Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hören Sie bei RADIO PSR immer freitags kurz nach 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen gegen 18.35 Uhr.

Kirchen-News vom 20. Mai

Einen Begegnungstag für Aussiedlerinnen und Aussiedler in Dippoldiswalde im Osterzgebirge haben die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands für Samstag (21.5.) vorbereitet. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 400 Teilnehmenden aus Sachsen und den angrenzenden Regionen. 

Pilgern für Geschlechtergerechtigkeit gibt's am Samstag (21.5.) weiter westlich: im Erzgebirge: auf dem Weg zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2022 laden mehrere evangelische Landeskirchen ein, auf speziellen Pilgerwegen für Gerechtigkeit und Frieden zu gehen. In Sachsen startet morgen eine erste Aktion in Annaberg-Buchholz. Auf der Pilgeretappe geht's um die Situation von Frauen in der Arbeitswelt. Die Pilgernden besuchen unter anderem eine Dachdeckermeisterin und eine Blumenhändlerin. 

Die Leipziger Oase, die Kontaktstube für Wohnungslose in der Messestadt, ist 2020 25 Jahre alt geworden. Pandemiebedingt steigt die große Geburtstagsfeier erst jetzt: am Mittwochnachmittag (25.5.) - mit Gästen, Gönnern und allen dem Projekt Gutgesinnten. Neben Livemusik und einer Ausstellung präsentiert die Oase außerdem ihr neues Logo, mit dem sie künftig in der Öffentlichkeit für ihre Arbeit werben will. Die "Oase" ist ein gemeinsames Projekt der katholischen Caritas und der evangelischen Diakonie Leipzig. 

Glockenwehe im Vogtland: Am Sonntag weiht die katholische Gemeinde in Reichenbach eine neue Glocke in ihrer Marienkirche - mit dabei war der Dresdner Altbischof Joachim Reinelt. Die neue Petrusglocke ersetzt eine alte Eisenhartgussglocke aus dem Jahr 1919, die schon mehrere Jahre schweigen musste. Petrusglocke heißt sie deshalb, weil der Apostel Petrus als Stadtpatron von Reichenbach gilt. Jetzt hat die Marienkirche wieder ein Geläut mit insgesamt drei Glocken. 

Etwa 500 Mitarbeiter*innen der Caritas im Bistum Dresden-Meißen pilgern am Mittwoch zum Kloster Wechselburg bei Chemnitz. Höhepunkt der Mitarbeiterwallfahrt zum 100jährigen Jubiläum des katholischen Sozialverbandes ist ein feierlicher Gottesdienst mit Bischof Heinrich Timmerevers.
Für die Caritas arbeiten in Sachsen und Ostthüringen aktuell fast 9.000 Frauen und Männer in rund 200 Diensten, Einrichtungen und Projekten von KiTas bis Schuldnerberatung. Hinzu kommen Azubis, Freiwilligendienstleistende, freie Mitarbeiter und zahlreiche Ehrenamtliche.

Am Donnerstag (26.5.) ist der dreißigste Geburtstag der sächsischen Landesverfassung. Schon am Vortag (Mittwoch, 25.5.) geht es darum bei Impulsen und Gesprächen mit Experten in der Dresdner Dreikönigskirche - an dem Ort, wo auch der sächsische Landtag in den ersten Jahren tagte. Mittwoch von 14 bis 16 Uhr.

Die Corona-Pandemie hat viele Familien stark belastet. Damit sie sich erholen können, ermöglicht das Bundesfamilienministerium ihnen einen kostengünstigen Familienurlaub in gemeinnützigen Familienerholungseinrichtungen. Die "Corona-Auszeiten für Familien" richten sich an Familien mit kleineren Einkommen und solche, die Angehörige mit einer Behinderung haben. Die berechtigten Familien bezahlen nur etwa zehn Prozent der üblichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Der Aufenthalt darf bis zu einer Woche dauern. Bei uns in Sachsen ist diese vergünstigte Familienauszeit zum Beispiel in Ostritz an der Neiße möglich - im dortigen Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal können insgesamt 180 Familien so einen Urlaub buchen.

Kirchen-News vom 13. Mai 2022

Christian Johannes Bonath heißt der neue Domkapellmeister an der Dresdner Kathedrale, der Hofkirche, und Chorleiter der Dresdner Kapellknaben. Bonath stammt aus Worms, ist 42 Jahre at und zwar zuletzt künstlerischer Leiter eines Knabenchores in Reutlingen. Am 1. September tritt er die Nachfolge von Matthias Liebich an, der nach über 25 Jahren im kirchlichen Dienst in den Ruhestand geht. 

Große Freude heute zur Orgelweihe in Herrnhut: die Orgel im Kirchensaal ist fertig restauriert. Das Instrument von aus den Fünfzigern hat ein weiteres Manual bekommen. Der Einbau der rund 15.000 Einzelteile lief seit März. Der Kirchensaal der evangelischen Brüdergemeine in Herrnhut wird seit 2019 saniert, Kosten: mehr als vier Millionen Euro. Herrnhut feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Bestehen. 

Das Leipziger Viel-Kulturen-Orchester "Klänge der Hoffnung" startet am Sonntag in seine Konzertsaison - in der Eilenburger Nikolaikirche. Für die Musikerinnen und Musiker stehen in der nächsten Zeit Konzerte in ganz Deutschland auf dem Plan, aber auch in Leipzigs französischer Partnerstadt Lyon und in der polnischen Hafenstadt Danzig. “Klänge der Hoffnung”‘ ist ein Projekt der Stiftung Friedliche Revolution, das seit sechs Jahren Menschen verschiedener Herkunft und Tradition mit Hilfe von Musik verbindet. Zu hören sind sowohl Instrumente der europäischen Klassik, aber auch außereuropäische Instrumente. Die Musiker kommen u.a. aus Syrien, dem Iran, der Türkei, Deutschland, Armenien oder Argentinien.

Mit einem Stadtrundgang hat das Team der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle der katholischen Kirche in Dresden seinen 50. Geburstag gefeiert. Denn die Beratungsstelle Dresden ist in den ersten 48 Jahren dreimal umgezogen - und in den vergangenen zwei Jahren weitere dreimal wegen eines Gebäudeschadens. So gings zur Geburtstagsfeier an einige der früheren Wirkungsstätten. Natürlich gab es auch viel Dank für die wichtige Arbeit. So sagte Ordinariatsrätin Silke Meemken, Leiterin der Hauptabteilung Pastoral im Bistum Dresden meissen: „50 Jahre Lebensberatung in Dresden – das ist eine Geschichte von Mut und Standhaftigkeit, von Solidarität, die sich an die Seite der Menschen stellt.

"Von Wegen" - das ist das Motto des Lausitz-Kirchentags am letzten Juni-Wochenende (24.-26.6.) in Görlitz. Der Kirchentag will die Region Lausitz erkunden und ihre Vielfalt feiern - mit Konzerten, Gottesdiensten, Vorträge, der „Markt der Möglichkeiten“, Theater- und Zirkusvorstellungen, mit sorbischer Kultur und mit Diskussionen zu kirchlichen und gesellschaftlichen Themen. Dazu sucht der Lausitz-Kirchentag noch Menschen, die Lust haben, das Programm als Helferin oder Helfer zu unterstützen - zum Beispiel bei Auf- und Umbauten oder als Ansprechpartner für Besucher. Außerdem macht ein neuer Imagefilm auf der Seite des Kirchentages Lust auf die Großveranstaltung. 

Kirchen-News vom 6. Mai 2022

"Von Wegen" - das ist das Motto des Lausitz-Kirchentags am letzten Juni-Wochenende (24.-26.6.) in Görlitz. Der Kirchentag will die Region Lausitz erkunden und ihre Vielfalt feiern - mit Konzerten, Gottesdiensten, Vorträge, der „Markt der Möglichkeiten“, Theater- und Zirkusvorstellungen, mit sorbischer Kultur und mit Diskussionen zu kirchlichen und gesellschaftlichen Themen. Dazu sucht der Lausitz-Kirchentag noch Menschen, die Lust haben, das Programm als Helferin oder Helfer zu unterstützen - zum Beispiel bei Auf- und Umbauten oder als Ansprechpartner für Besucher.

„Die fetten Jahre sind vorbei?!“ - so heißt eine Themenwoche über Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Generationskonflikte, zu der Kirchen im Leipziger Osten nächste Woche gemeinsam einladen. Das Programm von Montag bis Samstag (9.-14.5.) reicht von Bibelstreitgespräch über Haushalts- und Spartipps, Spielfilm, Gespräche über Grenzen und Alternativen von Wirtschaftswachstum bis hin zu Hildegard von Bingen. Die Veranstalter vollen dabei auch gezielt jüngere und ältere Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Die Dresdner Kathedralmusik feiert: Matthias Liebich, der Chorleiter der Kapellknaben und des Kathedralchors, ist seit 25 Jahren im Amt. Am Samstagabend (7.5.) treffen sich viele ehemalige Kapellknaben zu einem Wiedersehen. Und in der Messe am Sonntag (8.5.) um 10.30Uhr erklingt eine Uraufführung: Eine Orchestermesse von Thomas Gabriel. Die hatte der Kirchenmusiker schon im vorigen Jahr zum 100. Jubiläum des Bistums komponiert - da war wegen Corona aber keine Aufführung möglich. Zum Dienstjubiläum des Chorleiters ist sie nun in der Kathedrale erstmals zu hören.

"Familien im Stresstest - Corona und die Folgen"  ist die Überschrift einer Diskussion am Donnerstag (12.5.) im Berufsbildungswerk Leipzig. Welche Rolle spielten und spielen Großeltern, Eltern und Kinder in der Pandemie und bei ihrer Bekämpfung? Das fragen die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Familienfragen und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Zu Gast sind unter anderem Dagmar Neukirch, Staatssekretärin im Sächsischen Sozialministerium, die Soziologieprofessorin und Christoph David Schumacher, der Vorsitzende des Leipziger Kinder- und Jugendvereins Tüpfelhausen. Los geht's um 19 Uhr, der Eintritt ist frei, bitte melden Sie sich vorher kurz per eMail an (sachsen@fes.de). 

Friedrich Magirius wird neuer Ehrenbürger der Messestadt Leipzig! Damit wird der 91 Jahre alte Theologe und ehemalige Kommunalpolitiker für sein Engagement im Versöhnungsprozess mit Osteuropa geehrt und für seine Leistungen beim Aufbau der neuen Stadt-Strukturen nach 1989. Am Mittwoch (11.5.) bekommt Magirius die Auszeichnung bei einem Festakt im Alten Rathaus. Friedrich Magirius stammt aus Dresden, ist evangelisch-lutherischer Theologe und hat als Pfarrer unter anderem an der Dresdner Kreuzkirche und der Leipziger Nikolaikirche gearbeitet. Von 1990 bis 1994 war er Stadtpräsident von Leipzig.

Gärten machen ganz viel Freude - und sie sind Orte der Begegnung: mit anderen Menschen, mit sich selbst, mit der Natur, mit der Phantasie - und auch mit der schöpferischen Kraft Gottes, die alles zum Wachsen, Blühen und Reifen bringt. 
Viele Geschichten der Bibel spielen in Gärten oder benutzen den Garten als Bild. Um die geht es am Samstag, 14.5. beim Ökumenischen Frauentag in Chemnitz, zu dem das Evangelische Forum ins Gemeindezentrum St. Johannes Nepomuk auf den Kaßberg einlädt. Los geht's um 9 Uhr.
 

Sorbische Kirchen-Nachrichten - April 2022

Nimale 1.400 křižerjow wozjewješe jutrońčku w dźewjeć procesionach poselstwo wo Jězusowym zrowastanjenju. Kaž nawodźa procesionow zwěsćichu, běchu wjace wopytowarjow přišli hač do koronoweje pandemije. Jutrownu wutoru swjećachu křižerjo dźakne kemše w Róžeńčanskej hnadownej cyrkwi.

„Z Józefom so měrić“ rěkaše tema lětušeho nócneho modlenja serbskeje dekanatneje młodźiny, kotrež so w póstnym času w Radworju wotmě. Wot wječora hač do połnocy mějachu wšelake tematiske jednotki, w kotrychž dóstachu młodostni duchowne impulsy. Nócne modlenje skónčichu wosrjedź nocy z Božej mšu.

Serbski wječork pod hesłom „Handrij Zejler – spěwy a fabule“ wotmě so pjatk, 8. apryla, we Łazowskej ewangelskej cyrkwi. Regionalna rěčnica Domowiny Wojerowskeje župy „Handrij Zejler“ Sonja Hrjehorjowa a žurnalist Andreas Kirschke staj fabule serbsce a němsce přednjesłoj. Wječork wotmě so w ramiku „Lěta Zejlerja a Kocora“.

Něhdźe 120 serbskich młodostnych zetka so bołmončku, 10. apryla, w Pančicach-Kukowje. Tam woni zhromadnje po wsy kročachu a so křižowy puć modlachu. Pozastachu na wjacorych stacijach, hdźež słyšachu bibliski tekst a mysle młodostnych k tomu.

Serbske swójby putnikowachu dwě njedźeli do jutrow do Róžanta, mnozy z nich wjacore kilometry pěši. Na prědowanju předstajichu dźěći tamnym swoje wosady, štož farar Šćěpan Delan, kotryž kemše swjećeše, wudospołni. Loni a před lětomaj njemóžeše so putnikowanje swójbow pandemija dla přewjesć.

Pod hesłom „Přińdź twoje kralestwo“ zetkachu so serbske ewangelske swójby wot štwórtka, 21. apryla, w Hainewaldźe w Žitawskich horinach. Na tym wobdźěli so 40 wosobow. Hač do dźensnišeje njedźele su zhromadnje wo wěrje rozmyslowali. Spěwajo a hrajo hajachu serbsku zhromadnosć a pućowachu we wokolinje

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Knapp 1.400 Osterreiter verkündeten am Ostersonntag in neun Prozessionen die Botschaft von der der Auferstehung Jesu. Wie die Prozessionsleiter feststellten, waren mehr Besucher gekommen als vor der Corona-Pandemie. Am Osterdienstag feierten die Osterreiter einen Dankgottesdienst in der Rosenthaler Wallfahrtskirche.

"Mit Josef sich messen" lautete das Thema beim diesjährigen Nachtgebet der sorbischen Dekanatsjugend, das in der Fastenzeit in Radibor stattfand. Vom Abend bis Mitternacht gab es verschiedene thematische Einheiten mit geistlichen Impulsen für die Jugendlichen. Das Nachtgebet endete um Mitternacht mit einer heiligen Messe.

Ein sorbischer Abend unter dem Motto "Handrij Zejler – Lieder und Fabeln“ fand am Freitag, 8. April., in der Lohsaer evangelischen Kirche statt. Die Domowina-Regionalsprecherin des Hoyerswerdaer Regionalverbandes Handrij Zejler Sonja Rehor und der Journalist Andreas Kirschke haben die Fabeln auf Sorbisch und Deutsch vorgetragen. Der Abend fand im Rahmen des Zejler-Kocor-Jahresstatt.

Rund 120 sorbische Jugendliche trafen sich am Palmsonntag in Panschwitz-Kuckau. Dort gingen sie gemeinsam durch das Dorf und beteten den Kreuzweg. Sie hielten an mehreren Stationen an, wo sie einen biblischen Text und die dazu Gedanken von Jugendlichen hörten.

Sorbische Familien pilgerten zwei Wochen vor Ostern nach Rosenthal, viele von ihnen mehrere Kilometer zu Fuß. In der Predigt stellten die Kinder den anderen ihre Pfarrgemeinden vor, was Pfarrer Stephan Delan, der den Gottesdienst feierte, ergänzte. In den beiden vergangenen Jahren konnte die Familienwallfahrt wegen der Pandemie nicht stattfinden.

Unter dem Motto „Dein Reich komme“ treffen sich sorbische evangelische Familien von Donnerstag bis Sonntag (21. bis 24. April) in Hainewalde im Zittauer Gebirge. Daran nahmen 40 Personen teil. Gemeinsam denken sie über den Glauben nach. Singend und spielend pflegen sie die sorbische Gemeinschaft und wandern in der Umgebung.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)

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