Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hören Sie bei RADIO PSR immer freitags kurz nach 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen gegen 18.35 Uhr.

Kirchen-News vom 30. September 2022

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens verstärkt ihre Präventionsarbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. In dieser Woche hat sie das Rahmenschutzkonzept „Aktiv gegen Gewalt“ vorgestellt. Es soll einen Orientierungsrahmen bieten: jeder kirchliche Träger müsse auf dieser Basis sein eigenes Schutzkonzept entwickeln, hieß es. Mit dem Rahmenschutzkonzept setzt die Landeskirche Standards für ein achtungsvolles und sensibles Miteinander gesetzt, lobt Bischof Tobias Bilz. In der sächsischen Landeskirche hatten zuletzt mehrere mutmaßliche Missbrauchsfälle für Schlagzeilen gesorgt. 

Der Caritasverband im Bistum Dresden-Meißen feiert am Freitag (30.9.) sein einhundertjähriges Bestehen - mit einem Festgottesdienst in der Kathedrale in Dresden und einem anschließenden Festakt im Haus der Kathedrale. Mit dabei sind die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Welskop-Deffaa, Sachsens Staatsministerin für Soziales, Petra Köpping und Bischof Heinrich Timmerevers, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigt die Arbeit des Wohlfahrtsverbandes per Videobotschaft. 

Steigende Energiepreise, drohende soziale Notlagen: die evangelische Kirche hat ihre Gemeinden aufgerufen, Wärmestuben und Beratungsangebote einzurichten. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie starteten in dieser Woche dafür gemeinsam die Aktion #wärmewinter. Mit Herzenswärme und konkreten Angeboten sollen Gemeinden und Verbände etwas der Kälte entgegensetzen; der Kälte in den eigenen vier Wänden - und der bürokratischen Kälte in Kündigungsschreiben von Energieversorgern und Vermietern zum Beispiel. Logo der Wärmewinter-Aktion ist ein Herz mit umgebundenem Schal. 

Der "Monat der Weltmission" beginnt. Den offiziellen Auftakt bildet ein Gottesdienst am Sonntag (2.10.) in der Dresdener Kathedrale. Mit dem Monat macht das Hilfswerk Missio auf seine Arbeit aufmerksam. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr Kibera. Das ist der größte Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi. Männer und Frauen praktizieren hier trotz schwierigster Lebensumstände einen unfassbaren Zusammenhalt. An ihrer Seite stehen Priester, Ordensfrauen und engagierte Christinnen und Christen. Am 23. Oktober, dem Weltmissionssonntag, sammelt die katholische Kirche dann in über 100 Ländern eine Kollekte für ihre Arbeit in den ärmsten Regionen der Welt in Afrika, Asien und Ozeanien.

Gibt es eigentlich noch etwas in unserer Welt, das gerade nicht in der Krise ist? Diese Frage steht über einem Gesprächsabend, zu dem die Evangelische Kirchgemeinde Sebnitz-Hohnstein am Mittwoch ins Diakonat Sebnitz einlädt. Klimakrise, Coronakrise, Ukrainekrise, Energiekrise - die gegenwärtige Situation beschäftigt viele. Wie umgehen mit all den Informationen und der Unsicherheit? An dem Abend geht es auch darum, wie ich besser mit Krisen umgehen kann. Beginn ist 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. 

Zufriedene Zwischenbilanz in Dippoldiswalde: ein Jahr ist die Wiedereröffnung des Winfriedhaus im Ortsteil Schmiedeberg jetzt her. Die Kinder- und Jugendbildungsstätte des Bistums Dresden-Meißen meldete sich nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten zurück und die Bilanz des ersten Jahres stimmt optimistisch: zwar hat Corona in den ersten Monaten den Betrieb des Hauses erschwert, aber seit März sieht die Situation viel besser aus. Fast täglich neue Belegungsanfragen an, das Haus wird auch gerne von kirchenfernen Einrichtungen genutzt – unter anderem von Schulen, Kindergärten, Freiwilligendiensten, Vereinen oder Konferenzen. Wichtiger Bestandteil des Umbaus war es, dass das Winfriedhaus zweizügig laufen kann, also zwei unterschiedliche Gruppen zur gleichen Zeit das Haus nutzen können: dadurch hat sich die Gesamtauslastung klar erhöht. 

Kirchen-News vom 23. September 2022

Die Sanierung der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz kommt voran. Für die Arbeiten am neuen Begegnungs- und Stadtteilzentrum „Westkreuz“ in der Kirche steuert die Stadt Leipzig mehr als 724.000 Euro aus früherem SED-Vermögen bei. Es fehlt nur noch die finale Entscheidung des Verwaltungsausschusses. Insgesamt wird der Umbar rund 1,16 Millionen Euro kosten, die Kirche wurde 1888 geweiht. 

Rekord-Sammelergebnis für die "Sternsinger" nach dem letzten Weihnachtsfest - und das trotz erschwerten Corona-Bedingungen! Mehr als 38,5 Millionen Euro kamen bei der Aktion Dreikönigssingen zusammen, davon beachtliche 320.000 Euro aus dem Bistum Dresden-Meißen, also aus Sachsen und Ostthüringen. In vielen Gemeinden und Gruppen nutzten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn alternative Aktionsformen, um kontaktlos den Segen zu den Menschen zu bringen und Spenden für Gleichaltrige in aller Welt zu sammeln. Denn auch im zweiten Aktionsjahr in Folge mussten die Sternsinger wegen Corona häufig auf die traditionellen Hausbesuche verzichten. Das beim Sternsingen gesammelte Geld geht an Kinder in Not auf der ganzen Welt. 

Am Samstag (24.9.) spielt die Bundesärztephilharmonie im Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno bei Bautzen - das sind auf hohem Niveau musizierende Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland. Auf dem Programm stehen Werke klassischer Komponisten wie Anton Bruckner, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Wolfgang Amadeus Mozart. Das Orchester ist mehrere Tage Gast im Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno bei Bautzen und probt für den Auftritt am Samstag sowie für sein Benefizkonzert im Dresdner Kulturpalast am Sonntag (25.9.), bei dem die Konzerteinnahmen für ein Wasserprojekt in Äthiopien zugute kommen.

Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Deutschland treffen sich von Montag bis Mittwoch (26.-28.9.) in Leipzig - Thema des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag ist "Das Ende der Sicherheit" - es geht um die aktuellen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft. Hintergrund sind die Fragen um die Zukunft der Europäischen Union, die Kriegsgefahr in Europa, die Rettung und Integration Schutzsuchender oder die Veränderung des Klimas. Die Tagung endet mit Stadtführungen durch Leipzig am Mittwoch. 

 

Kirchen-News vom 16. September 2022

Katholische Jugendliche aus ganz Sachsen treffen sich an diesem Wochenende in Wechselburg bei Chemnitz zum großen Bistums-Jugendtag! Motto des Tages ist "Hand aufs Herz". Die "Auszeit mit Power" beginnt heute Abend mit Gebetszeiten und einem Rockkonzert, morgen stehen dann verschiedene Workshops auf dem Programm: von Kinder- und Jugendzirkus bis Schattenboxen. 

Kinderkleidung, Spielzeug und was Familien sonst noch so brauchen, und das für wenig Geld - das alles gibt es Samstag (17. September) am Gemeindehaus Frauenhain; das gehört zu Röderaue. Von 14 bis 17 Uhr können Mütter und Väter alles „rund ums Kind“ verkaufen und kaufen – also auch Kinderfahrräder, Bücher und CDs, Kinderwagen oder Schwangerschaftskleidung. Die Kinderkleidungs- und Spielzeugbörse veranstaltet die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Frauenhain zusammen mit dem Elternverein „Hasenhügel“.

Die Caritas in Sachsen bittet um Ihre Spende: vom 17. bis 26. September stehen wieder Ehrenamtliche mit ihren Sammelbüchsen in Sachsens Fußgängerzonen und Innenstädten und bitten um eine kleine Unterstützung für die Arbeit des katholischen Verbandes. Die Caritas im Bistum Dresden-Meißen unterhält mehr als rund 200 Dienste von der Kita bis zur Schuldnerberatung - rund 9.000 Mitarbeiter kümmern sich um Menschen am Rande der Gesellschaft, Familien, allein Erziehende, Alte und Kranke, Mütter in Not, Wohnungslose oder Migranten. Auch die Diakonie bittet um Spenden: die Kollekten der evangelischen Sonntagsgottesdienste fließen in dieser Woche in den kirchlichen Nothilfefonds für arme Menschen in Sachsen

An diesem Wochenende (17./18. September) ist "Fest der Ehejubiläen" in Dresden. Bischof Heinrich Timmerevers begrüßt in der Kathedrale mehr als 200 Ehepaare, die in diesem Jahr ihre Silberne, Goldene, Diamantene oder Eiserne Hochzeit feiern. 

Sexuellen Missbrauch hat es in der Kirche in Deutschland gegeben, aber auch auch weltweit. Fast immer wurden die Fälle jahrzehntelang verschwiegen. Wie konnte es zu dieser skandalösen Sprachlosigkeit und Vertuschung der Skandale kommen? Darüber diskutieren am Dienstagabend drei Experten in Leipzig: eine Professorin für Forensische Psychiatrie, der Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Mit-Autor des Missbrauchsgutachtens für das Bistum Münster sowie der irische Journalist Derek Scally, der ein Buch über die Missbrauchsfälle in seinem Heimatland geschrieben hat. "Unheiliges Schweigen" - Dienstag, 19 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum in der Leipziger City

Was können Kirchgemeinden tun, um nachhaltiger und klimagerechter zu sein? Das geht bei fair gehandeltem Kaffee im Pfarrhaus los, sollte aber noch lange nicht das Ende sein. Was geht da noch? Das ist das Thema am Montag in Leipzig. Die Innenstadtgemeinden St. Thomas und St. Nikolai treffen sich um 17 Uhr zum traditionellen Friedensgebet in der Nikolaikirche, danach wird symbolisch ein „Eiffelturm“ in die Thomaskirche getragen - in Anlehnung an das Klimaabkommen von Paris. Dazu sind alle eingeladen, sich darüber auszutauschen, wie die Innenstadt-Kirchen mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen könnten.

Sorbische Kirchen-Nachrichten - September 2022

Štyri razy bu dźiwadłowa hra „Mór a lubosć“ srjedź septembra w Chrósćicach na farskej łuce předstajena. Něhdźe 2.400 wopytowarjow je ju widźało a z tym 150 lajskich dźiwadźelnikow na jewišću. Sto dalšich wosobow skutkowaše za nim. Inscenacija poćahuje so na załoženje Chróšćanskeho Bosćanoweho bratstwa spočatk 15. lětstotka. Koronoweje pandemije dla njemóžeše so hra, kotraž wobjednawa pandemiju mora, ani 2020 ani 2021 inscenować.

Na schadźowanju Ekumeniskeje rady cyrkwjow (ÖRK) wot 31. awgusta do 8. septembra wobdźěli so jako delegatka Ewangelskeje cyrkwje Němskeje ewangelska Serbowka dr. Lubina Malinkowa z Rakec. Wona bu tam do centralneho wuběrka wolena, najwyšeho nawjedowaceho gremija mjez zhromadźiznami ÖRK, kotrež wotměwaja so kóžde wosom lět.

Serbski ekumeniski a dworowy swjedźeń wotmě so spočatk septembra w Hrubjelčicach. Popołdnju pućowachu pola Dobruše. Po tym sćěhowaše serbska ekumeniska nutrnosć, kotruž nawjedowaštaj Budyski tachantski farar Wito Sćapan a serbski superintendent Krystof Rummel z Hodźija.

Towarstwo Cyrila a Metoda je swój namjet za přichod serbskich wosadow w Katolskim Posole wozjewiło. Po tym měła so samostatnosć dotalnych wosadow wobchować, ale pastoralne zjednoćenstwo wutworić. Jako centrum toho je hnadowne městno Róžant namjetowane.

Na swjedźenju Marije naroda běchu zaso wěriwi w procesionach serbskich wosadow na hnadowne městno do Róžanta přišli, zo bychu so nowych mocow nasrěbali. To rjekny Budyski tachantski farar Wito Sćapan w prědowanju 8. septembra w kopaće połnej cyrkwi. W najwjace pěšich procesionach njesechu družki postawu maćerje Božeje.

W Budyskim Ludowym nakładnistwje Domowina su Hesła Ochranowskeje bratrowskeje wosady za lěto 2023 wušli. Wšědnje někotre słowa z biblije předleža w hornjoserbskej kaž tež w delnjoserbskej rěči.

Z modlenjom kadiša spominaše spočatk septembra něhdźe 25 wosobow na pohrjebnišću při Mužakowskej dróze w Budyšinje na zemrětych něhdyšeje židowskeje wosady. Mjeztym wotmě so to hižo 33. raz. Wjacori Serbja so na modlenju wobdźělichu.

Kapłan dr. Jens Buliš budźe wot 1. nowembra w Žitawskej wosadźe skutkować a změje swoje słužbne sydło w Lubiju. Wot swojeje měšniskeje swjećizny w lěće 2018 je wón kapłan w Chrósćicach. Něhdyši ewangelski farar běše 2011 ze swojej swójbu do katolskeje cyrkwje přestupił.

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Vier Mal wurde das Theaterstück „Mór a lubosć“ (Pest und die Liebe) Mitte September in Crostwitz auf der Pfarrwiese aufgeführt. Rund 2.400 Besucher haben es gesehen und damit 150 Laienschauspieler auf der Bühne. Hundert weitere Personen wirkten im Hintergrund. Die Inszenierung bezieht sich auf die Gründung der Crostwitzer Sebastiansbruderschaft Anfang des 15. Jahrhunderts. Wegen der Corona-Pandemie konnte das Spiel, das die Pandemie der Pest zum Thema hat, weder 2020 noch 2021 inszeniert werden.

Bei der Tagung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) von 31. August bis 8. September nahm als Delegierte der Evangelischen Kirche Deutschlands die Sorbin Dr. Lubina Mahling aus Königswartha teil. Sie wurde dort in den zentralen Ausschuss gewählt, dem höchsten Leitungsgremium zwischen den ÖRK-Versammlungen, die alle acht Jahre stattfinden.

Ein sorbisches ökumenisches Hoffest fand Anfang September in Grubschütz statt. Am Nachmittag wanderten die Teilnehmer bei Doberschau. Im Anschluss daran folgte eine sorbische ökumenische Andacht, die der Bautzener Dompfarrer Veit Scapan und der sorbische Superintendent Christoph Rummel aus Göda leiteten.

Der Cyrill-Methodius-Verein hat seinen Vorschlag für die Zukunft der sorbischen Pfarrgemeinden im Katolski Posoł, der Zeitschrift der katholischen Sorben, veröffentlicht. Danach sollte die Selbstständigkeit der bisherigen Pfarrgemeinden erhalten bleiben, aber eine pastorale Vereinigung gebildet werden. Als Zentrum dessen ist der Wallfahrtsort Rosenthal vorgeschlagen.

Zum Fest Mariä Geburt waren wieder Gläubige in Prozessionen der sorbischen Pfarrgemeinden zum Wallfahrtsort nach Rosenthal gekommen, um neue Kräfte zu sammeln. Das sagte der Bautzener Dompfarrer Veit Scapan in der Predigt am 8. September in der vollen Kirche. In den meisten Prozessionen trugen Druschki die Statue der Muttergottesstatue.

Im Bautzener Domowina-Verlag sind die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2023 erschienen. Täglich einige Wörter aus der Bibel liegen sowohl in obersorbischer als auch in niedersorbischer Sprache vor.

Mit dem Kaddisch-Gebet gedachten Anfang September rund 25 Personen auf dem Friedhof an der Muskauer Straße in Bautzen an die Verstorbenen der ehemaligen jüdischen Gemeinde. Das fand inzwischen zum 33, Mal statt. Mehrere Sorben nahmen am Gebet teil.

Kaplan Dr. Jens Bulisch wird ab 1. November in der Zittauer Pfarrgemeinde wirken und seinen Dienstsitz in Löbau haben. Seit seiner Priesterweihe im Jahr 2018 ist er Kaplan in Crostwitz. Der ehemalige evangelische Pfarrer war 2011 mit seiner Familie in die katholische Kirche übergetreten.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)

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