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- Kirchen-News vom 16. Januar 2026
- Kirchen-News vom 9. Januar 2026
- Kirchen-News vom 4. Januar 2026
- Sorbische Kirchen-News - Dezember 2025
Kirchen-News vom 16. Januar 2026
Sachsens evangelische Landeskirche hat eine neue Beauftragte für Migration und Integration. Seit Anfang Januar hat Claudia Nikol die Aufgabe übernommen. Sie berät Kirchgemeinden bei der Arbeit mit Geflüchteten, vernetzt Kirche, Politik und Zivilgesellschaft und bringt kirchliche Positionen in aktuelle migrationspolitische Debatten ein. Zuvor arbeitete sie bereits in Dresdner Kirchenbezirken und leitete Integrationsprojekte.
Was wünschen sich Familien eigentlich von einem Gottesdienst? Das hat die sächsische Landeskirche in einer großen Studie untersucht. Ein Team der Universität Leipzig befragte dafür über zweitausend Haushalte. Das Ergebnis zeigt: Eltern und Kinder wollen den Gottesdienst aktiv mitgestalten. Sie kommen lieber, wenn sie mitsingen, mitbeten oder selbst eine Aufgabe übernehmen. Besonders Musik und Angebote für Kinder binden Familien stark an ihre Gemeinde. Die Studie empfiehlt den Gemeinden daher, Angebote stärker auf Familien zuzuschneiden.
2026 wird für die Dresdener Kapellknaben ein Jahr voller Highlights und Herausforderungen, sagt Domkapellmeister Christian Bonath. Der Knabenchor wird dieses Jahr große Werke von Weber, Mendelssohn und Bach aufführen. Eine Herausforderung bleibt die Nachwuchsgewinnung. Trotz sinkender Geburtenraten blickt der Leiter zuversichtlich auf den Nachwuchs. Dank intensiver Suche nimmt der Chor im Februar zwölf neue Jungen feierlich in seine Reihen auf. Hauptaufgabe des Chores ist auch künftig die Gestaltung der Gottesdienste in der Hofkirche, der katholischen Kathedrale in Dresden.
In Görlitz öffnet jetzt wieder "Plauder-Café" seine Türen. Immer mittwochs können sich Einheimische und Geflüchtete in der Kellerkirche des Jugendhauses "Wartburg" treffen. In lockerer Runde probieren die Gäste aus der Ukraine und anderen Ländern ihre Deutschkenntnisse aus. Die Veranstalter suchen dafür noch Görlitzer, die Lust auf gute Gespräche haben. Wer mitmacht, hilft den neuen Nachbarn beim Ankommen in der Stadt. Das Café öffnet bis zum 4. Februar jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Kirchen-News vom 9. Januar 2026
Immer im Januar ist in der Dresdener Frauenkirche Zeit zum Hausputz und für Reparaturen. Dazu ist die Kirche ab Montag bis Samstag (12.1. - 17.1.) für Besucher geschlossen. 40 Leute kümmern sich um die jährliche Reinigung und Pflege von Holzbänken, Böden und Oberflächen; sie malern oder reparieren, wo es nötig ist, warten die Elektrik, Lüftung und Brandschutz. 50.000 Euro kostet die Aktion. Nächsten Sonntag zum Gottesdienst ist die Kirche weder offen
Unter dem Motto "Gott ist treu" beginnt an Sonntag (11. 1.) die jährliche Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Das ist ein Zusammenschluss von Christen verschiedener Kirchen und Gemeinschaften in Deutschland. Bis zum Sonntag, 18.1. gibt es auch in vielen Orten in Sachsen jeden Abend Andachten oder Gebetstreffen zu verschiedenen Aspekten von Gottes Treue.
Gleichzeitig lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ein zur Gebetswoche für die Einheit der Christen.
Noch gut drei Wochen, dann kommen in Freiberg Menschen aus christlichen Hauskreisen in ganz Sachsen zusammen. Beim Hauskreistag am Samstag, 31. Januar in der Freiberger Petrikirche tauschen sie Ideen und Erfahrungen aus, motivieren und vernetzen sich untereinander. Noch könnt Ihr euch dazu anmelden.
Hauskreise sind so was wie Kirchgemeinden im Kleinen: Gruppen treffen sich regelmäßig bei jemandem zuhause, singen, beten und essen miteinander und tauschen sich über Glaubensthemen aus.
Donnerstag (15.1.) ist Tag der offenen Hochschultür in Sachsen. Universitäten, Fachhochschulen und Akademien laden dazu ein, die Einrichtungen und ihre Studienangebote kennenzulernen. Auch kirchliche Ausbildungsstätten öffnen ihre Türen, zum Beispiel die Kirchenmusikhochschule in Dresden und die Evangelische Hochschule, die in Dresden und Moritzburg soziale und religionspädagogische Studiengänge anbietet: Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die bald Abitur machen, und überhaupt an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle Interessierten.
Das Evangelische Schulzentrum Leipzig lädt Euch zum Tag der offenen Tür ein. Am Freitag (16. Januar) öffnet das „Eva Schulze“ für drei Stunden seine Pforten. Ihr lernt alle Schulformen von der Grundschule bis zum Gymnasium kennen. Der Nachmittag beginnt mit einer musikalischen Andacht in der Peterskirche. Danach gibt es in den Fachräumen viel zu entdecken und auszuprobieren. Sogar lebende Tiere warten in der Biologie auf neugierige Gäste. Schüler führen die Besucher persönlich durch das Gebäude und geben Insider-Tipps. Lehrkräfte beraten Familien ausführlich zur Anmeldung und zum gemeinsamen Lernen. Anmeldungen für das neue Schuljahr sind direkt vor Ort möglich.
Wie erreicht die Kirche heute die Menschen? Wie geht gute, zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit von Kirchgemeinden, von Presseinfos bis Social Media? Am Samstag (17. Januar) findet in der Leipziger Propsteikirche dazu ein ökumenischer Fachtag statt. Evangelische und katholische Fachleute aus Kommunikation und Medien laden Haupt- und Ehrenamtliche aus Sachsens Gemeinden und Pfarreien dazu ein. Alle können dort moderne Kommunikation lernen. Dabei geht es nicht nur um Zettel im Schaukasten oder das Kirchenheft. Die Teilnehmer erfahren, wie man gute Videos dreht oder spannende Podcasts aufnimmt. In Workshops probieren sie neue Werkzeuge für das Internet direkt aus. Man kann sich an dem Tag auch mit anderen austauschen und vernetzen. Das Programm startet um neun Uhr und endet mit einem Segen für die Heimreise.
Kirchen-News vom 4. Januar 2026
Die Sächsische Staatskanzlei in Dresden bekommt am Mittwoch (7. Januar) königlichen Besuch. Rund dreihundert Sternsinger aus den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz kommen in bunten Gewändern zur Staatskanzlei. Die Kinder singen, segnen das Gebäude und sammeln Spenden für Kinder in Not. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Schule statt Fabrik“. Die Sternsinger machen damit auf Kinderarbeit weltweit aufmerksam. Nach dem Besuch ziehen kleinere Gruppen weiter in die Ministerien.
Auch der Bundeskanzler Friedrich Merz kriegt zum ersten Mal in seiner Amtszeit Sternsinger-Besuch, direkt am Dreikönigstag (6. Januar). Von Kids aus ganz Deutschland und auch aus Sachsen! Vier Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren aus der katholischen Pfarrei St. Benno Meißen vertreten das Bistum Dresden-Meißen beim Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt. Die vierköpfige Gruppe um Diakon Patrick Spiegel hatten sich im Vorfeld der 68. Aktion Dreikönigssingen für die Teilnahme beworben und bei der Ziehung der Gewinner das nötige Losglück.
In Dresden geht's am Dienstag (6. Januar) um Meinungsfreiheit. Fachleute aus Kirche, Politik und Wissenschaft diskutieren dort, wie Bildung die Meinungsfreiheit stärkt. Auch Satiriker Florian Schroeder spricht und kommentiert die Runde. Mit dabei sind auch Sachsens Kultusminister Conrad Clemens und Landesbischof Tobias Bilz. Mit der Veranstaltung will die Evangelische Akademie für eine gute Streitkultur werbe. Einen kleinen Imbiss gibts auch, los gehts um 16 Uhr am Dienstag in der Dreikönigskirche in der Dresdener Neustadt.
Das katholische Bonifatiuswerk sucht junge Freiwillige für sein „Praktikum im Norden“. Mit dem können Menschen ab 18 Jahren neue Erfahrungen im Ausland machen: Einsätze gibt es in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Lettland und Estland. Die Teilnehmenden helfen in Gemeinden, Schulen oder sozialen Projekten. Sie bekommen Unterkunft, Taschengeld und Begleitung durch Mentoren. Der Einsatz dauert sechs bis elf Monate und startet im Sommer. Bewerbungen sind noch bis zum 15. Januar möglich.
In Naundorf in der Sächsischen Schweiz laufen in den Winterferien Großeltern-Enkel-Tage. Ort ist die Familienferienstätte St. Ursula. Eine perfekte Zeit für Omis und Opis mit Enkelkindern im Vor- und Grundschulalter. Gemeinsam spielen, basteln, singen, erzählen, entdecken: Zeit füreinander steht im Mittelpunkt. Auch Fragen nach Familie und Zusammenhalt bekommen Raum. Anmeldeschluss ist der 23. Januar, das ganze ist ein Angebot der katholischen Kirche in Sachsen.
Sorbische Kirchen-News - Dezember 2025
W połnje wobsadźenej Marje-Marćinej cyrkwi w Budyšinje je chór 1. serbskeje kulturneje brigady zhromadnje ze Serbskej komornej filharmoniju Budyskeho Serbskeho ludoweho ansambla swój tradicionalny adwentny koncert poskićił. Pod nawodom Judith Kubicec dožiwichu wopytowarjo srjedź decembra pisany program – wot serbskich klasikarjow hač k modernym twórbam. Finale koncerta tworješe „Serbska adwentna kantata“ Feliksa Brojera, z Budyšina pochadźaceho komponista, kiž w Münsteru skutkuje. Nimo měrnych duetow a jimacych solistow steješe předewšěm poselstwo wo měrje a pokoju a zhromadnosći w srjedźišću. Ewangelski farar a serbski superintendent Krystof Rummel z Hodźija skedźbni na to, zo spožčeja hody hłuboku přičinu so nadźijeć a so wjeselić.
Nowy digitalny informaciski system wo klóštrje Marijinej hwězdźe a wo serbskich gmejnach při Klóšterskej wodźe wotwěra zajimcam nowe perspektiwy. Nastał je wón w zhromadnym dźěle Přećelskeho kruha klóštra Marijineje hwězdy a zgmejnami we wokolinje. W klóšterskim wobchodźe steji terminal, kotryž móža zajimcy runje tak wužiwać kaž poskitk w interneće abo přez aplikaciju. Zaměr je, zjawnosći hłubši dohlad do klóštra a gmejnow wokoło njeho skićić.
W Bukečanskim gmejnskim zarjedźe su spočatk decembra fotowu wustajeńcu wo drasće ewangelskich Serbow Budyskeho kraja wotewrěli. Hižo w meji a nowembru běše fotograf Tilo Aé z Brandisa pola Lipska holcy a žony Bukečanskeje wosady we wšelakich warianty drasty fotografował. W Bukecach chodźachu holcy a žony hač dosrjedź 19. lětstotka wšědnje w ewangelskej drasće, po tym hišće něhdźe 100 lět k swjedźenjam. Wot lěta 1994 maja tam skupinu, zo bychu drastu ewangelskich Serbow zaso wožiwili.
Serbska dekanatna młodźina dožiwi spočatk decembra interaktiwnu „adwentnu talkshow“. Na swojej lětušej adwentničce w klóšterskej cyrkwi w Pančicach-Kukowje zalězechu młodźi křesćenjo do rólow někotrych swjatych a diskutowachu wo tym, kak móžeš dźensa po wěrje žiwi być. Wosebje w fokusu steješe moderny swjaty Carlo Acutis, kotryž běše internet jako grat za Boha wužiwał a kotryž mjenowaše na Božej mši so wobdźělić „awtodróhu do njebjes“. Hudźbnje je nyšpor 1. serbska kulturna brigada přewodźała.
Na serbskim spěwnym wječorku w Jaseńcy je spočatk decembra něhdźe 150 wopytowarjow za dźěći w Keniji 1.770 eurow dariło. Pjenjezy su za Spěchowanske towarstwo „Kenija – dźěći, kubłanje a wěda“ postajene. Z nimi ma so syrotam a chudym dźěćom wopyt šule zmóžnić. Alena Bětnarjec, kotraž so za projekt zasadźuje a kotraž je wobstejnosće w Keniji dožiwiła, hosćom zaruč, zo kóždy cent za dźěći wužija. Hudźbnje postara so duwo Helena Brězanec-Hejdušcyna a Syman Hejduška ze serbskimi swójskimi kompozicijemi kaž tež skupina Fünf an der Feier wo dobru naladu w Budarjec bróžni.
Wo wosebitosćach Kulowskeje narěče přednošowaše dr. Fabian Kaulfürst spočatk decembra na hłownej zhromadźiznje Kulowskeho Bratrowstwa. Předsydka Sonja Hrjehorjowa bilancowaše dźěławosć towarstwa tamnišich katolskich Serbow jako jara spomóžnu. Wona wuzběhny poradźene wjerški, na přikład zetkanje serbskich lajskich dźiwadłowych skupin a zhromadne wuprawy.
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In der voll besetzten Maria-Martha-Kirche in Bautzen hat der Chor der 1. Sorbischen Kulturbrigade (Chor des Bautzener Sorbischen Gymnasiums) gemeinsam mit der Sorbischen Kammerphilharmonie des Bautzener Sorbischen National-Ensembles sein traditionelles Adventskonzert aufgeführt. Unter der Leitung von Judith Kubitz erlebten die Besucher Mitte Dezember ein buntes Programm – von sorbischen Klassikern bis hin zu modernen Werken. Das Finale des Konzertes bildete die „Sorbische Adventskantate“ von Felix Bräuer, dem aus Bautzen stammenden Komponisten, der in Münster wirkt. Neben ruhigen Duetten und beeindruckenden Solisten stand vor allem die Botschaft von Frieden und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Der evangelische Pfarrer und sorbische Superintendent Christoph Rummel aus Göda verwies darauf, dass Weihnachten einen tiefen Grund für Freude und Hoffnung hat.
Das neue digitale Informationssystem über das Kloster St. Marienstern und die sorbischen Gemeinden am Klosterwasser eröffnet Interessenten neue Perspektiven. Entstanden ist er in Zusammenarbeit des Freundeskreises des Klosters St. Marienstern und Gemeinden in der Umgebung. Im Klosterladen steht ein Terminal, das Interessenten ebenso nutzen können wie das Angebot im Internet oder über die App. Ziel ist es, das Kloster und die umliegenden Gemeinden der Öffentlichkeit noch breiter vorzustellen.
In der Gemeindeverwaltung in Hochkirch wurde Anfang Dezember eine Fotoausstellung über die Tracht der evangelischer Sorben um Bautzen eröffnet. Im Mai und im November hat der Fotograf Tilo Aé aus Brandis bei Leipzig Mädchen und Frauen aus der Kirchgemeinde Hochkirch in verschiedenen Trachtenvarianten fotografiert. In Hochkirch gingen Mädchen und Frauen bis Mitte des 19. Jahrhunderts täglich in der evangelischen Tracht, danach noch etwa 100 Jahre zu besonderen Festen. Seit 1994 bemüht sich dort eine Gruppe, die Tracht der evangelischen Sorben wiederzubeleben.
Die Sorbische Dekanatsjugend erlebte Anfang Dezember eine interaktive „Advents-Talkshow“. Bei der diesjährigen Adventsfeier in der Klosterkirche in Panschwitz-Kuckau schlüpften junge Christen in die Rollen einiger Heiliger und diskutierten darüber, wie man heute den Glauben leben kann. Besonders im Fokus stand der moderne heilige Carlo Acutis, der das Internet als Werkzeug für Gott genutzt hatte und der die Teilnahme an einer Heiligen Messe „Autobahn in den Himmel“ nannte. Musikalisch wurde die Andacht von der 1. Sorbischen Kulturbrigade begleitet.
Bei einem sorbischen Gesangsabend in Jeßnitz haben Anfang Dezember rund 150 Besucher für Kinder in Kenia 1.770 Euro gespendet. Das Geld ist für den Förderverein „Kenia – Kinder, Bildung und Wissen“ bestimmt. Damit soll Waisen und armen Kindern ein Schulbesuch ermöglicht werden. Alena Büttner, die sich für das Projekt einsetzt und die Gegebenheiten in Kenia erlebt hat, versichere den Gästen, dass jeder Cent für die Kinder genutzt wird. Musikalisch sorgte das Duo Helena Brězanec-Hejdušcyna und Syman Hejduška mit sorbischen Eigenkompositionen sowie die Gruppe Fünf an der Feier für gute Stimmung in der Scheune der Familie Budar.
Über die Besonderheiten der Wittichenauer Mundart referierte Dr. Fabian Kaulfürst Anfang Dezember während der Hauptversammlung des Wittichenauer Vereins Bratrowstwo. Dessen Vorsitzende Sonja Rehor bilanzierte die Arbeit des Vereins der dortigen katholischen Sorben als sehr segensreich. Sie hob gelungene Höhepunkte hervor, zum Beispiel das Treffen sorbischer Laientheatergruppen und gemeinsame Exkursionen.