Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hören Sie bei RADIO PSR immer freitags 5.50 und 18.50 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen kurz nach 19.30 Uhr.

Kirchen-News vom 22. Oktober 2021

Bibel trifft Kabarett" - am Sonntag (24.10.) heißt das Thema in der Leipziger Peterskirche "Protestantismus & Querdenkerei". Eine Woche vor dem Reformationstag stellt das Kabarett "Klüngelbeutel" Fragen wie "Sind Corona-Leugner die neuen Protestanten?" Oder "Gehört Martin Luther womöglich in dieselbe Schublade wie die heutigen Querdenker?" Und wie passt die Botschaft des Propheten Jeremia dazu? Gewandhausmusiker Sebastian Ude ergänzt das Programm mit Saxofon und Violine. Um 18 Uhr geht es am Sonntag los. Der Eintritt ist frei; über eine Spende für ihren Erhalt freut sich die Peterskirche.

Den "Goldenen Salzstreuer" der Evangelischen Jugend in Sachsen haben drei Initiativen bekommen. Der Preis soll Jugendgruppen ermutigen, missionarisch oder diakonisch aktiv zu werden und dabei neue Wege zu gehen - eben "Salz der Erde" zu sein, wie es in der Bibel heißt. Der 1. Preis mit 500 Euro Preisgeld ging an die Junge Gemeinde Machern mit ihrem Workcamp-Projekt. Auf Platz 2 landete die Rumänienhilfe der Sophienkirchgemeinde Leipzig, und den 3. Preis verlieh die Jury dem Projekt OpenLounge der Evangelischen Jugend Chemnitz – ein Angebot, um mit Menschen kreativ und unkonventionell ins Gespräch zu kommen.

Wie ist im Mittelalter der Meißener Dom gebaut worden? Das können Kinder und Familien in den Herbstferien miterleben, nächste Woche noch am Montag, Mittwoch und Donnerstag (25.10., 27.10., 28.10.). Welche Handwerker haben mitgemacht? Wie konnte so eine riesige Kirche ganz ohne Computer geplant werden? Und ohne moderne Maschinen gebaut? Wieso brechen die Gewölbe eigentlich nicht zusammen?
Die Familienführungen mit dem Titel "Sie bauten eine Kathedrale" beginnen jeweils um 14:30 Uhr und dauern eine Stunde. Jeweils bis zu 20 Personen können teilnehmen, melden Sie sich also bitte an.
(Tickets: 7,00 € / 5,50 € erm. / Familie 19,50 €)

An den 2020 verstorbenen früheren sächsischen Landesbischof Johannes Hempel wollen am Montag (25.10.) Weggefährten in der Dreikönigskirche in Dresden erinnern. Mit dabei auch der sächsische Altbischof Volker Kreß als sein direkter Amtsnachfolger. In der Veranstaltung werden die Weggefährten über Hempels Zeit als Studentenpfarrer in Leipzig, seine Impulse für die Ökumene sowie den Weg der Christen der Kirche in der DDR vor und nach 1989 berichten. Der 1929 in Zittau geborene Hempel war von 1972 bis 1994 sächsischer Landesbischof, von 1991 bis 1997 zudem stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

Mit der Lesungs- und Diskussionsveranstaltung "Irgendwie jüdisch – über religiöses Leben und Klischeeseröffnet die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen am Mittwoch Abend (27.10.) in Dresden die neue Reihe „Jüdisches Leben in Sachsen“ anlässlich des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Zu Gast sind die jüdische Autorin Juna Grossmann sowie die Islamwissenschaftlerin und künftige Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor. Die Reihe entsteht in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden und der jüdischen Kultusgemeinde der Stadt. Mittwoch 19.30 Uhr im Dresdener Haus der Kathedrale. 

Kirchen-News vom 15. Oktober 2021

Sachsens Landesbischof Tobias Bilz gehört zu den Kandidaten für die Wahl des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dieses leitende Gremium wird alle sechs Jahre neu gewählt, in diesem Jahr bei der Synode im November in Bremen. 11 Frauen und 11 Männer kandidieren dafür. Zu wählen sind insgesamt 14 Mitglieder. Auch Bilz' Vor-Vorgänger als sächsischer Landesbischof, Jochen Bohl, war Mitglied im Rat der EKD. Der Rat wählt dann einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Bisher hat dieses Amt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm aus München inne. Er tritt nicht mehr an.

Wie Paare miteinander sprechen, beeinflusst maßgebend ihre Beziehung - und gut miteinander reden lässt sich lernen: mit dem Programm EPL "Erlebnis. Partnerschaft. Liebe." In den Kursen werden Gesprächs- und Problemlösungsfertigkeiten aufgezeigt und eingeübt - zum Beispiel am 23. und 24. Oktober als Wochenendseminar in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Chemnitz, am 30. und 31. Oktober in Leipzig oder am 20. und 21. November in Dresden.

Vor kurzem haben Deutschlands Katholiken beim "Synodalen Weg" über die Zukunft der Kirche diskutiert - nun beginnt für Katholiken weltweit der "Synodale Weg der Weltkirche", angestoßen von Papst Franziskus. Zwei Jahre lang sollen Bischöfe, Priester und Kirchenvolk zusammen über drängende Zukunftsfragen beraten. Im Bistum Dresden-Meißen beginnt er am Samstag (16.10.) im Bautzener Dom. Um 15 Uhr geht es los mit Vortrag und Gespräch mit Thomas Sternberg, dem Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Um 18 Uhr eröffnet ein Gottesdienst mit Bischof Heinrich Timmerevers den "Synodalen Weg der Weltkirche". Der ist auch Thema am Sonntag im bei RADIO PSR, ab 18 Uhr im Kirchenmagazin "Themen, die Sachsen bewegen". 

Zu einer Reise durch mehr als 2000 Jahre Geschichte der Blasphemie sind Sie am Donnerstag (21.10.) in die Stadtbibliothek Leipzig eingeladen. Bei der Veranstaltung der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen stellt der Dresdner Geschichts-Professor Gerd Schwerhoff sein Buch "Verfluchte Götter" vor. Die weltweite Empörung über die Mohammed-Karikaturen und der Terroranschlag auf "Charlie Hebdo" 2015 haben deutlich gemacht: Der Vorwurf von Gotteslästerung oder Blasphemie ist kein uraltes Relikt. Es geht also um die Grenzen von Spott und Beleidigung, um Konflikte und Gewalt. Die Veranstaltung am Donnerstag in Leipzig beginnt um 19 Uhr (Eintritt frei, bitte anmelden, 3G-Regel). Am 25. November um 19.30 Uhr können Sie Professor Schwerhoff zum selben Thema auch in Dresden erleben. 

In der ersten Herbstferienwoche kommen rund 70 Kinder aus dem Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz im Winfriedhaus in Schmiedeberg zusammen: Ab Sonntag singen sie miteinander, begegnen in der Musik Gott und erleben Gemeinschaft miteinander. Was dieser Bistums-Kinderchor dabei probt und erarbeitet, das können Sie als Livestream-Konzert miterleben: Am Donnerstag (21.10.) um 19.30 Uhr auf dem Youtube-Kanal "Junges Bistum Dresden-Meißen".

Kirchen-News vom 8. Oktober 2021

Die Leipziger Kirchgemeinden St. Nikolai und St. Thomas wehren sich gegen eine geplante Zusammenlegung. In ihren Forderungen an das Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens aus dieser Woche dringen sie auf Beibehaltung der Eigenständigkeit beider Kirchgemeinden in Leipzigs City. Nur so könnten die jeweils unterschiedlichen Aufgaben erfüllt und Profile bewahrt werden. Wichtig sei, eine flexible Zusammenarbeit zu gestalten und keine starren Strukturen vorzuschreiben. Beide Kirchenvorstände bekamen kurz vor der Sommerpause einen Bescheid des Landeskirchenamtes, der sie zu einer "Strukturverbindung" ab Januar 2022 aufforderte. 

Mit einem Friedensgebet in der Nikolaikirche beginnt am Samstag um 17 Uhr das Leipziger Lichtfest in Erinnerung an die friedliche Revolution 1989 und die entscheidende Montagsdemo vom 9. Oktober. Die diesjährige Rede zur Demokratie hält der Bürgermeister der Stadt Kiew, Dr. Vitali Klitschko. Von 19 bis 23 Uhr erleben Sie dann an mehreren Orten in der Leipziger City Lichtinstallationen: auf dem Augustusplatz, dem Burgplatz und dem Richard-Wagner-Platz. 

Am Sonntag ist "Fisch-Ernte-Dank" am Wehrfeldteich in Koselitz - unter anderem mit einem festlichen Zeltgottesdienst ab 10 Uhr, den der Bläserchor der Landeskirchlichen Gemeinschaft Frauenhain gestaltet. Zuvor gibt's ab 9 Uhr das erste Abfischen, den ganzen Tage über können Sie Frisch- und Räucherfisch kaufen und nach dem Gottesdienst warten als Mittagsimbiss eine leckere Fischsuppe, aber auch Brat- und Bockwurst auf Sie. 

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Frauenkirche-Edition des Dresdener Christstollens. Das Besondere: die Stollen werden nicht in der Backstube, sondern im Kirchbau reifen. Am kommenden Freitag werden werden dafür 300 Kisten an einen Ort zwischen Himmel und Erde gebracht: 300 handgefertigte 1-Kilogramm-Stollen reifen dann in der kleinen Stube im Glockenturm C der Frauenkirche - in 29 Metern Höhe, vierzig Tage lang. Tatsächlich ist das ein sehr guter Platz, um Stollen perfekt werden zu lassen: mit idealer Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftzirkulation. Ende November gehen die Stollen dann in den Verkauf, schon vorher können Sie sich einen aus der Frauenkirchen-Edition online reservieren

Ein “Hoffnungsfest” steigt ab Mittwoch in der Dreifaltigkeitskirchgemeinde Jocketa. “Hoffnungsfest” ist der Nachfolger der Eventreihe "Pro Christ". Die Gemeinde in Jocketa will an vier Abenden und mit einem Abschlussgottesdienst den Menschen die gute Botschaft von Gott näher bringen. Gastprediger ist Pfarrer Johannes Bartels aus Dresden. Am Mittwoch und Donnerstag sind außerdem die Kleinkünstler “Radieschenfieber” aus Stuttgart zu Gast sein und überraschen mit biblische Geschichten, die sie mit Obst und Gemüse erzählen. Am Donnerstag und Freitag singt außerdem der Jugendchor aus Reichenbach. 

Die Schülerzeitung der Grundschule forum thomanum in Leipzig hat gleich vier Preise beim Sächsischen Jugendjournalismuspreis 2021 gewonnen: einmal gab's sachsenweit den 2. Platz aller Grundschulzeitungen, außerdem gehen noch die drei für Einzelbeiträge für Schreibende im Alter von 6-10 Jahren an die Grundschule. Die Schülerzeitung entsteht im Rahmen eines Ganztagsangebotes. Der Bildungscampus forum thomanum ist rund um den weltberühmten Leipziger Thomanerchor angesiedelt. 

Die Leipziger Caritas bittet um Ihre Unterstützung, um jetzt in den kommenden kalten Herbst- und Wintermonaten Obdachlosen in der Stadt helfen zu können. Das Hilfswerk möchte Nothilferucksäcke an obdachlose Menschen verteilen: das sind wetterfeste Outdoor-Rucksäcke, darin sind u.a. eine Thermoskanne, Campingbesteck, eine Rettungsdecke, verschiedene Hygiene- und Erste-Hilfe-Produkte, einen Regenponcho sowie Kondome. Auch bieten sie viel Platz, um auch Kleidung und einen Schlafsack zu verstauen. Mit einer Spende unterstützen Sie den den Kauf der Rucksäcke und deren Inhalt. Den Spendenlink finden Sie hier.

Sorbische Kirchen-Nachrichten - September 2021

Katolscy Serbja putnikowachu na swjedźenju Marije naroda, srjedu, 8. septembra, do Róžanta. Božu swjećachu pandemije dla na putniskej łuce. Kapłan Florian Mróz rjekny w prědowanju, zo njeje pola Boha nichtó zabyty abo wuzamknjeny. Wón poćahowaše so na swjate sćenje dnja wo Jězusowym rodopisu. Na putniske kemše su wěriwi we wosom procesionach ze serbskich wosadow pěši přišli. W najwjace z nich njesechu družki postawu maćerje Božeje.

Serbski superintendent na wuměnku Jan Malink a Budyski tachantski farar Wito Sćapan swjećeštaj sobotu, 11. septembra, w Hrubjelčicach z něhdźe 60 wosobami ekumenisku nutrnosć. Někotři běchu do toho hižo zhromadnje po puću sydom serbskich kralow na Lubinje pućowali. Při zhromadnej wječeri zaspěwa muska skupina Přezpólni. Dworowy swjedźeń Serbskeho ewangelskeho towarstwa njeje so prěni raz kaž dotal we Wuježku wotměł, ale w Hrubjelčicach.

Krótko do zahajenja noweho šulskeho lěta swjećachu wučerjo a kubłarjo w Róžeńčanskej hnadownej cyrkwi kemše a prošachu za swoje skutkowanje wo Bože žohnowanje. Kapłan Florian Mróz pokaza w prědowanju na to, zo njeje Jězus ze strachom a čisćom swojich jemu dowěrjenych kubłał, ale zo spózna a spěchowaše potenciale swojich wučomnikow a zo běše sam jako přikład žiwy. Tele nastajenje duchowny tež pedagogam poruči.

Hesła Ochranowskeje bratrowskeje wosady – wšědnje někotre krótke słowa z biblije – předleža za lěto 2022 w dwěmaj serbskimaj wudaćomaj: horjo- a delnjoserbsce. Prěnje hornjoserbske wudaće je před wjace hač 20 lětami wušło. Před třomi lětami přidruži so delnjoserbske, kotrež mjenuje so „Bóže słowo na kuždy źeń“. Wobě knižce stej w Budyskim Ludowym nakładnistwje Domowina wušłoj.

Z modlenjom kadiša njedźelu, 5. septembra, na Budyskim židowskim pohrjebnišću spominachu při rowach znowa na wosud tych Židow, kotřiž buchu wot nacionalsocialistow morjeni. Wospjet je Michal Foršt, Praski židowski kantor, do Budyšina přijěł, zo by modlitwy spěwajo zanjesł. Hans-Eberhard Kaulfürst organizuje tute popołdnjo w Budyšinje zhromadnje z Petru Kaulfürstowej. Tónkróć je so wjace młodostnych wobdźěliło hač zašłe lěta. Kóžde lěto modla so wjacori Serbja sobu kadiš, židowski paćer za zemrěteho, štož sta so w měsće nad Sprjewju mjeztym 31. raz.

Nowu drjewjanu postawu swjateje Ludmile poswjeći farar dr. Andreas Martin, rektor Carity w Drježdźansko-Mišnjanskim biskopstwje, srjedu, 15. septembra, w Chrósćicach. Tam swjećachu patronatnu Božu mšu Domu swjateje Ludmile. Hłowny celebrant farar Michał Anders dopomni na to, zo bu swjata Ludmila před 1.100 lětami w hišće poměrnje pohanskim wobswěće jako swědk wěry morjena. Na swjatočnosćach k róčnicy tuteje w Čěskej jara česćowaneje swjateje so zašłe dny tójšto Serbow wobdźěli. Drjewjana postawa bu za kapałku katolskeje serbskeje starownje w Chrósćicach zhotowjena.

Towarstwo Cyrila a Metoda přeprošuje wšitkich na wosebity nyšpor domchowanki z požohnowanjom konjacych za přahow. Tutón budźe přichodnu njedźelu, 26. septembra, popołdnju w dwěmaj w Chrósćicach na łuce za starownju.

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Die katholischen Sorben pilgerten am Fest Mariä Geburt am 8. September nach Rosenthal. Den Gottesdienst feierten sie pandemiebedingt auf der Wallfahrtswiese. Kaplan Florian Mroß sagte in der Predigt, dass bei Gott niemand vergessen oder ausgeschlossen sei. Er bezog sich auf das Evangelium des Tages zu Jesu Stammbaum. Zum Wallfahrtsgottesdienst kamen Gläubige in acht Prozessionen zu Fuß aus den sorbischen Pfarrgemeinden. In den meisten von ihnen trugen Druschki in ihrer Ehrenjungfrauentracht eine Muttergottesfigur.

Der sorbische Superintendent im Ruhestand Jan Mahling und der Bautzener Dompfarrer Veit Scapan feierten am Samstag, 11. September, in Grubschütz mit rund 60 Personen eine ökumenische Andacht. Einige waren zuvor schon gemeinsam unterwegs auf dem Pfad der sieben sorbischen Könige auf dem Drohmberg bei Bautzen. Beim gemeinsamen Abendessen sang die sorbische Männergesangsgruppe Přezpólni. Das Hoffest des Sorbischen evangelischen Vereins fand zum ersten Mal nicht wie bisher in Wuischke statt, sondern in Grubschütz.

Kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahres feierten Lehrer und Erzieher in der Rosenthaler Wallfahrtskirche einen Gottesdienst und baten um Gottes Segen für ihre Tätigkeit. Kaplan Florian Mroß wies in der Predigt darauf hin, dass Jesus nicht mit Angst und Druck die ihm Anvertrauten gebildet hat, sondern dass er die Potenziale seiner Jünger erkannte und förderte und dass er es selbst als Beispiel vorgelebt hat. Diese Einstellung empfahl der Geistliche auch den Pädagogen.

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine – täglich einige kurze Worte aus der Bibel – liegen für das Jahr 2022 in zwei sorbischen Ausgaben vor: ober- und niedersorbisch. Die erste obersorbische Ausgabe ist vor mehr als 20 Jahren erschienen. Vor drei Jahren kam die niedersorbische mit dem Titel „Bóže słowo na kuždy źeń“ (Gottes Wort für jeden Tag). Beide Büchlein sind in Bautzener Domowina-Verlag erschienen.

Mit dem Beten des Kaddisch am Sonntag, 5. September, auf dem Bautzener jüdischen Friedhof wurde an den Gräbern erneut das Schicksal jener Juden gedacht, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Erneut ist Michal Foršt, ein jüdischer Kantor aus Prag, nach Bautzen gekommen, um die Gebete singend vorzutragen. Hans-Eberhard Kaulfürst organisierte diesen Nachmittag in Bautzen gemeinsam mit Petra Kaulfürst. Diesmal haben sich mehr Jugendliche beteiligt als in den vergangenen Jahren. Jedes Jahr beten auch mehrere Sorben den Kaddisch mit, das jüdische Gebet für Verstorbene, inzwischen zum 31. Mal.

Eine neue Figur der heiligen Ludmilla segnete Pfarrer Dr. Andreas Martin, Caritasrektor im Bistum Dresden-Meißen, am Mittwoch, 15. September, in Crostwitz. Dort wurde der Patronatsgottesdienst des Alters- und Pflegeheimes St. Ludmila gefeiert. Hauptzelebrant Pfarrer Michael Anders erinnerte daran, dass die heilige Ludmilla vor 1.100 Jahren im noch relativ heidnischen Umfeld als Zeugin des Glaubens getötet worden ist. An den Feiern zum diesjährigen Jahrestag der in Tschechien sehr verehrten Heiligen haben in den vergangenen Tagen auch etliche Sorben teilgenommen. Die Holzfigur wurde für die Kapelle des katholischen sorbischen Altenheims St. Ludmila in Crostwitz angefertigt.

Der Cyrill-Methodius-Verein lädt alle zu einer besonderen Erntedankfest-Andacht mit der Segnung von Pferdegespannen ein. Diese wird am kommenden Sonntag, 26. September, um 14 Uhr in Crostwitz auf der Wiese hinter dem Altersheim gefeiert.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)

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