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- Kirchen-News vom 22. Mai 2026
- Kirchen-News vom 15. Mai 2026
- Kirchen-News vom 8. Mai 2026
- Sorbische Kirchen-News - April 2026
Kirchen-News vom 22. Mai 2026
Zu Pfingsten feiern Sachsens Kirchgemeinden den Heiligen Geist und die Anfänge der Kirche - mit Open-Air-Gottesdiensten, Musik und vielen besonderen Aktionen. Gottesdienste gibt’s in Parks, auf Schlossterrassen, auf Bergen oder mitten im Wald. In Dresden lädt das Kirchspiel Dresden West am Pfingstsonntag zum Festgottesdienst im Pennricher Park ein. Am Pfingstmontag starten Wandergottesdienste, Familienfeste und Open-Air-Andachten, etwa im Beutlerpark oder an der Weinbergskirche Trachau. Auch Leipzig, Chemnitz und das Erzgebirge feiern draußen und gemeinsam: mit Berggottesdiensten, Lagerfeuer-Andachten, Bach-Kantaten und Bläsermusik. Dazu kommen vielerorts Taufen und Konfirmationen.
Kristin Jahn, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, soll neue zweite Pfarrerin an der Leipziger Thomaskirche werden. Das hat die sächsische Landeskirche entschieden. Dieses Wochenende stellt sich die 49-Jährige der Gemeinde bei Veranstaltungen in der Thomaskirche vor. Eine Wahl gibt es in diesem Verfahren nicht, der Kirchenvorstand kann nur mögliche Einwände gegen die Entsendung äußern. Zuvor hatte sich das Gremium im Bewerbungsverfahren auf keine Kandidatin und keinen Kandidaten einigen können. Die Thomaskirche in Leipzig ist eine der bekanntesten Kirchen des Landes - mit Thomanerchor und reicher Geschichte: Johann Sebastian Bach war hier fast 30 Jahre lang Kantor.
Kranke Menschen begleiten, zuhören und da sein: Dafür suchen die evangelische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen Ehrenamtliche für die Krankenhausseelsorge in Leipzig. Die Ausbildung dauert neun Monate. Vermittelt werden Gesprächsführung, seelsorgerliche Begleitung und Rituale am Krankenbett. Dazu kommen erste Praxiserfahrungen in Leipziger Kliniken. Nach dem Abschluss mit Zertifikat ist ein ehrenamtlicher Einsatz im Krankenhaus möglich. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober.
Die Stadt Grimma erinnert in diesem Jahr an den Kirchenlieddichter Paul Gerhardt - mit Konzerten, Lesungen, Führungen und Pilgerangeboten. Am Mittwoch (27. Mai) ist der 350. Todestag des Theologen und berühmten Lieder-Dichters. Aus diesem Anlass gibt's Mittwoch (27. Mai) um 17 Uhr eine Führung durch die Frauenkirche in Grimma, um 19 Uhr folgt im Kirchgemeindehaus ein Bildervortrag zu Leben und Wirken Paul Gerhardts. Für nächsten Samstag (30. Mai) seid ihr außerdem zu einem Pilgertag unter dem Motto "Befiehl du deine Wege" nach Grimma eingeladen. Paul Gerhardt besuchte ab 1622 die Fürstenschule St. Augustin in Grimma. Zu seinen bekanntesten Liedern gehört "Geh aus, mein Herz, und suche Freud".
Am Tag der Nachbarschaft lädt die Diakonie Westsachsen am Freitag (29. Mai) zu einem großen Stadtteil-Brunch nach Zwickau ein. Gefeiert wird ab 10 Uhr vor der Lutherkirche Zwickau. Kaffee, Tee, Obst und Gebäck stehen bereit. Alles Weitere bringen die Gäste selbst mit – ganz nach dem Motto: teilen, kennenlernen und gemeinsam frühstücken. Organisiert wird die Aktion von "WIR im Quartier Bahnhofsvorstadt und Marienthal". Eine Anmeldung ist nicht nötig, hilft aber bei der Planung.
Kinder aus Dresden können am nächsten Samstag (30. Mai) das Kurrende-Singen ausprobieren, also das Singen im Chor. Mehrere Kirchgemeinden laden zum "Tag der offenen Probe" ein. Mitmachen können alle zwischen 6 und 13 Jahren – kostenlos und ohne Anmeldung. An verschiedenen Standorten wird gemeinsam gesungen, geprobt und musiziert. Erfahrene Chorleiter geben Einblicke in die Arbeit der Dresdner Kurrenden. Zum Abschluss gibt’s ein gemeinsames Konzert mit dem Nachwuchs des Dresdner Kreuzchor. Probenorte sind unter anderem die Auferstehungskirche, die Hoffnungskirche Löbtau und die Versöhnungskirche in Striesen.
Kirchen-News vom 15. Mai 2026
Die Stadtkirche in Marienberg-Zöblitz im Erzgebirge ist zur „Kirche des Jahres 2026“ gekürt worden. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) hat bundesweit abstimmen lassen. Zur Auswahl standen zwölf Kirchengebäude. Die Anfänge der Zöblitzer Stadtkirche liegen im 13. Jahrhundert - vor 300 Jahren wurde die gotische Kirche barock umgebaut. Die Sanierung von Kirchturm und Glocken hat die Stiftung KiBa mit 10.000 Euro unterstützt.
Alle 80 Mitglieder der neuen sächsischen Landessynode stehen jetzt fest. 60 von ihnen haben die Kirchenvorstände der Gemeinden im März gewählt. Weitere 20 Mitglieder hat die Kirchenleitung jetzt berufen - so dass alle Arbeitsbereiche der Landeskirche vertreten sind. Auch der Frauenanteil ist damit deutlich höher. Ende Mai treffen sich die Gewählten zu einem Vorbereitungstag, im Juni konstituiert sich das neue Kirchenparlament.
Für Religions- und Ethikunterricht in Sachsens Schulen sind ab sofort zwei Wochenstunden vorgesehen. Eine neue Regelung des Kultusministeriums ermöglicht es außerdem, katholische und evangelische Reli kooperativ zu unterrichten. Zur Zeit läuft das als Modellversuch. Auch mehr digitaler Unterricht wird möglich, ab dem nächsten Schuljahr zum Beispiel mit dem Format KathReliOnline für die Oberstufe.
Die Unterrichtsfächer Religion und Ethik tragen maßgeblich zum Wertefundament von Kindern und Jugendlichen bei, meint Kultusminister Conrad Clemens (CDU). Auch die Kirchen begrüßen die neue Regelung.
Eine Woche nach der Leipziger Amokfahrt haben sich Einsatzkräfte verschiedener Organisationen vorigen Montag (11.5.) noch einmal versammelt. Unter dem Motto "Miteinander und füreinander, auch nach dem 4. Mai" hat die Polizeiseelsorge Leipzig dazu in die Propsteikirche eingeladen, zusammen mit den Einsatznachsorge-Teams von Polizei und Feuerwehr, sowie dem Kriseninterventionsteam Leipzig. Polizeiseelsorger aus Halle und Dresden waren zur Unterstützung mit dabei. Auch Beteiligte aus Rettungsdiensten, Kliniken und der Verwaltung waren eingeladen, um sich auszutauschen und für sich zu verarbeiten, was sie miterlebt haben.
Vor ein paar Monaten sind 80 Mitarbeitende in das neu gebaute Propst-Beier-Haus an der Schweriner Straße in Dresden eingezogen, Dort ist das Ordinariat mit der Verwaltung des Bistums Dresden-Meißen. Wenn ihr das Haus von innen kennen lernen möchtet, dann habt ihr am Dienstag (19.5.) Gelegenheit dazu: Von 14 bis 17 Uhr lädt das Bistum ein zum Tag der offenen Tür - da könnt Ihr den Neubau anschauen und auch mit den Menschen aus verschiedenen Arbeitsbereichen ins Gespräch kommen.
Kirchen-News vom 8. Mai 2026
Die Leipziger sollen die Bilder von der Amokfahrt am Montag nicht die Oberhand gewinnen lassen, sondern sich ihre Stadt bewusst zurückholen. Das hat Superintendent Sebastian Feydt bei der Gedenkandacht am Dienstag in der Nikolaikirche gesagt. "Wir sind nicht allein. Lassen Sie einander spüren, dass wir eine starke Gemeinschaft in einer starken Stadt sind", appellierte Feydt vor hunderten Besuchern der Andacht, darunter auch die sächsischen Bischöfe und Vertreter von Landespolitik und Stadtgesellschaft.
Die Diakonie Sachsen sammelt ab vom 8. bis 17. Mai Spenden für Angebote zur Suchtberatung und zu psychosozialen Hilfen. "Alltag gestalten, Ziele setzen!" heißt das Motto der Frühjahrssammlung. Neben klassischer Beratung helfen auch Angebote, um den Tag zu strukturieren und aus der Isolation herauszufinden. An 16 Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sowie 22 Suchtberatungsstellen der Diakonie Sachsen können sich Betroffene und Angehörige wenden.
Bis Sonntag nächster Woche sind Leute mit Sammelbüchsen in Sachsen unterwegs - natürlich könnt Ihr auch eine Spende überweisen.
Zu Gesprächen und Begegnungen bei der Europäischen Union ist eine Delegation aus Politik und Kirchen in Sachsen diese Woche nach Brüssel gereist. Auf dem Programm vom 5. bis 8. Mai stehen zum Beispiel Besuche bei der deutschen Botschaft, beim europäischen Parlament und der europäischen Kommission. Auch mit Vertretern der Kirchen in Belgien treffen sich die Gäste aus Sachsen getroffen - zum Abschluss am Freitag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der "Chapel for Europe".
Freie Schulen in Sachsen schlagen Alarm: Wegen geplanter Kürzungen im Landeshaushalt wächst die Sorge um ihre Zukunft. Betroffen wären vor allem kleinere Schulträger, darunter auch die Kirchen. Kritik gibt es an geplanten Einschnitten bei den Sachkosten. Die Verbände warnen: Das könnte höhere Schulgelder und weniger Planungssicherheit bedeuten. Die freien Schulen fordern deshalb verlässliche Finanzierung. Sie sehen Bildung als gemeinsame Aufgabe – und warnen vor Einsparungen auf Kosten von Familien und Schülerinnen und Schülern.
Sorbische Kirchen-News - April 2026
„Křižer być je powołanje za cyłe žiwjenje.“ Tole zwurazni Drježdźansko-Mišnjanski biskop Heinrich Timmerevers jutrońčku na nyšporje w Ralbicach. Swoje słowa njeje jeničce nimale 350 křižerjam w cyrkwi, ale wšěm přiwołał. Lětsa je 1.360 křižerjow w dźewjeć procesionach poselstwo wo Jězusowym zrowastanjenju z konja spěwajo wozjewjało.
Młodostni w Ralbicach běchu zeleny štwórtk po wječornych kemšach prěni raz na agapu přeprošeni. Z tym je hosćina lubosće měnjena. Po krótkim zawjedźenju z duchownym impulsom su sej potom na wosadnicy “Radlubin” za blidom wječer słodźeć dali. Wječor zakónčichu z krótkim rozpominanjom w cyrkwi.
Serbske ewangelske swójby su po jutrach w Hainewaldźe w Žitawskich horinach přebywali. Wjace hač 40 wosobow dožiwi zhromadny kónc tydźenja pod hesłom “Jutrowna nadźija” Fararka Jadwiga Malinkowa a redaktorka časopisa Pomhaj Bóh Katja Meyerowa stej zetkanje přihotowałoj. Prěni raz su na tajkim zetkanju Taizéski wječork z meditaciju přewjedli. Zhromadnje su so modlili, spěwali, z bibliskimi tekstami dźěłali a sportowali.
Horje hladać njeměło za bikerow woznamjenjeć, jenož wo škit a dobre wjedro prosyć, ale předewšěm w duchu miłosćiweho Samaritana solidarisce jednać. Tak kaž katolska cyrkej w Gazaskim pasmje tež ludźom druhich nabožinow pomha, měli sej tež bikerojo přeco mjez sobu pomhać. Tole rjekny farar Matthias Kocner z Budyšina na bikerowym nyšporje srjedź apryla w Ralbicach. Wón požohnowa bikerow a jich wjace hač 80 jězdźidłow.
Zhorjelski biskop Wolfgang Ipolt je tydźenja w Kulowje 39 młodostnych a jednoho dorosćeneho firmował. Wón namołwi, zo njeměli młodźi ludźo w dominowacym digitalnym wobswěće na swoju wěru a Boha zabyć. Zdobom poruči, w interneće so tež za modlitwami a impulsami rozhladować. Štyri holcy su w družčej drasće k firmowanju šli.
Pódla Hodźijskeje ewangelskeje cyrkwje maja nětkole Benowu kapałku. Wona je wodnjo a w nocy wotewrjena. Dotal njewužiwany mały twar na kěrchowje su srjedź apryla poswjećili. Tež putnicy na Sakskim Jakubowym puću, kotryž na Hodźij wjedźe, su přeprošeni, w kapałce pozastać, so pomodlić a rozpominać.
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„Osterreiter zu sein ist eine Berufung für das ganze Leben.“ Dies sagte der Bischof von Dresden-Meißen Heinrich Timmerevers am Ostersonntag während der Andacht in Ralbitz zu. Seine Worte hat er nicht nur fast 350 Osterreitern in der Kirche, sondern allen zugerufen. In diesem Jahr haben 1.360 Osterreiter in neun Prozessionen die Botschaft von der Auferstehung Jesu vom Pferd singend verkündet.
Jugendliche in Ralbitz waren am Gründonnerstag nach dem Abendgottesdienst erstmals zur Agapa eingeladen. Damit ist ein Mahl der Liebe gemeint. Nach einer kurzen Einführung mit einem geistlichen Impuls haben sich die Jugendlichen im dann im Gemeindehaus „Radlubin” am Tisch das Abendessen schmecken lassen. Den Abend beendeten sie mit einer kurzen Besinnung in der Kirche.
Sorbische evangelische Familien haben nach Ostern in Hainewalde im Zittauer Gebirge verbracht. Mehr als 40 Personen erlebten ein gemeinsames Wochenende unter dem Motto „Osterhoffnung“ Pfarrerin Jadwiga Mahling und die Redakteurin der Zeitschrift Pomhaj Bóh, Katja Meyer, hatten das Treffen vorbereitet. Erstmals wurde bei so einem Treffen ein Taizé-Abend mit Meditation durchgeführt. Gemeinsam wurde gebetet, gesungen, mit biblischen Texten gearbeitet und Sport gemacht.
Nach oben schauen sollte für Biker nicht nur bedeuten, um Schutz und gutes Wetter bitten, sondern vor allem im Geist des barmherzigen Samariters solidarisch handeln. So wie die katholische Kirche im Gazastreifen auch Menschen anderer Religionen hilft, sollten sich auch Biker immer gegenseitig helfen. Das sagte Pfarrer Matthias Kocner aus Bautzen bei der Bikerandacht Mitte April in Ralbitz. Er segnete die Biker und ihre mehr als 80 Fahrzeuge.
Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt hat vor einer Woche in Wittichenau 39 Jugendliche und einen Erwachsenen gefirmt. Er appellierte, dass junge Menschen in einem dominierenden digitalen Umfeld ihren Glauben und Gott nicht vergessen sollten. Zugleich empfiehlt er, sich im Internet auch nach Gebeten und Impulsen umzuschauen. Vier Mädchen sind in Brautjungferntracht zur Firmung gegangen.
Neben der Gödaer evangelischen Kirche haben sie jetzt eine Bennokapelle. Sie ist Tag und Nacht geöffnet. Das bisher nicht genutzte kleine Gebäude auf dem Friedhof wurde Mitte April eingeweiht. Auch Pilger auf dem Sächsischen Jakobsweg, der durch Göda führt, sind eingeladen in der Kapelle Rast zu machen, zu beten und zu meditieren.