwowanju kursa smědźa wobsedźerjo karty JuLeiCa skupiny nawjedować.

Chróšćanska wosada wopominaše na swjedźenju swjateho Bosćana 20. januara na wšelakore wašnje tohole swjateho. Dźeń do toho so kruće posćichu. Na swjedźenju samym běchu kemše z hóstnym prědarjom, popołdnju pak nyšpor z wobchadom po wsy. W procesionje njesechu štyrjo mužojo postawu swjateho Bosćana. Čłonam Chróšćanskeho bratstwa swjateho Bosćana přednošowaše po tym prelat Dariusz Kruczyński, direktor Carity z Ełkskeho biskopstwa w Mazurach. Wón rozprawješe wo tym, kak je wón wjace hač 60 wulkich nakładnych awtow z darami do Ukrainy organizował. Dotal je ze zwjazkom Carity wjace hač 1.100 tonow tworow do Ukrainy dowjezł.

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Zum 80. Todestag des seligen Kaplans Alojs Andritzki wird am kommenden Freitag (3.2.) seiner auf besondere Weise gedacht. In Radibor, seinem Geburtsort, wird abends eine Heilige Messe in sorbischer Sprache stattfinden. Bischof Heinrich Timmerevers will an dem in der Dresdner Kathedrale einen Pontifikalgottesdienst feiern, der im Internet übertragen wird. Alojs Andritzki hatte in dieser Kirche als Kaplan gewirkt. Er wurde am 3. Februar 1943 im Konzentrationslager Dachau ermordet. 2011 wurde er seliggesprochen.

Auf der Baustelle der Crostwitzer Pfarrkirche fand Anfang Januar das diesjährige Weihnachtskonzert des dortigen Kirchenchores statt. Gestaltet wurde es aber auch von anderen: von der sorbischen sowie der deutschen Schola, von Flötenspielerinnen, Bläser der Gemeinde und dem Organisten der Gemeinde.

Das Hallenfußball-Turnier um den Pokal des Cyrill-Methodius-Vereins Anfang Januar in Crostwitz hat die einheimische Crostwitzer Mannschaft gewonnen. Nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie konnten nun wieder sechs Mannschaften antreten. Der Cyrill-Methodius-Verein ist der Verein der katholischen Sorben.

Die sorbischen Gläubigen der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde in Bautzen haben am Fest der Taufe des Herrn – das war am Sonntag, 8. Januar – eine gemeinsame ökumenische Andacht und danach die Weihnachtsfeier gefeiert. Eine Gruppe von Kindern stellte den Anwesenden ein Krippenspiel vor.

Der evangelische Sorbische Kirchgemeindeverband möchte in diesem Jahr ein neues Lektionar mit Auszügen aus der Heiligen Schrift für den Gottesdienst herausgeben. Außerdem bereitet er sich auf den sorbischen Kirchentag im Juni in Schleife vor. Darauf einigten sich die Mitglieder des Sorbischen Kirchgemeindeverbandes bei der Hauptversammlung in Göda. Zugleich werteten sie den Kirchentag im vergangenen Jahr in Hochkirch mit dem Besuch von Landesbischof Tobias Bilz und die Herausgabe des neuen Liederbuches „Zernička“ als Höhepunkte des vergangenen Jahres.

Beim Fest der Vereine Bratrowstwo – dem Verein der katholischen Sorben in der Wittichenauer Pfarrgemeinde – Mitte Januar in Sollschwitz erinnerten dessen Mitglieder an die Gründung vor 125 Jahren. Der eigene Chor sowie die eigene Theatergruppe gestalteten den Abend. Das Jahresfest war der Auftakt zum Jubiläum, welches aus mehreren Höhepunkten besteht.

Mehrere Personen nahmen Mitte Januar am ersten Teil der sorbischsprachigen Ausbildung JuLeiCa im Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno teil. JuLeiCa ist eine Abkürzung für Jugendleitercard. In der Ausbildung erfahren die späteren Verantwortlichen für Kinder- oder Jugendgruppen, wie sie miteinander in solchen umgehen und wie Konflikte gelöst werden können. Nach erfolgreicher Absolvierung des Kurses dürfen die Besitzer der JuLeiCa Gruppen leiten.

Die Crostwitzer Pfarrgemeinde gedachte am Fest des heiligen Sebastian am 20. Januar auf vielfältige Weise dieses Heiligen. Am Vortag fasteten sie streng. Beim Fest selbst kam zum feierlichen Gottesdienst ein Gastprediger, am Nachmittag fand eine Andacht mit Prozession durchs Dorf statt. In dieser trugen vier Männer die Statue des heiligen Sebastian. Vor Mitgliedern der Crostwitzer Sebastians-Bruderschaft referierte danach Prälat Dariusz Kruczyński, Direktor der Caritas vom Bistum Ełk (Lyck) in Masuren. Er berichtete, wie er mehr als 60 große Lastwagen mit Spenden in die Ukraine organisiert hat. Bisher hat er mit dem Caritasverband mehr als 1.100 Tonnen an Waren in die Ukraine gebracht.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)

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