Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hören Sie bei RADIO PSR immer freitags 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen gegen 19.50 Uhr.

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Kirchen-News vom 15. Januar 2021

Raum und Zeit zum Klagen eröffnen die Leipziger Kirchen gemeinsam: Zum Klagen über Ohnmacht, Ratlosigkeit und Widersprüche der Corona-Krise, die oft schwer auszuhalten sind. Mit einer Andacht am Freitag (15.1.) um 17 Uhr in der Propsteikirche geht es los. Künftig soll es jeden Freitag Klagezeit-Andachten aus der Propsteikirche und der Peterskirche geben, die Sie dann auch als Livestream miterleben. Auch online können Sie Ihre Klagen vorbringen - nicht als Anklage oder Schuldzuweisung, einfach um viele verschiedene Gefühle in Worte und dann ins Gebet zu fassen.

Sachsens evangelische Landeskirche unterstützt die Klimaschutzkampagne "Die Klimawette". Mindestens eine Million Menschen sollen sich bis zur nächsten UN-Klimakonferenz im November in Glasgow bereit erklären, jeweils mindestens eine Million Tonnen CO2 einzusparen - indem sie selbst im Alltag was ändern oder an Klimaschutzprojekte spenden. Tipps dazu gibt es auf der Klimawette-Website. Schon im September hat der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen die Sachsen aufgerufen, sich der Allianz für die Schöpfung anzuschließen.

Mit 450.000 Euro will das Bonifatiuswerk in diesem Jahr Projekte im Bistum Dresden-Meißen fördern. Das Geld geht an KiTas, in religiöse Bildung und die Religiösen Kinderwochen - und in Sanierungs- und Umbauprojekte: In der Sankt-Christophorus-Pfarrei in Auerbach und der Sankt Laurentius-Pfarrei in Leipzig. Weitere Projekte können noch dazu kommen. Das Bonifatiuswerk unterstützt Katholiken dort, wo sie in der Minderheit sind - insgesamt sollen dieses Jahr 12 Millionen Euro in Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum fließen.

Taufen, Trauungen, Tote - all das verzeichnen Pfarreien und Gemeinden in so genannten Kirchenbüchern: Eine Fundgrube für die Familien- und Personenforschung! Historische Kirchenbücher des Bistums Dresden-Meißen seit dem Jahr 1875 gibt's jetzt digitalisiert und öffentlich zugänglich, auf der Plattform Matricula Online. Sie finden hier Bücher von 26 Pfarreien, darunter die Dresdener Hofkirche
 

Kirchen-News vom 8. Januar 2021

Die Lange Nacht der Krippenspiele im Januar hat schon lange Tradition in Sachsen: Gruppen zeigen nochmal ihre Krippenspiele von Weihnachten vor größerem Publikum und einer Jury. Zum vergangenen Weihnachtsfest sind viele Krippenspiele als Video produziert worden. 20 davon präsentieren sich jetzt online bei der evangelischen Jugend Sachsen - und Samstag Nachmittag (9.1.) vergibt eine Jury zwei Förderpreise für die beste spielerische und die beste digitale Umsetzung. Die Jurysitzung ist öffentlich; auf Zoom können Sie sie Samstag um 15.30 Uhr miterleben.
   
Vor 500 Jahren, 1521, exkommunizierte Papst Leo X Martin Luther, warf ihn also aus der Kirche. Die Winterakademie des Bistums Dresden-Meißen beschäftigt sich Samstag (9.1.) mit Fragen nach der Anerkennung des Papstes, Bannaufhebung Luthers, und nach gemeinsamem Abendmahl. Zwei Bischöfe diskutieren online darüber: Bertram Meier aus Augsburg, ein Ökumene-Experte unter den katholischen Bischöfen, und Landesbischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg/schlesische Oberlausitz. Was sie zur Ökumene im 21. Jahrhundert zu sagen haben, das erleben Sie Samstag um 19.30 Uhr.

Das Gustav-Adolf-Werk fördert in diesem Jahr insgesamt 132 Projekte in 50 ausländischen Partnerkirchen, zum Beispiel soziales und diakonisches Engagement von Gemeinden. 1,6 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Regionalgruppen des Gustav-Adolf-Werks wollen die Summe auf 2 Millionen aufstocken. Damit der Betrag zusammenkommt, hofft Generalsekretär Enno Haaks auf viele Spenden. Seit fast 200 Jahren unterstützt das Gustav-Adolf-Werk evangelische Minderheiten in aller Welt: in Europa, Mittel und Südamerika, im Nahen Osten und Zentralasien.

Kinder aus bedürftigen Familien sollen vom Staat Geld für ein kostenfreies Mittagsessen bekommen, solange die Kitas und Schulen coronabedingt geschlossen sind - das hat die sächsische Diakonie in dieser Woche gefordert. Es müsse einen sofortigen direkten finanziellen Ausgleich für betroffenen Familien geben, sagte Diakonie-Chef Dietrich Bauer: "Kinder müssen auch dann zu Mittag essen, wenn sie nicht in Kita oder Schule sind", betonte Diakonie-Chef Dietrich Bauer. Oft könnten die Eltern aber die Mehrkosten für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder aus dem ohnehin schon viel zu niedrigen Regelsatz nicht aufbringen.

Mit einer Aktionswoche machen sich derzeit mehrere Verbände stark für ein Lieferkettengesetzt in Deutschland. Unter dem Motto „Wenn niemand hinschaut“ unterstützen Amnesty Jugend, Brot für die Welt Jugend, der Jugendbeirat von Plan International Deutschland und weitere Jugendnetzwerke die Forderung nach einem wirksamen Lieferkettengesetz - Noch bis Freitag (15.1.) gibt es täglich informative Beiträge und ein virtuelles Programm - auf den Social-Media-Kanälen der Jugendorganisationen. Höhepunkt ist am Donnerstag eine digitale Podiumsdiskussion mit Aktivist*innen und Politikern. 

Die Dresdner Frauenkirche ist in der nächsten Woche für jährliche Wartungsarbeiten komplett dicht. Von Montag bis Samstag (11.-16.1.) sind Tischler-, Maler- und Elektroarbeiten geplant, wie jedes Jahr im Januar. Zudem steht eine intensive Reinigung des Kirchenraums auf dem Programm. Auch die Orgel soll von Fachleuten gereinigt werden. 

Kirchen-News vom 3. Januar 2021

Markus Engelhardt wird neuer Pfarrer in der Dresdner Frauenkirche. Der 59-Jährige ist derzeit noch Pfarrer in Freiburg. Wann genau Engelhardt nach Dresden kommt, ist noch offen. Der in Heidelberg aufgewachsene Theologe tritt als Frauenkirchenpfarrer die Nachfolge von Pfarrer Sebastian Feydt an, der seit diesem Jahr als Superintendent im des Kirchenbezirks Leipzig berufen wurde.

Der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen ist seit 1. Januar neuer Träger des Altenpflegheimes St. Benno in Meißen. Bisher lag die Trägerschaft der Altenpflegeeinrichtung in den Händen der Katholischen Pfarrei. „Durch die Bildung von Verantwortungsgemeinschaften und die Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum sind die Gebiete für die Seelsorge größer geworden“, erklärt die Caritas. Um sich stärker auf diese Arbeit konzentrieren zu können, hatte der Bischof angeregt, die Pfarrei von der Verantwortung für das Heim zu entlasten. Das Altenpflegeheim St. Benno Meißen gibt's seit 1998, aktuell verfügt es über 66 Pflegeplätze in 44 Einzel- und elf Doppelzimmern. 

Eine positive erste Bilanz ziehen die Katholiken im Bistum Dresden-Meißen bei den Wahlen, die im November anstanden: in allen 37 Pfarreien des Bistums wurden sowohl die Ortskirchenräte als auch die Kirchenvorstände neu gewählt - nach neuen Ordnungen und Satzungen, und trotz erschwerender Corona-Bedingungen. Nach bisherigem Stand wurde bei den Kirchenvorstandswahlen haben durchschnittlich 11 % der Pfarreimitglieder gewählt, bei den Ortskirchenräten 12,4 %. Das Durchschnittsalter liegt in beiden Gremien mit 54 und 52 Jahren relativ dicht beisammen. Das lässt den Rückschluss zu, dass sich ein deutlicher Teil der regelmäßig am Gemeindeleben teilnehmenden auch an den Wahlen beteiligt haben. 

Sorbische Kirchen-Nachrichten - Dezember 2020

Immer am letzten Sonntag im Monat hören Sie im RADIO PSR-Kirchenmagazin "Themen, die Sachsen bewegen" sorbische Kirchen-Nachrichten - in Zusammenarbeit mit der Kirchenzeitung Katolski PosołDie deutsche Übersetzung der Meldungen lesen Sie unten.

 

Prěni serbski interaktiwny nyšpor dožiwichu serbscy młodostni druhi adwentnu njedźelu w klóšterskej cyrkwi w Pančicach-Kukowje. Při tym bě jim na tutej Božej słužbje samo kazane, swoje šmóratko wužiwać. Z nim wotmołwichu na prašenja abo sformulowachu próstwu. To móžachu potom wšitcy na wulkej płachće widźeć – wězo anonymnje.

Něhdźe 10.000 póstowych kartow je serbske dźěćace dekanatne dušepastyrstwo we Worklecach w adwentnym času dźěćom rozpósłało. Wšědnje dósta tak wjace hač 400 dźěći postrowy jako adwentne woknješko. Na jednej stronje karty steješe krótke rozpominanje k dnjej. Na tamnej stronje bě něšto k wumolowanju abo recept, kotryž móhli wone wuspytać, abo paslenska ideja.

Wojacy zwjazkoweje wobory su w Chróšćanskim Domje swjateje Ludmile runje tak kaž w socialnych zarjadnišćach klóštra Marijineje hwězdy w Pančicach-Kukowje wupomhali. Mnozy z personala njemóžachu postajeneje karanteny dla na dźěło přińć. Wšudźe sej dźěło wojakow jara chwalachu. 

Na swój železny měšniski jubilej móžeše prelat Heinz Morawietz zhladować. Wón bu 18. decembra 1955 w Nowej Cali na měšnika wuswjećeny, skutkowaše mjez druhim w tak mjenowanym socialistiskim měsće Eisenhüttenstadće a bě wot 1972 do 1995 Kulowski farar. Tež jako wuměnkar čiły 92lětny měšnik tu a tam wupomha.

Hnydom dwójce pobychu samsni paduši w Róžeńčanskej putniskej cyrkwi. Štyrjo mužojo w starobje 25 do 45 lět pokradnychu z njeje 15. decembra liturgiske nastroje. Z taksu běchu so k cyrkwi a po swojim njeskutku do Budyšina dowjezć dali. Dokelž nochcychu jězbu zapłaćić, dowjeze jich šofer hnydom k policiji. Ta muži kontrolowaše, mjez druhim pokradnjene předmjety nańdźe a je klóštrej Marijinej hwězdźe jako mějićelej cyrkwje wróći. Při tym jednaše so wo swjaty křiž z wołtarja a zwónčkaj.
Třo z nich padustwo na druhi dźeń w Róžeńće wospjetowachu a podachu so na to do klóštra Marijineje hwězdy w Pančicach-Kukowje, hdźež so napadnje zadźeržachu. Jedyn ze sobudźěłaćerjow to pytny a zwěsći wospjetne padustwo. Tež w tym padźe so policija dale staraše.

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Die erste sorbische interaktive Andacht erlebten sorbische Jugendliche am zweiten Adventssonntag in der Klosterkirche in Panschwitz-Kuckau. Dabei sollten sie in diesem Gottesdienst sogar ihr Smartphone nutzen. Mit ihm beantworteten sie Fragen oder formulierten Fürbitten. Das konnten dann alle auf einer großen Leinwand sehen – natürlich anonym.

Rund 10.000 Postkarten hat die sorbische Dekanatsstelle für Kinderseelsorge in Räckelwitz in der Adventszeit Kindern verschickt. Täglich bekamen somit mehr als 400 Kinder diese Grüße als Adventsfenster. Auf der einen Seite der Karten stand eine kurze Betrachtung zum Tag. Auf der anderen war etwas zum Ausmalen oder ein Rezept, das sie ausprobieren konnten, oder auch eine Bastelidee.

Soldaten der Bundeswehr haben im Caritasheim St. Ludmila in Crostwitz ebenso wie in sozialen Einrichtungen des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau ausgeholfen. Vom Personal waren etliche in Quarantäne und konnten somit nicht zur Arbeit kommen. Überall wurde die Arbeit Soldaten sehr gelobt.

Auf sein eisernes Priesterjubiläum konnte Prälat Heinz Morawietz blicken. Er wurde am 18. Dezember 1955 in Neuzelle zum Priester geweiht, wirkte unter anderem in der sogenannten sozialistischen Stadt Eisenhüttenstadt und war von 1972 bis 1995 Pfarrer der Wittichenauer Pfarrgemeinde. Auch als agiler 92jähriger Rentner-Priester hilft er hier und dort aus.

Gleich zweimal waren die gleichen Diebe in der Rosenthaler Wallfahrtskirche. Vier Männer im Alter von 25 bis 45 Jahre stahlen dort am 15. Dezember liturgische Geräte. Mit einem Taxi ließen sie sich zur Kirche und nach ihrer Tat nach Bautzen fahren. Weil sie die Fahrt nicht bezahlen wollten, brachte sie der Fahrer direkt zur Polizei. Diese kontrollierte die Männer und fand die gestohlenen Gegenstände und übergab sie dem Kloster St. Marienstern als Inhaber der Kirche. Dabei handelte es sich um das Altarkreuz und zwei Schellen.
Am nächsten Tag wiederholten drei der vier Männer den Diebstahl in Rosenthal, begaben sich danach ins Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau, wo sie sich auffällig verhalten haben. Ein Mitarbeiter bemerkte dies und stellte den wiederholten Diebstahl fest. Auch um diesen Fall kümmert sich nun die Polizei.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)