100 Gründe, warum Sachsen so großartig ist
100 Gründe, warum Sachsen so großartig ist

100 Gründe, warum Sachsen so großartig ist

In Sachsen sind nicht nur so wichtige Dinge erfunden worden wie das Porzellan oder der BH - hier sind auch einzigartige Künstler zuhause und, und, und ...

Täglich zwischen 11 und 12 Uhr präsentiert Peggy Ihnen einen von 100 Gründen, warum wir Sachsen auf unseren Freistaat so stolz sind: Besonderes und Staunenswertes von Land und Leuten, von früher und heute!  

Also: Sachsen ist so großartig, ...

… weil das erste Floriansdorf Mitteldeutschlands diese Woche in Sachsen eröffnet wurde, und zwar in Schneeberg. Seit Dienstag ist es für alle zugänglich. Kinder sollen hier auf eine ganz neue Weise lernen mit Alltagsgefahren umzugehen. Das Floriansdorf besteht aktuell aus 3 Häusern: der Feuerwache, dem Haus der Gefahren und dem Feuermuseum - in der Feuerwache können die Kids spielerisch einen Notruf absetzen. Im "Haus der Gefahren" sollen die Kinder selbstständig auf die Suche nach Gefahrenquellen gehen. Und bald soll hier auch noch ein Krankenhaus und ein Polizeirevier dazukommen. Im Moment richtet sich das Angebot vor allen an Kindergruppen im Vor- und Grundschulalter.

... weil es in Dohna die erste Schule gibt, die Feuerwehr unterrichtet. Die Idee dazu hatte die Freiwillige Feuerwehr Dohna,  da sie nur schwer Nachwuchs findet.  Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse lernen alles über den Löscheinsatz, über Technische Hilfeleistung und Rettung und in der ersten Prüfung müssen sie zeigen, wie Erste Hilfe funktioniert. Am Ende des Schuljahres haben die Schüler die Ausbildung zum Truppmann 1 abgeschlossen, das ist die Einstiegsqualifizierung für die Feuerwehr.

 

 

... weil eine App aus Leipzig den Kampf gegen Palmöl aufgenommen hat."Replace PalmOil" nennt sich die kostenlose App, bei der wir Verbraucher im Supermarkt ganz gezielt mitarbeiten. Rund 50 Prozent aller Supermarktprodukte enthalten das billigste und weltweit am meisten verwendete Pflanzenöl, für das immer mehr Regenwald gerodet wird- und das völlig unnötig. Palmöl steckt nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch Reinigungs- und Pflegeprodukten.  Mit der App scannt man die Barcodes der Produkte, die wir gerne  Palmölfrei hätten. Auf Knopfdruck landet die Barcodenummer dann bei dem Verein und die informieren den Hersteller des Produkts." Bei einer bestimmten Anzahl von Scans wird der Hersteller aufgefordert, auf Palmöl zu verzichten. Auf der Website kann man die stetig steigende Zahl der Scans einsehen, die Produkte und die zuletzt versendeten E-Mails. Das Ziel ist, dass die Nachfrage nach Palmöl sinkt und letztendlich nicht mehr so viel angebaut wird.

 

... weil Leipzig zu den fahrradaktivsten Städten in Deutschland zählt.  Beim Stadtradeln im September hat Leipzig einen neuen Rekord aufgestellt. 12.000 Radfahrer haben sich in diesem Jahr beteiligt und kamen dabei gemeinsam auf über 2,5 Millionen Kilometer, 750.000 mehr als im vergangenen Jahr.

... weil im Zoo der Minis in Aue das kleinste Raubtier der Welt und der Schrecken aller Mäuse lebt, das Mauswiesel. Diese Tiere gibts in Deutschland nur in zwei Tiergärten, sie sind also echt selten und seit dem Wochenende gibts tatsächlich noch ein großen Grudn zur Freude. Denn Merle, das Mauswiesel-Mädchen ist nicht mehr einsam. Sie lebt seit 3 Jahren als Single und trotz intensivster Bemühungen war es nicht gelungen war, für Merle einen Partner zu finden. Bis Finn eingezogen ist. Finn wurde als verletztes Fundtier  aufgenommen und aufgepäppelt. Dabei hat der kleine Räuber sich so sehr an menschlichen Kontakt gewöhnt, dass er nun zu zahm zum Auswildern ist. Nun sind die beiden zusammengezogen und verstehen sich prächtig!

... weil die Sonne in Sachsen im September so häufig schien wie in keinem anderen Bundesland. Nämlich 225 Stunden lang. Das sind 19 Stunden mehr als im bundesweiten Durchschnitt.

... weil der European Fashion Award 2020 nach Sachsen geht. Ina Riedel, die Inhaberin von "Kleiderwahnsinn"  aus Zwönitz hat mit ihrer extravagante Hochzeits- Kollektion "Black Pearl" eine Einladung zur Mailander Fashion Week bekommen. Das allein war ja schon irre. Dann aber wurde sie nominiert in der Kategorie "Spezielle Brautmode" und nun hat sie den Preis tatsächlich gewonnen und wird nächstes Jahr sogar bei der Fashion Week New York mitmischen

... weil  Sachsen ein  Nationales Krebsforschungszentrum hat. Das wurde letzte Woche in Dresden in Betrieb genommen.  Es ist  die bundesweit zweite Einrichtung nach Heidelberg , in der Wissenschaftler, forschende Mediziner und behandelnde Ärzte eng zusammenarbeiten. Das hochmoderne Gebäude bietet  optimale Voraussetzungen für Krebsforschung auf Spitzenniveau. 

... weil die  Deutschen Meister der Landschaftsgärtner aus Sachsen kommen. Erik Stanke aus  Ebersbach-Neugersdorf und Phil-Elias Kornmacher aus Großschirma haben sich am Wochenende in Nürnberg den Titel geholt. Die beiden Azubis aus der Oberlausitz und aus Mittelsachsen setzten sich im Finale des bundesdeutschen Wettbewerbes der angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner gegen die Konkurrenz durch, in dem sie in zwei Tagen einen naturnahen Garten nach ganz bestimmten Kriterien anlegten. Damit haben die beiden das Ticket für die Berufsweltmeisterschaft, den WorldSkills Shanghai 2021 gelöst.

... weil Deutschlands größte Whiskey-Manufaktur in Dresden entsteht. In der ehemaligen Elblachsräucherei in der Magdeburger Straße soll schon bald auf 1.200 Quadratmetern feinster Whisky hergestellt werden. Und da werden nicht einfach schottische Traditionen kopiert, sondern ganz eigene sächsische Akzente gesetzt. Dazu werden aus dem sächsischen Umland die Zutaten wie z.B. das Getreide geliefert und in der Dresdner Manufaktur verarbeitet. So ist sichergestellt, dass der Whisky ein echter Sachse wird. Nach dem Brennvorgang wird der edle Tropfen in amerikanische Eichenfässer gefüllt, in denen vorher Bourbon Whisky reifte. Danach reift der Whisky je nach Sorte drei bis sieben Jahre. Das heißt, ein bisschen müssen wir uns noch gedulden, bevor wir Whiskey made in Sachsen genießen können.

... weil der stärkste Uropa Deutschlands aus Sachsen kommt. Der 69-jährige Hans Malchow aus Großhartmannsdorf hat jetzt bei den Deutschen Meisterschaften in seiner Altersklasse den 16. Titel im Kreuzheben geholt. Satte 120 Kilo wuchtete der starke Sachse an der Langhantel hoch. An der diesjährigen Weltmeisterschaft in England wird Malchow wegen Corona nicht teilnehmen, hofft aber, dass er nächstes Jahr in Amerika dann wieder mitmischen kann und einen weiteren Titel holt.

... weil der "World Beer Award" nach Leipzig geht. Gewonnen hat die auf einem 200 Jahre alten Rezept basierende Urgose Märzen, die der Leipziger Braumeister Tilo Jänichen von der Ritterguts Gose GmbH braut. Die Konkurrenz war hart, denn der Gosemarkt wächst. Allein in den letzten zehn Jahren sind weltweit rund 800 Sorten auf den Markt gekommen. Insgesamt haben bei dem Wettbewerb in London 2200 Brauer aus über 50 Ländern mitgemacht, aber die Urgose aus Leipzig gewann in der Kategorie "Worlds Best Flavoured Wild/Sour"

... weil der Flughafen Leipzig bei den Piloten auf Platz 1 der beliebtesten Flughäfen in Deutschland gewählt wurde. Die Vereinigung Cockpit hat 28 Flughäfen unter die Lupe genommen. Bewertet wurden unter anderem die Verfahren zu An- und Abflug - auch bei schlechten Wetterverhältnissen. Außerdem, welche Maßnahmen Flughafenbetreiber ergreifen, um zu verhindern, dass ein Flugzeug versehentlich eine genutzte Startbahn quert. Leipzig erzielte gemeinsam mit München die Bestnote 1,6 .

... weil einer von Deutschlands besten Magiern aus Dresden kommt. Der Mentalist und Magier Thomas Majka wurde im exklusiven Club der "Magische Zirkel von Deutschland" aufgenommen. Das ist ist eine internationale Vereinigung der Zauberkünstlern zur Pflege und Förderung der magischen Kunst mit rund 2800 Mitgliedern. Die Aufnahmeprüfung bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Und dabei hat Thomas Majka die Jury vollends überzeugt. 

... weil besonders energie-effiziente Computertechnik vom Dresdner Technologie-Unternehmen „Cloud & Heat“ kommt. Dabei handelt es sich um heißwassergekühlte Rechner, die ihre Abwärme nicht verplempern, sondern damit Bürogebäude heizen können. Die Telekom greift bereits auf die Technologie der Sachsen zurück, um effizienter und umweltfreundlicher zu werden. Sie haben das Hochleistungs-Rechenzentrum  in Bonn mit Heißwasser-Direktkühlungen ausgestattet und mit der Haustechnik verbunden. Das Unternehmen will durch diese Lösung schon in der Probephase rund 30 Prozent der sonst üblichen Energiekosten sparen.

... weil das Léon-Foucault-Gymnasium aus Hoyerswerda Gewinner des Energiesparmeister-Wettbewerbs 2020 ist. Einmal im Jahr suchen das Bundesumweltministerium und die Website co2online.de die effizientesten, kreativsten und nachhaltigsten Klimaschutzprojekte an deutschen Schulen. Die »Energiefüchse« des Léon-Foucault-Gymnasiums arbeiten bereits seit 4 Jahren an der Idee, die erste klimaneutrale Schule Deutschlands zu werden. Dafür haben sie erreichnet, werden 25.000 Bäume benötigt, um den gesamten CO2-Ausstoß der Schule zu kompensieren. Und um diese Bäume auch wirklich pflanzen zu können, haben sie sich zum einen mit der Stiftung Wald für Sachsen zusammengetan und des Weiteren wird eifrig Geld für die Baumpflanzungen eingesammelt. Etwa 10% der benötigten Bäume wurden bereits gepflanzt und in Zukunft sollen es noch viel, viel mehr werden.

... weil die Feuerwehr in Sachsen jetzt mit Hilfe einer App Brände löscht, die in Sachsen entwickelt wurde und zwar von Wissenschaftlern der Bergakademie Freiberg. Das Herzstück der FeuerwehrApp ist eine Landkarte, auf der sämtliche Hydranten verzeichnet sind. So kann der Einsatzleiter auf dem Weg zum Brandherd planen, wo seine Männer die Löschschläuche andocken müssen. Die App liefert aber nicht nur Informationen darüber, wo die Hydranten stehen. Sie verrät auch, wie viele Schläuche angeschlossen werden können, welche Durchmesser die Anschlüsse haben und vor allem: Welcher Wasserdruck am jeweiligen Hydranten anliegt. Für die Feuerwehr eine der wichtigsten Informationen.

... weil Deutschlands größtes eintrittsfreies Lesefest in Meißen stattfindet. Seit 2009 besuchen jedes Jahr Zehntausende das Lesefest, das sich über die ganze Stadt in verschiedenen Locations verteilt. Und es findet auch in diesem Jahr statt, nämlich ab heute 16.00 bis Sonntag. Das Leitthema dieses Mal ist „Demokratie und Geschichte“ aber auch der  300. Geburtstag von Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen thematisiert, dem die bekannten Lügengeschichten vom Baron von Münchhausen zugeschrieben werden. Heute würde man sagen Fake News. Das Literaturfest wird heute um 16 Uhr auf der Hauptbühne auf dem Markt mit einer Lesung des Schriftstellers Frank Goldammer aus seinem Buch „Zwei fremde Leben“ eröffnet. Das ganze Programm gibts auf www.literaturfest-meissen.de.

... weil  mit einem der höchstdotierten Wissenschaftspreise Deutschlands, dem Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung, in Leipzig nach Impfstoffen gegen Corona-Viren und künftige Epedimien geforscht wird. Die mit 1,65 Millionen Euro dotierte Auszeichnung hat der renommierte Imfstoffforscher Dr. Torben Schiffner im Gepäck, um hier in Sachsen die Brücke zwischen Forschung und Wirkstoffentwicklung zu schlagen. Eine solche Verknüpfung gibt es derzeit in Deutschland so nicht. Sie wäre aber ein entscheidendes Instrument in unserem Werkzeugkasten, um nicht nur den aktuellen SARS-CoV-2-Ausbruch, sondern auch künftige Pandemien effektiv bekämpfen zu können.

... weil Leipziger Wissenschaftler einen Corona-Antikörper-Test für Zuhause entwickelt haben. Und der ist easy in der Handhabung. Man braucht einen Tropfen Blut, den man sich aus der Fingerkuppe nehmen kann. Der kommt auf einen Teststreifen und wird ins Labor geschickt. Zu jedem Test-Set gibt es einen individuellen Zugangscode, unter dem man 48 Stunden später das Ergebnis online abrufen kann. Die darüber gewonnenen, anonymisierten Daten werden dann für weitere Forschungen verwendet und liefern eine wichtige Grundlage für weitere Forschungen. Der Corona-Antikörper- Test heißt "AProof" ist ab heute in den Apotheken und online für 49 Euro erhältlich. 

... weil Koala-Weibchen Mandie (3) im Zoo Leipzig ein Jungtier zur Welt gebracht hat. Es ist das erste Koala-Baby, dass hier geboren wurde. Man hat noch nicht so viel Erfahrung mit dieser gefährdeten australischen Tierart, deren Bestand nicht zuletzt durch die Waldbrände stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es gibt in Deutschland auch nur drei Zoos, die Koalas halten: der Zoo Duisburg, der Zoo Dresden und jetzt eben auch Leipzig. Das Mini-Koalabärchen dürfte damit der neue Star im Zoo Leipzig sein.

... weil aus Sachsen ein neuer Fisch kommt, der Emma-Fisch. Den hat Teichwirt Armin Kittner aus Großdrebnitz gezüchtet und nach seiner Tochter benannt. Dieser Fisch kommt mit wenig Wasser und Sauerstoff aus und ist eine Kreuzung aus Schuppenkarpfen und Karausche und sehr widerstandsfähig. Außerdem ist er wegen seines lieblichen Geschmacks der Renner auf den Speisekarten in der Oberlausitz.

... weil Sachsen wieder Klassenbester bei der Bildung ist und das zum 15. Mal. Nach Einschätzung des "Bildungsmonitors 2020" hat Sachsen das"leistungsfähigste Bildungssystem". Wir werden unter anderem dafür gelobt, dass viele Kinder ganztags betreut würden und in den Kitas viele Beschäftigte mit Hochschulabschluss arbeiteten. Zudem glänzen die sächsischen Schüler der Studie zufolge in Mathe und Naturwissenschaften, und nur wenige erreichen nicht die Mindeststandards in Mathe und Lesen.

... weil in Mildenau die mobile Waschbeckenanlage entwickelt worden ist. Die Firma Fat Flexible Automation Technology GmbH hat ein Waschbecken entwickelt, das nur 15 Kilo wiegt, mit dem Knie bedient werden kann und mit einem Gartenschlauch das Wasser liefert. ist also überall einsetzbar, auf dem Schulhof, bei Veranstaltungen oder vor jedem Geschäft. Gerade in Coronazeiten ist häufiges Händewaschen ein absolutes MUSS und da kommt so eine mobile Waschbeckenanlage wie gerufen.

... weil die beste Dreispringerin Deutschlands aus Dresden kommt. Die 24jährige Maria Purtsa gewann die deutsche Meisterschaft in Braunschweig mit 13,67 Meter, 8 Zentimeter weiter als die bis dahin führende Jessie Maduka aus Düsseldorf. Und das ist wirklich ne Hammerleistung, da Maria wegen Corona wie so viele Sportler nicht in ihrem Stützpunkt trainieren durfte. Sie hat es aber als Chance genutzt und sieben Wochen auf einem Feldweg bei Cossebaude trainiert. Und das mit durchschlagendem Erfolg. Herzlichen Glückwunsch, Maria!

... weil es in Sachsen ein deutschlandweit einmaliges Fahrerlebnis gibt, nämlich eine Amphibientour in einem original restaurierten Amphibienfahrzeug aus dem Jahr 1942 am Störmthaler See. Das Fahrzeug, das mit Rädern, aber auch mit einem Schiffsrumpf ausgestattet ist, kann sich sowohl an Land als auch im Wasser forbewegen und so geht es auch und so geht es auch 2,5 Stunden vom ehemaligen Tagebaugebiet Espenhain zum Störmthaler See und dort wird dann auch die Seekirche VINETA besichtigt. Ein weiteres Superlativ.Sie ist nämlich das höchste schwimmende Bauwerk auf einem deutschen See.

... weil Wissenschaftler der TU Dresden an einem Sensor forschen, der innerhalb kürzester Zeit Coronaviren entlarven soll. Die Diagnose wird über einen Blutstropfen erfolgen. Die Zukunftsvision liegt allerdings darin, eines Tages den Nachweis mit dem eigenen Smartphone vornehmen zu können - über Sensoren mit Hautkontakt. Der Bluttest soll schon im kommenden Jahr verfügbar sein.

... weil intelligentes Bauen in Sachsen schon ab Herbst Realität wird. Die TU Dresden und die Stadt Hoyerswerda setzen dann im Industriegebiet Zeißig ferngesteuerte und autonom agierende Baufahrzeuge wie Radlader und Raupenbagger  ein,  um auf einer digitalen und vernetzten Baustelle  Technik und Baufortschritt von der Ferne steuern und dokumentieren zu können. Die Digitalisierung macht auch vor der Bauindustrie- und  dem Bauhandwerk nicht Halt.

... weil der Zoo der Minis in Aue nicht nur der einzige Zoo in Deutschland ist, der Mini- und Zwergtiere zeigt, sondern auch der erste Zoo, der seine Info-Tafeln nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auch auf Erzgebirgisch präsentiert. Andreas Göbel, der schon das Buch „Der kleine Prinz“ ins erzgebirgische übersetzt hatte, hat die Tafeln in den Dialekt gebracht, denn erzgebirgisch ist nicht nur ein Dialekt sondern auch ein Lebensgefühl. 

... weil in Leipzig im Winter 2018/2019 die größte Ausstellung von Eis- und Schneeskulpturen in Europa war. Auf der ca. 1.000 m² großen Ausstellungsfläche am Bayerischen Bahnhof wurden 70 gefrorene Kunstwerke gezeigt. Die Besucher konnten durch Lichteffekte in Szene gesetzte Eisbären, meterhohe Giraffen und phantasievolle Fabelwesen bewundern. Auch bekannte Leipziger Sehenswürdigkeiten, wie das Völkerschlachtdenkmal oder der Bayerische Bahnhof, sowie bedeutende Persönlichkeiten wurden "cool" nachgebildet. Dafür waren über 200 Tonnen Eis und weitere 200 Tonnen Schnee nötig. 

... weil es im ältesten Schloss Deutschlands jetzt auch noch das erste HistoPad im Land gibt.Das ermöglicht jedem Besucher eine virtuelle Zeitreise zu machen. Man bekommt mit dem Eintrittsticket ein Tablet und damit startet der 3-D Trip. Man ist plötzlich am Hofe im Jahr 1485, in Albrechts privaten Gemächern, bei einem Bankett, aber auch im chemischen Laboratorium der Porzellanmanufaktur des 19. Jahrhundert. Plötzlich ist man mittendrin in der virtuellen Welt und Teil der Vergangenheit. Es gibt sogera für Kinder eine Schatzsuche. Das ist spektakulär und gibt es in Deutschland nur einmal, nämlich hier in Sachsen

... weil zum 30. Jubiläum der Filmnächte am Elbufer eine Sonderbriefmarke erschienen ist. Die 90 Cent-Briefmarke zeigt den abendlichen Blick auf die Leinwand und die hell erleuchtete Altstadtkulisse und ist ab sofort bei PostModern und in allen Partnerläden erhältlich.

... weil der älteste Miniaturpark der Welt das Klein-Erzgebirge in Oederan ist. Hier reihen sich kleine Häuschen, große Sehenswürdigkeiten und die schönsten Burgen und Schlösser zu einem unvergleichlichen Erzgebirgs-Panorama in Miniaturgröße aneinander. 210 handgefertigte Modelle mit liebevollen Details, etwa 1.300 geschnitzte Figuren, Häuser, Brücken, Bahnen und Pflanzen-Arrangements. Es gibt eine Parkeisenbahn zum Mitfahren, Spiel- und Erlebnisbereiche für Kinder, Holzkunststübchen und Schauhandwerk und jetzt in den Ferien immer um 10.00 ein Marionettentheater.

... weil das Naturerlebnisbad Großenhain und das Natursportbad Bad Düben mit dem "Public Value Award für das öffentliche Bad 2020" ausgezeichnet worden sind. Das Großenhainer Bad belegte den zweiten und das Bad Dübener Freibad den dritten Platz. Bewertet wurde in mehr als 40 Bädern aus Deutschland u.a. die Bereiche Gesundheit, Gemeinschaft, Ökologie und Wirtschaftlichkeit. Das Naturerlebnisbad Großenhain hat eine rein biologische Wasserkläranlage, das Bad wird ohne chemische Zusätze oder Chlor gereinigt. Neben seinem Ökokonzept punktete das Natursportpad Bad Düben mit seinen neuen, teilweise barrierefreien Schlaffässern auf dem Gelände.

... weil Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) aus Leipzig gemeinsam mit Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die weltweit erste Karte für die Artenvielfalt von Bäumen erstellt haben .Die Vielfalt der Bäume ist auf der Welt ja nicht gerade gerecht verteilt. Während auf den riesigen Landmassen von Eurasien und Nordamerika weniger als 100 verschiedene Arten wachsen, findet man in den tropischen Regenwäldern schon auf einem halben Quadratkilometer oft hunderte verschiedene Baumspezies. Um diese Unterschiede zu verstehen und die Vielfalt zu bewahren, wurde hier in Sachsen eine lückenlose Weltkarte der Waldfielfalt erstellt.

... weil  beim Blutspende-Wettbewerb an 20 medizinischen Fakultäten in Deutschland das Team der Universität Leipzig gewonnen hat und zwar in der Kategorie Meiste Blutspender. Mit einer «überragenden Anzahl» von 2100 Teilnehmenden innerhalb eines Monats ist sie die  «blutreichste» Fakultät im Land. Insgesamt nahmen an dem Wettbewerb, den ein Marburger Medizinstudent initiierte, knapp 14 000 Spender teil, darunter auch Studenten anderer Fakultäten. Dabei wurden auch mehr als 800 Erstspender gewonnen. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

... weil  das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesumweltministerium in Leipzig ein Schmetterlings- Modellprojekt gestartet haben. Schmetterlinge sind arg bedroht, 60 heimische Arten bereits ausgestorben, fast 500 gefährdet. Grund sind die intensive Landwirtschaft, die vielen Pestizide und Dünger udn natürlich der Klimawandel. Jetzt will man in Leipzig den Schmetterlingen das Leben ein bisschen  leichter machen, in dem mehr Futterpflanzen und Nektarquellen  angepflanzt und öffentliche und private Grünflächen anders gemäht werden sollen. Und die Leipziger sollen dann in den nächsten vier Jahren die Entwicklung mitbeobachten.

... weil aus Sachsen eine Dating-App für Jobsuchende kommt. Die heißt "JobsNavi" und wurde von Studenten der Hochschule Mittweida und dem Unternehmer Uwe Thuss aus Chemnitz entwickelt. Das Prinzip ist ähnlich wie "Tinder". Da können die Nutzer nach einem "Hot or Not"-Prinzip entscheiden, ob ihnen eine Person gefällt. Bei "JobsNavi" wird allerdings weniger Wert auf das Äußere gelegt, es geht vielmehr um Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und Charaktereigenschaften. Und so kommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer schneller zusammen. Im Moment ist die App für Jobsuchende und Unternehmen noch kostenlos und sowohl im Appstore als auch bei Google Play verfügbar.

... weil die digitale und intelligente Autobahn aus Sachsen kommt. Das bundesweite Leitsystem ist Made in Hellerau. Bisher war das ja so, dass beim Datenaustausch an  den Landesgrenzen der Bundesländer Schluss war. In der Autobahnmeisterei Hellerau laufen jetzt aber nicht nur die 13 .000 Autobahnkilometer aus dem gesamten Bundesgebiet digital zusammen, sondern auch die 189 Autobahnmeistereien, 42 Verkehrszentralen, 41 Außenstellen und zehn Niederlassungen. Der ultraschnelle und ausfallsichere Datenaustausch zentralisiert das Verkehrsmanagement und vereinfacht Planung, Bau und Betrieb von Autobahnen. Das sorgt für mehr Sicherheit und verhindert Staus.

...weil in Dresden einer der ersten unverfüllten Kunstrasenplätze Deutschlands entsteht. Das heißt ohne Mikroplastik. Das befindet sich normalerweise im Kunstrasen als Füllmaterial und gelangt damit leider tonnenweise in den Boden, Flüsse und Seen. Dort werden die Partikel von Tieren aufgenommen und können somit auch in die Nahrungskette gelangen. Welche Auswirkungen dies auf die menschliche Gesundheit hat, ist noch weitgehend unbekannt. Der neue Kunstrasen in der Sportstätte Saalhausener Straße in Dresden kommt ohne Mikroplastik aus, bietet aber durch seine Art der Fasern hervorragende Trainingsbedingungen.

... weil von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur ( HTWK) Leipzig der Brückentester kommt. Gemeinsam mit Studenten von drei weiteren Hochschulen haben sie ein weltweit einzigartiges Belastungsfahrzeug entwickelt, dass die Tragsicherheit von Brücken testet. Das sogenannte Belfa kann sehr schnell und zuverlässig ermitteln, ob es sich noch lohnt, eine Brücke instand zu setzen oder sie abzureißen. Dadurch werden nicht nur volkswirtschaftlich unerwünschte Sperrzeiten wesentlich verkürzt, sondern in den meisten Fällen auch das Durchbohren der Dichtungsschicht vermieden. 

... weil wir in Chemnitz sowas geiles wie einen Eier-Automaten haben. In der Sparkassen- Filiale am Moritzhof wurde der im März 2019 aufgestellt und seitdem wurden dort mehr als 50.000 Bio-Eier vom Biohof Gersdorf gezogen. Die Eier vo  2000 Freilauf-Hühnern werden von Hand gewogen, gestempelt und in 6er- und 10er-Packs gesteckt und stehen dann rund um die Uhr für Eierfans bereit. Das Pilot-Projekt schlug derart Wellen, dass es sogar in die Sat 1. Sendung " Genial daneben" geschafft hat. Der nächste Eierautomat soll dann in Limbach-Oberfrohna aufgestellt werden.… weil einer der beliebtesten Saunen Deutschlands in Sachsen ist … und zwar in Limbach Oberfrohna. Das Saunabad Großer Teich hat es im bundesweiten Ranking auf Platz 7 geschafft. Das Online-Portal Testberichte.de hat die Meinungen von rund 370.000 Kunden ausgewertet… und Platz 7 geht nach Sachsen an das Saunabad Großer Teich in Limbach Oberfrohna - die seit heute auch endlich wieder geöffnet haben.

…weil der wohl älteste Biergarten Deutschlands in Pirna ist. Der Biergarten Schloßschänke wurde erstmals nach dem 30jährigen Krieg aufgebaut. Damals diente er dafür, dass überschüssige Bier, was nebenan im Schloss Sonnenstein gebraut wurde, an das Fußvolk zu verteilen. 1678 wurde der Biergarten “Schlosschänke” fertiggestellt und bis heute gibt es an der gleichen Stelle frisch gezapftes Bier … und obendrauf nen spektakulären Blick über die Altstadt von Pirna. 

...weil die schönsten, saubersten und beliebtesten Seen rund um Leipzig sind. Egal in welchem Ranking man schaut, ob es um die Top 10 der schönsten, saubersten oder beliebtesten Seen Deutschlands geht: ein Leipziger ist immer dabei. Der Kulkwitzer See als der sauberste, die schladitzer bucht als der schönste oder der cospudener See als der beliebteste … am Ende sind rund um Leipzig zahlreiche badeseen… die die Top-Listen in Deutschland mit anführen. 

… weil eine Dresdner Kita den zweiten Platz der besten Kitas 2020 belegt hat.  Und zwar geht der Preis an die Tagesstätte in der Rehefelder Straße. Die Kita setzt auf ein offenes Konzept… Kinder entscheiden selbst ob Sie Mittagsschlaf machen und in welchem Raum sie spielen wollen. Es gibt ne Quasselrunde in denen wichtige Themen des Tages mit den Kids besprochen werden - ansonsten dürfen Sie selbst entscheiden wie sie ihren Tag in der Kita gestalten wollen.  

… weil der Sachse ein richtig cooler Erfinder ist. Die neuste Erfindung kommt aus Bautzen … ein Bier das neben dem Hopfengeschmack gleichzeitig auch nach Würstchen schmeckt. Kreiert hat das Bier Tobias Frenzel, ein Bierbrauer aus Bautzen. In seiner Brauerei wird auch schon das Pfefferkuchenbier und das Honig Senf Bier angeboten … das neue Würstchen-Bier setzt dem ganzen nun allerdings die Krone auf.

… weil wir einen der besten Förster Deutschlands haben: Andreas Pommer aus Eibenstock. Er ist für 1.750 Hektar Waldfläche zuständig. Jetzt ist er nominiert für den Deutschen Waldpreis in der Kategorie Förster des Jahres. Dafür muss er sich gegen zwei Konkurrenten aus Niedersachsen und Thüringen durchsetzen und Sie können ihn unterstützen. Auf der Homepage des Deutschen Waldpreises (www.deutscher-waldpreis.de) läuft nur noch bis heute ein Online-Voting. Wir drücken die Daumen für Andreas Pommer aus Eibenstock!

…. weil es seit gestern in Seiffen eine Rückzähluhr gibt. Gestern 17 Uhr wurde die Uhr in Betrieb genommen, und die zählt die Tage Stunden Minuten und Sekunden bis Weihnachten. Ein paar Seiffener rund um Männelmacher Tino Günther hatten die Idee eine Rückzähluhr aufzustellen. Mitten in Seiffen an einer Kreuzung hängt jetzt die wunderschöne Uhr in Form eines bunten Vogelhäuschen an einer Hauswand und zählt die Tage … bis endlich wieder Weihnachten ist…  

...weil das beliebteste Freibad Deutschlands bei uns in Sachsen ist. Das Bewertungsportal testberichte.de hat die Besuchermeinungen zu mehr als 400 deutschen Freibädern unter die Lupe genommen und auf Platz 1 der beliebtesten Freibäder Deutschlands ist das Naturkulturbad Zschonergrund in Dresden. Es ist das erste und bislang einzigste in Dresden mit biologischer Selbstreinigung … es ist abgelegen mitten in der Natur und von Imbiss über Spielplatz zum Volleyballplatz ist da alles zum Spaß und zeitvertreib vorhanden. 

… weil es im Zoo Hoyerswerda eine kleine tapsige Sensation gibt: das kleine Chinaleoparden-Baby. Am 04. Mai ist er im Zoo Hoyerswerda zur Welt gekommen und momentan in Deutschland das einzige Jungtier dieser Art. Letzte Woche durfte er das erste Mal zusammen mit seiner Mama die Außenanlage erkunden und hat auch seinen ersten Tierarzt-Check erfolgreich hinter sich gebracht. Alles super … wünschen wir dem Kleinen alles Gute.

… weil wir hier in Sachsen einfach die schönste Campingplätze haben. Der Campingplatz am Olbersdorfer See bei Görlitz gehört sogar mit zu den Besten Deutschlands…. und ist hier in Sachsen auch der beliebteste. Das Magazin “Caravaning” hat deutschlands campingplätze getestet: 4,9 von 5 Sternen hat der Campingplatz am Olbersdorfer See bekommen… da er mitten in der natur ist, sehr familienfreundlich und viele verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten werden. Also Daumen hoch für den Campingplatz am Olbersdorfer See in Sachsen … 

… weil Deutschlands spektakulärste Betriebskantine fertig ist … und die ist in Leipzig. Die Kantine ist eine gigantische Betonkugel und sieht aus wie ein Astronautenhelm. Das Bauwerk ist einer der letzten Entwürfe des brasilianischen Star-Architekten Oscar Niemeyer … er verstarb 2012.  Leider lief beim Bau nicht alles rund - es dauerte 1 Jahr länger als geplant. Grund waren die dreiecksFenster. Die sind aus Liquid Crystal-Glas . ein Material, dass auch für Handy-Displays verwendet wird, in dieser Größe aber schwer zu bearbeiten sei. Jetzt ist das spektakuläre Bauwerk aber endlich fertig: wird benutzt als Betriebskantine, als ein öffentliches Restaurant und als Eventlocation. 

...weil die Fichtelberg-Schwebebahn die älteste Luftseilbahn in Deutschland ist. Sie führt von Oberwiesenthal auf den Fichtelberg. Dabei wird auf einer Länge von 1175 Metern eine Höhe von 303 Metern überwunden. Bereits 1912 hatten zwei Rechtsanwälte aus Annaberg die Idee für diese Schwebebahn… umgesetzt wurde sie dann aber erst 12 Jahre später, 1924. Da griffen Hoteliers in Oberwiesenthal diese Idee wieder auf. Am 1. September wurde mit dem Bau begonnen und am 28. Dezember 1928 ist die Fichtelberg-Schwebebahn in Betrieb genommen. Und wenn wir jetzt mal ganz pingelig sind, fährt die Schwebebahn seit genau 91,5 Jahren.

...weil eines der größte mobilen Riesenräder der Welt heute wieder in Dresden aufgebaut wird. Mit seinen 55 Metern Höhe hat man aus dem "Wheel of Vision" tatsächlich einen Hammerblick über die Landeshauptstadt. Das Riesenrad besitzt 42 Gondeln und wird auf dem Postplatz stehen und die Kundschaft volklimatisiert eine Viertelstunde über Dresden schauen lassen und zwar ab 26. Juni.

...weil im Felix -Bloch- Institut an der Uni Leipzig an einer Technologie geforscht wird, die in Zukunft unsere Smartphones wirklich smart machen. Die Halbleiter-Experten arbeiten an einem Mini-Spektrometer, mit dessen Hilfe man checken kann, ob z.B. ein Leberfleck ein Fall für den Arzt ist, Giftstoffe im T-Shirt enthalten sind oder die Banknote gefälscht ist, mit der man zahlen will. Diese Technologie soll nicht größer als eine Ameise sein udn problemlos neben die Kamera des Handys passen. Dazu wird er in der Massenproduktion nur wenige Cents kosten. 

... weil die mit Abstand längste Parkeisenbahn Deutschlands durch den Großen Garten in Dresden tuckert. Auf einer Strecke von 5,6 Kilometern steuert sie jede Runde 5 Bahnhöfe an und ist seit 70 Jahren für tausende große und kleine Kinder ein riesiges Vergnügen, vor allem aber natürlich für die 200 Kinder und Jugendlichen, die dort als junge Eisenbahner testen können, ob das in Zukunft nicht nur Hobby ist. 

... weil zwei Wanderwege in Sachsen für Deutschlands schönste Wanderwege nominiert worden sind. Zum 17. Mal kürt das "Wandermagazin" die schönsten Wanderwege in Deutschland. Und dieses Jahr wurde der Königsweg bei Moritzburg und der 107 km lange Oberlausitzer Bergweg dafür nominiert. Wanderfans können noch bis zum 30. Juni für ihren Lieblingsweg abstimmen. Mehr als 9.000 Stimmen sind schon online eingegangen. 

…weil die schwarze Szene trotz Absage des Wave Gotik-Treffens doch noch auf ihre Kosten kommt. Zwei Schriftsteller haben das DarkStream-Festival aus dem Boden gestampft, bei dem 60 Bands, Autoren und Künstler im Lineup stehen bei der ersten schwarzen Großveranstaltung dieser Art überhaupt. Von morgen an bis Sonntag wird live aus dem Gewölbe der Moritzbastei gestreamt in alle Welt. Es wird viele Überraschungen geben und das ganze kostenfrei, allerdings sind Spenden und der Kauf von Merchandiseprodukten mehr als willkommen.

.... weil das erste Festival in Deutschland nach Ausbruch des Corona-Virus in Dresden stattfinden wird. Der Dresdner Palais Sommer findet ab Mitte Juli statt mit mehr als 100 Veranstaltungen, Konzerten und Klaviernächten im Park am Japanischen Palais. Dazu sind dann jeweils 1000 Besucher zugelassen, denn hier ist genügend Platz und damit die Besucher Abstand halten können, werden Kreise auf den Boden gemalt - je nach Haushaltsgröße mit unterschiedlichem Durchmesser. Die Idee stammt aus New York udn hat sich dort bewährt. Eintritt ist wie immer frei, aber Spenden sind natürlich mehr als erwünscht.

... weil an der TU Chemnitz in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ein OP-Simulator entwickelt wurde, an dem angehende Chirurgen die komplizierte Hüft-OP trainieren können. Der Eingriff ist oft schwierig, besonders das sogenannte Ausfräsen der Hüftpfanne gehört zu den heikelsten Schritten, die sich zudem schwer üben lassen. Und bisher fehlte es an Trainingsgeräten, die den Chirurgen genau die gleichen Sinneswahrnehmungen vermitteln können, die sie auch bei einer realen Operation spüren würden, zum Beispiel den Widerstand des Knochens beim Sägen und Ausschaben. Mit Roboterarm und VR-Brille können Chirurgen die Hüft-OP künftig vor ihrem ersten Eingriff unter realistischeren Bedingungen schon erproben. So lassen sich Komplikationen verhindern.

… weil am Wochenende die Dresdner Musikfestspiele trotz coronabedingter Absage stattfanden und zwar 24 Stunden live im Stream. Samstag Punkt 18.00 wurde der Stream scharf geschaltet und dann ging es von Wohnzimmer zu Wohnzimmer rund um die Welt. Von New York nach Großbritannien und Deutschland. Mr. Slowhand Eric Clapton schaltete sich dazu, Singer und Songwriter Jamie Cullum, , Stargeiger Gil Shaham- es was ein 24 Stunden Konzert der besonderen Art und schon zu Beginn hatten sich Zuschauer aus Indien, Indonesien, Italien und Arabischen Emiraten eingeklinkt. Es waren keine Ersatz-Festspiele, es war etwas ganz neues, dass es so noch nicht gegeben hat. Hier hat man Musik und Kultur den Menschen zeitgleich in aller Welt zugänglich gemacht. In der Krise eine neue Chance, made in Sachsen.

... weil es in Königstein eine Zeitmessanlage für Radfahrer gibt. Die Strecke führt vom Hotel »Lindenhof« in Königstein hinauf zum Parkhotel »Margaretenhof« im Kurort Gohrisch. Sie ist 2,65 Kilometer lang, und die Radfahrer müssen 163 Höhenmeter überwinden. Der Stoppomat funktioniert als Zeitmessanlage zwischen Start- und Zielort. Am Start entnimmt man eine Karte und füllt sie mit den persönlichen Daten aus. Dann stempelt man die Startzeit im Stoppomat ab, um danach sofort in die Pedalen zu treten und schnellstmöglich zum Zielort zu sprinten.Dort steht ein zweiter Automat, der die Ankunftszeit abstempelt. Daraus errechnet sich nun die Gesamtfahrtzeit.  Schnellster Mann war bisher Thomas Hoffmeister aus Radeberg mit 6:36 Minuten, aufgestellt im Jahr 2014.

... weil Forscher von der TU Chemnitz  neuartige, ultradünne Sensoren entwickelt haben, mit deren Hilfe gefährliche Entzündungen bei Diabetes- und bettlägerigen Patienten vermieden werden können. Wenn ältere Patienten wochenlang im Bett liegen, können gefährliche Entzündungen entstehen. Eine mit mehreren Sensoren versehene Matte zeigt dem medizinischem Personal über eine App, an welchen Stellen die Belastung reduziert werden muss. Die Sensoren basieren auf Kohlenstoff-Nanoröhrchen und können mit hoher Präzision in Echtzeit Druck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit am menschlichen Körper messen. Dazu sind sie superflach, kostengünstig und robust. 

... weil wir eine Gläserne Manufaktur in Dresden haben, in der Sie jetzt endlich wieder live miterleben können, wie ab heute wieder jeden Tag 74 Autos zu Leben erweckt werden. Vor den Augen der Besucher wird der neue e-Golf von Mechanikern in weißen Overalls gebaut. Der Fertigungsbereich ist eine Art Live-Show, bei dem Sie Schritt für Schritt die Entstehung des e-Golfs beobachten können, was nicht nur für kleine Jungs spektakulär ist. Natürlich wurde die Erlebnistour auf die gegebenen Umstände angepasst. Mittels Scannens von 15 QR-Codes bekommt der Besucher Informationen zur Gläsernen Manufaktur und der Produktion. Neu ist auch ein deutschlandweit einmaliger ID. Pavillon, in dem über den vollelektrischen Volkswageninformiert wird. Die gläserne Manufaktur ist täglich von 9.30 bis 17.00 geöffnet, natürlich mit Voranmeldung... weil in Dresden Deutschlands größtes Autokino entsteht. Die Veranstalter der Filmnächte, Palais-Sommer und US Car Convention haben sich zusammengetan und „Cars & Stars“ gegründet. 750 Autos haben in der Flutrinne am Elbepark Platz vor der 500 qm großen Leinwand, auf der jede Woche neue Filme gezeigt werde. Am 12.Mai geht’s los mit „Le Mans“ , am 13. gibt’s „ Lindenberg“ und am 14.5. „ Die Känguruchroniken“. Tickets für 10 Euro kann man genau wie Popcorn und  Nachos nur online bestellen.

...weil das Dresdner Biotech-Unternehmen Pharm AI einen Weg gefunden hat, die Entwicklung eines Medikaments zu beschleunigen. Normalerweise dauert so ein Prozess Jahre und kostet in der Regel eine Milliarde Euro. Das Dresdner Team aber hat eine Möglichkeit gefunden, durch künstliche Intelligenz und schlau programmierten Algorithmen diesen Vorgang deutlich abzukürzen. Wird ein Wirkstoff gegen eine Krankheit gesucht, musste bisher im Labor aufwendig geforscht werden, welche Stoffe sich dafür eignen. Das kostete viel Zeit und noch mehr Geld. Das lässt sich aber jetzt mit Zugang zu einem großen Informationspool und künstlicher Intelligenz deutlich verkürzen, dank der Entwicklung aus Dresden.

... weil der Freiberger Friseurmeister Thomas Venus den weltweit ersten Schutzmaskenhalter erfunden hat. Heute machen ja die Friseure wieder auf, allerdings nur unter strengen  Auflagen. Und die sehen eben auch vor, dass alle im Salon eine Schutzmaske tragen. Nun ist das aber total doof beim färben, rasieren und schneiden, wenn der Kunde am Hinterkopf oder um die Ohren ein Band oder Gummi trägt. Also hat er eine Holzgabel erfunden, an der die Schutzmaske befestigt und vom Kunden während des Stylings vor Mund und Nase halten werden.

... weil das Leipziger Biotech-Unternehmen "Intelligent Fluids" nachhaltige und hochwirksame Industrie- Reinigungsfluide entwickelt hat, die mit einer Art Presslufthammer- Effekt ein Mikroerdbeben erzeugen, wodurch sich Schichten nicht mehr am Untergrund halten können und physikalisch abgehoben werden. So lassen sich Flecken, Schmutz, Lacke, Öle, Klebstoffe und vieles mehr entfernen, ja sogar das Coronvirus wird man so von Händen und Oberflächen los. Trotz dieser starken Reinigungskraft kommen die "intelligent fluids ohne giftige Chemikalien und Lösungsmittel aus und schonen die Umwelt, weil sie biologisch abbaubar sind.

... weil die erste Fernsehtelefonie der Welt, also der Vorgänger der heutigen Videokonferenz, zwischen Leipzig und Berlin stattfand. Am 1. März des Jahres 1936 eröffnete Deutschland die deutsche Reichspost einen Fernsprechdienst, bei dem man den Sprecher aus der Gegenseite nicht nur hören, sondern gleichzeitig auch sehen konnte. Die erste (ca. 160 km lange) Fernsehsprechstrecke führte von Leipzig nach Berlin und wurde anläßlich der Leipziger Frühjahrsmesse in Betrieb genommen. Es folgten noch weitere Verbindungen, aber mit Ausbruch des Krieges verschwand die Möglichkeit der Videotelefonie wieder.

... weil der Dresdner Künstler Gerhard Richter nicht nur der erfolgreichste lebende Künstler der letzten 40 Jahre ist, er hat auch ein großes Herz und 30 handsignierte Kunstdrucke gespendet für einen guten Zweck. Die 650.000 €, die die Versteigerung der Kunstwerke brachte, gingen an die Obdachlosenhilfe in Köln, wo der Künstler jetzt lebt.

...weil der Flughafen Leipzig aktuell der "busiest Airport" Europas ist. Durch die Coronakrise ist der Linien-Flugverkehr weltweit auf ein Minium reduziert worden. Aber der Frachtverkehr boomt mehr denn je. Und da unterhält das Logistikunternehmen DHL in Sachsen ihr Luftverkehrs-Drehkreuz. Nachts werden die Pakete der bis zu 70 startenden und landenden Flugzeuge im Sortierzentrum für das weltweite Streckennetz umgeladen. Hinzu kommen 50 weitere Luftfracht-Airlines, die Leipzig-Halle anfliegen. Auf anderen großen Flughäfen wie z.b. Frankfurt, London, Paris oder Amsterdam wird die Fracht meist in die Bäuche der Linienmaschinen gepackt. So kommt es, das unser Leipziger Flughafen aktuell alle hinter sich gelassen hat.

... weil die Oderwitzer Firma Arnell aus der Corona-Flaute eine Tugend macht und persönliche Einkaufswagen-Hygienegriffe produziert. Normalerweise ist das eine metallverarbeitende Firma, die sich auf Gitterroste spezialisiert hat. Jetzt aber haben sie innerhalb kürzester Zeit diese aufsetzbaren Plastikgriffe entwickelt, die aus dem 3D-Drucker kommen und spülmaschinenfest, vor allem aber eben auch sehr hygienisch sind. Troll-Grip nennen sich die Griffe und kosten knapp 10 Euro.

... weil eine Dippoldiswalder Firma einen bunten Haken aus Acrylplexiglas ergfunden hat, mit denen man Türen, Griffe, Knöpfe und Oberflächen berühren kann, ohne selbst mit der Hand direkt anfassen zu müssen. "Gribbb" heißt er und wird angefertigt aus Materialresten und öffnet jede Tür, jeden Schrank, ohne dass man sie berühren muss. In diesen Tagen mehr als willkommen und made in Sachsen. So einen Gribb kriegen sie ab knapp 9 Euro. 

... weil Elisabeth Wiegand mit ihren 30 Jahren Deutschlands jüngste Zoochefin ist. Anfang des Jahres ging ihr Kindheitstraum in Erfüllung: sie übernahm die Leitung des städtischen Tiergartens in Delitzsch. Die studierte Tiermedizinerin ist nun Chefin von 500 Tieren von 80 Arten und acht Mitarbeitern. Künftig möchte sie den Tiergarten pädagogisch ausrichten, die Kinder hier für Tier- und Artenschutz sensibilisieren; außerdem will sie das einstige Bärengehege zur neuen Geparden-Anlage umbauen. 

... weil das weltweit einzige Kamelien-Parfüm, das nicht synthetisch hergestellt wird, aus Sachsen kommt. Im Gewächshaus des Königsbrücker Schlosses  stehen die Duftkamelien in voller Blüte. Der Chef des Heimatvereins, der die wertvollen Königsbrücker Kamelien pflegt, hat gemeinsam mit Sachsens einzigem Parfümeur einen frühlingshaften Duft aus einem Extrakt der Blüten gewonnen. Rund 100 Flakons zu 30 Milliliter soll es davon geben (Preis: 29,50 €). Solange die Kamelie noch blüht, ist Nachschub möglich, aber nicht unbegrenzt. 

... weil Bobfahrer Francesco Friedrich seinen 9. WM-Titel geholt hat und damit zum bisher alleinigen Rekord-Weltmeister Eugenio Monti aus Italien aufschloss. Der gebürtige Pirnaer gewann bei der Bob-WM auf seiner Hausbahn in Altenberg auch das extrem enge Vierer-Rennen, führte dabei einen deutschen Dreifachsieg an und darf sich nun Rekordweltmeister nennen. Dabei waren die Bedingungen auf der ohnehin schon schwierigsten Bob-Bahn der Welt alles andere als gut: Erst setzte Regen ein, der sich dann in Schnee verwandelte. Mehrere Bobs stürzten, Francesco aber kam fehlerfrei durch die Rinne. 

... weil es in Bischofswerda den ersten Pflegeroboter in einem ostdeutschen Seniorenheim gibt. Der ist so groß wie ein 12 jähriger, heißt Pepper und bespaßt seit wenigen Wochen die Bewohner des Seniorenheims "Am Belmsdorfer Berg" mit Witzen und flotten Sprüchen. Er animiert zum Frühsport, versteht und beantwortet aber auch Fragen z.B. nach dem Wetter, den Fußballergebnissen, zum Speiseplan oder zu sich selbst. Die wichtige Arbeit der Pflegekräfte ersetzt er nicht, aber er sorgt für viel Abwechslung und hilft den Senioren, am digitalen Fortschritt teilzunehmen.

... weil der Audi-Club Vogtland am Sonnabend (22.2.) den Weltrekord im Nachstellen der Audi-Ringe nach Deutschland geholt hat300 Fahrer aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz kamen dazu mit ihren Autos nach Zwickau - an den Ursprungsort der Marke. 220 Fahrzeuge wurden für den Weltrekord benötigt - in dreistündiger Präzisionsarbeit stellten sie sich zum Vier-Ringe-Logo auf. Den bisherigen Weltrekord hielt ein slowakischer Club. Der hatte im September 2019 mit 196 Audis das Vier-Ringe-Logo nachgebildet. 

... weil der "Dresdner Frühling" im Palais Deutschlands bedeutendste Frühlingsblumenausstellung ist und dazu auch noch einen Zeitreise durch fast 1000 Jahre europäische Pflanzengeschichte. Seit über einem Jahr bereiten sich mehr als 30 sächsische Gärtnereibetriebe darauf vor, im kurfürstlichen Palais ein blühendes und duftendes Gesamtkunstwerk aus mehr als 40.000 Blumen und Pflanzen zu zaubern. Barocke Baukunst und Skulpturen, zeitgenössische Meisterfloristik und die Blütenpracht heimischer Frühlingsblüher verschmelzen in den einzelnen Salons zu immer neuen, stimmungsvollen Bildern. „Blütezeiten“ ist der Titel der achten Auflage, die am 28. Februar startet und bis 8. März zu sehen sein wird.

… weil wir Europas stärksten Schnelllade-Park haben. Am Kundenzentrum des Leipziger Porsche-Werks in Radefeld gibt es ab sofort 16 Ladepunkte für E-Autos. Die können 7 Tage die Woche rund um die Uhr genutzt werden. Die Lage ist perfekt im Dreieck der Autobahnen A9, A14 und A38. Es geht wirklich schnell: Strom für die nächsten 100 Kilometer ist je nach Auto schon in 5 Minuten aufgeladen, und das mit 100 Prozent Ökostrom. Und das Beste: für die erste Pilotphase ist das Schnellladen sogar bis Ende März 2020 kostenlos. Die Gesamtleistung des Ladeparks übrigens sieben Megawatt.

... weil der Leipziger Hauptbahnhof der größte Kopfbahnhof Europas ist - und noch dazu ist er jetzt auf Platz 3 der komfortabelsten Bahnhöfe Europas gewählt worden! Die Verbraucherorganisation „Consumer Choice Center“ hat die größten Bahnhöfe Europas nach vielen Gesichtspunkten bewertet, zum Beispiel ob es viele Direktverbindungen gibt, wie barrierefrei ein Bahnhof ist und welche  Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants dort gibt. Der Leipziger Bahnhof landete dabei auf Platz 3 – hinter St. Pancras Station in London und dem Hauptbahnhof Zürich.

... weil im nächsten Jahr das Dentalhistorische Museum im Colditzer Ortsteil Zschadraß die Sammlung der Bundeszahnärtztekammer bekommt und damit zur weltgrößten Ausstellung zur Geschichte der Zahnheilkunde wird. Die Sammlung umfasst rund 50.000 Stücke, darunter Handbohrer, Zahnhämmer, Plombierhämmer aus Gold - und auch die älteste Zahnarztpraxis der Welt des Hofzahnarztes von Friedrich II., Philipp Pfaff. Das Dentalhistorische Museum in Colditz gibt es seit 1990 mit mittlerweile rund 500.000 Ausstellungsstücken. So hat Steffen Lukas seinen Besuch im Museum erlebt.

... weil zu den anspruchsvollsten Kunsteisbahnen der Welt die Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg zählt. Hier werden Weltmeister und Olympiasieger geboren; und auch Stefan Raab hat schon seine Promis im Wok die Bobbahn runter gejagt. Was sie so anspruchsvoll macht, ist das starke Gefälle, die vielen Kurven, darunter ein 320 Grad-Kreisel und natürlich die enorme Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h. Diese Woche bis zum 1. März versammeln sich dort die Besten der Besten: zur 64. Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft. Feierliche Eröffnung mit einer großen Show ist am Donnerstagabend (20.2.) - dazu ist der Eintritt frei!

... weil der Radebeuler Kay Steinbach die Matratze neu erfunden hat. „Soulmat“ liegt sich nicht durch, weil sie sich dank einzelner Module individuell zusammenstellen lässt; der Härtegrad ist einstellbar und dazu ist sie komplett waschbar - ideal für Allergiker. Auf das alles gibt es 25 Jahre Garantie. Entwickelt wurde die Matratze an der TU Dresden und produziert in Döbeln.

... weil die Architekten von Nordwerk-Design-Möbel aus Dresden gewaltige Skulpturen, Möbel und Kunstwerke aus Pappe herstellen. Viele große Unternehmen nutzen die federleichten und umweltbewussten Fantasiewelten für ihre Messestände. In Dresden entstehen Pappzuschnitte, die ohne einen Tropfen Kleber auskommen, aber trotzdem stabil und vor allem wiederverwertbar sind. Gebaut werden sie aus ausrangierten Papp-Verpackungen. In vielen Fernsehserien sind die Pappmöbel made in Sachsen zu sehen, gerade zum Beispiel in der zweiten Staffel der ZDF-Erfolgsserie „Bad Banks“ und auch in der neuen amerikanischen Serie „Zoey‘s Extraordinary Playlist“.

... weil der 15-jährige Niklas aus Borna einer von Deutschlands besten Amateur-Sportlern im Drone Racing, im Wettkampffliegen von Quadrocopter-Drohnen ist. Gelenkt werden die Drohnen mittels Funkfernsteuerung, einer Kamera in der Drohne und einer Videobrille. Der Spieler hat dabei die Sicht eines Piloten im „Cockpit“ des Quadrocopters. Niklas ist nicht nur Deutscher Meister, sondern in der internationalen Multi-GP-Series, bei der überall der gleiche Hinderniskurs geflogen werden muss, schaffte er es weltweit auf Platz 47. Das bedeutete die Qualifikation fürs Finale in den USA. Ende des Jahres startet er als einer von vier Deutschen bei der Weltmeisterschaft in China.

... weil die meisten Kerzen in ostdeutschen Kirchen aus einem kleinen Handwerksbetrieb beim Kloster Rosenthal in Ostritz kommen - und sogar in Jerusalem und St. Petersburg brennen Kerzen aus Sachsen! Die Wachszieherei ist einer der ältesten Handwerksberufe und körperlich sehr anspruchsvoll. Eine 90 Zentimeter hohe und neun Zentimeter dicke Altarkerze zum Beispiel kann bis zu 5,8 Kilo wiegen. Es ist also auch Muskelkraft gefragt - denn vieles ist hier Handarbeit. Insgesamt knapp zehn Tonnen Wachs verarbeitet der Zwei-Mann-Betrieb pro Jahr.

... weil das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Dresden einen Super-Computer besitzt. Es ist der schnellste Rechner, den Sachsen jemals hatte. Das DLR will damit virtuelle Flugzeuge entwickeln und schon vor dem ersten Flug ausgiebig testen. Dadurch soll das Fliegen sauberer, leiser und billiger werden. 

... weil wir auf der Sonnenseite Deutschlands stehen. 2019 war zwar für alle Deutschen ein sonnenreiches Jahr, am meisten schien sie aber in Sachsen: 1970 Stunden. Für sächsische Verhältnisse gab es im letzten Jahr 421 Stunden mehr Sonnenschein als im langjährigen Mittel. Dabei war der Juni sogar ein Rekordmonat: da allein schien die Sonne 336 Stunden - so viel wie noch nie seit  Beginn der Aufzeichnungen. 

... weil die Elbeflugzeugwerke in Dresden zu den wenigen Unternehmen in der Welt gehören, die die Fähig- und Fertigkeiten haben, das größte Passagierflugzeug der Welt zu warten: den Airbus A 380. Das Unternehmen rüstet derzeit neun Maschinen der australischen Airline Quantas um. Hier sollen mehr Premium Economy und Business- Plätze geschaffen werden. Eine von diesen bereits umgebauten Maschinen flog danach ohne Zwischenlandung von Dresden nach Sydney und absolvierte damit den längsten Direktflug eines A 380: 16 105 Kilometer in 18,5 Stunden.

... weil die TU Bergakademie Freiberg ein Verfahren entwickelt hat, umweltschädliches, bislang kaum filterbares Mikroplastik aus dem Abwasser zu fischenDie Forscher setzen auf die Wirkung von Wasserstoffperoxid. Dieses heftet sich an die winzigen Mikroplastik-Teilchen und zerfällt danach zu Wasser und Sauerstoff. Der Sauerstoff wiederum steigt zusammen mit den Plastikpartikeln an die Wasseroberfläche. Dort können die Plastikrückstände abgefischt werden. Das Verfahren soll bis 2022 ausgereift sein und dann Industrie und Kommunen zur Verfügung stehen.

... weil Leipzig den ersten Fußverkehrsbeauftragten Deutschlands hat. Er soll dafür sorgen, dass Stadt- und Verkehrsplaner die Fußgänger mit ihren Bedürfnissen wahrnehmen und behandeln – und das nicht nur als „Rest“, der ohne Auto, Fahrrad oder Bahn unterwegs ist. Friedemann Goerl heißt der Fußgänger-Verantwortliche. Er ist bei der Bauplanung dabei, achtet darauf, dass Bordsteine abgesenkt werden und setzt sich für Gehwege ein, die breiter sind als die vorgeschriebenen 2,50 Meter. Das alles hilft, die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit von Fußgängern (auch mit Kinderwagen, Rollstuhl usw.) zu verbessern: Ein Zebrastreifen hier, eine Ampel da, auch Bänke oder Bäume, die Schatten spenden. Nur selten sind das herausragende Leuchtturmprojekt - aber insgesamt wichtiger viele vermuten.  

... weil das Racetech Racing Team der TU Freiberg das zweitbeste studentische Rennteam in Europa ist und Platz 4 der Weltrangliste belegt. Die Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb. In insgesamt sieben Disziplinen treten die teilnehmenden Teams gegeneinander an, darunter in puncto Design, Geschäftsmodell und Kostenplanung. Das Freiberger Team überzeugte vor allem mit einem Heckantrieb, der sich gegen die starke Allrad-Konkurrenz durchsetzen konnte.

... weil das größte virtuelle Spielezimmer Deutschlands einen neuen Besucher-Rekord aufgestellt hat. 23.300 Besucher kamen am letzten Januarwochenende zur Dreamhack auf die Leipziger Messe, und dabei zockten 2000 Fans fast ununterbrochen auf der 56-stündigen LAN-Party. Das dreitägige Gaming-Festival mit verschiedenen E-Sports-Turnieren, neuester Hard– und Software und eben ein riesiger internationaler Treffpunkt für Gamer hat diesmal auch die Stars der Branche angelockt, die um ein Preisgeld von 1 Million Dollar gespielt haben.

... weil Deutschlands jüngster Kreishandwerkschef aus Dresden kommt. Daniel Siegel ist 29 Jahre alt, gelernter Maler und Lackierer. Aus gesundheitlichen Gründen schwenkte er in der Karriere um, ist jetzt Betriebswirt und Geschäftsführer der Görlitzer Kammer. Als Dozent hat er sich der Meisterausbildung verschrieben.  Durch seine Tätigkeit ist er in vielen Handwerkskammern und Verbänden bekannt.

... weil der DFB ein Sachse ist. Der Deutsche Fußball-Bund wurde nämlich am 28.Januar 1900 - also vor 120 Jahren - in Leipzig in der Gaststätte „Zum Mariengarten" gegründet von 36 Vertretern aus 86 Vereinen. Ferdinand Hueppe war der erste Präsident des DFB. Noch heute finden Sie am Gründungsgebäude in der heutigen Büttnerstraße eine Plakette, die an dieses historische Ereignis erinnert.

... weil das Leipziger Pferd Mockingjay als „bester Handicapper des Jahres“ nominiert wurde. Er schaffte im vergangenen Jahr eine echte Sensation im Galopp-Sport: Sechs Rennen. Sechs Siege! Um die Spannung bei den Pferderennen zu erhöhen und damit auch die langsameren Pferde gegen die schnelleren Pferde eine richtige Chance auf einen Sieg haben, gibt es das sogenannte Handicap (Ausgleich). Dabei kann es so sein, dass das beste Pferd als Handicap das schwerste Gewicht tragen muss. Da gilt als Faustregel: Ein Kilo Gewichtsunterschied macht eine Pferdelänge im Ziel aus. Da Rennpferde von Natur aus mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind und verschieden trainiert werden, sorgt dieses Handicap-System dafür, dass nicht immer dasselbe Pferd die Rennen gewinnt. 

... weil der Limbacher Tierpark von den Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. Beim Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle" wurde vor allem die Arbeit der Tierparkschule gewürdigt, in der rund 120 Kinder pro Woche lernen, darunter Kinder mit Behinderungen, die beim Füttern von Ziegen, Ausführen von Alpakas, Basteln von Beschäftigungsmaterial für Affen Natur erfahren können. Zum Tierbestand gehören mittlerweile sieben vom Aussterben bedrohte Arten. Jüngster Neuzugang sind Mähnenwölfe, die seit Anfang 2020 zu sehen sind. Dieses Jahr sollen noch südamerikanische Nabelschweine kommen, die mit Nasenbären eine gemeinsame Anlage bewohnen werden.

... weil das Chemnitzer Start-up Saralon eine Tinte entwickelt hat, mit der sich Elektronik drucken lässt. Statt herkömmlicher Druckfarbe kommen dabei elektronische Funktionsmaterialien zum Einsatz, die Batterien, Sensoren, Displays und ganze Schaltkreise erzeugen können. Damit lässt sich zum Beispiel das Markenlogo auf einer Verpackung zum Leuchten bringen, sobald der Kunde sie berührt. Und da die gedruckte Batterie keine Schwermetalle oder Giftstoffe enthalte, lässt sich die Verpackung auch einfach entsorgen.

... weil der SC Riesa einen "Goldenen Stern des Sports" bekommen hat. Diese Auszeichnung vergibt u.a. der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) an Sportvereine, die sich in besonderem Maße gesellschaftlich engagieren. Der SC Riesa beschäftigt gemeinsam mit der Kommune Sportlehrer, um in drei Schulen der Stadt Sportklassen mit zusätzlichen Sportstunden anzubieten. Beim Bundes-Finale der "Sterne des Sports" dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel allen ehrenamtlichen Helfern. 

... weil erstmals in der Geschichte der Bundesliga eine Mannschaft in neun Spielen hintereinander jedes Mal drei Tore und mehr geschossen hat. Das ist dem RB Leipzig gelungen. Schon als Herbstmeister 2019 hat der RB alle anderen Vereine abgekocht - nun gelang ihnen am Samstag (18.1.) mit einem 3:1 über Union Berlin ein großartiger Start in die Rückrunde. RB führt die Tabelle mit 40 Punkten an, in den Top 5 Ligen Europas sind sie aktuell das Team mit den meisten Toren je Spiel.

... weil das modernste Riesenrad Deutschlands gerade in Leipzig seine Runden dreht. Am 17. Januar startet das Winterevent "Leipziger Eistraum" auf dem Augustusplatz: da gibt es neben der mit 35 Metern Durchmesser größten runden Eisbahn Deutschlands eben auch ein Riesenrad mit klimatisierten Gondeln. Eine Computersteuerung sorgt dafür, dass man jetzt kuschlig warm in einer von 24 Gondeln sitzt. Zwei Jahre lang wurde an diesem Riesenrad gebaut, um 17.00 Uhr startet es auf Jungfernfahrt.

... weil ein Film der Leipziger  Produktionsfirma Ma.ja.de für den Oscar nominiert ist. Der Film des syrischen Regisseurs Feras Fayyad heißt "The Cave" und geht als "Beste Dokumentation" am 9. Februar in Los Angeles ins Rennen. Er dokumentiert, wie die syrische Zivilbevölkerung belagert und bombardiert wird. Sicherheit finden die Menschen nur in einem Krankenhaus unter der Erde, genannt "Die Höhle". Dort haben sich drei Ärztinnen das Recht erkämpft, gleichberechtigt neben ihren männlichen Kollegen unermüdlich Kriegsopfer zu behandeln. "The Cave" hat schon neun Auszeichnungen bekommen, darunter den Publikumspreis beim kanadischen Filmfest in Toronto.

... weil der einzige Multifunktions-Rasenmäher der Welt aus Sachsen kommt, genauer gesagt aus Großenhain von der Multikon GmbH in Großenhain. Der kann bis zu 50 cm hohes Gras schneiden, häckseln, Schnee wegräumen und kehren. Der Multikon ist ein laut Eigenwerbung leicht zu bedienen und bietet eine ständig wachsende Bandbreite durch seine austauschbaren Zusatzgeräte - made in Sachsen!

... weil der König der Orgelbauer ein Sachse war. Gottfried Silbermann und sein Bruder Andreas haben vor über 300 Jahren in ihrer Freiberger Werkstatt Orgeln hergestellt, die durch ihre Konstruktion und durch den besonderen Klang über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt wurden. Bis heute setzen sie hohe Maßstäbe. Es ist schon eine kleine Tradition, dass der Freiberger Dom zu Silbermanns Geburtstag am 14. Januar zu einem Geburtstagskonzert an der berühmtesten aller Silbermann-Orgeln einlädt - 2020 waren Hunderte Kinder aus Freiberger Grundschulen und Kindergärten dabei und haben mitgesungen. 

... weil die renommierte New York Times ihren Lesern Leipzig als Reiseziel empfiehlt. Auf ihrer Liste mit gut 50 Reisezielen weltweit steht neben Washington, Paris und Tokio eben auch Leipzig als die Stadt mit den coolen Menschen, der tollen Kunstszene und einem aufregenden Nachtleben.

... weil die älteste immer noch in Betrieb befindliche Bahnbrücke Deutschlands bei Wurzen steht. Die wurde 1838 erbaut und über die fährt immer noch täglich der ICE von Leipzig nach Dresden und zurück.

... weil 13 junge Sachsen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in der Schweiz an den Start gehen. Die starteten am 8. Januar mit der Eröffnungsveranstaltung in Lausanne. 1880 junge Sportler und Sportlerinnen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus 79 Nationen werden dort um Medaillen kämpfen. Aus Sachsen sind unter anderem Rennrodler und Bobfahrer dabei.

... weil die Chemnitzer Firma Mr. Snow eine Lösung für alle von Schneearmut bedrohten Wintersportgebiete gefunden hat: die textilen Skipisten. Textilschnee ist ein besonders gleitfähiges und robustes High-Tech Gewebe, auf dem Wintersport das ganze Jahr funktioniert - egal ob Ski alpin, Langlauf, Snowboarden oder Rodeln. Die Gleitmatten werden auf Rolle produziert und in Skischulen, auf Rodelbahnen, im Funpark und sogar als fertig gespurte Langlauf-Loipe verwendet. Dabei kommt das Material ohne zusätzlichen Strom und Wasser aus - einfach Matten ausrollen, und schon ist es Winter! Laut sächsischem Umweltministerium zeigt die Klimaerwärmung in 21 sächsischen Skigebieten sichtbare Folgen. So ist diese Alternative zu Schnee vielleicht schon bald unerlässlich.

... weil Sachsen die innovativsten Hochschulen hat. Das zeigt ein aktueller Vergleich der Bundesländer. Jedes 5. Patent in Deutschland stammt von den Unis und Fachhochschulen in Sachsen. Das heißt: auf 1000 Wissenschaftler kommen 32 Patente - so viele wie in keinem anderen Bundesland.

... weil der Leipziger Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons das Neujahrskonzert 2020 mit den Wiener Phillharmonikern dirigierte - als erster Gewandhauskapellmeister überhaupt. Über 40 Millionen Zuschauer in 90 Ländern verfolgten das Konzert im Fernsehen, eine große Ehre für Gewandhauskapellmeister.

... weil insgesamt 30 Nobelpreisträger von der Uni Leipzig kommen. Egal ob sie hier in der Medizin forschten oder Chemie studierten: die Bedingungen sind und waren so gut, dass sie mit ihrem Wissen die Welt bereicherten und dafür ausgezeichnet wurden. Der letzte Wissenschaftler, der einen Nobelpreis erhielt war Alexander Müller, der ihn 1982 für Physik bekam.
Und die Leipziger Uni (die zweitälteste Uni Deutschlands) ist nicht nur Heimat vieler Nobelpreisträger, sondern auch Kanzlerin Angela Merkel hat in den 70er Jahren hier studiert.

... weil die Weihnachtspyramide des Dresdner Striezelmarktes die höchste Weihnachtspyramide der Welt ist und damit auch im Guinessbuch der Rekorde steht. Die Pyramide wurde von der Erzgebirgischen Holzkunst aus Gahlenz einst angefertigt und misst sensationelle 14,62 m. Die gleiche Firma hat nach dem Vorbild der Striezelmarkt-Pyramide zwei weitere gebaut: die eine steht in Tokio auf dem Weihnachtsmarkt, die andere in Cullman, Alabama. Letztere ist knapp 10 Meter hoch hat neben Engeln auch ein paar Sheriff-Figuren bekommen.

... weil wir Sachsen das Räuchermännl erfunden haben. Um 1830 wurde der "Raachermannl" das erste Mal erwähnt, er wurde im Erzgebirge von den Spielzeugmachern erfunden. Und das kleinste und das größte Räuchermännchen der Welt befinden sich auch hier bei uns. Im Miniaturpark Kleinwelka bei Bautzen stehen die beiden Gesellen aus Holz. Der eine ist gerade mal 15 Millimeter groß, der große einen ganzen Meter.

... weil an der Paracelsus-Klinik in Zwickau ein neues Therapiezentrum für Hirntumor-Patienten eröffnet worden ist. Es ist europaweit die vierte Klinik, die Nanotherm anwendet, eine hoch innovative Behandlunsgform, bei der magnetische Nanopartikel direkt in den Tumor eingebracht und erwärmt werden. So werden die Krebszellen zerstört und gesundes Gewebe geschont.

... weil die Firma Lehmann-UMT aus Jocketa einen Riesenschlitten gebaut hat, der eine tonnenschwere Fracht durch die Antarktis bis an den Südpol bringen wird. Dort entsteht eine russische Forschungsstation. Bisher schafften die Frachtschlitten bis zu 25 Tonnen. Das neue Exemplar kann bis zu 60 Tonnen Last transportieren - bei Temperaturen von bis zu minus 60 Grad und allen Unwägbarkeiten von Hochgebirgen. Das Erfolgsgeheimnis der vogtländischen Schlitten sind auch die Kufen, die sich immer flexibel an den Untergrund anpassen. Es ist eine Verbindung aus Stahl und einem speziellen Kunststoff, der einen äußerst geringen Reibefaktor besitzt und auch kaum anfriert.

... weil zu den besten Azubis Deutschlands drei Sachsen gehören. Michelle Oertel (Tierpflegerin), Markus Naujoks (Lagerlogistik) und Mario Winkelbauer (Eisenbahner) aus Leipzig haben in ihren Abschlussprüfungen die jeweils höchsten Punktzahlen in ihren Berufszweigen erreicht. Das wurde am 8. Dezember 2019 bei einem großen Festakt in Berlin mit rund 200 anderen IHK-Azubis ausgezeichnet.

... weil die älteste erhaltene und noch betriebene Freiland-Pyramide in Schwarzenberg steht. Die Idee zum Bau hatte der Industrielle, Erfinder und Förderer der erzgebirgischen Volkskunst Friedrich Emil Krauß. Seine Vorstellung war, eine Pyramide zu bauen, die "so groß ist, daß man sie ins Freie stellen kann, ihr Lichterglanz sich im Schnee und Eis der Landschaft spiegelt, und Tausenden Freude bringt.“ Daraufhin wurde eine Pyramide gefertigt aus Metall, mit fünf Etagen und 3,3 Metern Durchmesser. Sie ist über sieben Meter hoch und wiegt 1,5 Tonnen. Vor 85 Jahren, im Dezember 1934 wurde sie das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt, damals noch auf der Terrasse des Schwarzenberger Ratskellers. Seit 1996 steht sie Vor dem Unteren Tor.

... weil der schönste Weihnachtsmarkt Deutschlands der Dresdner Striezelmarkt ist. Das Portal Travelbook hat seine Leser befragt. 90.000 Mal wurde abgestimmt. Dabei bekam der Striezelmarkt die meisten Stimmen. Den Lesern gefällt vor allem, dass er so viele unterschiedliche Märkte vereint: es gibt klassische genauso wie mittelalterliche. Und beim Hüttenzauber kriegen die Gäste sogar Après-Ski-Atmosphäre.

... weil wir Sachsen den Stollenpfennig erfunden haben. Seit 1994 stellen rund 530 Bäcker in Sachsen in der Vorweihnachtszeit Sammeldosen auf ihre Tresen, die von vielen Kunden mit dem Wechselgeld gefüllt werden. Stollenpfennig heißt es deshalb, weil das Motto lautet: „Wir haben Stollen, andere nicht mal Brot". Bisher kamen so über eine halbe Million Euro für Projekte von „Brot für die Welt“ zusammen.

... weil einer der ältesten Fußball-Schiedsrichter, die noch aktiv pfeifen, aus Sachsen kommt. Der Zwickauer Kurt Müller, bekannt als "Poldi", ist 85 Jahre jung und eine lebende Legende. Seit er 1964 seine Schiri-Prüfung ablegte, pfiff er 4073 Spiele und kommt dabei immer noch kaum aus der Puste. 2011 zeichnete der DFB den Zwickauer sogar als "Schiedsrichter des Jahres" aus.

... weil das größte virtuelle Spielzimmer Deutschlands wieder nach Sachsen kommt: Im Januar auf die Leipziger Messe! Auf der DreamHack zocken vom 24 bis 26 .1. über 1700 Spieler in einer riesigen LAN- Area. DreamHack ist ein dreitägiges Gaming-Festival mit verschiedenen eSports-Turnieren, neuester Hard-und Software und ein riesiger internationaler Treffpunkt für Gamer. Diesmal gibt eines von 5 Turnieren, bei der 16 Teams aus aller Welt um Ranglistenpunkte und um ein Preisgeld von 1 Mio Dollar kämpfen.

... weil Marko Ulrich aus Stauchitz die Sat.1-Kochshow "The Taste" gewonnen hatAm 27. November 2019 kassierte er nach neun Wochen von den Juroren im Finale vier Sterne - und damit den Sieg über 15 Mitbewerber! Sein Gewinner-Menü, das er in 90 Minuten kochen musste: Geflämmte Garnele, Gebratenes Lammfilet mit Minz-Panade und Kokos-Pannacotta. 50.000 Euro gab es für den Sieg und ein eigenes Kochbuch. Und falls Sie mal seine Kochkünste live erleben möchten: er arbeitet im "Kochtempel Stauchitz".

... weil wir in Dresden den größten geschliffenen, von Natur aus grünen Diamanten der Welt haben. Er hat 41 Karat und wurde einst von August dem Starken auf der Leipziger Ostermesse gekauft - für wahrscheinlich 400.000 Taler. Normalerweise liegt dieser besondere Diamant im Grünen Gewölbe in Dresden, im Moment aber befindet er sich als Leihgabe im Metropolitan Museum in New York. (So entging er Gottseidank dem Kunstraub!!!) Zur VIP-Eröffnung wurde der Stein zu Ehren das Empire State Building grün angestrahlt, was nicht nur traumhaft schön aussah, sondern auch ne tolle Werbung für Sachsen war. 

... weil aus Klingenthal clevere Skier kommen. Tim Tröschel hat Bretter mit Karbonmantel und Nano-Belag entwickelt, die nicht mehr gewachst werden müssen. Und ein erneuerbarer Einsatz aus Büffelfell unterm Fuß verhindert das Wegrutschen am Berg. Das macht das Skifahren sicherer. Für etwa 380 Euro gibt es die Aschberg-Skier zu kaufen.

... weil vier Studenten der Technischen Universität Dresden  mit dem Deutschen Multimediapreis 2019 ausgezeichnet worden sind. Die Medienmacher haben den Spiele-Klassiker "Bomberman" modifiziert. In der Neuauflage "TimeBOMB" treten vier Spieler gegeneinander an. Gespielt wird an einem Spieleautomaten in Würfelform. An jeder Seite des Würfels sind dabei andere Formen der Bedienung angebracht. Mal tippen die Spieler auf einer alten Tastatur oder an einem modernen Controller. An den anderen Seiten gleicht das Design einem klassischen Spielhallen-Automaten oder einem Oszilloskop. Die Jury urteilte: "TimeBOMB ist Kult, Retro, aber auch eine perfekte Art, Geschichte wieder zu erleben".

... weil der Döner-Imbiss "Olive Tree" auf der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße zu den 25 besten Dönerläden in ganz Deutschland gehört. Die "Jury" in diesem Fall war das internationale Reiseportal "Big 7 Travel". Es hat sich Deutschlands Döner vorgeknöpft, und der "Olive Tree" aus Leipzig hat den zwölften Platz belegt. Der Döner sticht auch deshalb hervor, weil er sich auf ungewöhnliche Döner-Soßen wie zum Beispiel Mango spezialisiert hat. 

... weil Deutschlands bester Dachdeckerlehrling aus Sachsen kommt. Der 20-jährige Paul Heil aus Burgstädt hat schon im Landeswettbewerb den ersten Platz gemacht - mit einer nahezu perfekten Schieferdeckung. Nun setzte Paul Heil noch einen drauf und sich beim Bundesentscheid der Dachdeckergesellen gegen Konkurrenten aus elf anderen Bundesländern durch. In dem Contest mussten natürlich Dächer gedeckt werden; dabei kam es unter anderem auf Qualität, Genauigkeit, Zeitaufwand und Ordnung an. 

 ... weil der Koch des Jahres 2016, Peter Maria Schnurr, vom Restaurantführer „Gault&Millau“ erneut zu Sachsens Spitzenkoch gekürt worden ist. Der Küchenchef des einzigen Zwei-Sterne-Restaurants in Ostdeutschland - „Falco“ in Leipzig - bekam 19 von 20 möglichen Punkten!. Damit verteidige er den Spitzenplatz „souverän und unangefochten“ , sagt der „Gault&Millau“.

... weil in Zwickau das größte E-Auto-Werk Europas entstehen soll. Am 4. November 2019 beginnt Volkswagen mit der Serienproduktion des ID.3. Es ist das erste vollelektrische Fahrzeug des Konzerns. Rund eine Milliarde Euro investiert der Autobauer in den Umbau des sächsischen Standortes zur ersten E-Auto-Fabrik Deutschlands sowie in die Qualifizierung der rund 8.000 Mitarbeiter. Das Besondere: VW krempelt das Werk bei laufender Produktion um. 

... weil die Pillnitzer Kamelie mit ihren mehr als 250 Jahren die älteste und größte ihrer Art in Europa ist. Sie ist knapp 9 Meter hoch und ihre Krone hat einen Umfang von 35 Metern. Dank eines fahrbaren Gewächshauses ist die Kamelie seit Ende Oktober wieder im Park des Schloss Pillnitz vor Frost und Ungemach geschützt. 

... weil Dresdner Wissenschaftler ein ultraleichtes E-Bike entwickelt haben. Drei Jahre haben sie an dem Prototypen getüftelt. Herausgekommen ist ein Rad in Schalenbauweise, nicht in klassischer Rahmenbauweise. Diese Schalen bestehen aus faserverstärktem Kunststoff. Neun E-Bikes mit der neuen Leichtbauweise haben die Forscher bislang gebaut. Nun sollen die Räder intensiv getestet werden. Dafür sind sie mit Sensoren ausgestattet, die während der Fahrt Daten sammeln, zum Beispiel, welche Kräfte auf verschiedene Bauteile wirken. Ziel der Wissenschaftler ist es, dass die bislang schweren Rahmen der E-Bikes nicht mehr aus Asien importiert werden müssen, sondern zu vertretbaren Preisen in Deutschland gebaut und vertrieben werden können.

... weil Leipzig nun wieder 600.000 Einwohner in Leipzig hat! Thomas Voigt ist gebürtiger Hallenser und wegen Job und Familie in die Messestadt gezogen, wo OBM Burkhard Jung ihn am 28. Oktober 2019 feierlich als 600.000 Bewohner begrüßte. Zum ersten Mal über 600.000 Einwohner hatte Leipzig 1911. 1933 wuchs die Stadt  sogar auf  713.470 Einwohner an. 1998 waren es nur noch 437.000 Leipziger. Seither aber wächst die Stadt kontinuierlich und ist jetzt achtgrößte Stadt Deutschlands.

... weil die besten Breakdancer Deutschlands aus Dresden kommenThe Saxonz sind 2019 schon dreimal deutscher Meister geworden - und bei der WM im französischen Montpellier haben sie sich Ende Oktober  bis auf Platz 8 vorgekämpft. Jetzt schielt die Breakdance- Truppe auf die olympischen Spiele 2024 in Paris.

... weil das SOS-Kinderdorf in Zwickau für sein Engagement im Naturschutz von den Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. Für das aus einem ehemaligen Feuerlöschteich entstandene Biotop inmitten des Kinderdorfes bekam es den Titel "Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt". Zu dem Biotop gehören eine Forscherstation, ein Bienenstock, Brut- und Nistplätze sowie ein Baumlehrpfad. Es ist das 125. Projekt, das in Deutschland mit diesem Prädikat ausgezeichnet wurde.

... weil zwei Sachsen den europäischen Kulturpreis "Taurus" erhalten: Der Leipziger Maler Neo Rauch und der Dresdner Opernsänger René Pape. Mit dem undotierten Preis werden Kunstschaffende oder Institutionen von europäischem Rang gewürdigt, die der Kultur und dem friedlichen Zusammenleben entscheidende Impulse geben, andere zu neuen geistigen Abenteuern inspirieren und Wegbereiter der Kultur sind. Insgesamt werden am Sonntag (20.10.2019) in Wien neun Künstler geehrt, darunter der italienische Filmstar Sophia Loren, die Designerin Vivienne Westwood und die von Arnold Schwarzenegger mitbegründete Umweltorganisation "R20 Austrian World Summit".

... weil die Seekirche Vineta auf dem Störmthaler See  das höchste schwimmende Bauwerk auf einem deutschen See ist. Auf einer schwimmenden Plattform von etwa 300 m² Fläche wurde das Gebäude mit 7×14 Metern Außenmaß errichtet. Es ist gekrönt von einem etwa 15 Meter hohen turmartigen, beleuchteten Aufbau. Die Vineta soll an den Ort Magdeborn südlich von Leipzig erinnern, der durch den Braunkohletagebau abgebaggert wurde. Die Seekirche ist eine künstlerische Interpretation der ehemaligen Magdeborner Kirche. Sie ankert seit 2010 etwa einen Kilometer östlich der Stelle, wo früher die Dorfkirche stand. Und am Sonntag (20.10.2019) können sie das letzte Mal in diesem Jahr mit der VINETA-Fähre übersetzen und sich die Seekirche anschauen. Danach geht es erst wieder nächstes Jahr ab April.

... weil die erste Milchschokolade der Welt aus Dresden kam. Ein Rezept der "Dresdner Schokoladenfabrik Jordan & Timaeus" aus dem Jahr 1839 beschreibt eine "Chocolade mit Eselsmilch" - das gab es bis dahin noch nicht. Sie bestand aus 60 Prozent Kakao, 30 Prozent Zucker und 10 Prozent Eselsmilch. Weil Esel aber nur zu bestimmten Jahreszeiten Milch geben, wurde später Kuhmilch eingesetzt. In kleine Täfelchen gepresst, kam so die erste Milchschokolade der Welt in den Verkauf.

... weil es in Sachsen eine der beste freien Autowerkstätten Deutschlands gibt. Die Auto-Bild hat 13000 Werkstattkunden von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut befragen lassen zu den 1000 besten Werkstätten. Unter die besten 25 in Deutschland kam die freie KFZ Werkstatt Automatisch Söhnel in Leipzig. Bewertet wurden u.a. die Qualität der Arbeit, der Service, die Zuverlässigkeit bei Terminen sowie die Transparenz der Rechnung und die Sauberkeit der Werkstatt. Dabei erreichte die kleine Werkstatt einen Spitzenwert von 1,2.

... weil eine App aus Leipzig den Kampf gegen Palmöl aufnimmt. Replace PalmOil nennt sich die kostenlose App, bei der Verbraucher im Supermarkt ganz gezielt mitarbeiten. Rund die Hälfte aller Supermarktprodukte enthalten das günstige, aber umweltschädliche Pflanzenöl - dazu gehören Lebensmittel ebenso wie Reinigungs- und Pflegeprodukte. Mit der App scannt man die Barcodes der Produkte, die wir gerne palmölfrei hätten. Auf Knopfdruck landet die Barcodenummer dann bei dem Verein; und die informieren den Hersteller des Produkts. Bei einer bestimmten Anzahl von Scans wird der Hersteller aufgefordert, auf Palmöl zu verzichten. Auf der Website sind die stetig steigende Zahl der Scans einsehbar, auch die Produkte und die zuletzt versendeten E-Mails. Ziel ist, dass die Nachfrage nach Palmöl sinkt und letztendlich nicht mehr so viel angebaut wird.

... weil bei der bundesweiten Nachwuchs-Chemie-Olympiade "Chemie - die stimmt" zwei Leipziger Schüler den ersten und zweiten Platz geholt haben. Maximilian Kordisch und Rosa Gründer vom Ostwald-Gymnasium haben in der Altersklasse 9.bis 10. Klasse u.a. ihr Wissen bei einer Multiple-Choice-Klausur sowie einer praktischen und einer theoretischen Prüfung unter Beweis stellen müssen und alle anderen Teilnehmer hinter sich gelassen - das waren über 4000!

... weil Forscher der TU Dresden Carbonfasern aus Lignin herstellen. Lignin ist ein natürlicher Rohstoff, ohne den es keine Bäume gäbe. Es ist die Substanz, die Holz-Zellen ihre Festigkeit gibt. Bei der Papierherstellung stört Lignin allerdings und bleibt tonnenweise als Abfall übrig, der meist verbrannt wird. Nun haben die Dresdner Forscher einen Weg gefunden, aus dem enthaltenen Kohlenstoff Carbonfasern herzustellen. Sie sind extrem leicht und dabei ferster als Stahl. Das ist nicht nur bei weitem günstiger, sondern schont auch fossile Rohstoffe und kann in fast allen Branchen zum Einsatz kommen.

... weil Leipzig den Zuschlag für eine milliardenschwere Super-Agentur für Neuentwicklungen bekommen hat. Die Bundesregierung will mit dieser Innovations-Agentur neuen Erfindungen „Made in Germany“ zum weltweiten Durchbruch und Markterfolg verhelfen und erhofft sich davon starke Impulse für Wirtschaft und Wissenschaft. Als sogenannte "Sprunginnovationen“ gelten Erfindungen, die die Welt bahnbrechend verändert haben – wie die Dampfmaschine, die E-Mail oder das MP3-Format. Da passiert auch jetzt gerade eine Menge: am Fraunhofer Institut entsteht z.B. ein Labor für für Quanten-Kommunikation. Diese Technik macht es praktisch unmöglich, Daten illegal abzugreifen. Für die Vermarktung ist die mit üppigen Bundesmitteln ausgestattete Agentur in Leipzig da.

... weil die Chemnitzer Höhenretter die besten Deutschlands sind. Acht Höhenretter der Berufsfeuerwehr Chemnitz gewannen beim 16. Leistungsvergleich der Berufsfeuerwehren. 16 Höhenrettungsteams aus ganz Deutschland nahmen an dem schwindelerregenden Einsatz auf der Elbe in Hamburg teil. Die Höhenretter mussten auf dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" die drei bis zu 35 Meter hohen Masten besteigen. Die Chemnitzer waren dabei am besten.

... weil Ärzte der Uni Leipzig  zusammen mit dem zentralen Pa­tientenmanagement eine eigene Methode zur Einschätzung des Sturzrisi­kos entwickelt haben. Die Mitarbeiter der Klinik können damit das individuelle Sturzrisiko jedes neu in die Klinik aufgenommenen Patienten einheitlich erfassen. Stürze gelten als eins der wichtigsten Probleme für die Lebensqualität bei älteren Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt das Sturz-Risiko. So fällt Studien zufolge jeder Dritte über 65jährige einmal im Jahr, bei über 85-Jährigen ist es bereits jeder Zweite. Diese Risikobestimmung vergibt Punkte für das Alter des Patienten, die eingenommenen Medikamente, kognitive Fähigkeiten, Mobili­tät, Alkoholkonsum, Kontinenzverhalten, für die persönliche Sturz-Vorgeschichte, sowie für Seh- und Hörbeeinträchtigungen.

… weil wir hier in Sachsen tatsächlich noch unser blaues Wunder erleben können. In Pulsnitz gibt es nämlich eine der ältesten Blaudruckmanufakturen Deutschlands. Beim Blaudruck werden mit einem Druckmodel Muster mit einer farbabweisenden Masse auf einen weißen Stoff aufgedruckt. Erst nach dem Farbbad im typischen Indigoblau werden die weißen Muster sichtbar. Das alles geschieht per Hand und nach 300 Jahre alter Tradition. Und weil diese Art der Stoffveredlung so besonders ist, steht der Blaudruck nun auch auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Derzeit erlebt das Handwerk eine kleine Renaissance, nämlich für die Dirndl-Herstellung.

... weil aus Sachsen die erste Rammstein-App kommt. Die Leipziger Appfactory hat im Auftrag der Band eine App für die Fans entwickelt, die alle wichtigen Informationen wie Tourdaten, Community-Updates, Konzerte und Band-Ankündigungen bündelt, denn deutlich über die Hälfte des Rammstein Fanclubs LIFAD greift inzwischen über Smartphones auf die Webseiten und Foren zu. Zur Rammstein-App gehört auch ein Musik-Player, mit dem alle Alben und Singles über Dienste wie Spotify, Premium oder Apple Music via App abgespielt werden können.

... weil auf einer 25 Kilometer langen Teststrecke in Annaberg-Buchholz nächste Woche der weltweit erste Zug fahren wird, der über das 5G- Mobilfunknetz gesteuert wird - also ein Zug ohne Lokführer. Alle Informationen über Hindernisse auf der Strecke werden in Echtzeit an den zentralen Computer übermittelt, der die Strecke kontrolliert. Dieser bedient die Weichen, lässt Schranken runter und stoppt auch den Zug, wenn erforderlich. An dem Hightech-Projekt sind u.a. die TU Chemnitz, Vodafone und das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt beteiligt.

... weil Deutschlands beste Rettungsschwimmer aus Sachsen kommen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Eberswalde gewannen die Freitaler Rettungsschwimmer Gold, die Leipziger Silber und die Dresdner Mädels von der DRK-Wasserwacht Bronze. Über den Erfolg der Wasserretter können wir Sachsen uns freuen, denn sie sind zur Badesaison ehrenamtlich in Bädern, Flüssen und Seen im Einsatz .

... weil Chemnitz gleich zweimal für den Preis der Popkultur nominiert wurde. Diesen deutschen Musikpreis verleiht der Verein zur Förderung der Popkultur am 2. Oktober in Berlin. Dahinter steht eine Fachjury aus 800 Mitgliedern des Vereins. Mit dem "#wirsindmehr"-Konzert setzte Chemnitz im Herbst 2018 ein Zeichen gegen rechts. Es war eines der wichtigsten Musikereignisse im letzten Jahr; und deswegen war es nur logisch - so die Jury -, dass er nominiert wurde, und zwar in den Kategorien "Spannendste Idee/Kampagne" und "Gelebte Popkultur".

... weil die Meissner Porzellan-Manufaktur eine Kooperation mit dem angesagten New Yorker Skater-Label Supreme eingegangen ist. Supreme kooperiert jede Woche mit wechselnden Luxuslabels. Die jeweiligen Produkte erscheinen immer nur in kleinen Stückzahlen, dadurch sind die sehr begehrt und in Sekundenschnelle im Internet ausverkauft sind. Die meisten dieser Produkte tragen rot-weiße Supreme-Logos. Im Frühjahr hat die Marke mit der Porzellan-Manufaktur Meissen zusammengearbeitet, um den "Amor mit T-Shirt" auf den Markt zu bringen: eine Amor-Statue mit dem klassischen Supreme-Shirt: weiß und mit dem roten Logo auf der Brust. Die Figur war am 14. März 2019 auf der offiziellen Supreme-Website sofort ausverkauft. Allerdings wurde sie bei Ebay gesichtet, für 6 600 Euro. 

... weil der aus Markranstädt stammende Rudi Glöckner als erster und bisher einziger Deutscher das Endspiel einer Fußballweltmeisterschaft gepfiffen hat: das WM-Finale 1970 in Mexiko zwischen Brasilien und Italien. Die Nominierung Glöckners für das Endspiel war ursprünglich nicht geplant. Doch die brasilianische Delegation akzeptierte keinen der namhaften europäischen Unparteiischen - und die italienische Delegation wollte keinen südamerikanischen Schiedsrichter!  Der damalige FIFA-Präsident Stanley Rous hatte in der Vorrunde ein Spiel Glöckners gesehen - und entschied schließlich, dieser solle das Endspiel leiten. Glöckner selbst erzählte später, er sei so aufgeregt gewesen, dass ihm die Pfeife auf den Rasen fiel, als die Hymnen beider Länder gespielt wurden. Das Spiel endete übrigens 4:1 für Brasilien.

... weil das erste deutsche Chapter des TSA außerhalb der USA in Sachsen gegründet wurde und zwar am Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig. TSA ist die Abkürzung für Technology Students Association: eine amerikanische Schülervereinigung, in der Mathe- und Technikfreaks z.B. Highspeed-Autos, Raketen oder Roboter entwickeln und damit einmal im Jahr gegeneinander im Wettbewerb antreten. 2001 brachte ein amerikanischer Austauschschüler die Idee eines technologischen Schülerwettbewerbs an das Ostwald-Gymnasium Leipzig. Die Idee stieß auf großes Interesse, sodass noch im selben Jahr das erste deutsche Chapter gegründet wurden. Seitdem haben die Schüler dutzende Wettbewerbe gewonnen. So auch 2018: die ersten drei Plätze im Bereich Digital Video Production, Webmaster und Architectural Design gingen nach Sachsen.

... weil Sachsens Grundschüler besser schwimmen als der Bundesschnitt. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in einer Studie über die Schwimmfähigkeit von Grundschulkindern festgestellt, dass fast 60 Prozent der Zehnjährigen nicht schwimmen können. Gründe: fehlender oder unregelmäßiger Schwimmunterricht an Schulen, sowie das anhaltende Bädersterben. In Sachsen sieht das anders aus. Der Freistaat ist das einzige Bundesland, das Schwimmen schon in Klasse 2 auf dem Plan hat. Organisiert wird der Unterricht in Zusammenarbeit mit den Schulschwimmzentren - und der läuft nach Angaben des Kulturministeriums in der Regel lückenlos.

... weil das Genusshandwerk Popella aus Aue von der Gourmet- Zeitschrift "Feinschmecker" zu einer der besten Metzgereien Deutschland gewählt wurde - schon zum dritten Mal in Folge. Der Familienbetrieb verarbeitet ausschließlich Fleisch aus der Region, das nicht aus Massentierhaltung stammt, wo sie genau wissen, dass das Tier bis zur Schlachtung ein gutes Leben hatte. Sie überzeugten auch durch innovative und originelle Produkte im Sortiment z.B. den Wurststollen zur Weihnachtszeit und einen erstklassigen Service.

... weil  die Leipziger Verkehrsbetriebe am 27. März 1999 einen Weltrekord aufgestellt haben, indem sie die meisten Passagiere in eine Straßenbahn einsteigen ließen. Die 462 Personen sicherten sich mit der Fahrt im Wagentyp NGT8 einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde.

... weil Deutschlands beliebtestes Freibad in Dresden ist. Das hat das Ranking unter 138.000 Kundenrezensionen des Verbraucherportals Testberichte.de ergeben. Auf Platz 1 von 412 zur Auswahl stehenden Freibädern landete das NaturKulturBad Zschonergrund. Die Gäste schätzen hier vor allem die idyllische Lage, die große Liegewiese, den Kinderspielplatz, das Volleyballfeld und ein "sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis". Unter den Top-Ten ist noch ein weiteres Bad aus Sachsen: Das Albert-Schwarz-Bad in Heidenau bei Dresden kam auf Platz 6.

... weil der mobile Begleiter für den Schulalltag aus Dresden kommt. Scoolio ist eine Smartphone-App, mit der Schüler ihren Stundenplan, Noten sowie Hausaufgaben organisieren und sich mit Mitschülern im Chat austauschen können. Dazu gibt es Informationen zur Berufs- und Ausbildungsorientierung. Im Grunde ist Scoolio also Hausaufgabenheft, Klassenzimmer und Karriereberater in einem. Mehr als 175.000 Schüler und Schülerinnen nutzen die App bereits.

... weil Sachsen in puncto Bildung wieder spitze ist in Deutschland. In der Studie des Bildungsmonitors 2019 wurden neben dem Leistungsstand von Schülern auch andere Faktoren miteinander verglichen. Dabei ging es unter anderem darum, wie ein Bundesland sein Bildungssystem so ausgestaltet, dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen.

... weil in Leipzig am Flughafen eine neue Version der Dornier 328 gebaut werden soll. Die Propellermaschine war das letzte Verkehrsflugzeug, das vollständig in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. 1988 startete der traditionsreiche Flugzeugbauer mit dem Projekt eines kleinen Regionalflugzeugs, das schnell war und steil steigen konnte. Viel Technik machte den Flieger zwar modern, aber auch teuer in der Produktion. Nur 220 Exemplare der Dornier 328 wurden zwischen 1992 und 2008 gebaut. Das Modell lebt aber weiter. Noch heute stehen rund 120 Maschinen weltweit im Einsatz, u.a. für die U.S. Air Force und die dänische Linie Sun-Air of Scandinavia. Nun will ein amerikanischer Konzern das Flugzeug in einer neuen Version in Leipzig bauen, was mehrere hundert Arbeitsplätze schafft.

... weil die TU Dresden die einzige Exzellenz-Uni im Osten Deutschlands ist. Seit sieben Jahren trägt die Uni diesen Titel. Auch in diesem Jahr konnte sie die Jury der Deutschen Forschungsgemeinschaft auch 2019 wieder mit drei Komplexen überzeugen: „Physik des Lebens“, „Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“ und „Zentrum für taktiles Internet“. Dafür gibt es bis zu 30 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. In Stufe 2 entschied die Jury, welche Unis auch als Ganzes den Exzellenztitel tragen sollen – der der TU weitere 15 Millionen Euro pro Jahr einbringt.

... weil der Leipziger Flughafen der sicherste in ganz Deutschland ist. Die Vereinigung Cockpit befragte im Rahmen des Flughafenchecks 2019 ihre Piloten zu allen 28 deutschen Flughäfen in Deutschland. Fünf verschiedene Bereiche wurden abgefragt. In Leipzig lobten die Piloten besonders die Sicherheit bei An- und Abflug, sowie das Bewegen der Maschinen am Boden. Auch die allgemeine Ausrüstung des Airports wurde mit der Note 1,6 überdurchschnittlich gut bewertet.

... weil fast 26.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Sachsen 2018das Deutsche Sportabzeichen erworben haben. Das ist ein neuer Rekord und vor allem dem starken Wachstum im Kinder-und Jugendbereich zu verdanken. Das Deutsche Sportabzeichen ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination verliehen.

... weil das größte Jagdschloss Europas Schloss Hubertusburg in Wermsdorf ist. Eigentlich ist es für Sachsen eine Nummer zu groß, legt man den deutschen Maßstab an. Aber August der Starke dachte ja immer in gigantischen Dimensionen und so ließ er ab 1721 ein sächsisches Versailles für seinen Sohn August III. bauen. Als dieser dann die Macht als König von Polen und Großherzog von Litauen, sowie Kurfürst von Sachsen übernahm, wählte er Schloss Hubertusburg zu seiner zweiten Residenz. Von dort aus führe er im Sommer die Geschäfte; der ganze Tross von über 1000 Mitarbeitern musste jedesmal von Dresden nach Wermsdorf umziehen, sogar die Oper wurde in dieser Zeit umgesiedelt! 
Jetzt soll die Hubertusburg zu einem dauerhaften Kunst- und Kulturzentrum werden. Dazu wurde dem Park schon mit Motorsensen und Rasenmähern auf 10.000 Quadratmetern zu altem barockem Glanz verholfen.

... weil das Patenprogramm des Internationalen Universitätszentrum der TU Chemnitz das beste Betreuungsangebot weltweit ist. Das hat eine internationale Befragung an 200 Hochschulen unter 3000 Studierenden ergeben. Der Start ins Studium ist für ausländische Studenten der reinste Hindernislauf. Damit sie sich schnell aufs Studium konzentrieren können, nehmen die Paten sie gleich nach der Ankunft in Empfang und unterstützen sie bei allen wichtigen Formalitäten wie Krankenversicherung, Behördengängen und Kontoeröffnung.

... weil das Technische Hilfswerk von einem Sachsen gegründet wurde. Der Leipziger Otto Lummitzsch gründete und leitete 1919 die Technische Nothilfe, die aus ehemaligen Angehörigen der Kaiserlichen Marine und Armee sowie sonstigen Freiwilligen bestand. Da eine militärische Nothilfe aufgrund des Versailler Friedensvertrages nicht weiter bestehen durfte, betrieb Lummitzsch war die Technische Nothilfe als zivile Hilfsorganisation. 1934 enthoben ihn die Nazis seines Amtes, da seine Frau als "Halbjüdin" galt. 1950 wurde er nach Bonn berufen, um im Auftrag der Bundesregierung die Hilfsorganisation, das heutige THW, wieder aufzubauen. 

… weil die UNESCO die Montanregion Erzgebirge zum Weltkulturerbe erklärt hat. Zwanzig Jahre lang stand unser historisches Bergbaugebiet auf der Vorschlagsliste - nun hat es endlich geklappt! Das Komitee nahm das Gebiet in Sachsen und Böhmen in die Liste schützenswerten Erbes der Welt auf. Sie sei ein "Meisterwerk menschlicher Kreativität". Die ausgewählten Denkmäler, Natur- und Kulturlandschaften repräsentieren die 800-jährige Geschichte der wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Drei Landkreise und 32 Städte und Gemeinden hatten sich zu einem Verein zusammengeschlossen, um das Erzgebirge zum Welterbe zu machen. Darauf sind wir stolz und sagen „Glück auf!“

... weil Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) aus Leipzig gemeinsam mit Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die weltweit erste Karte für die Artenvielfalt von Bäumen erstellt haben. Mit Hilfe eines statistischen Modells kombinierten sie die Daten aus ca. 1000 Baumarten-Listen mit statistischen Informationen der Staaten sowie bekannten Umweltfaktoren. Im Ergebnis entstand eine lückenlose Weltkarte der Waldvielfalt.

... weil sich der tiefste Teilchenbeschleuniger Deutschlands in Sachsen befindet. In einem ehemaligen Lager der Felsenkeller-Brauerei haben das Helmholtz-Zentrums Rossendorf und die TU Dresden im Juni 2019 unter Tage einen Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen. Das Ganze befindet sich 45 Meter unter der Erde und ist die perfekte Umgebung für die Untersuchungen. Die Physiker wollen die Vorgänge im Inneren von Sternen nachstellen - und da bildet das dicke Gestein über dem Stollen einen natürlichen Schild gegen die kosmische Höhenstrahlung, die die Erde ständig mit Teilchen bombardiert. Es ist die weltweit erst dritte Anlage dieser Art.

... weil die neue Cyberagentur das Bundes künftig am Flughafen Leipzig entstehen soll. Die Cyberagentur wird sich darum kümmern, Angriffe aus dem Internet im militärischen und zivilen Bereich abzuwehren. Beim Thema Cybersicherheit gibt es längst keinen Unterschied zwischen Innen- und Außenpolitik mehr; die Grenzen sind fließend. Daher ist es wichtig, dass Deutschland gerüstet ist. Bis zum Jahr 2022 sollen dazu 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

... weil die fünfjährige Eyla aus Leipzig der erste Jagdhund Deutschlands ist, der tödliche Köderfallen aufspüren - und damit die Gefahr beseitigen - kann. Immer wieder legen Tierhasser vergiftete oder mit Glas und Nägeln gespickte Köder aus. Für Hundebesitzer ist es extrem schwierig, einen Hund davon abzuhalten, diesen Köder zu fressen. Eyla aber stöbert als erster Jagdhund in Deutschland die Köder durch den ausgezeichneten Geruchssinn auf, meldet sie mit Bellen und rührt sie nicht an. 6 Monate hat die Ausbildung der Deutsch Kurzhaar-Hündin gedauert. Jetzt geht sie dreimal die Woche in Leipzig auf Köderstreife.

... weil die erste Live-Übertragung eines Gerichtsurteils in Deutschland in Leipzig stattfand. Bisher war es in Deutschland nicht erlaubt, aus einem Gerichtssaal live zu übertragen. Durch einen Beschluss von Bundestag und Bundesrat im Jahr 2017 ist es nun aber möglich, dass wichtige Urteilsverkündungen der obersten Bundesgerichte live ins Fernsehen und Internet gesendet werden. Am 29. März 2019 war es dann soweit: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ließ die Entscheidung über Gebühren für Polizeieinsätze bei Hochrisiko-Fußballspielen als erste Live-Übertragung dieser Art zu. Zu sehen war es im ARD-Nachrichtensender Phoenix.

... weil in Leipzig das erste deutsche Register für Nierensteinleiden eingerichtet worden ist. Nieren- und Blasensteine gelten in den Industrienationen als Volkskrankheit. Zu den Ursachen können neben Ernährung und Lebensgewohnheiten auch erbliche Faktoren gehören, die auf einem einzelnen Gendefekt beruhen können. Um sie besser erforschen zu können, ist am Universitätsklinikum Leipzig das erste „Register für hereditäre Nierensteinleiden“ in Deutschland etabliert worden. Vor allem Urologen und Kinderärzte sollen ihre Daten melden, um eine Grundlage für die Forschung zu gewinnen.

... weil zum ältesten Botanischen Garten Deutschlands jetzt das modernste Gewächshaus der Welt gehört. In Leipzig entstand der 438-Quadratmeter-Bau, der durch Solaranlagen, spezielle Belüftungssysteme und automatische Rollos die Hälfte der bisher verbrauchten Energie sparen wird. Im Juni 2019 starten hier die Forschungsarbeiten zur weltweiten Artenvielfalt. Unter anderem wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie Pflanzen und Insekten kommunizieren.

... weil die älteste noch produzierende Fahrradfabrik Deutschlands in Hartmannsdorf steht. Seit 1885 werden hier die berühmten Diamant-Räder gebaut, auf denen auch alle DDR-Rennfahrer zum Erfolg strampelten. Und der Fahrradverkauf boomt. Diamant macht in Deutschland pro Jahr rund 160 Millionen Euro Umsatz, auch weil sie sich und ihre Produkte immer weiterentwickelt haben. So kommt heute eines der leichtesten E-Bikes, die es gibt, aus dem Diamantwerk.

... weil der beste Zoo Deutschlands der Zoo Leipzig ist. Das hat die Auswertung von 420 000 Besuchermeinungen zu 160 Zoos ergeben. Besonders gefallen den Besuchern im Zoo Leipzig die naturnahe Haltung, die vielen mit Liebe gestalteten Gehege und Anlagen ohne Gitter sowie die große Artenvielfalt, außerdem das tolle Tropenhaus und der viele Platz, der den meisten Tieren hier zur Verfügung steht.

... weil es in Sachsen den einzigen Sonnenuhren-Wanderweg Deutschlands gibt - und zwar in Krippen bei Bad Schandau. Auf dem Rundweg stehen 61 verschiedene Sonnenuhren. Jede ist ein Unikat und weist den Weg zur nächsten. Viele weisen auf ihre Besitzer oder auf historische Ereignisse hin. Wo einst Caspar David Friedrich auf seinen Malerexkursen vorbeikam, ist zum Beispiel eine Malersonnenuhr mit Staffelei angebracht. Am Kindergarten zeigt Pinocchios Nase schon den Kleinsten, was Lügen anrichten kann, beim Fleischer wurde eine Metall-Wurst integriert. Am Dorf-Ende prangt Napoleon, der hier einst übernachtete und in Elbnähe weisen die Sonnenuhren auf Fähre oder Elbkähne hin.

… weil Leipzig mehr Brücken zu bieten hat als Venedig. Innerhalb der Stadtgrenzen gibt es aktuell 550 Brücken, in der Lagunenstadt sind 426 registriert. Damit eine Brücke als solche gezählt wird, muss sie mindestens 2 Meter lang sein. Die längste Brücke in Leipzig ist übrigens die Zeppelinbrücke mit 171 Metern, auf der die Jahnallee über das Elsterbecken führt.

... weil Wissenschaftler der TU Dresden Outdoor-Leuchten entwickeln, die durch einheimische Pilze betrieben werden. Der Herbe Zwergknäueling ist ein Pilz, der im Dunkeln von Natur aus leuchtet (Biolumineszenz). Diesen natürlichen Vorgang haben die Forscher sich zu Nutze gemacht und daraus Lichter entwickelt, die eine umweltfreundliche Alternative zu Knicklichtern sein sollen. Herkömmliche Knicklichter stecken voller Gifte und Chemie und sind für Outdoor-Fans definitiv ungeeignet. Die natürliche Version steckt noch in den Kinderschuhen, entwickelt sich aber vielversprechend.

… weil die sächsische Metall- und Elektroindustrie boomt. Seit dem letzten Jahr ist die Zahl der Beschäftigten um 3300 gestiegen auf jetzt knapp 190.000 Mitarbeiter - da sind keine Zeitarbeiter mitgezählt. Das ist der höchste Wert seit 1992 und damit einer neuer Beschäftigungsrekord.

... weil das Porsche-Werk in Leipzig für seine besonders umweltfreundliche und energieeffiziente Produktion ausgezeichnet wurde. Gleich in 28 Kategorien erzielte der Autobauer mit seinem Leipziger Werk die Bestnote - von Biodiversität über Ökobilanz, vom Umgang mit Ressourcen bis hin zu Klimaschutz.

... weil in Sachsen der Anti-Mücken-Strumpf erfunden wurde. Der vom Dresdner Leibniz-Institut für Polymerforschung entwickelte Strumpf besteht aus Fasern und Molekülen, die Mücken vertreiben. Das ist besonders im Schutz gegen Malaria von großer Bedeutung, denn 95 % der Moskitostiche gehen in den Fußknöchel. Die Socke verhindert einen gefährlichen Stich, z.B. auf Trekkingtouren. Acht Monate soll die Wirkung anhalten. Auch gegen Zecken haben die Wissenschaftler schon eine Idee für ein Spezial-Stoffband am Knöckel und Handgelenk, das Zecken fernhalten soll.

... weil sich die längste Fly-Line der Welt in der höchst gelegenen Stadt Deutschlands befindet, in Oberwiesenthal. Bei der Fly-Line saust man, ähnlich wie bei der Seilbahn, hinab ins Tal - allerdings allein in einem Sitzgurt, der an Edelstahlrohren befestigt ist, auf einer kurvenreichen Strecke durch den Wald. Je nach Gewicht und Größe ist man mit einer Geschwindigkeit von zwölf bis 13 Stundenkilometern unterwegs. Gestartet wird oben auf dem Fichtelberg und geht es zwischen Bäumen auf einer 1500-Meter-Strecke wie ein Vogel runter ins Tal - 9 Minuten Spaß und Nervenkitzel für die ganze Familie! 

... weil Leipzig die erste Stadt mit klimaneutraler Stadtmöblierung sein wirdAb 1. Juli 2019 werden alle 670 Wartehäuschen der LVB abgebaut und durch neue ersetzt - insgesamt 900 sollen es werden. Davon werden 400 Häuschen mit Solarmodulen ausgestattet. Die dort eingebauten Batterien speichern Energie für acht Tage. Auf den Dächern der anderen 500 Wartehallen sollen Moosflechten wachsen, die jährlich rund elf Tonnen Kohlendioxid binden sollen. 80 % des in den Häuschen verbauten Aluminiums ist recycelt und die Sitzbänke (drei Plätze) bekommen Sitzflächen aus schnell wachsendem Bambus. Ende des Jahres sollen die neuen Häuschen stehen.

… weil der Chemiker Jens Meiler - Alumnus der Uni Leipzig - den wichtigsten und höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands erhalten hat: die Alexander von Humboldt-Professur. Der 44-Jährige zählt zu den weltweit renommiertesten Forschern zur computergestützten Wirkstoffentwicklung und möchte mit dem Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Euro in Leipzig unter anderem ein neues Institut aufbauen, das verschiedene Naturwissenschaften zusammenbringt. Dort sollen neue Medikamente entwickelt werden. 

... weil der erste Mensch, der auf einer öffentlichen Straße eine Geschwindigkeit von 400 km/h erreichte, in einem Rennwagen aus Sachsen saß. Der Rennfahrer Bernd Rosemeyer fuhr 1937 auf der Reichsautobahn Frankfurt–Heidelberg einen Stromlinien-Silberpfeil vom Typ C, entwickelt in Zwickau im Horch-Werk der Chemnitzer Auto Union AG. Nur ein halbes Jahr später fuhr Rosemeyer bei einem neuen Rennen knapp 430 km/h schnell - und verunglückte dabei tödlich. Wenn Sie sich für schnelle und außergewöhnliche Autos interessieren, dann besuchen Sie das August-Horch-Museum Zwickau: gerade läuft dort eine Sonderausstellung mit 14 seltenen Fahrzeugen, darunter dem einzig noch erhaltenen Bugatti aus dem Jahr 1912 (bis 3. November 2019).

... weil es in Sachsen eine Fußballgolf-Anlage gibt - und zwar in Ottendorf-Okrilla, in der Nähe von Dresden. Die 18 Loch-Anlage, Par 72, erstreckt sich über 47.000 Quadratmeter. Die 18 Bahnen werden nacheinander mit dem Fuß und einem Ball gespielt. Jeder Schuss wird gezählt. Ziel ist es, die Bahnen über verschiedene Hindernisse bis zum Loch mit so wenigen Schüssen wie möglich zu spielen. Gewonnen hat der Spieler mit den wenigsten Schüssen. Beim Fussballgolf kann jeder mitspielen ab 6 Jahre. Der älteste Spieler in Ottendorf-Okrilla ist über 90 Jahre alt!

... weil Chemnitz  Europas größte Solarhauptstadt ist. Insgesamt gibt es in Chemnitz mehr als 28.000 Quadratmeter Kollektoren, die Sonnenenergie in Heizwärme umwandeln. Das sind 12700 Megawattstunden im Jahr, dazu produzieren Photovoltaikanlagen noch mal 25500 Megawattstunden Elektrizität. Chemnitz ist die Hauptstadt der sauberen Energie.

… weil die Ingenieure der Firma Pendix aus Zwickau einen Antrieb für E-Bikes entwickelt haben, der mitdenkt und auf den Fahrer reagiert. Der Pendix eDrive stellt sich immer neu auf das Tretverhalten ein. So erkennt das System, in welchem Winkel, mit welcher Kraft und Geschwindigkeit getreten wird. Das ist wichtig, um den Zeitpunkt der Kraftabgabe durch den Motor zu steuern. Vor allem trägt diese Technik enorm zur Fahrsicherheit bei. Das ist Ingenieurskunst Made in Sachsen.

... weil das erste Mal in Deutschland Street-Art an einem Kirchturm gezeigt wird - und zwar an den Türmen der Peterskirche in Görlitz. Dieses besondere Kunstprojekt des internationalen Grafitti-Stars MadC soll ein Zeichen für Europa setzen. Die in Bautzen geborene Künstlerin hat dafür gemeinsam mit acht Zehntklässlern aus der Scultetus-Oberschule in Görlitz fünf riesige Plakate gestaltet, die den ganzen Sommer lang ein Görlitzer Wahrzeichen schmücken werden.

... weil in Sachsen der Schnee nicht einfach wegschmilzt, sondern eingepackt und "übersommert" wird. Der 5000 Kubikmeter große Schneeberg wurde während des Weltcups der Nordisch-Kombinierten in der Vogtland-Arena in Klingenthal als Reserve produziert. Nun hat er eine Decke aus einer wiederverwendbaren Dämmfolie bekommen. So muss nicht mit viel Aufwand neuer Kunstschnee produziert werden, wenn im Dezember dieses Jahres die Elite der Skispringer zu ihrem Weltcup in der Vogtlandarena kommt. Anfang 2020 folgen dann die Nordischen Kombinierer. Das Schneedepot ist jetzt ca. 75 Meter lang, 25 Meter breit und bis zu acht Meter hoch. Selbst wenn davon 20 % tauen, bleiben mehr als die 3.000 Kubikmeter, die nötig wären, um die Schanze zu präparieren.

... weil Leipzig auf Platz 3 der fahrradfreundlichsten Großstädte in Deutschland gewählt wurde. Darüber haben über 170.000 Radfahrer im Auftrag des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) abgestimmt. In der Kategorie "Aufholer" konnte Oschatz punkten. Hier wurden viele Radwege reaktiviert oder ausgebaut, dazu Radrastplätze und Ladestationen für E-Bikes geschaffen. Die Bedingungen für Radfahrer haben sich in und um Oschatz so stark verbessert wie in keiner anderen Stadt.

... weil der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2019 an die Firma Buffet Crampon nach Markneukirchen ins Vogtland geht. Die Trompete aus dem Hause Buffet Crampon hat die Jury und fünf namhafte Musiker durch ihre Klangfarbe, vor allem in den tiefen Lagen und das kräftige Klangvolumen am meisten überzeugt. Der Deutsche Musikinstrumentenpreis prämiert jährlich in wechselnden Kategorien herausragende Erzeugnisse aus deutscher Fertigung. Er wurde am 5. April auf der Musikmesse in Frankfurt verliehen.

… weil Forscher der Westsächsischen Hochschule Zwickau eine Kombination aus Atemschutzmaske, Datenbrille und Ad-hoc-Lokalisierung für Feuerwehrleute entwickelt haben. Trotz hervorragender Ausbildung ist es für die Kameraden und Kameradinnen eine große Herausforderung, Menschen aus einem brennenden Gebäude zu retten. In der Regel kennen sie die Örtlichkeiten nicht; zusätzlich erschwert Rauch die Sicht. Die Datenbrille aus Zwickau soll künftig Infos ins Sichtfeld der Feuerwehrleute liefern, wie Gebäude- und Fluchtpläne, Anweisungen vom Truppführer und auch eigene Vitalwerte. So lassen sich die Rettung von Menschen und der Schutz des eigenen Lebens optimieren. 

... weil  Europas längste Wasserrutsche wieder nach Leipzig kommt! Die ist aufblasbar, hundert Meter lang - und der Gaudi startet von einer fünfzehn Meter hohen Rampe, so dass man ein ordentliches Tempo beim Rutschen kriegt: bis zu 60 km/h!. Die Rutsche wird am 24. und 25. August auf dem Leipziger Augustusplatz aufgebaut. Schon ab jetzt können Sie sich dafür anmelden.

… weil Sachsen die höchste Beschäftigungsquote bei den Frauen hat. 64,6 Prozent der Frauen im arbeitsfähigen Alter in Sachsen gehen einem Job  nach. Damit ist die Quote nicht nur höher als bei den sächsischen Männern, es ist auch die höchste Frauenquote in Deutschland, wo der Durchschnitt bei 55,4% liegt. Jede 3. Frau in Sachsen befindet sich dabei auch noch in einer Führungsposition.

... weil der Tauchaer Gymnasiast Martin Wille eine geniale Erfindung gemacht hat, die in der Urlaubszeit helfen kann: den SmartYard. Ein digitaler Gartenhelfer, der per Sensor den Feuchtigkeitsgrad im Blumentopf misst und per WLAN die Daten auswertet. Ist die Pflanze trocken, wird ein Magnetventil geöffnet und der Blumentopf bewässert. Martin gewann damit den ersten Preis beim Regionalausscheid von „Jugend forscht“.

... weil in Bannewitz die größte Modellrennbahn Ostdeutschlands steht. Die Slotcar-Rennbahn funktioniert ähnlich wie eine Carrera-Bahn: die Modellautos werden über einen Schlitz von unten mit Strom angetrieben. Aber diese Modellrennbahn von Michael Wolf vom SCR Bannewitz hat nicht nur viele steile Kurven - sie ist auch 46 Meter lang; und die Mini-Flitzer erreichen unglaubliche Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h! Ein riesiger Spaß nicht nur für kleine Autofans.

... weil die Weltmeisterin im Eisschwimmen aus Leipzig kommt. Die 23jährige Alisa Fatum vom SSV Leutzsch schwamm bei der WM in Murmansk im März 2019 die 1000 Meter sensationellen 13:02:39 - und das im null Grad kalten Wasser ohne Neoprenanzug! Schon im letzten Jahr stellte sie einen Weltrekord bei den German Open auf, der sie für Russland qualifizierte. Die Eisschwimmerin trainiert das ganze Jahr im Kulkwitzer See, aber die null Grad in Russland waren auch für Alisa "eisig". Im Gegensatz zu den anderen Schwimmerinnen musste sie aber nicht ins Aufwärmzelt getragen werden, sondern konnte da noch selbst hingehen.

... weil der schönste Handwerker Deutschlands aus Liebertwolkwitz kommt. 10 Millionen Stimmen wurden online abgegeben - der 22jährige Betonbauermeister Robert Dittrich hat die meisten bekommen und wurde auf der Internationalen Handwerksmesse in München zu Mister Handwerk gekürt.

... weil der Große Garten in Dresden zu den drei schönsten Stadtparks in Deutschland zählt. Das ergab das Ranking einer Suchmaschine für Ferienhäuser, die 380 deutsche Parks aufgrund ihrer Google-Bewertungen miteinander verglichen hat. Der Große Garten in Dresden landete auf Platz 3, hinter dem Park Sanssouci und dem Park Wuhlheide. Besonders gut bewertet wurde, dass man hier Einblicke in die Geschichte der Stadt bekommt, in einem Kulturort inmitten einer gepflegten Naturoase. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Parkeisenbahn.

... weil Sachsen die Erfinder des Osterhasenpostamtes sind. Vor 14 Jahren wurde in Eibau das erste Osterhasenpostamt weltweit eröffnet. Und auch in diesem Jahr nehmen Olli Osterhase und seine Frau Lotti Langohr die Osterwünsche und Geschichten der kleinen Kakaoschnuten entgegen und beantworten jeden einzelnen Brief, der bis zu den Osterfeiertagen eintrudelt. Rund 1600 Briefe werden es wohl auch in diesem Jahr sein - von Kindern aus aller Welt.
Wer den beiden Osterhasen Lotti und Olli schreiben möchte, schickt seine Post an das Oberlausitzer Osterhasenpostamt, Viebigstraße 1, 02782 Seifhennersdorf.

... weil in Leipzig ein Verfahren zur Früherkennung von angeborenen Immundefekten bei Babys entwickelt wurde. Das Klinikum St. Georg hat das Frühgeborenen- Screening entwickelt, dass jetzt bundesweit zum Einsatz kommt und auch von der Kasse bezahlt wird. Die Untersuchung bedeutet auch keine Extra-Belastung für das Kind, denn jedem Baby wird zwischen dem 3. und 5. Lebenstag sowieso Blut aus der Ferse abgenommen, um den Bilirubin-Wert festzustellen. Der neue Test wird da gleich mit gemacht.

... weil Leipzig Deutschlands schnellstes Bürgertelefon hat. Ein auf Kundenservice spezialisiertes Technologieunternehmen hat untersucht, wie lange Anrufer bei den Hotlines der Bürgerämter in den 20 größten deutschen Städten warten müssen: In Leipzig unter der Telefonnummer (123-0) gingen die Mitarbeiter nach durchschnittlich 7 Sekunden ran. Das ist einsame Spitze! Am langsamsten war das Bürgeramt in Bielefeld mit 9 Minuten und 58 Sekunden.

... weil der Internationale Frauentag die Idee einer Sächsin war: Clara Zetkin. Die in Königshain-Wiederau geborene Clara schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne ein bestimmtes Datum im Blick zu haben. Die ersten Frauentage hatten dann auch kein festes Datum. Erst nachdem am 8. März 1917 in Sankt Petersburg die Frauen der Arbeiter, Bauern und Soldaten streikten und die Februarrevolution auslösten, wurde der 8. März als Internationaler Gedenktag eingeführt.

... weil die freiwillige Feuerwehr nicht nur eine sächsische Erfindung ist, sondern wir hier auch die besten Feuerwehrmänner haben. Am 1. März 2019 wurde in Ulm der Magirus-Award in Ulm verliehen, das ist der deutsche "Feuerwehr-Oscar". Dabei landeten die Feuerwehrleute aus der Region Oschatz unter den besten drei Teams aus Deutschland.  Sie wurden für ihren besonderen Einsatz bei der Evakuierung von 175 ICE-Fahrgästen bei Großböhla ausgezeichnet. Am 18. August 2017 war ein ICE mit einem Baum kollidiert, der bei Großböhla in die Oberleitung gestürzt war. Ihr großartiger Einsatz wurde mit einem stolzen Platz drei honoriert.

... weil an der Uni Leipzig eine Schlaganfall-Nachsorge-App entwickelt wurde. Schnelle Versorgung kann nach einem Schlaganfall helfen, die Folgen zu mildern - aber nach dem Klinikaufenthalt haben viele Patienten mit Einschränkungen zu kämpfen.Genau hier setzt der ,PostStroke-Manager‘ an. Alle behandelnden Personen, vom Klinikarzt über den Hausarzt bis zum Physiotherapeuten oder Logopäden, sollen auf die App zugreifen können und einfacher mit dem Patienten kommunizieren können. Die App überwacht Blutdruck und Herzfrequenz, erinnert aber auch daran, regelmäßig die Medikamente einzunehmen. So ist eine viel intensivere Nachsorge der Schlaganfallpatienten gewährleistet.

... weil in Sachsen immer noch das Handwerk der Holzpantoffel-Herstellung gepflegt wird. Früher gab es sie auf fast jedem Bauernhof, und auch in Steinbrüchen wurden sie getragen. Mit der Industrialisierung verschwand die Nachfrage und der Holzpantoffel aus dem Alltag. Eine Firma aber pflegt das Handwerk nun schon in vierter Generation: das Familienunternehmen Hultsch aus Neukirch. Vor allem für Trachtenvereine, historische Festumzüge und Museen werden die Schuhe in echter Handarbeit hergestellt. Und auch Regisseur Detlef Buck war auf der Suche nach Holzpantoffeln für seinen Film „Die Vermessung der Welt“ - in Sachsen wurde er fündig! 20 Paar klappern durch den Film.

... weil Dresdner Wissenschaftlern ein großer Schritt bei der Erforschung der Lese- und Rechtschreibschwäche gelungen ist. Bisher nahm man an, der Grund wäre, durch unzureichend funktionierende Strukturen in der Großhirnrinde wäre die Verarbeitung von gesprochener Sprache gestört. Die Neurowissenschaftler von der TU Dresden haben jetzt aber herausgefunden, dass das Problem schon eine Station vor der Großhirnrinde beginnt. Jetzt können gezielt Therapien entwickelt werden, die den Betroffenen helfen. 

... weil es 2019 zwei weitere Sterne-Restaurants in Sachsen gibt.  Das "Genuss-Atelier" in Dresden und das "Atelier Sanssouci" haben es in den neuen Guide Michelin geschafft. Damit gibt es jetzt sieben Restaurant in Sachsen, die einen Stern haben. Und sogar eins mit zwei Sternen, das einzige Ostdeutschland: das Falco im Leipziger Hotel The Westin.

... weil die neue Miss Germany aus Dresden kommt. Die 28jährige Nadine Berneis wurde am Wochenende im Europapark Rust von der Jury um CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Stylist Boris Entrup und Popsängerin Sarah Lombardi zur schönsten Frau des Landes gewählt. Die Polizistin ist die laut Veranstalter des seit 1927 ausgetragenen Wettbewerbs die bisher älteste Miss Germany. Jetzt lässt sie sich erst mal für ein Jahr vom Polizeidienst beurlauben, um ihren Pflichten als Miss Germany auch entsprechend nachgehen zu können.

... weil im Freizeitpark Plohn der einzige "Big Dipper Coaster" entsteht: "Dynamite" - eine Achterbahn der Superlative. Man sitzt wahlweise neben der Schiene - ohne festen Boden unter den Füßen. Das heißt, es geht schwebend 40 Meter hoch! Die 8-Sitzer-Wagen erlauben schnelle Richtungswechsel auf sehr geringer Grundfläche - und das bei bis zu 100 km/h! Eine Achterbahn in dieser Art gibt es erst ein einziges Mal auf der Welt. Und zwar im Freizeitpark Walibi Holland - und dann voraussichtlich ab 18. April im Freizeitpark Plohn.

... weil es einem Team von Physikern von der TU Dresden gelungen ist, Etiketten der Zukunft herzustellen. In die transparenten Plastikfolien, die mit weniger als 50 µm (also: 50 Tausendstel Millimeter) viel dünner sind als ein menschliches Haar, stecken leuchtende organische Moleküle, die sich mit UV-Licht aktivieren und jederzeit wieder löschen lassen. Die Folien kosten wenig und lassen sich vielfältig einsetzen: als Barcodes, Produktnummern oder auch um Dokumente zu beglaubigen und fälschungssicher zu machen

... weil der Dresdner Staatsopernchor für den International Opera Award 2019 nominiert ist. Zu den Mitbewerbern in der Kategorie "Chor des Jahres" gehören unter anderen die Sänger des Moskauer Bolschoi Theaters, des Royal Opera Houses London und der Mailänder Scala. Der Opern-Preis wird dann Ende April vergeben. Und wir drücken unseren Dresdnern ganz feste die Daumen.

... weil der Queen Silvia Nursing Award im Bereich Innovation an die Chemnitzer Pflegeschülerin Annette Löser geht. Sie ist Pflegeschülerin des MediCampus und hatte die Idee für einen ausziehbaren Behälter am Patientenbett. Beim Versorgen und Säubern von Patienten hat man schnell die Hände voller verschmutzter Materialien, die weder auf dem Boden noch auf dem Bett abgelegt werden sollten. Ein ausziehbarer Behälter direkt am Bett ist da die Lösung. So können Pfleger zuerst in Ruhe den Patienten versorgen und danach die gesammelten Abfälle entsorgen. Eine klasse Erfindung made in Sachsen! Der Innovationspreis wird Anfang April in Stockholm von Königin Silvia von Schweden persönlich überreicht. Zum Preis gehört ein Stipendium in Höhe von 6.000 Euro und ein sechsmonatiges internationales Praktikum.

... weil in Stützengrün ein Edelstahl-Fußboden entwickelt wurde, der die Keime in Krankenhäusern deutlich minimieren soll. Wer operiert wird, liegt ja auf einem Edelstahl-Tisch. Die OP-Instrumente sind aus demselben Material. Und so kam der Fußboden-Profi Volker Queck auf die Idee, einen Boden zu entwickeln, der genau diese Eigenschaften hat, sich aber auch als Fußbodenmaterial eignet. Einige Jahre hat er am Prototypen getüftelt. Seit letzten August besitzt er das europaweite Patent - jetzt soll schon bald die Produktion für den Keim-minimierenden Klinikboden beginnen.

... weil in Zwönitz ein dreidimensionales Raumklangsystem entwickelt wurde, das vor allem in der Demenz-Therapie eingesetzt werden soll. Die Geräusche erklingen damit mal von links, mal von rechts, mal von oben, dann von unten - ähnlich wie in einem Multiplex-Kino, jedoch zu einem Bruchteil der Kosten. In der Therapie aktiviert das regelmäßige Hören dieser 3-D-Klänge bestimmte Areale im Gehirn der Demenz-Patienten; das kann die Symptome der Krankheit lindern. 

... weil die erste und einzige "Bergfrau" in Sachsen aus Schneeberg kommt. Die 18jährige Melina Schneider macht seit August 2018 eine Ausbildung unter Tage - in einer totalen Männerdomäne. Bis 2009 durften Frauen in diesem Beruf gar nicht arbeiten, erst danach wurde das Arbeitsverbot abgeschafft. Doch bisher ist Melina die erste und einzige, die sich unter Tage traut und hier auch ihre Zukunft sieht.

... weil die Deutsche Fußballnationalmannschaft ab März in einem Bus aus Sachsen unterwegs ist. Der kommt aus dem Plauener Bus-Umbaucenter der Firma MAN. Schwarze und weiße Ledersitze soll er haben - darüber hinaus ist die veredelte Sonderausstattung noch ein Betriebsgeheimnis; weitere Einzelheiten gibt es erst kurz vor der Auslieferung. Die Plauener haben aber Erfahrung mit den Sonderwünschen der Fußball-Profis: Auch der FC Bayern München, Borussia Dortmund, Dynamo Dresden, der FC Porto und die Kölner Haie werden in den "gepimpten" Bussen von dort zu ihren Spielen gefahren

... weil der König der Orgelbauer ein Sachse war. Gottfried Silbermann und sein Bruder Andreas haben vor über 300 Jahren - vor allem in Freiberg - Orgeln hergestellt, die durch ihre Konstruktion und durch den besonderen Klang über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt wurden. Bis heute setzen sie hohe Maßstäbe und am 14. Januar 2019 jährt sich Gottfried Silbermanns Geburtstag zum 336. Mal. Es ist schon eine kleine Tradition, dass der Freiberger Dom an diesem Tag zu einem Geburtstagskonzert an der berühmtesten aller Silbermann-Orgeln einlädt. 17.00 Uhr beginnt das "Orgelkonzert im Wintermantel"; der Eintritt ist frei.

... weil die Weltrekordlerin im Eisschwimmen aus Leipzig kommt. Die 23-jährige Alisa Fatum ist bei den German Open die 1000 Meter in 12 Minuten und 48,7 Sekunden geschwommen - und das im 5 Grad eisigen Wasser ohne Neoprenanzug, denn der ist laut Reglement nicht erlaubt! Das haben nicht mal die Männer geschafft. Im März geht‘s nach Murmansk zur Weltmeisterschaft. Bis dahin wird sie weiterhin dreimal wöchentlich im Kulkwitzer See trainieren

... weil die Chemie-Professorin Evamarie Hey-Hawkins von der Uni Leipzig in die Europäische Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurde - als erste Leipziger Uni-Professorin überhaupt. Die Akademie sitzt in Brüssel, hat rund 600 Mitglieder, darunter 65 Nobelpreisträger. Und sie hat das Ziel, die besten europäischen Wissenschaftler mit einer Vision für ein nationale Grenzen überschreitendes Europa zu vereinen.

... weil der Marktführer für elektrische Fahrrad-Nachrüstantriebe aus Zwickau kommt. Die Firma Pendix hat 2013 angefangen, Umrüst-Sätze zu bauen und damit den Nerv der Zeit getroffen. Jedes Jahr konnten sie ihren Umsatz steigern; mittlerweile vertreiben sie ihre Produkte in 12 Ländern. Die Umrüstung vom alten Rad in ein modernes E-Bike kostet mindestens 1500 Euro - dafür gibt es ein sehr schickes Styling mit einem schlanken Mittelmotor und einem Akku in Form einer Thermosflasche, der auf die Getränkehalterung des Rahmens montiert wird. Und vor allem bekommt man Individualität made in Sachsen.

... weil Forscher vom Helmholtz-Institut aus Dresden einen Arbeitsspeicher entwickelt haben, der durch eine elektrische Spannung aktiviert wird statt durch Strom. Damit kann der Stromverbrauch von Computern um die Hälfte reduziert werden. Die Super-Chips bestehen – wie ein Sandwich – aus einer hauchdünnen Schicht Chromoxid zwischen zwei nanometerdünnen Elektroden. Die Industrie hat schon großes interesse an diesen Bauteilen; die Serienproduktion wird jedoch noch etwas dauern.

... weil durch Sachsen der schnellste Fluss Europas fließt: die Mulde. Sie ist ja ein Nebenfluss der Elbe. Bei Sermuth in der Nähe von Grimma entsteht sie aus dem Zusammenfluss von Zwickauer und Freiberger Mulde. Auf ca. 314 km Länge hat die Mulde teilweise ein Gefälle von 600 bis 900 Metern, deswegen ist die Fließgeschwindigkeit besonders im Gebirge streckenweise außergewöhnlich hoch.

... weil die Herrnhuter Sterne aus der Oberlausitz in der ganzen Welt erstrahlen als weithin sichtbares Symbol der Geburt Christi. Die ersten entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts in der Unitäts-Knabenanstalt Niesky, einem Internat der Herrnhuter Brüdergemeine – also der Freikirche, die von Herrnhut aus entstanden ist.. Es heißt, ein mathematisch versierter Erzieher beschäftigte seine Schüler mit dem Kleben und Schneiden von geometrischen Körpern, um ihnen die Geometrie zu veranschaulichen, Und so entstanden wohl die Herrnhuter Sterne, die heute aus der Manufaktur in Herrnhut in alle Welt gehen und nur echt sind mit 25 Zacken!

... weil aus Sachsen die einzigartigen Grünhainichener Weihnachtsengel kommen. 1923 entwarf Grete Wendt die ersten drei Engel: einen mit Fackel, einen mit Flöte und einen Geigenspieler. Bis heute sind viele weitere Instrumente und Motive hinzugekommen. Aber nach wie vor werden die filigranen Engel mit ihren elf weißen Punkten auf den grünen Flügeln bei Wendt & Kühn in liebevoller Handarbeit gefertigt. Sie sind zu weltweiten Weihnachtbotschaftern aus Sachsen geworden - sogar das japanische Kaiserpaar besitzt ein kleines Weihnachtsengel-Orchester.

... weil The Voice of Germany 2018 aus Sachsen kommt. Der 24jährige Samuel Rösch aus Großrückerswalde gewann mit sagenhaften 54,89 Prozent der Zuschauerstimmen die 8. Staffel der Casting-Show. Der angehende Religionslehrer hatte nicht nur seinen Coach Michael Patrick Kelly mit seinen gefühlvollen Songs überzeugt, sondern auch die meisten Zuschauer. Jetzt will er sein Studium erst mal kurz ruhen lassen und mit weiteren Kandidaten nach Weihnachten auf Tour gehen.

… weil der Freiberger Professor Matthias Kröger eine Macadamianuss-Knack-Maschine erfunden hat. Die Macadamianuss gehört zu den teuersten Nüssen der Welt. Leider schützt sie ihren Kern durch eine besonders harte Schale, die nur sehr schwer zu knacken ist. Bisher haben Maschinen nur eine Quote von 50 Prozent erreichen können, das heißt: nur jede zweite Nuss bleibt beim Knacken hei. Der neue Apparat erreicht nun eine Quote von bis zu 80 Prozent. Und dazu schafft der Prototyp, 100 Kilogramm der Nüsse in einer Stunde zu knacken! Große Unternehmen haben bereits angeklopft.

... weil der schönste Mann Deutschlands aus Leipzig kommt. Sasha Sasse, 27, 1,85 groß mit Hammerbody, gewann die Mister Germany-Wahl 2019 in Linstow. Der Sport- und Fitnesskaufmann setzte sich gegen 15 Konkurrenten durch und darf sich nun "schönster Mann Deutschlands" nennen.

… weil Leipziger Forscher einen Bluttest zur Frühdiagnose von Alzheimer entwickelt haben. Dafür werden die weißen Blutkörperchen nach der Blutentnahme mit bestimmten Stoffen stimuliert, welche die Zellteilung anregen. Darauf antworten Zellen eines an Alzheimer Erkrankten anders als die eines gesunden Patienten. So kann zweifelsfrei eine Diagnose erstellt und mit einer frühen Therapie begonnen werden. 20 Jahre haben die Wissenschaftler an Leipzig daran geforscht. In den USA soll der Test jetzt vereinfacht und auf den Markt gebracht werden.

… weil die Leipziger Uniklinik eine neue Zelltherapie für Krebspatienten entwickelt hat. Dabei werden Immunzellen gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen zerstören. Das bedeutet, dass künftig viele Leukämie- und Lymphdrüsenkrebs-Patienten nur noch eine leichte Chemotherapie benötigen.

... weil wir hier mal wieder den größten haben: den größten Weihnachtsstollen der Welt! Am ersten Advent haben sich 60 Stollenbäcker aus Sachsen in der Dresdener Messe getroffen, um den XXL-Striezel zusammenzusetzen. Dafür wurden eine Million Sultaninen, 1350 Kilo Mehl, 840 Kilo Butter und 310 Kilo Zucker verwendet. Die Liebe, die drinsteckt, ist in Kilo nicht zu berechnen. Ob er schmeckt, können sie am Samstag, 8.12., zum Stollenfest in Dresden testen: da wird er gewogen und danach für den guten Zweck verkauft!

… weil die größte Tretauto-Sammlung der Welt jetzt in der Gelenauer Schatzkammer zu sehen ist. 450 Fahrzeuge von mehr als 50 Herstellern weltweit stehen in der alten Fabrikhalle und werden ihre Kinder umhauen. Die ältesten Tretautos kommen aus Frankreich und wurden dort 1860 gebaut. Bis vor kurzem gehörte die Sammlung einem Wiener Restaurator, der sich kurz vor seinem Tod davon getrennt hat. Nun können die sächsischen Kinder diese Schätze im Depot Pohl-Ströher bestaunen.

... weil die schönste Frau in Deutschland, die über 50 Jahre alt ist, aus Plauen kommt. Die 52jährige Evelyn Reißmann wurde am Wochenende bei der Wahl in Niedersachsen von einer prominenten Jury, darunter Wolfgang Bosbach, zur "Miss 50plus" Germany gewählt. Die Versicherungskauffrau konnte sich locker gegen ihren 19 Konkurrentinnen durchsetzen. Und sie hat verraten, dass ihr Beauty-Geheimnis nix Außergewöhnliches ist: sie trinkt jeden Morgen auf nüchternen Magen zwei große Gläser lauwarmes Wasser mit Ingwer und Zitrone und duscht immer eiskalt.

… weil es im Spreewelten Bad Lübbenau* ab 1. Dezember eine Weltneuheit gibt: die erste interaktive Wasserrutsche! Sie können dann schon von Zuhause aus Ihre Rutschpartie konfigurieren. So können Sie die für die Rutsche einzelne Farbeffekte und Musik auswählen. Es gibt während des Rutschens Geschicklichkeits- und Reaktionsspiele, die per Touchpad während der Fahrt Punkte bringen. Und natürlich kann man auch die Zeit stoppen - wer schafft es am schnellsten?
*Von Sachsen aus gut zu erreichen

… weil die Rechtsmedizin in Deutschland eine ihrer Ursprünge in Sachsen hat. Der Leipziger Mediziner Gottfried Welsch arbeitete zunächst als Militärarzt und wurde dann 1644 zum Professor der Anatomie an der Leipziger Universität berufen. Hier schloss er einen Vertrag mit der Stadt, alle Hingerichteten zur Verbesserung der Ausbildung zu bekommen. Aus diesen Untersuchungen resultierend veröffentlichte Welsch 1660 sein grundlegendes Werk zur Gerichtsmedizin über die vernunftgemäße Beurteilung tödlicher Wunden. Er hat den Grundstein dafür gelegt, Verstorbene nicht nur nach äußeren Wunden zu untersuchen, was damals üblich war, sondern auch nach inneren Verletzungen zu forschen und somit die Todesursache eindeutig festzustellen.

… weil Leipzig zur European City of the Year 2019 gewählt wurde. Das Academy-Netzwerk, das aus Experten für die gebaute Umwelt aus ganz Europa besteht, hat die Messe-Stadt zur europäischen Stadt des Jahres gekürt mit der Begründung, dass die sozialen, wirtschaftlichen und Umweltkriterien einfach optimal sind. Leipzig war runtergewirtschaftet, hatte seine Industrie verloren - und hat sich komplett erneuert. Die Universitätsstadt sei ein Traum für Stadtentwickler, so die Experten. Mit dem Titel tritt Leipzig in die Fußstapfen von Kopenhagen (Dänemark), Bilbao und San Sebastian (Spanien).

... weil es die erste Striptease-Schule Europas in Leipzig gab und gibt, denn auch Ausziehen will gelernt sein! 1992 gründete Heidi Wittwer die Erotic Dance Schule in Großpösna und hat seitdem Schülerinnen zwischen 16 und 65 im sexy Entblättern unterrichtet. Denn das ist nicht so einfach - und auch saisonal abhängig: In der Vorweihnachszeit bildet sie viele "Stripoläuse" aus, die ihrem Partner daheim ein spezielles Geschenk machen möchten, vor Ostern sind es sexy Osterbunnys.

… weil das Design für den weltweit ersten seillosen Fahrstuhl aus Dresden kommt. Die Wissenschaftler aus dem Bereich Technisches Design der TU Dresden haben eine moderne, transparente Kabine entworfen, die sogar den Designpreis Focus Silver erhielt.
Mit dem seillosen Fahrstuhl ist es in Zukunft möglich, nach links und rechts zu fahren, also auch benachbarte Hochhäuser zu verbinden. Der Antrieb und auch das Leitgestänge, auf dem sich die Kabine bewegt, können sich um 90 Grad drehen, so dass mehrere Kabinen problemlos in einer Dauerschleife auf einer Seite hinauf und auf der anderen hinunterfahren können. Im Moment wird dieser Fahrstuhl noch getestet, 2021 ist der erste Einbau in Berlin geplant.

… weil das Weingut Schloss Wackerbarth den Bundesehrenpreis erhalten hat. Das ist die höchste Auszeichnung, die deutsche Wein- und Sekterzeuger für ihre Qualitätsleistungen bekommen können. Die Experten prüften mehr als 4000 Weine und Sekte aus allen deutschen Anbaugebieten. Die hohe Qualität und die ausdrucksstarke Vielfalt aus Sachsen überzeugte die Experten am meisten.

… weil die größte  CD-Sammlung der Welt, die einem Komponisten gewidmet ist, aus Leipzig kommt. In Zusammenarbeit mit 742 Künstlern und dem Leipziger Bach-Archiv entstand eine 222 CDs umfassende Edition vom Gesamtwerk des berühmtesten Sohns der Stadt, Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen stammen u.a. vom Leipziger Thomanerchor, vom Gewandhausorchester, Peter Schreier, Theo Adam und vielen mehr. Diese CD-Box ist ein 282 Stunden dauerndes Klang-Erlebnis, das auch seinen Preis hat: „Bach 333“ kostet 425 Euro.

… weil die erste Algen-Schokolade Deutschlands aus Leipzig kommt. Die Schokolade besteht aus asiatischen Spirulina-Algen, aus 70 % Edel-Kakao, Amaranth, Acerola-Pulver und lediglich 14 % Zucker. In den Zutaten stecken jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, die fit und gesund halten. Die schwarze Schokolade schmeckt laut Eigenwerbung trotzdem schokoladig-cremig, im Abgang etwas algig-salzig. Der Leipziger Erfinder Richard Kuntzsch ließ sich diese Rezeptur patentieren und hat von seinen Algenheld-Schokoladen schon mehr als 10.000 Tafeln verkauft.

… weil die mit 500.000 Euro höchstdotierte unabhängige Umweltauszeichnung Europas dieses Jahr nach Sachsen geht. Den Umweltbiotechnologen Prof. Roland Müller und Dr. Manfred van Afferden sowie der Volkswirtin Dr. Mi-Yong Lee vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig gelang es, ein spezielles Abwassersystem in Jordanien zu entwickeln und politisch mit umzusetzen, so dass dort sauberes Wasser für alle verfügbar ist. Die Wissenschaftler teilen sich den Preis mit einer Meeresbiologin aus Bremerhaven. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Deutschen Umweltpreis am Sonntag (28.10.) in Erfurt überreicht.

… weil in Leipzig am 24. Oktober 2018 das einzige Reclam-Museum Deutschlands in Leipzig eröffnet wird - und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft des einstigen Verlages, der vor 12 Jahren leider sein Stammhaus nach Stuttgart verlegt hat. Anton Philipp Reclam brachte 1867 in Leipzig den ersten Band der sogenannten Universalbibliothek heraus, es war Goethes Faust Teil 1 im kleinen und erschwinglichen Format. Weltliteratur sollte für alle zugänglich und bezahlbar sein, das war die Idee dahinter. Bis 1970 waren die kleinen Heftchen elfenbeinfarben, danach wurden sie knallgelb. Heute umfasst die Universalbibliothek über 3500 Titel und gehört zum deutschen Kulturgut mit Ursprung hier bei uns in Sachsen.

… weil aus Dresden eine Wunderlampe für die Pflanzenzucht kommt. Das junge Startup-Unternehmen Compled Solutions hat eine Lampe entwickelt, die auch nachts Sonnenschein simuliert. Und das Schöne ist: man kann die spektrale Zusammensetzung des Lichts selbst designen und damit in den Pflanzen bestimmte Prozesse in Gang setzen - zum Beispiel das Längen- oder Breitenwachstum. Das Interesse an der Lampe ist groß, jetzt geht es um die konkrete Finanzierung.

… weil es in Seiffen die einzige Holzspielzeugmacher- und Drechselschule Deutschlands gibt. Die wurde 1995 eröffnet - ein wichtiger Schritt zur endgültigen Anerkennung und Erhaltung des erzgebirgstypischen Berufs des Holzspielzeugmachers als staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. In der Schule wird die Theorie gebüffelt, die praktische Ausbildung findet dann in den einzelnen Werkstätten statt.

... weil Deutschlands beste Kaffeeröster aus Dresden kommen. Die Kaffeerösterei Kaffanero haben auf der COTECA - Europas Fachmesse für Kaffee, Tee und Kakao - in Hamburg am exklusiven Wettkampf der besten deutschen Röstereien teilgenommen. Alle Teams bekamen die gleichen Bohnen und mussten innerhalb von 40 Minuten rösten, was das Zeug hielt. Die Jury entschied: das Kaffanero aus Dresden hat das beste Ergebnis erzielt und ist Deutschlands beste Rösterei

… weil die Stadt Leipzig jetzt gemeinsam mit dem BUND das Mehrweg-Becher-System recycling2go gestartet hat. Das bedeutet: ist der Coffee to go, den man beim Bäcker vielleicht gekauft hat, ausgetrunken, fliegt der Becher nicht einfach in den Müll, sondern wird bei teilnehmenden Verkaufsstellen abgegeben, und es gibt das Pfand in Höhe von einem Euro zurück. So können endlich die Berge von Müll vermieden werden, die durch die Einweg-Becher entstehen. Dafür braucht das Projekt noch viele Partner (Cafés, Bäckereien ...), die mitmachen. 

... weil es in Sachsen den weltweit größten Olsenbanden-Fanclub gibt. Seit 50 Jahren pflegt der Fanclub aus Leipzig seine Leidenschaft für das "mächtig gewältige" Trio aus Dänemark. Mittlerweile ist er sogar auf über 3200 Mitglieder gewachsen - nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Südafrika, Thailand, den USA und Südamerika. Der neueste Coup des Fanclubs: sie wollen das ehemalige dänische Staatsgefängnis in Kopenhagen kaufen und daraus das "Egon Olsen-Hotel" machen! Dort hatte Egon vor 50 Jahren seinen ersten Auftritt. 

... weil die Küchenchefin vom Trakehnerhof aus Großwaltersdorf, Steffi Kerber-Reichel, die erste Teamchefin der deutschen Köche-Nationalmannschaft ist. Bisher waren es immer Männer, die dort den Ton angegeben haben. Nun aber wird unter Steffis Leitung gekocht und heute (8. Oktober 2018) für den Culinary Worldcup 2018 in Luxemburg trainiert: Im Trakehnerhof kocht die deutsche Köche-Nationalmannschaft unter Wettkampfbedingungen innerhalb von 6 Stunden ein 3-Gänge-Menü für 110 Gäste - wenn Sie wollen, dann können Sie heute Abend sogar dabei sein!

… weil drei Chemnitzer Ingenieure das Rad neu erfunden haben – als Bogenfahrrad, auch Bowbike genannt. Dieser Name ergibt sich aus der Form des Fahrradrahmens: er ähnelt einem vorgespannten Bogen und besteht aus einem speziellen Hochleistungstextil und Carbon. Oberrohr und Sitzstreben werden durch diesen Bogen ersetzt, Unterrohr und Kettenstreben durch ein Seil. Im Vergleich zu Alu-Rädern ist das Bowbike federleicht und dank des speziellen Rahmens auch kostengünstig herzustellen - kostengünstiger jedenfalls als bisherige Carbon-Fahrräder.

... weil an diesem Donnerstag (27. September 2018) in Leipzig Deutschlands erstes "Childhood-Haus" zur Betreuung junger Missbrauchsopfer eröffnet wird. So etwas sollte es eigentlich nicht geben müssen, aber leider erleben Kinder und Jugendliche Gewalt und Missbrauch und dann ist es sehr wichtig, dass sie einen Schutzraum haben und von Experten aufgefangen und sensibel betreut werden. Das Konzept orientiert sich am schwedischen "Barnahus"-Modell. Die Uniklinik Leipzig betreibt es gemeinsam mit der Childhood Foundation des schwedischen Königshauses - deshalb ist Königin Silvia bei der Eröffnung dabei.

… weil das staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz (smac) als erstes Museum in Deutschland mit dem europäischen Dasa-Award ausgezeichnet wurde. Die europäische Museumsakademie mit Sitz in Dänemark zeichnet seit 2011 Häuser aus, die sich um eine innovative Vermittlung und Präsentation bei ihrem Publikum verdient gemacht haben. Besonders gelobt wurde das klare Konzept des Museums als eines der interessantesten archäologischen Museen.

... weil kein anderes Bundesland seine Schulden schneller abbaut als Sachsen. Der Freistaat hat seine Schulden zur Jahresmitte 2018 um fast ein Fünftel reduziert. Damit steht Sachsen mit noch rund 1,4 Milliarden Euro in der Kreide. Und wenn der Wirtschaftsboom hier in Sachsen weiter anhält, werden wir vermutlich als erstes Bundesland komplett schuldenfrei sein. 

... weil am Fraunhofer-Institut in Dresden Oled-Knöpfe für Bekleidung entwickelt werden. Oleds sind organische Leuchtdioden aus Kohlenstoffverbindungen. Für ihre Produktion werden Glasscheiben oder hauchdünne Folien mit solchen Stoffen bedampft, damit sie helles Licht in verschiedenen Farben erzeugen. Im Vergleich zu normalen Leuchtstoffröhren brauchen sie viel weniger Strom und sind dabei absolut umweltfreundlich. Auch ein Einsatz in der Medizin ist denkbar: T-Shirts mit Infrarot-Strahlung könnten helfen, Hautkrankheiten zu behandeln. Bis die erste Oled-Mode in die Geschäfte kommt, wird es aber noch rund drei Jahre dauern.

... weil Sachsen auf dem Gebiet der schnellen Wasserrettung ein Vorreiter in Deutschland ist. Was in den USA Standard ist, wird auf dem Bärwalder See trainiert. Jens Kammann bildet Wasserretter aus ganz Deutschland im Umgang mit speziellen Rettungs-Jetskis aus. Er hat sich in Amerika zum Rescue Water Craft- Experten ausbilden lassen und gibt jetzt sein Wissen an Kollegen von Feuerwehren, Polizei und THW weiter. Damit ist er der einzige in Deutschland. Die Rettung per Jetski ist deshalb so ideal, weil diese keine außen liegenden Propeller und keine Bordwand haben. So ist es viel einfacher, Hilfesuchende aus dem Wasser zu ziehen, als mit einem Rettungsboot.

... weil die Leipzigerin Maria Till als erste Ostdeutsche an den Weltreiterspielen teilnimmt. Ausgerechnet in den USA, also im Mutterland des Westernreitens, darf die 21-Jährige heute (12. September 2018) antreten. In Tryon/ North Carolina startet Maria im "Reining", der Königsdisziplin des Westernreitens. Dabei müssen Reiter und Pferd eine absolute Einheit bilden. Das Pferd wird einhändig geführt und dabei ausschließlich im Galopp geritten. Die Leipzigerin rückte kurzfristig für Gina-Maria Schumacher, die Tochter von Formel-1-Legende Michael Schumacher, ins deutsche Team. Wir drücken fest die Daumen!!!

… weil der Leipziger Neandertaler-Forscher Svante Pääbo den Europäischen Wissenschaftspreis der Hamburger Körber-Stiftung bekommt. Damit wird die Pionierleistung auf dem Gebiet der Paläogenetik ausgezeichnet. Pääbos Team entschlüsselte das Erbgut des Neandertalers. Sie fanden heraus, dass auch moderne Menschen vor rund 50.000 Menschen mit Neandertalern zusammentrafen und gemeinsamen Nachwuchs zeugten.

... weil Sachsens Väter die Besten sind. In keinem anderen Bundesland in Deutschland nehmen so viele Väter das Elterngeld in Anspruch wie hier in Sachsen. 26,5 % der sächsischen Papas kümmern sich nach der Geburt im Rahmen der staatlich geförderten Auszeit um ihre Kleinen. Im Schnitt machen das in Deutschland 22,2 %.

… weil die Leipziger Kanuten bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg 30 Medaillen geholt haben. Mehr als 1000 Sportler aus 114 Vereinen waren vertreten, von den Schülern bis zur Leistungsklasse, darunter Weltmeister und Olympiasieger. Zwei Titel erkämpfte DHfK- Talent Tom Skodaveßely, darunter Gold im C2 (Zweier-Canadier) mit seinem Vereinskollegen Finn Hoffmann. Die 15jährige Tabea Gabelunke sicherte sich den Vizemeister-Titel und qualifizierte sich für die Olympic Hope Games in der zweiten Septemberwoche Woche im polnischen Posen. Herzlichen Glückwunsch!

… weil in Wilsdruff jetzt Europas modernstes Werk für Dialysatoren steht. Dialysatoren sind wichtige Teile für die Blutwäsche nierenkranker Menschen. Zur Eröffnung am 4. September 2018 kam unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Mit der Fabrik entstanden insgesamt 170 neue Arbeitsplätze.

… weil der beste Hoteldirektor Deutschlands aus Sachsen kommt. Marc Cantauw vom Hotel „König Albert“ im vogtländischen Bad Elster wurde vom Trebing-Lecost-Verlag  zum „Hotelmanager des Jahres 2018“ gewählt. Er hat nicht nur dem Hotel innerhalb kürzester Zeit mehr Gäste und Renommee verschafft, sondern packt als Boss auch im Service mit an, wenn nötig. Er beantwortet jede Online-Kritik persönlich; und er hat zusammen mit einem Landwirt in Reichenbach den Anbau einer neu gezüchteten Kartoffelsorte namens „König Albert“ initiiert. Cantauw erhält die Auszeichnung am kommenden Samstag (1.9.2018) auch im Beisein unseres Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

… weil die Bühnenbildner der renommiertesten Theater und Opern Bühnenausstattungen aus Sachsen beziehen. Ob das Burgtheater in Wien, das Opernhaus Zürich oder die Bayreuther Festspiele - alle sind Kunden der Design-Manufaktur C.G.G. Schönfeld aus Crimmitschau. Das kleine Unternehmen an der Pleiße hat sich auf vor allem auf die Herstellung von Bühnenrasen spezialisiert. Dabei stehen 2772 Varianten zu Auswahl. Was aussieht wie Stoppelfelder oder Rasen, ist in Wirklichkeit gewebter Sisal oder Jute. Hinzu kommen Wüsten, Schneelandschaften, Unterwasserwelten oder Moorlandschaften.  

... weil der Zoo Leipzig weltweit am erfolgreichsten Tiger züchtet. Seit 1957 wurden hier 350 der stark gefährdeten Tiere geboren. Seit 2003 leben die Raubkatzen in der wunderschönen Tiger-Taiga , wo man sie sogar beim Schwimmen oder der täglichen Fütterung sehen kann.

... weil das Dresdner Stadtfest das Größte in Deutschland ist. Am vergangenen Wochenende strömten rund eine halbe Million Menschen in die Landeshauptstadt, um gemeinsam auf 9 Bühnen und 15 Flächen u.a. Glasperlenspiel und Lea zu sehen. Es gab jede Menge zu erleben, zu kosten, auszuprobieren - darunter auch noch einen weiteren weiteren Superlativ, nämlich den weltgrößten mobilen Aussichtsturm, den Skyliner. Der wurde für's Stadtfest extra rangekarrt

 weil der gebürtige Dresdner Peter Scholze der jüngste Mathematik-Professor Deutschlands war. Nach Stationen in Paris und Harvard lehrte er mit gerade mal 24 Jahren an der Uni Bonn. Nun - sechs Jahre später - hat der Algebra-Crack eine der renommiertesten Auszeichnungen seines Fach bekommen, die Fields-Medaille. Und die ist vom Renommee vergleichbar mit einem Nobelpreis. Sie wird nur alle vier Jahre an herausragende Mathematiker unter 40 Jahren vergeben. Peter Scholze ist der zweite Deutsche, der sie bekommen hat.

... weil der 17jährige Lucas Lindner aus Schreiersgrün zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft im Wasserrutschen gewonnen hat. Die wird seit 1991 jedes Jahr im Auersbacher Ortsteil Rebesgrün ausgetragen. Und auch in diesem Jahr waren knapp 140 Rutscher in vier Altersklassen angetreten,um, den Titel zu holen. Der beste aber war Lukas, der die 75 Meter lange Rutsche in 10,248 Sekunden runtersauste und damit auch neuen Bahnrekord aufstellte.

… weil die Chemnitzer Rope Skipperinnen bei der WM in Florida einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronzemedaillen geholt haben. Rope-Skipping ist eine besonders sportliche Version des Seilspringens mit akrobatischen Elementen, Choreografien und spektakulären Tricks. Unser achtköpfiges WM-Team vom TSV Einheit Süd Chemnitz e.V. kämpfte neben 900 Athleten aus 30 Ländern in zwölf verschiedenen Einzel- und Teamdisziplinen - und das wieder sehr erfolgreich. Herzlichen Glückwunsch!!!

… weil der Leipziger Schwimmer Ramon Klenz bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin Gold holte über 200 Meter Schmetterling - und das mit der Rekordzeit von 1:55,76. Damit hat er die Uralt-Bestmarke von Michael Groß („Albatros“) von 1986 (1:56,24) eingestellt. Aktuell ist Ramon Klenz damit sogar der Dritte der Europa-Rangliste.

…weil Deutschlands größtes Simsontreffen am Wochenende in Zwickau über die Bühne ging. Mehr als 4200 Kult-Mopeds waren mit Ihren Besitzern aus Russland, Holland, Polen, Ungarn, der Schweiz und natürlich aus Deutschland angereist, um den mehr als 8000 Besuchern ihre heißen Schwalben, Spatzen und Stare zu präsentieren. Eine halbe Million Simsons sind in Deutschland noch zugelassen, in Zwickau lebt der Kult aus Suhl weiter.

… weil die beste Nachwuchs-Ingenieurin Deutschlands aus Dresden kommt. Eine Jury mit Vertretern von neun führenden technischen Universitäten in Deutschland kam nach der Prüfung der Maschinenbau-Doktorarbeit von Dr. Iris Kruppke zu diesem Ergebnis. In ihrer Promotion hatte sie neue Wege beschrieben, um Karbonfasern mit Kunststoffen zuverlässiger zu verbinden. Das soll besonders leichte und feste Bauteile ermöglichen: in Autos, Flugzeugen und anderen Maschinen sowie in der Architektur.

… weil Forscher der TU Bergakademie Freiberg einen Durchbruch beim Recycling von Plastikmüll geschafft haben. Wurde bisher aus Plastikabfall "nur" ein Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff gewonnen, können nun erstmals auch die dabei entstehenden Rückstände weiter verwertet werden. Den Freiberger Forschern zufolge lassen sich aus der verglasten Schlacke nun auch Metalle zurückgewinnen. Damit kann man den Kohlenstoff-Kreislauf schließen und prozessbedingte Verluste ausgleichen. 

… weil am Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik ein Bluttest entwickelt wurde, für den lediglich ein Tropfen aus der Fingerkuppe ausreicht, um daraus eine Art Gesundheits-Fingerabdruck zu erstellen. Daran zeigt sich, ob bei einer Testperson künftig Krankheiten wie Diabetes, Multipler Sklerose auftreten werden. Daraus ergibt sich ein wichtiger Vorsprung für die Behandlung. Der Schnelltest soll etwa 100 € kosten und demnächst auf den Markt kommen.

… weil wir Fußball-Weltmeister sind - zumindest bei der Robo-Cup-WM in MontrealDie Studenten der HTWK Leipzig standen mit ihren Robotern im Finale gegen ein deutsches Team aus Bremen und haben hier 1:0 gewonnen. Nach vielen zweiten Plätzen hat das "Nao-Team" der HTWK damit in diesem Jahr zum ersten Mal nicht nur die RoboCup German Open, sondern auch die Weltmeisterschaft gewonnen (Video hier).

… weil Europas längste Flyline im Moment in Oberwiesenthal gebaut wird. Flyline ist eine Mischung aus Seilrutsche, Sommerrodel- und Achterbahn. Man hängt in einem Sitzgurt mit Schlitten und und schießt - an einem Rohrsystem hängend - den Fichtelberg runter. Wird das Tempo zu hoch, bremst die Bahn automatisch ab. 1500 Meter lautloses Fliegen durch den Wald - so lang ist keine andere Flyline in Europa; und auch beim Höhenunterschied von 300 Meter kann sonst keiner mithalten! Ab Ende August 2018 soll der Spaß losgehen.

… weil aus Glashütte die erste Taucheruhr der Welt kommt, die auf dem Ziffernblatt eine komplette Dekompressionstabelle hatDie Firma Kronsegler hat die Uhr für Sporttaucher entwickelt, aber auch für militärische Zwecke. Sie hat ein mechanisches Werk, das sich automatisch aufzieht - denn bei Quarzuhren besteht das Risiko, dass sie unter Wasser stehen bleiben, weil es zu kalt ist oder die Batterie aufgibt. Das aber ist für Taucher extrem gefährlich, weil sie ja beim Auftauchen bestimmte Zeiten für Dekompression einhalten müssen. Mit dieser Uhr kann das nicht passieren - so lassen sich Tauchgänge perfekt planen und einhalten.

… weil Deutschlands größter Rutschen-Turm im Sonnenpark Oberlichtenau entsteht. Der wird 30 Meter hoch und hat 9 Rutschen, darunter eine 5 Meter lange Wellenrutsche und eine 60 Meter langen Freifall-Rutsche. Zu den Sommerferien ist der Rutschen-Turm fertig.

…weil die Firma Wisefood aus Langenbernsdorf einen essbaren Trinkhalm entwickelt hatfür die sie in Berlin von der der Initiative "Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichnet wurdeDie essbaren Trinkröhrchen bestehen aus Fruchtresten, die bei der Apfelsaftherstellung anfallen. Sie sind einerseits kompostierbar, lassen sich aber auch als Snack verspeisen. Die Erfindung ist auch vor dem Hintergrund wegweisend, dass die EU mittelfristig Einweg-Plastik verbieten will, denn Plastik-Trinkhalme können Meerestiere gefährden.

... weil das Private Institut für Analytik (Ifu) aus Frankenberg ein europaweit einzigartiges Gerät zur Geruchserkennung entwickelt hat. Der Smellmaster ist ein Kasten - etwa so groß wie zwei Schuhkartons, der alle zehn Sekunden tief "Luft holen" kann und gelernt hat, unter Millionen Messdaten einzelne Gerüche zu unterscheiden. Dadurch kann festgestellt werden, woher störende Gerüche kommen und wie oft sie auftreten. Das ist vor allem für Umwelt- und Überwachungsbehörden wichtig, aber auch für Unternehmen aus der Landwirtschaft.

… weil Victor Stryapin aus Leipzig der beste Gitarrist Deutschlands in seiner Altersklasse ist. Der 14-Jährige gewann auf Bundesebene bei „Jugend musiziert“ den ersten Preis- als Einziger in seiner Altersklasse mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten. Dafür hat er in den letzten acht Jahren viel geübt, dreimal die Woche geht er zum Gitarrenunterricht und täglich übt er mindestens eine Stunde, vor Wettbewerben sogar zwei. Den Preis hat er sich wirklich hart erarbeitet!

... weil der erste Deutsche im Weltall ein Sachse war: Unser Sigmund Jähn aus dem Vogtland! 1978 startete er gemeinsam mit Waleri Bykowski in der Sojus 31 zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Während der 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden im Weltall führte Sigmund Jähn jede Menge Experimente durch und wurde hinterher zum Nationalhelden der DDR und der Sowjetunion. Heute nun ist er wieder an der Startrampe und winkt den Astronauten um Alexander Gerst hinterher, wenn sie um 13:12 Uhr in Baikonur von Juri Gagarins Rampe zur ISS starten.

… weil Archäologen in einem alten Bergwerk in Dippoldiswalde ein fast vollständig erhaltenes Hauerstühlchen aus dem 13. Jahrhundert entdeckt haben. Das nur 25 cm hohe Stühlchen diente Bergleuten unter Tage zum Sitzen während ihrer schweren Arbeit. Weltweit ist es das einzige seiner Art, das nachweislich aus einem mittelalterlichen Bergwerk stammt. Das Stühlchen wird jetzt restauriert. Ab August soll es im Museum für mittelalterlichen Bergbau im Schloss Dippoldiswalde zu sehen sein.

… weil das größte Dixieland-Festival Europas seit 48 Jahren in Dresden stattfindet. Immer im Mai strömen Hunderttausende in die Landeshauptstadt, um nicht nur großartige Jazz- und Dixiemusik auf über 40 Konzerten zu erleben, dazu eine Brassband-Parade und eine Jazzmeile, sondern um auch noch die Riverboat-Shuffle mit der größten Raddampferflotte der Welt zu sehen.

… weil in Dresden an der Uniklinik ein neues Verfahren zur Prostata-Operation entwickelt wurde. Bei dem minimalinvasiven Eingriff wird ein Medikament in das vom Krebs betroffene Gewebe eingebracht und durch Laserfasern aktiviert. Dadurch werden die Gefäße zerstört und das vom Krebs befallene Gewebe stirbt ab - das Organ an sich kann aber erhalten werden. Diese schonende OP, genannt Tookad, lässt sich zwar nicht bei jedem Patienten durchführen, aber bei bis zu 13.000 Patienten jährlich bringt sie deutlich weniger Nebenwirkungen.

… weil Dresdner Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut das weltweit größte Satellitenteil aus dem 3-D-Drucker herstellen werdenDieses Metallteil von rund 3 Meter Durchmesser wird die Basis für das europäische Weltraumteleskop Athena sein. Es soll aus 1062 einzelnen Waben mit kleinen Hohlräumen bestehen, in die später die Augen des Röntgen-Teleskops eingesetzt werden. Damit soll Athena in 10 Jahren die gigantischen Vorgänge um die schwarzen Löcher beobachten und bis ins Zentrum der Galaxien schauen können.

... weil einer der ältesten Bäume Deutschlands in Collm bei Oschatz vor der Kirche steht. Die Linde ist 18 Meter hoch mit 11 Meter Stamm-Umfang - und ungefähr 1000 Jahre alt. Vielleicht haben sich unter ihr schon die alten Germanen - oder auch die Wenden - ausgeruht. Markgrafen und Fürsten trafen sich hier im Mittelalter zu Versammlungen - und wer weiß, wer so alles Liebesbotschaften in den Stamm geritzt hat?

… weil das Staatsweingut Schloss Wackerbarth beim Weinwettbewerb Concours International de Lyon in Frankreich für den 2015er Blaufränkischen eine Silbermedaille abgeräumt hat. Bisher war ja Sachsen nur für seine edlen Weißweine bekannt, doch durch die Klimaerwärmung scheint die Sonne hier immer länger; und damit bekommen auch die roten Trauben eine immer bessere Qualität. Dass aber gleich bei der ersten Teilnahme bei diesem Wettbewerb eine Medaille rausspringen würde, das haben sich die Winzer auch nicht träumen lassen. Herzlichen Glückwunsch!

... weil es die größte Museumsvitrine der Welt in der Zittauer Kreuzkirche gibt. Die ist 6,80 mal 8,20 Meter groß und beherbergt ein Fastentuch aus dem Jahr 1472. Früher verhüllte es während der Fastenzeit vor Ostern den Blick zum Altar. In 90 Bildern erzählt das große Zittauer Fastentuch biblische Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Unser Gewinner der RADIO PSR-Sachsenmeisterschaft hat es damit sogar ins Guinessbuch der Rekorde geschafft

… weil Leipzig jetzt Deutschlands modernsten Bahnhof für Fernbusse hatAn der Ostseite des Hauptbahnhofs ist der entstanden und bietet den Reisenden ähnlich wie ein Flughafen-Terminal ein warmes Plätzchen, wettergeschütztes Ein-und Aussteigen, natürlich Toiletten und einen Imbiss, um sich vor Abfahrt noch mal zu stärken. Das eigene Auto kann man dort ab Mai 2018 im darüber liegenden Parkhaus abstellen. Ab Samstag (24.3.) sollen hier pro Jahr rund 30.000 Busse ein- und ausfahren.

… weil Deutschlands erster Fernsehkoch ein Sachse war. Kurt Drummer aus Chemnitz begann 1958 im DDR Fernsehen aus den nicht gerade reichlich vorhandenen Lebensmitteln Gerichte für die geneigte Hausfrau zu kochen. 25 Jahre lang hieß es „Der Fernsehkoch empfiehlt“, bis er auf eigenen Wunsch im Jahr 1983 nach 650 Folgen den Kochlöffel an den Nagel hängte.

... weil Dresdner Forscher den ersten Supercomputer mitentwickelt haben, der wie das menschliche Gehirn arbeitet. Ihr sogenannter Spinnaker-Chip hat eine Rechenleistung von 36 Millionen Anweisungen pro Sekunde und Watt und ist damit schon nah dran an der Leistung, die unser Gehirn aufbringt. Damit kann man Dinge berechnen, die bisher noch nicht berechenbar sind. Und das ist damit nicht nur ein Puzzleteil für eine völlig neue Generation von künstlicher Intelligenz, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Hirnforschung der Zukunft.

... weil es Dresdner Forschern gelungen ist, HIV in lebenden menschlichen Zellen vollständig zu vernichten. Die Wirkstoffe, die sie gemeinsam mit Hamburger Kollegen entwickelt haben, trennen den Virus-Code von der Zelle und töte ihn vollständig ab, so dass die Zelle in 90 % aller Blutproben geheilt ist. Und das Beste daran: es treten dabei auch keine zellschädigenden Nebenwirkungen auf. Mit dieser Methode wird nicht nur Aids künftig heilbar, sondern auch vererbbare genetische Krankheiten. Bis das soweit ist, werden aber noch ein paar Jahre ins Land gehen.

… weil in Eibenstock Einlegesohlen entwickelt wurden, mit denen wir nie wieder kalte Füße haben. Die kleine Stickerei Funke verstickt eine Faser, die die Infrarotstrahlung (also die Wärme) des Körpers zurückwirft. Dazu haben die Einlegesohlen einen Massage-Effekt an der Fußsohle und können gleichzeitig Druck- und Belastungsbeschwerden reduzieren. Das beste: die Einlegesohlen können gewaschen werden, so dass man immer eine hygienisch frische Sohle im Schuh hat und sie auch barfuß tragen kann (Lieferbar ab März 2018).

… weil aus Leipzig eine neue Sicherheitstechnik gegen LKW-Schlitzer kommt. Für Transportunternehmen ist es ein großes Problem: Auf Raststätten schlagen oft Diebe zu und schlitzen die Planen der Laster auf, um fette Beute zu machen. Waren im Wert von 1,2 Milliarden werden so jedes Jahr geklaut. Die Koch Kommunikation hat jetzt einen kleinen Infrarotsender entwickelt, der den Innenraum des Lasters überwacht. Sobald der Sensor eine Verletzung des Innenraums feststellt, sendet er einen Alarm sowohl an den Fahrer als auch zum Basisgerät. Der Einbau und  die Handhabung sind supereinfach und sehr wirkungsvoll.

… weil das Erzgebirge die Heimat von Deutschlands erfolgreichsten Olympioniken ist. Bei olympischen Winterspielen haben Sportler aus dem Erzgebirge bisher 18 Gold,- 16 Silber- und 11 Bronzemedaillen geholt, so viele wie in keiner anderen Region. Und da noch einige Sachsen bei den olympischen Winterspiele in Pyeongchang antreten werden, kann die Zahl auch vielleicht noch nach oben korrigiert werden. Spitzenreiter bleiben wir aber auf jeden Fall, denn die Sportler aus dem Berchtesgadener Land liegen ein ganzes Stück im Medaillenspiegel hinter den Sachsen.

… weil am Klinikum Görlitz Chirurgen das weltweit erste Wirbelsäulenimplantat aus dem 3 D-Drucker eingesetzt haben. Nach einem Bandscheibenvorfall oder einem schweren Unfall müssen die Wirbel oft stabilisiert werden, wo die Bandscheiben ihren Dienst versagen. Dabei wird das Implantat zwischen den Wirbeln angebracht - und zwar in geschlossenem Zustand. Erst im Laufe der OP wird das Implantat aufgespannt und der Chirurg kann die Höhe und den passenden Winkel des einstellen. Das bedeutet mehr Flexibilität und weniger Schmerzen für den Patienten.

... weil unsere Chemnitzerin Aljona Savchenko und ihr Partner Bruno Massot bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea das erste Eiskunst-Paarlauf-Gold für Deutschland seit 66 Jahren geholt haben!!! Mit ihrer Kür erreichten sie den bisher noch nie vergebenen Wert von 159,31 Punkten- das ist Jury-Rekord. Herzlichen Glückwunsch!!!

… weil Forscher der TU Freiberg den Superwerkstoff entwickelt haben. Alle Automobilbauer träumen von leichtem und festem Material, das gleichzeitig in der Lage ist, bei einem Crash die Aufprallenergie gut aufzunehmen, indem es sich verformt. So ein Material wurde in Freiberg aus Metall und Zirkondioxid-Keramik entwickelt, die in ausgeklügelten Strukturen miteinander verbunden werden. Bei einem Unfall verändert sich die Anordnung der Atome innerhalb des Materials: Es dehnt sich quasi aus, obwohl es ein fester Werkstoff ist. Dieses Material kann also in Zukunft bei Unfällen Leben retten.

… weil Wissenschaftler aus Sachsen ab 8. Juni auf Weltraummission gehen. Die Forscher der TU Dresden und der Leipziger Cortex Biophysik GmbH haben ein System entwickelt, das Alexander Gerst bei seinem nächsten Trip ins Weltall komplett überwachen wird. Seine vollständigen Körperfunktionen werden durchgängig aufgezeichnet, inklusive Atemstärke, -richtung und -frequenz. Dafür muss er eine Atemmaske mit kurzem Schlauch zu einem mobilen Sensor tragen, der kleiner und leichter ist als jedes vergleichbare Gerät. Die gesammelten Informationen sind nicht nur wichtig für weitere Raummissionen, sondern können, wenn sie sich im All bewähren, demnächst auch auf der Erde genutzt werden.

... weil aus Sachsen einzigartiger Hörschmuck kommt. Die Firma EORA Hörschmuck aus Dresden kaschiert Schwerhörigkeit ganz elegant. Die Technologie des Hörgeräts wird dabei in einem schicken Ohrclip versteckt, der von ganz normalem Schmuck nicht zu unterscheiden ist. Der Lautsprecher verschwindet direkt im Ohr und ist somit praktisch unsichtbar. Nicht nur die Kundinnen sind begeistert und kommen mittlerweile auch aus dem Ausland, das Familienunternehmen hat mit seiner tollen Entwicklung den begehrten Red Dot Design Award bekommen.

... weil aus Sachsen die wohl schönsten Spieldosen der Welt kommen. In der Manufaktur Flade in Olbernhau werden seit 25 Jahren kleine Welten aus gedrechselten Miniaturfigürchen in filigraner Handarbeit gefertigt - so winzig und millimetergenau, dass man das Gefühl hat, sie sind einem Bilderbuch entsprungen. Die Spieldosen besitzen 36stimmige mechanische Musikwerke von der letzten Firma ihrer Art in der Schweiz. So eine Spieldose von Flade ist eine Kostbarkeit für Generationen!

… weil sich die größte Sammlung historischer Lehrtafeln in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig befindet. Jetzt ist sie auch wieder richtig aufgemöbelt und für Besucher zugänglich gemacht worden. Rund 12.000 historische Lehrtafeln und Stammbäume aus den Jahren 1912 bis 1987 wurden in den letzten zwei Jahren aufwendig gereinigt und konserviert. Diese Tafeln sind auch deshalb so besonders, weil sie oft die politische Denkweise ihrer Entstehungszeit widerspiegeln.

… weil das Startup Wandelbots aus Dresden eine Software entwickelt hat, mit der Roboter künftig bestimmte Bewegungsabläufe von Menschen lernen und anschließend selbstständig Aufgaben erledigen können. Hebt ein Arbeiter seinen Arm und ergreift einen Gegenstand, kann der Roboter seine Bewegung sofort nachvollziehen. Die Daten werden über die Jacke und die Handschuhe der Person an eine Software übertragen. Innerhalb weniger Minuten weiß die Maschine dadurch genau, was zu tun ist und kann sich zudem blitzschnell auf neue Anforderungen einstellen. Wofür Spezialisten und Programmierer bis vor Kurzem noch mehrere Tage gebraucht haben, dafür ist mit Wandelbots kaum noch Zeit und Expertenwissen nötig. Gerade gefährliche Tätigkeiten wie chemische Prozesse können in Zukunft von Robotern erledigt werden.

... weil ein Sachse das Gerät zur Messung von Windgeschwindigkeiten erfunden hat. Der Leipziger Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) hatte zu seiner Zeit so viele geniale Einfälle, dass er als wichtigster Vordenker der Aufklärung gilt. Schon Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte Leibniz das Gerät, das die Geschwindigkeit des Windes misst. Er erbrachte auch noch vor Sigmund Freud den Beweis für das Unterbewusstsein des Menschen, er entwickelte das Dualsystem mit den Ziffern 0 und 1 (die Basis jeder Computer-Programmierung) und erstellte Pläne für ein U-Boot. Kurz: ein Sachse, auf den wir stolz sein können.

… weil sächsische Kliniken die zufriedensten Patienten in Deutschland haben. 82 % der sächsischen Patienten würden ihr Krankenhaus weiterempfehlen - das ist das Ergebnis einer Bertelsmann-Studie, für die 700.000 Fragebögen ausgewertet wurden. Auch die einzelnen Fachabteilungen, vor allem der Inneren Medizin und der Chirurgie schnitten sehr gut in der Bewertung ab.

... weil es in Sachsen das erste Baumhaushotel Deutschlands gibt, nämlich im "Abenteuerfreizeitpark Kulturinsel Einsiedel“ bei Görlitz. Was mit einem bewohnbaren Baumhaus begann, hat sich nun auf neun gesteigert. Und da zu wohnen, ist echt abenteuerlich. In jedem Baumhaus in 10 Metern Höhe verbirgt sich eine Sitzecke, eine Schlafnische und eine Minitoilette. Die meisten haben auch noch einen Balkon. Und wer sich traut, kann sich morgens von der Höhen-Schock-Dusche mit Freilufttrocknung wecken lassen. Dafür wird man mit einem einmaligen Blick über das Neißetal bei Sonnenaufgang belohnt. Am 11. März können sie sich das anschauen, da ist Tag der offenen Baumhäuser.

… weil das Leipziger Institut für Rechtsmedizin und die Hochschule der Sächsischen Polizei den Beweis erbracht haben, dass Spürhunde die menschliche DNA erschnüffeln können. Bisher galt ihre Arbeit vor Gericht als unsicher, doch nun wurde in einer vierjährigen Studie nachgewiesen, dass die Hunde in 98 % der Fälle die Geruchsspur sicher aufnehmen können. Die Suche funktioniert sogar über viele Kilometer und auch noch sechs Monate später, selbst in der Stadt. Das bedeutet: die Polizei kann im Nachhinein noch überprüfen, ob ein Tatverdächtiger wirklich am Tatort war.

… weil es in Taucha noch in diesem Jahr den einzigen buddhistischen Tempel aus Holz geben wird. Aus Spenden finanziert soll er eine Brücke schlagen zwischen den Kulturen, Menschen und Religionen. Der Tempel wurde nach 1000 Jahre alter Tradition in Vietnam gefertigt, zerlegt und in Container nach Deutschland gebracht. Hier wird er bis zum Herbst ohne Metallstifte zusammengesetzt, er steht allein durch seine Schwerkraft. In Taucha finden schon seit 2014 regelmäßig buddhistische Kongresse statt.

... weil der Chemnitzer Nico Ihle bei den Europameisterschaften im russischen Kolomna die erste Medaille für Deutschland geholt hat: im Eisschnelllauf über 1000 Meter. Innerhalb eines Jahres hat der Chemnitzer damit nun schon drei Mal Medaillen errungen. Diesen Erfolgsschwung nimmt er hoffentlich nächsten Monat mit zu den olympischen Winterspielen in Südkorea - wir drücken fest die Daumen!

... weil das Leipziger Unternehmen Offstimme die erste Synchronisationsfirma in Deutschland ist, die sich ausschließlich auf nicht-deutsche Stimmen spezialisiert hat. Offstimme wurde im Jahr 2008 von professionellen englischsprachigen Synchronsprechern gegründet. Sie hatten die Idee, die ausländische Nachfrage der deutschen Rundfunk- und Medienindustrie zu stillen. Und so haben sie einen großen Pool an professionellen Sprechern aus der ganzen Welt.

… weil das Dresdner Unternehmen Heliatek Solarfolien entwickelt hat. Die hauchdünnen Solarzellen lassen sich an jede Hauswand und sogar auf Glasscheiben montieren, so dass ein Großteil der Energie, die z.B. ein Wolkenkratzer braucht, direkt vor Ort erzeugt werden könnte. Mit herkömmlichen Solarmodulen wäre das nicht möglich, die sind zu schwer. Und bei diesen Solarfolien handelt es sich um organisches Material, also eine umweltfreundliche Technologie, für deren ressourcenschonende Produktion die Firma bereits mit dem GreenTec Award ausgezeichnet wurde.

… weil in Sachsen das einzige Maroni-Bier Deutschlands gebraut wird. In „Lotters Wirtschaft“ im Hotel „Blauer Engel“ in Aue hat Braumeister Willi Wallstab aus den klassischen Bier-Grundzutaten, Esskastanien und Kokosmilch ein leicht nussig schmeckendes Bier mit einer sämigen Note gebraut. 120 Flaschen gibt es von dieser Sonderedition. Aber in Lotters Wirtschaft gibt es noch viele andere Spezialitäten, wie das prämierte Rosenbier „Dornröschen“ oder „Lotters Steinbier“. Der neueste Clou ist ein Starkbier namens „Bockgunder“. Das wird mit Rotweinhefe gebraut, hat 7 Volumenprozent Alkohol und wurde vom Fachmagazin „selection“ mit fünf Sternen und "herausragend - Weltspitze" ausgezeichnet.

... weil die weltweit größte Krippe ihrer Art in Annaberg-Buchholz steht: in der einzigen Bergkirche Sachsens, in St. Marien. Fünf Holzbildhauer haben im Jahr 2008 damit begonnen, das biblische Weihnachtsgeschehen in eine Bergbaulandschaft des 19. Jahrhunderts zu verlegen. Bis 2015 haben sie 35 wunderbare Holzfiguren geschaffen, jede um 1,20 m groß. Und das Kunstprojekt ist noch nicht beendet, denn nun entsteht in Annaberg- Buchholz auch ein Krippenweg, der mit neuen Figuren den Weg zur Kirche weist. Die erste, ein Arzt, findet man an der Touristeninformation, die neuste ist die Figur einer Säuglingsschwester, die bis zum 22.12. in der Bergkirche steht. Danach findet sie im Erzgebirgsklinikum ihren endgültigen Platz.

... weil aus Dresden weltweit einzigartige Fettwürste kommen, die einen wichtigen Job im Schienenverkehr erledigen. Eisenbahnschienen müssen ja auf Betonschwellen mit Schrauben und Dübel befestigt werden - und damit sie vor Rost geschützt sind, bekommen sie ein Schwellenschutzfett. Das wurde bisher bei der Montage per Hand und damit recht ungenau verteilt. Die Firma Elaskon aus Dresden hat nun das Fett in Miniwürsten portioniert, so dass das Fett punktgenau da landet, wo es hingehört. Größter Abnehmer der Fettwürste ist mit 500 Tonnen in diesem Jahr China.

… weil es in Dresden eine der größten Farbstoffsammlungen Deutschlands gibt. Die fristet in einem alten Backsteinhaus auf dem Gelände der TU ein wenig beachtetes Dasein. Dabei ist die Sammlung wirklich spektakulär: 8000 verschiedene Farbstoffe lagern hier in kleinen Fläschchen - die älteste aus dem Jahr 1851, eine der wertvollsten ist Indischgelb. Dieses Farbpigment wurde Ende des 19.Jahrhunderts aus dem Urin von Kühen gewonnen, die vorher Mangoblätter gefressen hatten. Auch das Purpur, das einst nur Kaisern, Königen und Kardinäle vorbehalten war, findet man hier. Das Purpur wird aus dem Drüsensekret von Purpurschnecken gewonnen - allein für ein Gewand sind 25.000 Stück nötig.

... weil wir Sachsen den Stollenpfennig erfunden haben. Seit 1994 stellen knapp 600 Bäcker in Sachsen in der Vorweihnachtszeit Sammeldosen auf ihre Tresen, die von vielen Kunden mit dem Wechselgeld gefüllt werden. An diesem Donnerstag (30.11.) wird die diesjährige Aktion in Pulsnitz eröffnet. Stollenpfennig heißt es deshalb, weil das Motto lautet: „Wir haben Stollen, andere nicht mal Brot". Bisher kamen so über eine halbe Million Euro für Projekte von „Brot für die Welt“ zusammen.

… weil der Sommelier des Jahres 2018 aus dem Leipziger 2-Sterne Restaurant Falco kommt. Christian Wilhelm überzeugte das Team des renommierten französischen Restaurantführers Gault Millau durch sein umfassendes Wissen und seine hervorragenden Empfehlungen zur aromenstarken Küche des Falco. Außerdem ist er ein engagierter Botschafter der aufstrebenden Winzer im Osten Deutschlands.

… weil es in Leipzig die erste professionelle Kuschlerin gibt. Elisa Meyer stammt eigentlich aus Luxemburg und hat sich voll und ganz der Psychologie des Fühlens und Tastens verschrieben. Hirnforschungen beweisen, dass Kuscheln und Berührungen ein menschliches Grundbedürfnis sind, leider bei vielen aber viel zu kurz kommen. Die Kuschlerin bietet Gespräche und sanfte Streicheleinheiten an, fernab von irgendwelcher Erotik. Hier geht es ausschließlich um Geborgenheit und Zuwendung. Deswegen kommen auch viele Männer und Frauen zu ihr, die das in ihren Beziehungen vermissen - aber auch Menschen mit Missbrauchserfahrung, die sonst keine Berührungen aushalten.

… weil aus dem Erzgebirge maßgefertigte beheizbare Lederhandschuhe kommen. Die sind u.a. für Menschen mit dem „Raynaud-Syndrom“ gedacht - das ist eine Durchblutungsstörung der Hände, die oft bei Frauen auftritt. Unterhalb von 5 Grad werden die Hände kalt und weiß und verursachen Schmerzen wie bei Nadelstichen. In den Spezialhandschuhen der Lederhandschuh-Manufaktur aus Hundshübel befindet sich ein textiles Heizband, das über Tasten ein-und ausgeschaltet werden kann und die Finger punktgenau da wärmt, wo es nötig ist, ohne sie zu überhitzen. Dieses Heizband wiederum wurde in Chemnitz von der ITP Gmbh, der Gesellschaft für intelligente textile Produkte entwickelt.

... weil der Leipziger Kirchenmusiker Martin Schmeding Professor des Jahres 2017 ist - und zwar in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Die Jury der Unicum-Stiftung wählte bundesweit aus 2000 Hochschulen vier Professoren der unterschiedlichen Fachrichtungen aus, die diesen undotierten Preis erhalten werden. Bei ihrer Entscheidung stützten sie sich unter anderem auf die Fragebögen der Studenten, Kollegen und Mitarbeiter an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Sie loben den Orgel-Dozenten Schmeding für seine besonders intensive und individuelle Betreuung der Kirchenmusiker.

… weil die vermutlich älteste Nudel der Welt in Sachsen gefunden wurde. Auf dem prähistorischen Gräberfeld in Niederkaina bei Bautzen hat man ein Grab entdeckt, in dem als Beigabe für das Leben nach dem Tod u.a. ein nudelähnlicher Teig lag. Man vermutet, dass der Verstorbene rund 2500 Jahre vor Christi Geburt dort zunächst verbrannt und dann auf dem Schafberg mit all den Grabbeigaben beerdigt wurde. Diese Entdeckungen sind im Moment neben vielen anderen Exponaten in der Ausstellung "Tod & Ritual - Kulturen von Abschied und Erinnerung" im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz zu sehen. 

… weil zum ersten Mal ein Sachse drei Sterne im Guide Michelin "erkocht" hat. Torsten Michel aus Dresden übernahm erst 2016 das Sterne-Restaurant Traube-Tonbach in Baiersbronn im Schwarzwald. von Gourmet-Legende Harald Wohlfahrt. Die Messlatte lag enorm hoch. Wohlfahrt hatte 25 Mal die höchste Auszeichnung des renommierten französischen Restaurantführers bekommen. Dass nun auch sein Nachfolger gleich im ersten Jahr drei Sterne erhält, ist schon besonderer Ritterschlag.

… weil Dresdner Mediziner ein neuartiges Medikament für Leukämie-Patienten entwickelt haben. Dabei bekommen Patienten mit einer bestimmten Form der Leukämie einen speziell designten Eiweißbaustein, der sich mit einem Ende an die untätigen Immunzellen heftet und sie dann zu den Blutkrebszellen schleppt. Dort dockt sie mit dem anderen Ende an wie eine Kupplung und gibt Zellgift direkt in die Tumorzelle ab. Die Nebenwirkungen sind dabei sehr gering. Nach 15 Jahren Forschung haben die Wissenschaftler nun eine Zulassung für einen Test im Krankenhaus erhalten. Bis zur allgemeinen Zulassung werden wahrscheinlich noch etwa fünf Jahre vergehen.

… weil "Reclams Universal-Bibliothek“ vor 150 Jahre in Leipzig gegründet wurde1867 brachte Anton Philipp Reclam in Leipzig den ersten Band der sogenannten Universalbibliothek heraus, es war Goethes "Faust" Teil 1 im kleinen und erschwinglichen Format. Weltliteratur sollte für alle zugänglich und bezahlbar sein, das war die Idee dahinter. Bis 1970 waren die kleinen Heftchen elfenbeinfarben, danach wechselte die Farbe ins knallgelbe. Heute umfasst die Universalbibliothek über 3500 Titel. Und auch wenn sie nicht mehr in Leipzig verlegt wird, sondern in Stuttgart, so gehören sie zum deutschen Kulturgut mit Ursprung hier bei uns in Sachsen.

… weil das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig jetzt die einzige Doppelkammer für Atmosphärenchemie und Luftqualität in Deutschland hat. Hier haben die Forscher nun optimale Bedingungen, um herauszufinden, wie die Sonneneinstrahlung den Abbau von Luftschadstoffen beeinflusst. Auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ozeanen und Atmosphäre können hier dann gründlicher untersucht werden - und ihre Bedeutung zum Beispiel für den Klimawandel. Weltweit gibt es nur eine vergleichbare Anlage: im spanischen Valencia.

… weil Görlitz der beste europäische Filmort des Jahrzehnts ist. Im Wettbewerb standen 10 weitere Kandidaten bzw. Drehorte zur Wahl, doch das European Film Commission Network entschied sich für die Stadt an der Neiße - mit der Begründung, dass Görlitz viel Charme und eine warme, romantische Atmosphäre besitzt. Außerdem verfügt sie über eine der besterhaltenen Altstädte Deutschlands. In den letzten Jahren wurden hier Blockbuster wie „Jeder stirbt für sich allein“, "Der Vorleser" und "The Grand Budapest Hotel" gedreht.

... weil der "Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus" zum dritten Mal nach Sachsen geht. Die 15-jährige Dresdnerin Emilia S. zeigte in ihrer Schule im besonderen Maße Zivilcourage und setze sich aktiv gegen Hitlergrüße und -Kommentare sowie gegen juden- und fremdenfeindliche Äußerungen ihrer Schulkameraden zur Wehr, urteilte der preisstiftende "Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas". Deswegen wurde sie am 7. November 2017 in Berlin mit dem Preis ausgezeichnet. Er ist mit 2.000 Euro dotiert.

... weil die größte Hundeausstellung der Welt am 9. November in Leipzig beginnt. Zur World Dog Show reisen über 31.000 Hunde mit ihren Herrchen an. Und da gibt es neben den Wettbewerben der Rassehunde auch jede Menge sportliche Events: eine Dog Dancing-Weltmeisterschaft, die Deutsche Meisterschaft Agility, ein internationale Flyball-Turnier sowie die Europameisterschaft im Dog Diving. An über 185 Ständen können sich die Vierbeiner durch die feinsten Leckerlies und Knabbereien futtern. Von Leinen über Pflegeartikel bis zu Hundebetten wird auf der Messe das größte Sortiment an Hundezubehör angeboten, das es in Deutschland zu sehen gibt. 

... weil die teuerste Aktie der Welt aus Leipzig kommt. 72.000 britische Pfund hat 2004 ein Sammler für die Aktie mit der Nummer 001 der Deutschen Bank bei einer Sotheby's-Auktion bezahlt. Damit ist das Papier, das 1871 in Leipzig in der renommierten Druckerei Giesecke & Devrient entstand, die teuerste Aktie der Welt.

... weil Wissenschaftler der TU Dresden offenbar einen weiteren entscheidenden Fortschritt in der Diabetesforschung erzielt haben. Sie haben es geschafft, erstmals einem Rhesusaffen ein Insulin produzierendes Organ aus Schweinezellen einzupflanzen. Es wird durch eine Membran vor Abstoßungsreaktionen geschützt. Das Kunstorgan könnte vor allem bei Typ-I-Diabetikern die Arbeit der Bauchspeicheldrüse übernehmen. Jetzt muss gecheckt werden, ob sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen.

... weil das Dresdner Familienunternehmen "intersyst" aus Dresden zu den besten elf Ausbildern Deutschlands gehört. 2011 startete die Internetagentur das Projekt "Onkel Sax", eine regionale Ausbildungskampagne, bei dem Schüler und Ausbildungsbetriebe zusammengebracht werden. Mittlerweile betreut "Onkel Sax" insgesamt fünf Regionen mit über 130 Unternehmen und 25 Partnerschulen. Das war dem Bundeswirtschaftsministerium ein Preisgeld 2.500 Euro wert.

... weil aus dem Vogtland Spezialschlitten kommen, die am Südpol von internationalen Forschungsteams gebraucht werden. Die Firma Lehmann-UMT GmbH aus Pöhl stellt weltweit einzigartige Spezialschlitten her, die bis zu 25 Tonnen Geräte, Ausrüstungen, Heizöl und Containerbauten für die Forscher ins ewige Eis befördern. Der neueste begab sich im Oktober 2017 auf dem Weg nach Bremerhaven, wo das 5 mal 10 Meter große Transportmittel dann per Schiff an den Südpol gelangt: eine logistische Meisterleistung, denn der Schlitten wiegt ja allein auch schon 5,5 Tonnen.

... weil das junge Unternehmen Sonovum das weltweit einzige Ultraschallgerät entwickelt hat, mit dem sich das Hirn überwachen lässt. Damit kann man kleinste Veränderungen in der zellulären und molekularen Struktur des Gehirns akut oder im Permanent-Monitoring feststellen. Dadurch lassen sich z.B. Schlaganfälle vorhersehen. Gibt es erste Anzeichen und der Krankenwagen kommt, können die Rettungskräfte sofort eine Diagnose machen. Und mit dem aktenkoffergroßen Gerät lässt sich auch theoretisch ganz schnell eine Blutvergiftung und Demenz erkennen.

... weil der einzige Hersteller für Papp-Ostereier in Deutschland aus Sachsen kommt. Die Firma Nestler aus Ehrenfriedersdorf ist nicht nur Platzhirsch bei der Zuckertütenproduktion, sie schaffen auch die vielen bunten großen und kleinen Eier, die wir Eltern zu Ostern mit Süßigkeiten befüllen. Und das Geschäft brummt: Von September bis März produziert das Unternehmen in Handarbeit rund 1 Million Pappeier, wovon ca. 70 % in den Export gehen.

... weil einzigartige Anlaufspuren für Skisprungschanzen aus Raschau-Markersbach kommen. Peter Riedel und sein Team haben ein Spursystem entwickelt, bei dem die Kühlleitungen direkt im Eis verlaufen. Der Eisblock wird quasi um sie herum erzeugt. Damit sind sie nicht nur wirtschaftlicher zu betreiben: Das System gewährleistet auch eine Eisspur bei Temperaturen von plus 15 bis minus 20 Grad, so dass Skispringer vor dem Absprung die nötige Geschwindigkeit und Sicherheit haben. Nun rüstet das Unternehmen aus Raschau eine seine 50. Anlage aus: die Bergisel-Schanze in Innsbruck - eine Station der prestigeträchtigen Vierschanzen-Tournee!

... weil die älteste Chorhandschrift der reformierten Christen in der Leipziger Uni-Bibliothek entdeckt wurde. Die zwei Pergament-Seiten eines Wittenberger Chorbuchs aus Martin Luthers Zeit waren als Einband einer uralten Akte getarnt. Sie enthalten drei deutschsprachige Stücke und ein lateinisches. - in Gottesdienst auf Deutsch zu singen, war eine Neuerung der Reformation. Dieser fast 500 Jahre alte Schatz muss natürlich geschützt werden vor UV-Licht und Luftfeuchtigkeit. Deswegen wird er auch weggeschlossen. Aber ab Freitag, 13. Oktober können Sie ihn in der Leipziger Uni-Bibliothek sechs Wochen lang sehen.

... weil beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen ein Sachse gewonnen hat. Peter Großer vom Oberland-Gymnasium aus Seifhennersdorf hat sich mit Russisch und Englisch unter 5000 Schülern der Klassenstufen 8 bis 10 durchsetzen können. Und das war nicht einfach: Die Jugendlichen mussten nicht nur mit großem Wortschatz und perfekter Grammatik glänzen, sondern auch in mehrsprachigen Theaterstücken improvisieren und damit ihre Kreativität beweisen. Peter aus Seifhennersdorf hat das am besten gemacht und darf jetzt eine zweiwöchige Sprachreise in die USA antreten.

... weil es in Leipzig Europas größtes geschlossenes System von Fußgängerpassagen und Durchgangshöfen gibt. Bei der Entwicklung der Leipziger Warenmesse zur Mustermesse passte sich auch der städtische Architekturstil an. Große Warenlager wurden nicht mehr gebraucht, dafür erhielten offene Höfe Glasüberdachungen. Innerhalb weniger Jahre entstand so das einzigartige Passagensystem aus einst 44 Passagen vor dem zweiten Weltkrieg, heute sind es noch 28. Man kann also auch bei Regen trockenen Fußes in Leipzig shoppen gehen.

... weil das längste Kasernengebäude Europas in Leipzig an der Georg-Schumann-Strasse steht. Das 345 Meter lange Gebäude wurde ab 1875 für das 7. Königlich Sächsische Infanterieregiment König Georgs errichtet. Bis zur Wende diente es unterschiedlichen Armeezwecken, zuletzt der NVA. Seit 1991 ist es der Leipziger Sitz der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland.

... weil das Luftfracht-Drehkreuz DHL in Schkeuditz das größte in Europas ist. Jede Nacht werden hier 1500 Tonnen Pakete umgeschlagen und in mehr als 220 Länder verschickt. 3500 Menschen haben hier einen Job gefunden. Wenn die neue Sortierhalle fertig ist, dann können in der Stunde 90.000 Sendungen verschickt werden. Das ist einmalig in Europa!

... weil das Leipziger Herzzentrum mit 430 stationären und 10 tagesklinischen Betten das größte Herzzentrum der Welt ist. 1450 Mitarbeiter kümmern sich hier um Patienten aus aller Welt, denn der gute Ruf des Klinikums zieht auch viele Patienten u.a. aus Saudi-Arabien und den Emiraten nach Leipzig. Dazu bietet das Herzzentrum das weltweit größte Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU). In diesem Labor kriegen die Mediziner besonders präzise Einblicke in das menschliche Herz. Das ermöglicht auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnittene Therapien - und damit höhere Heilungschancen. Rund 6.000 Patienten können so pro Jahr behandelt werden.

... weil dem Erzgebirge möglicherweise der größte Boom seit dem Mittelalter bevorsteht. Direkt unter dem Besucherbergwerk "Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald" haben Bergleute 960.000 Tonnen Lithium entdeckt - bzw. das Erz "Zinnwaldit", das für die Herstellung von Batterien und Akkus benötigt wird. So wie es jetzt aussieht, ist das das weltweit größte Vorkommen. Noch werden Gutachten erstellt, aber nach einer groben Schätzung kann man hier im Erzgebirge Rohstoffe im Wert von 5,76 Milliarden Euro aus der Erde holen.

... weil zum ersten Mal ein Landwirt die Sächsische Tierschutzmedaille erhält. Der Bio-Bauer Bernhard Steinert hält seine Milchkühe auf dem Biohof Cunnersdorf in der Sächsischen Schweiz absolut tiergerecht und liebevoll. So dürfen die Tiere nach dem Füttern nicht nur tagsüber, sondern auch nachts auf die Weide - und er verzichtet auf das schmerzhafte Kupieren der Hörner.

... weil das Leipziger Institut für angewandte Trainingswissenschaften über den modernsten Strömungskanal der Welt verfügt. Der vier Meter breite und sieben Meter lange Schwimmkanal erzeugt selbst bei einer Spitzengeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde keinen Wellengang und ist stufenlos regelbar. Und neben einem Hightech-Luftabsaugsystem, das für optimale Sichtverhältnisse sorgt, kann man alle Bewegungen im Wasser auf einer Leinwand auswerten. Besser kann man nicht auf den Schwimmwettkampf vorbereitet werden.

... weil es in Leipzig das mit 2500 Kilometern längste Abwassernetz Europas gibt. Von einer ersten hölzernen Wasserleitung, die 1496 von Stötteritz in die Stadt verlief, entwickelte es sich zu einem riesigen Kanalnetz, dass knapp 600.000 Menschen tagtäglich zur Verfügung steht. Dafür muss es natürlich ständig saniert und modernisiert werden. Unter anderem können 80 Prozent der Kanäle durch Spezialfahrzeuge eigenständig gereinigt und befahren werden.

... weil Freiberger Wissenschaftler aus Abfall Phosphat gewinnen. Ganz Europa ist bisher zu 90 Prozent von Phosphat-Importen aus Marokko, Russland oder Israel abhängig, die dort bergmännisch abgebaut werden. Die Preise steigen ständig. Mit der Erfindung der Freiberger könnte sich das ändern. Phosphat begegnet uns überall im Alltag: Es ist unerlässlich für den Aufbau von Knochen und Zähnen, in Lebensmitteln dient es meist als Konservierungsstoff oder Geschmacksverstärker. Am meisten wird Phosphat zur Düngemittelherstellung gebraucht und in der Industrie als Rostschutzmittel eingesetzt.

... weil ein Student der Leipziger HTWK Flüster-Pflastersteine entwickelt hat. Der Weltmarktführer "Kobra Formen" aus Lengenfeld hat einen Ideenwettbewerb ausgerufen. Die Aufgabe bestand darin, innerhalb von drei Tagen ein Konzept für neuartige Betonsteine oder ein modernes Betonsteinsystem zu entwickeln, die mit Steinfertigungsanlagen produziert werden können. Den 1. Preis holte sich Ken Kerner (2. Semester Master Architektur) für seine Idee "Roadmaker". Er entwickelt lärmreduzierte Pflastersteine. Dafür gewann er ein Preisgeld von 1000 €.

... weil die Mitarbeiter im Leipziger BMW-Werk künftig die Mitarbeiter mit "Pomelo-Helmen" vor Unfällen geschützt werden. Eine Pomelo kann aus 20 Meter Höhe vom Baum fallen und geht nicht kaputt, weil die Fruchtschale wie ein Schaum aufgebaut ist: mit Hohlräumen und Zellen, die mit Luft bzw. Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Schalenstruktur wirkt extrem stoßdämpfend. Damit hat die Umhüllung der Zitrusfrucht eine der Eigenschaften, die auch Schutzhelme haben sollten. Nach drei Jahren Forschung hat man einen nach natürlichen Vorbildern konstruierten Prototypen entwickelt, der bis zu 20 % leichter, widerstandsfähiger und stabiler ist als die heute üblichen Materialien. Und zudem lassen sich die Pomelo-Helme auch noch deutlich günstiger produzieren!

... weil die größte Räucherkerze der Welt jetzt neben dem Crottendorfer Räuchermuseum steht. Der dampfende Koloss wurde in Schiffsskelettbauweise geschaffen, ist 15 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 9 Metern. Der Clou: Die Spitze ist beleuchtet und kann das Glühen einer Räucherkerze simulieren; und dank einer Nebelmaschine kommt da natürlich auch Dampf - äh: Rauch - raus. Das Räucherkerzenland soll Ende September eröffnet werden.

... weil ein Schwibbogen aus Zwickau künftig den Berliner Weihnachtsmarkt schmücken wird. Das 150 mal 75 Zentimeter große Kunstwerk mit Motiven aus der Hauptstadt wurde im letzten Jahr nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt als "Zeichen der Anteilnahme" von Zwickauer Weihnachtsmarktbetreibern gestiftet. Am 4. September 2017 wurde der sächsische Schwibbogen in Berlin in der der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz übergeben - im Rahmen eines Friedensgebets, bei dem der Opfer des Anschlags gedacht wurde.

... weil das kleinste Café Deutschlands zwischen Pobershau und Kühnhaide mitten im Wald auf einer Lichtung steht. Auf nicht mal fünf Quadratmetern sitzt Steffen Konkol aus dem Erzgebirge hinter seinem kleinen Tresen zwischen drei Holzstangen und einer Zeltplane - das ist sein Lokal. Hier bewirtet er Wanderer von Freitag bis Sonntag mit selbst gebackenen Keksen und Kuchen, die er vorher in seiner Backstube gebacken hat. Den Kaffee mahlt er in einer Handmühle aus den 30er Jahren, und das Wasser wird auf einem Gaskocher erhitzt. Vor zehn Jahren hat er mit seinem Wald-Cafè angefangen, mittlerweile ist er sogar eine richtige Touristen-Attraktion.

… weil Leipzig schon vor über 200 Jahren den ersten Lehrstuhl für Psychische Therapie hatte. Der in Leipzig geborene Mediziner Johann Christian August Heinroth wurde 1811 als erster Lehrer für Seelenheilkunde (Psychiatrie) an den neu gegründeten Lehrstuhl der Universität Leipzig berufen. Er war der erste seiner Art in Deutschland.

... weil die GRK-Golf-Charity Masters aus Leipzig einen neuen Spendenrekord aufgestellt haben. Am Samstag Abend (19.08.2017) wurden während der Gala 2,5 Millionen Euro gespendet, unter anderen für die Elternhilfe krebskranke Kinder und das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig. So viel Geld wurde noch nie in Deutschland während einer Golf-Charity-Veranstaltung gesammelt. Unter den rund 400 Gästen waren auch Kati Witt, Michael Ballack und Jan Josef Liefers. Allein bei der Versteigerung von Kunst von Günther Uecker und Neo Rauch, die die Künstler gestiftet hatten, kamen 877.000 Euro zusammen. 

... weil Heidenau die erste von mittlerweile über 80 Kommunen ist, die "Little Bird" einführten"Little Bird" ist eine Software, die Eltern hilft, Kitaplätze einfach und effizient finden und buchen zu können. Dazu tippen sie Namen, Geburtsdatum und gewünschten Betreuungsbeginn in eine Suchmaske ein. Die Software filtert wohnortnahe Kitas oder Tagesmütter heraus, die über freie Plätze verfügen. Eltern können in Ruhe online stöbern und sich dann zu einem Treffen verabreden und soweit gewünscht, einen Vertrag unterschreiben. Diese Software wurde von der Leiterin des Heidenauer Jugendamtes und einer Start up-Gründerin entwickelt und ist vor allem auch für die Kommunen ein Segen, denn sie hilft bei der Planung, da Eltern oft schon vor der Geburt für ihre Kinder eine Betreuung suchen.

...weil ein Forschungsprojekt der Freiberger Bergakademie die harte Arbeit der Bergleute unter Tage künftig delegieren will - und zwar an Bakterien. Im Erzgebirge lagern kostbare Rohstoffe wie Germanium und Indium, welche vor allem als durchsichtige Leiter in Flachbildschirmen und Touchscreens eingesetzt werden - Bedarf also weltweit steigend. Den Knochenjob des Abbaus sollen künftig  Bakterien übernehmen, die in einer Lösung durch das  Gestein gespült werden  und das begehrte Erz in sich aufnehmen, was dann später wieder extrahiert wird. Das Ganze ist wahnsinnig effizient und rein biologisch 

.. weil die größte deutsche Video-Lernplattform für berufliche Fort- und Weiterbildung aus Leipzig kommt. "Lecturio" bietet Bildung auf Knopfdruck und hält über 5.000 Seminare für den Abruf per Smartphone und Tablet bereit. Das bedeutet, dass z.B. Studenten in Schwellenländern von den besten Dozenten weltweit lernen können. Diese Entwicklungshilfe ist sogar kostenlos. Ansonsten können  die Nutzer in über 80 Bereichen zu Themen wie Medizin, Jura, Software und Karriere via Video von den besten der besten lernen.  Selbst der deutsche Weltmeister im Tischfußball verrät auf Lecturio einige Erfolgsgeheimnisse seines Sports. www.lecturio.de

...weil die meisten Waggons, die auf Deutschlands Schienen mit Güterzügen unterwegs sind, aus Sachsen kommen. Der WBN Waggonbau aus Niesky stellt seit auf den Tag genau 100 Jahren Schienenfahrzeuge her und exportiert mittlerweile in die ganze Welt. Aus Niesky kommen auch die Schiebwandwagen, die eine Aluminiumschiebewand haben und absolut wasserdicht sind, was vor Auslieferung mit der hauseigenen Berieselungsanlage getestet wird. 

...weil das Zwickauer Unternehmen "Pendis" den Super-Akku für Elektro-Fahrräder entwickelt hat. Mit dem kann man satte 150 Kilometer weit fahren, 50 mehr als bei dem bisher verwendeten Akku. Der Effekt kommt einem Turbo gleich. Der Akku kostet zwar 1490 Euro, aber man kann auch ein ganz normales Fahrrad damit ausstatten und so zu einem bequemen E- Bike umrüsten.

... weil Kinder auf allen Kontinenten Malkästen aus Sachsen im Ranzen haben. Varia Color aus Mügeln gehören zu den größten Herstellern von Farbkästen in Deutschland und stellen jedes Jahr über eine Million Malkästen her, die dann in alle Welt exportiert werden. Schon zu DDR-Zeiten malte jedes Kind mit den Farben aus Mügeln, denn Varia war der einzige Hersteller von Malkästen in der DDR, die übrigens auch unsere schöne Plastellina (Knete) herstellte.

... weil nicht nur die  ersten Aroniasträucher in Deutschland vor über 100 Jahren hier bei uns in Sachsen angebaut wurden, sondern wir hier auch die größte Plantage Deutschlands haben.  Ursprünglich haben die nordamerikanischen Indianer  die Aronia als Winterproviant geschätzt; um 1900 fanden sie dann ihren Weg nach Sachsen, wo man ihren roten Saft erst mal zum Färben von Lebensmitteln verwendete. Dass sie voller Vitamin C und K steckt, macht sie zu einem wahren Superfood. Deswegen wird sie hier auch in Coswig im ganz großen Stil angebaut auf der mit 62,5 Hektar größten Aroniaplantage Deutschlands.

... weil die Firma Zabag Security Engineering aus Grünhainichen einen neuartigen Hochsicherheitspoller entwickelt hat. Der ist so konzipiert, dass er locker einen 24 Tonnen schweren Lkw aufhalten kann. Dazu kann er künftig vor Atomkraftwerken, Justizgebäuden, Flughäfen und anderen potenziellen Anschlagszielen montiert werden.

... weil eine Sächsin die Windel neu erfunden hat. Stephanie Oppitz aus Dresden, selbst dreifache Mutter, entwarf 2013 eine komplett waschbare 3-in-1-Windel. Die Außenwindel ist aus Baumwolle, die atmungsaktive Innenwindel besteht aus Hightech-Material wie bei einem Regencape, und die Saugeinlage ist aus Naturvlies. Die Grundausstattung kostet 400 Euro - bei einem Verbrauch von rund 7 Windeln täglich für ein Baby hat sich die Investion schon nach einem Jahr amortisiert. Die Idee kommt gut an: Mittlerweile arbeiten 11 Leute in der Windelmanufaktur. Nun wurde das Ganze auch für einen sächsischen Staatspreis im Bereich Innovation nominiert.

... weil an der Uni Leipzig ein Testverfahren entwickelt wurde, das es unnötig macht, männliche Küken gleich nach dem Schlüpfen zu töten. Schon im Ei wird nach einem Hormon gesucht, das es bei Hennen-Küken gibt, bei Hähnchen nicht. Fehlt dieses Hormon, würde sich also ein männliches Küken entwickeln, wird das Ei nicht ausgebrütet. Das erspart Millionen kleinen Hähnchen das grausame Schreddern. Das Verfahren wird gerade auf einem norddeutschen Hühnerhof getestet.

... weil die schönste Briefmarke der Welt aus Sachsen kommtDer Limbach-Oberfrohnaer Künstler Joachim Rieß war schon vor der Wende ein begnadeter Briefmarkenzeichner. Er gestaltete 239 Briefmarken, die um die Welt gingen. Seine allerschönste aber zeichnete er 1991 zum 200. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Sondermarke wurde von einer Jury zur schönsten Briefmarke der Welt gewählt. Jetzt wurde der Künstler 80 Jahre alt - ihm zu Ehren gibt es im Wohnmeisterhaus eine Ausstellung mit freiem Eintritt. 

... weil der tiefste Teilchenbeschleuniger Deutschlands in Sachsen steht. In einem ehemaligen Eislager der Felsenkeller-Brauerei bauen das Helmholtz-Zentrums Rossendorf und die TU Dresden ab dem 28. Juni 2017 einen Untertage-Beschleuniger auf. Er befindet sich 50 Meter unter der Erde - hier ist die perfekte Umgebung für die Untersuchungen. Denn die Physiker wollen die Vorgänge im Inneren von Sternen nachstellen, und da bildet das dicke Gestein über dem Stollen einen natürlichen Schild gegen die kosmische Höhenstrahlung, die die Erde im Sekundentakt mit Teilchen bombardiert. 

... weil in Leipzig einst das "größte Vergnügungsetablissement Deutschlands" entstand - mit einer der ersten Achterbahnen der Welt. Der Luna-Park am Auensee war das hier wurde zunächst 1911 ein großes Restaurant gebaut; dann kamen nach und nach ein Strandbad und viele Fahrattraktionen rund um den 120.000 m2 großen See hinzu. Bis 1932 wuchs der Vergnügungspark auf eine halbe Million Quadratmeter an, doch infolge der Wirtschaftskrise wurde die Luna Park GmbH dann aufgelöst und die meisten Einrichtungen abgerissen. Übrig ist heute noch die Parkeisenbahn, die nach wie vor mit viel Dampf und Geschnaufe um den Auensee tuckert.

… weil es in Pulsnitz die einzige Reha- Einrichtung in Ostdeutschland für XXL-Patienten gibt. In der Pulsnitzer Helios Schlossklinik können Patienten mit extremem Übergewicht behandelt werden, was in den meisten Kliniken nicht möglich ist. Computertomografen, Betten, Wannen - alles hat hier Überbreite und ist auf Patienten ausgerichtet, die 250 Kilo und mehr auf die Waage bringen. Selbst die Toiletten wurden mit massivem Stahl in der Wand verankert. Der Anteil der Patienten mit Adipositas hat sich zwischen 1999 und 2013 mehr als verdoppelt. Doch die Rehabilitation ist für die meisten nach einer Erkrankung nicht möglich, weil es schlichtweg an entsprechender Ausstattung mangelt.

... weil von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) der Brückentester kommt. Gemeinsam mit Studenten von drei weiteren Hochschulen haben sie ein Belastungsfahrzeug entwickelt, das die Tragsicherheit von Brücken testet. Das sogenannte Belfa kann sehr schnell und zuverlässig ermitteln, ob es sich noch lohnt, eine Brücke instand zu setzen oder sie abzureißen. Dadurch werden nicht nur volkswirtschaftlich unerwünschte Sperrzeiten wesentlich verkürzt, sondern in den meisten Fällen auch das Durchbohren der Dichtungsschicht vermieden.

... weil die Dresdner Ingenieurin Dr. Cornelia Sennewald ein Verfahren entwickelt hat, um Metalldraht zu weben, auch dreidimensional. In der Verarbeitung von Leichtmetallen waren bisher physikalisch machbare Grenzen gesetzt. In dem neuen Verfahren werden Drähte so ineinander verwoben, dass superfeste Verbindungen bei gleichzeitig minimalem Materialeinsatz entstehen. Das Ganze ist stabil wie massives Metall, aber viel leichter. Daher eignet es sich super für die Raumfahrt, Medizin und den Automobilbau - und die Drähte lassen sich auf ganz normalen Webmaschinen herstellen.

… weil die TU Chemnitz das Rad neu erfunden hat – das Bogenfahrrad, auch Bowbike genannt. Dieser Name resultiert aus der Form des Fahrradrahmens, der einem vorgespannten Bogen ähnelt und aus Carbon besteht. Oberrohr und Sitzstreben werden durch den Bogen, Unterrohr und Kettenstreben durch ein Seil ersetzt. Im Vergleich zu Alu-Rädern ist es federleicht und dank des speziellen Rahmens auch kostengünstig herzustellen.

... weil aus Sachsen ein intelligentes Notrufsystem für Motorradfahrer kommt. Die Weltneuheit wurde von der Zittauer Firma "Digades" entwickelt und erkennt automatisch, wenn der Motorradfahrer Hilfe braucht. In dem Fall wird sofort ein Notruf abgegeben. Außerdem steckt in dem System auch eine Diebstahlwarnung, die einen stillen Alarm aufs eigene Smartphone sendet, wenn das Motorrad ohne Einverständnis bewegt wird. 

... weil Studenten der TU Chemnitz Lautsprecherpapier entwickelt haben. In den Seiten sind mikroskopisch kleine Lautsprecher gedruckt, die Töne erzeugen können, z.B. in Fotobüchern, damit das visuelle auch noch akustisch untermalt wird. Die Technologie dafür ist schon seit knapp zwei Jahren ausgereift - jetzt soll das Lautsprecherpapier in Serie gehen.

... weil das Leipziger Gewandhausorchester nächstes Jahr mit einer silbernen 20 Euro-Gedenkmünze gewürdigt wirdDie Münze erscheint zum 275-jährigen Bestehen des Orchesters im März 2018. Darauf zu sehen sein wird unter anderem das geschwungene Logo des Orchesters, und am Rand steht der lateinische Leitspruch des Orchesters, "Res severa verum gaudium" ("Wahre Freude ist eine ernste Sache"). 

... weil viele Erfinder von Weltruhm an der Hochschule Mittweida studiert haben. Wirtschaftskapitäne wie August Horch, Hans Bahlsen, Friedrich Opel oder der Triebwerks-Konstrukteur von "Phantom" und "Starfighter" Gerhard Neumann wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts im Technikum ausgebildet und starteten danach eine Weltkarriere. Friedrich Nevoigt, der ab 1895 die Diamant-Fahrräder produzierte, der DKW-Gründer und MZ-Urahn Jörgen Skafte Rasmussen oder der Erfinder des PAL-Farbfernsehens Walter Bruch - sie alle holten sich in Mittelsachsen ihr Examen oder mindestens die wissenschaftlich-technischen Grundlagen für ihre späteren Karrieren. Die Hochschule Mittweida hat in den 150 Jahren ihres Bestehens mehr Erfinder und Tüftler hervorgebracht als jede andere Uni in Deutschland.

... weil der OvulaRing eine Erfindung des Leipziger Gynäkologen Prof. Henry Alexander ist. Der OvulaRing ist  ein weltweit einzigartiger Biosensor zur Bestimmung der fruchtbaren Tage der Frau. Er misst alle fünf Minuten automatisch die Körpertemperatur und funkt die Daten an ein Handy oder Laptop. Aus den Daten werden dann die fruchtbaren Tage bestimmt und damit der idealen Zeitpunkt für die Befruchtung. Und dann heißt es für Paare, die sich ein Kind wünschen: „Jetzt Liebe machen“. 

... weil Vita34 aus Leipzig Europas älteste und Deutschlands größte private Stammzellenbank ist. Stammzellen haben einen erheblichen Anteil daran, dass sich ein Baby in Mamas Bauch prächtig entwickelt und sie sind es auch, die im Falle einer schweren Erkrankung neues Leben schenken können. Man kann sie später aber nur aus der Nabelschnur und dem Nabelschnurblut gewinnen. Eingefroren stehen sie ein Leben lang für den hoffentlich nie eintretenden Fall der Fälle zur Verfügung für die Menschen, die es brauchen. In Leipzig haben bereits 150.000 Eltern das Nabelschnurblut ihrer Kinder einfrieren lassen. 10.000 Menschen konnten die Stammzellen schon helfen.

... weil es die Leipzigerin Catherine Allié auf die Forbes-Liste geschafft hat. Das amerikanische Wirtschaftsmagazin aus New York veröffentlicht mehrmals im Jahr große Listen: Die reichsten Männer, die einflussreichsten Frauen, die erfolgreichsten Promis ... In all diesen Listen taucht  Catherine nicht auf, aber in der Liste der 30 innovativen Leute unter 30 Jahren im Bereich Einzelhandel und E-Commerce. Die 27-Jährige hat ein Netzwerk gegründet, in dem sie nordindische Bauern, Weber und Spinner aus dem Himalaja unter einen Hut holt und deren handgearbeiteten Produkte hier in Sachsen zu hochwertigen Kleidungsstücken designen und nähen lässt. Eri-Seide, Pashmina, Kaschmir - alles ist ökologisch beste Qualität; und sie unterstützt damit nicht nur alte Traditionen, sondern schafft auch Einkommen in den armen Regionen des Himalaja.

...  weil eines der größten nicht-kommerziellen Treffen der internationalen Hackerszene nach Leipzig kommt. Zum 34. Chaos Communication Congress werden vom 27.-30.12. in Leipzig mehr als 10.000 Teilnehmer auf die Leipziger Messe kommen. Geplant sind dann Vorträge, Workshops und ein sogenanntes Hackercenter, bei dem mit Netzwerktechnologien experimentiert werden kann.

... weil die Mannschaftsweltmeisterschaft im Kegeln der Frauen und Männer 2021 in Plauen ausgetragen wird. Ausrichter des Wettkampfs ist die SG Grün-Weiß Mehltheuer, die mit ihrer Männermannschaft in der 2. Bundesliga kegelt. Vom 11. Mai bis 2. Juni 2021 werden in der Einheit-Arena in Plauen mehr als 400 Athleten aus 20 Nationen erwartet. Dazu werden in der 1000 Zuschauer fassenden Halle, in der sonst Handball-Oberligist HC Einheit Plauen seine Punktspiele austrägt, acht Kegelbahnen aufgebaut. 

... weil die Ikonenwand der Russischen Gedächtniskirche St. Alexis in Leipzig die größte ihrer Art in Europa ist. Sie ist 18 Meter hoch und zehn  Meter breit und zeigt insgesamt 78 Heiligenbilder. Rund die Hälfte davon braucht dringend eine Sanierung; das soll in diesem Jahr passieren. St. Alexis gilt als wichtigster russischer Kirchenbau in Deutschland. Die Kirche war 1913 zum Gedenken an die russischen Soldaten errichtet worden, die in der Leipziger Völkerschlacht gegen Napoleons Truppen 100 Jahre zuvor gefallen waren. Die örtliche orthodoxe Gemeinde nutzt sie als Begegnungsstätte und Gotteshaus.

... weil wir auf einem Milliarden-Schatz thronen. Im Erzgebirge und Vogtland wurden Zinn und Wolfram in ungeahnten Mengen entdeckt. Man geht davon aus, dass hier 500.000 Tonnen Zinn liegen, die man z.B. für Leiterplatten, Lötzinn und Euromünzen benötigt und 10 000 Tonnen Wolfram, die für Stahl, Munition, Glühlampen Verwendung finden. Der  Marktwert dieser Bodenschätze liegt bei 10 Milliarden Euro! Im Moment erkunden 13 Firmen aus Deutschland, Australien und sogar aus Panama das Erzgebirge, um genaue Kosten-Nutzen-Analysen zu erstellen. Aber da die Preise für die Rohstoffe seit Jahren steigen, sollte sich der Abbau wieder lohnen.

... weil zur Weltmeisterschaft der Sommeliers in Wien aus sächsischen Gläsern getrunken wird. Seit 128 Jahren steht Stölzle Lausitz aus Weißwasser für Glasmacherkunst und hochwertige Gläser, die mit einem maschinellen Ziehverfahren hergestellt werden. Ebenso wichtig wie der Wein ist das Glas, aus dem er getrunken wird. Denn der Geschmack des Weines wird auch maßgeblich von der Form und Beschaffenheit des Glases beeinflusst. Das ist eine Wissenschaft für sich. Daher ist es unerlässlich, nur die beste Glasqualität einzusetzen, wenn bis Samstag (13. Mai) 37 Sommeliers die besten Weine bestimmen. Und die kommt aus Sachsen....

... weil Forscher des Leipziger Max- Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (EVA) eine Erbgutanalyse aus Staub und Sand mit DNA-Anhaftungen gelungen ist. Bisher brauchte man fossile Knochen, um die Existenz von ausgestorbenen Tieren und Urmenschen belegen zu können. Doch nun ist ihnen ein Verfahren gelungen, dass aus winzigsten Staubkörnern DNA-Fragmente isolieren, die Auskunft über ihren Träger geben. 14000 und 550000 Jahre alte Materialproben aus Höhlen wurden Gen-Checks unterzogen und zahlreiche ausgestorbene Säugetiere identifiziert, darunter Höhlenbären und Höhlenhyänen, Wollhaarmammuts und Wollnashörnern.  Diese neue Verfahren ermöglicht einen ganz neuen Blick in der Vergangenheit unserer Erde.

... weil Hobbyimker Jürgen Schmiedgen aus Crottendorf ein medizintechnisches Gerät für das Inhalieren der Luft aus Bienenstöcken entwickelt hat. Honig als Heilmittel kennt fast jeder. Die positive Wirkung von Bienenluft auf Asthma ist weit weniger bekannt. Schon nach sechs Sitzungen ist eine deutliche Verbesserung bei den Patienten mit Atemwegserkrankungen und Heuschnupfen nachweisbar. Eingesetzt wird der Prototyp bisher in der Rehaklinik Thermalbad Wiesenbad. Hier können Kurgäste in 30-minütigen Sitzungen für rund 20 Euro die Luft aus dem Bienenstock, ätherische Öle und Bienenharz inhalieren.

... weil der 12jährige Tauchaer Gymnasiast Martin Wille eine rotierende Heizkörper-Bürste mit Staubabsaugung erfunden hat. Millionen Hausfrauen werden ihm danken, denn der Dreck und Staub zwischen den Rippen eines Heizkörpers lässt sich nur sehr schwer entfernen, mindert aber die Heizleistung um bis zu 30 %. Das clevere Bürschchen hat lange getüftelt, denn die größte Herausforderung war es, einen passenden Antrieb zu finden. Der Prototyp hat auch die Jury bei "Jugend forscht" begeistert, so dass Martin als Landessieger in der Kategorie "Schüler experimentieren" zurück gekommen ist. Noch gibt es die Heizkörper-Bürste in den Geschäften nicht zu kaufen - aber auch daran arbeitet Martin.

... weil ein Sachse den Universal-Ski entwickelt hat. Als Skifahrer braucht man ja je nach Schneebeschaffenheit unterschiedliche Skier. Den Sehmataler Steven Busch hat das so genervt, dass er einen Ski entwickelt hat, mit dem nach nicht  nur die Piste runterbrettern, sondern auch durch Tiefschnee fahren und im Funpark Spaß haben kann. Die Alleskönner namens Timberjack werden von Mushroom Productions aus Eschenholz komplett von Hand hergestellt. Pro Paar dauert das rund acht Stunden.

... weil zwei Studenten aus Zwickau eine Solar-Power Bank entwickelt haben, die alle Handy-Akku-Probleme löst. Wenn Sie an der Westsächsischen Hochschule am Dr.-Friedrichs-Ring in Zwickau unterwegs sind, brauchen sie bloß zur Power-Bank zu gehen. An diese Sitzbank sind fünf USB-Ports angeschlossen, an denen man kostenlos sein Handy laden kann. Der Strom kommt aus der Solarstation, die direkt daneben steht. Entwickelt wurde die Ladestation von Elektrotechnikstudent Kevin Steiner und Mitarbeitern der Fakultät.

... weil die einzige Cargo-Tram Deutschlands in Dresden fährt. Die Güterstraßenbahn auf dem Netz der Straßenbahn Dresden wird von der Volkswagen AG finanziert, um deren Gläserne Manufaktur mit Bauteilen für die dort produzierten Autos  zu beliefern. Seit über einer Woche ist sie nun wieder im Einsatz, denn in der gläsernen Manufaktur werden ja seit Anfang April 2017 die neuen e-Golfs montiert. Die Cargo-Tram ist deshalb entwickelt worden, weil man die einzelnen Bauteile ungern mit Lastern vom Bahnhof Dresden-Friedrichstadt zur Gläsernen Manufaktur am Großen Garten fahren wollte. Das hätte den Verkehrsfluss in den Innenstadt noch weiter belastet. Deswegen entschied man sich für den Bau von zwei Güterstraßenbahnzügen.

... weil Dresdner Forscher einen Wirkstoff gegen Parkinson gefunden haben. Die Wissenschaftler vom Dresdner Max Planck Institut haben entdeckt, dass D-Laktat und Glykolsäure die Energieversorgung der geschädigten Nervenzellen bei der Parkinsonerkrankung reparieren können. Die Stoffe kommen in den Zellen genau da an, wo sie gebraucht werden und das ganz ohne Nebenwirkungen. Arbeitsunfähige Nervenzellen, tierische wie menschliche, konnten so im Labor wiederbelebt werden. Extrem geschädigte Zellkraftwerke fingen wieder an zu arbeiten. D-Laktat ist nix anderes als linksdrehende Milchsäure, wie sie vor allem im bulgarischen Joghurt vorkommt, und Glykolsäure befindet sich in unreifem Obst. Wie viel von den Stoffen für die Heilung notwendig ist, wird noch erforscht. Aber da es sich bei beiden Stoffen um Lebensmittel handelt, dürfte ein Durchbruch bei der Heilung von Parkinson in den nächsten fünf Jahren möglich sein.

... weil Leipziger Hirnforscher herausgefunden haben, warum Kleinkinder sich erst ab einem Alter von etwa vier Jahren in andere Menschen hineinversetzen könnenIm menschlichen Gehirn bildet sich nämlich erst dann eine entscheidende, bis dahin fehlende Faserverbindung heraus. Diese Entdeckung könnte für die weitere Forschung zu Autismus und anderen neuropsychologischen Erkrankungen ein riesen Schritt nach vorn sein, denn beim Autismus ist bekannt, dass genau diese Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, gestört ist und dass es Probleme mit Hirnverbindungen gibt. 

... weil ein neues Analyseverfahren von der TU Dresden Bio-Schummler entlarvt, zumindest bei der Milch. Ob Biomilch drin ist, wo Biomilch drauf steht, das ließ sich bisher nicht wirklich überprüfen. Aber wenn Milch Verbindungen aus der Reaktion von Zucker mit Proteinen enthält, dann kann man davon ausgehen, dass es sich dabei um konventionelle Milch handelt - denn die entstehen nur durch das Füttern mit Kraftfutter, das Biokühe nicht fressen dürfen. Das ist zwar nicht schädlich, aber eben nicht Bio. Und durch das Analyseverfahren aus Dresden ab jetzt auch nachweisbar.

... weil das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden vom renommierten Architekturmagazin Curbed zu den 17 schönsten Museen der Welt außerhalb der USA gewählt wurde. Dem amerikanischen Star-Architekten Daniel Libeskind, der auch das One World Trade Center in New York entworfen hat, gelang es, historische Pracht mit Moderne zu einer atemberaubenden Einheit zu verbinden. Das Museum ist aber keine stolze Waffenschau, sondern zeigt in aller Härte die Wirkung militärisch organisierter Gewalt gegen Menschen. Erschreckend und beeindruckend zugleich.

... weil eine Seniorenresidenz in Dresden ihren dementen Bewohnern mit einer ganz simplen Idee wieder Lebensfreude verschafft: sie haben einen DDR-Raum eingerichtet. Hier lesen die älteren Herrschaften in der FF-dabei, schauen "Schwester Agnes" und finden in der extra hergerichteten DDR-Küche eine Brotschneidemaschine AS 101, AKA-Elektrik-Mixer und Tempo-Linsen. Sogar einen Intershop gibt es. Viele der dementen Bewohner vom Seniorenheim Alexa haben wieder Erinnerungen an frühere Tage und damit auch wieder Lebenslust.

... weil in Sachsen immer noch das Handwerk der Holzpantoffel-Herstellung gepflegt wird. Früher gab es sie auf fast jedem Bauernhof, und auch in Steinbrüchen wurden sie getragen. Mit der Industrialisierung verschwanden die Holzpantoffeln aus dem Alltag. Eine Firma aber pflegt das Handwerk nun schon in vierter Generation: das Familienunternehmen Hultsch aus Neukirch. Vor allem für Trachtenvereine, historische Festumzüge und Museen werden die Schuhe in Handarbeit hergestellt. Auch Regisseur Detlef Buck war auf der Suche nach Holzpantoffeln für seinen Film "Die Vermessung der Welt“; in Sachsen wurde er fündig. 20 Paar klappern nun durch den Film.

... weil ein leichtes, textiles und dennoch diebstahlsicheres Fahrradschloss in Leipzig entwickelt wurdeDrei junge Frauen haben als Kick-Starter das tex-lock erfunden, ein Fahrradschloss, das aus Hochleistungsfasern besteht und Bolzenschneidern und sogar Bunsenbrennern stand hält, dabei aber ganz leicht ist. Sie haben über zwei Jahre daran gearbeitet und das Verfahren auch zum Patent angemeldet. Bis zum 15. März können Sie finanziell einsteigen über kickstarter.com.

... weil wir eine Gläserne Manufaktur in Dresden haben - und dort können Sie live miterleben, wie Autos zu Leben erweckt werden. Vor den Augen der Besucher bauen Mechaniker in weißen Overalls den neuen e-Golf von gebaut. Der Fertigungsbereich ist eine Art Live-Show, bei dem Sie Schritt für Schritt die Entstehung des Elektro-Golfs beobachten können - nicht nur für kleine Jungs spektakulär!. Und nicht nur, dass Sie Ihr neues Fahrzeug entstehen sehen und auch gleich mitnehmen können, Sie dürfen sogar selbst mit Hand anlegen!

... weil Karl May, einer der produktivsten und erfolgreichsten Schriftsteller, Sachse war. Die abenteuerlichen Reisen, die ihn als Old Shatterhand nach Nordamerika und als Kara Ben Nemsi in den Orient führten, fanden ausschließlich in seiner großartigen Phantasie statt. Und selbst heute noch, Mehr als 100 Jahre nach seinem Tod gibt es kein Kind, das Winnetou und Old Shatterhand nicht kennt. 

... weil die Technische Universität Chemnitz die beste Gründer-Uni ist. Wenn Sie also nach dem Studium direkt ein eigenes Unternehmen gründen möchten, dann haben Sie hier die besten Voraussetzungen dafür. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Außerdem liegt die TU Chemnitz unter den mittelgroßen Hochschulen Deutschlands auf Rang 5 von 67.