Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hört ihr bei RADIO PSR immer freitags kurz nach 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen kurz nach 18.30 Uhr.
- Kirchen-News vom 21. August 2026
- Kirchen-News vom 14. August 2026
- Kirchen-News vom 7. August 2026
- Sorbische Kirchen-News - Juli 2026
Kirchen-News vom 21. August 2026
„Zwei Takte für ein Halleluja“: Mopeds stehen im Zentrum eines jüdisch-christlichen Gottesdienstes am Sonntag (23.8.) im Pfarrgarten Großschirma. Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla und der Großschirmaer Pfarrer Justus Geilhufe wollen Technik, Gemeinschaft und Glauben verbinden - und auch sächsische Alltagskultur mit jüdisch-deutscher Geschichte: am Beispiel von Mopeds aus den Simson-Werken, die ursprünglich von den jüdischen Brüdern Löb und Moses Simson gegründet wurden. Willkommen seid ihr mit oder ohne Moped - am Sonntag um 10 Uhr.
Die sächsische Landeskirche baut ihr Beratungsangebot zu Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung aus. Seit alle 18jährigen einen Fragebogen vom Bund bekommen, den die jungen Männer auch beantworten müssen, haben mehr junge Leute Gesprächsbedarf. Die Beratung ist als seelsorgerliche Gewissensbegleitung ergebnisoffen. Es kann um formale Fragen gehen, um die jeweils eigene Situation und um persönliche Gewissensfragen. Auch Soldatinnen und Soldaten oder Reservisten nutzen die Beratungsangebote.
Wer neue Schritte ins Berufsleben wagt, zum Beispiel in eine Ausbildung startet oder sich umorientiert, ist am Sonntag (23.8.) willkommen im Jugendzentrum Jugendkirche Dresden. Da bekommt Ihr ab 17 Uhr Stärkung und Segen, und Ihr lernt Leute kennen, die gerade in einer ähnlichen Situation sind.
Um eine bundesweite Segensaktion zum Ausbildungsstart geht es am Sonntagabend im RADIO PSR-Kirchenmagazin "Themen, die Sachsen bewegen".
Dynamo Dresden und die Dresdener Frauenkirche arbeiten jetzt zusammen! Am Mittwoch (26.8.) vor 300 Jahren ist der Grundstein für die barocke Frauenkirche gelegt worden. Mit den Slogans „Frieden auf unseren Plätzen“ und „Suchet der Stadt Bestes“ wollen die Stiftung Frauenkirche und der Fußballzweitligist den Zusammenhalt und Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen und Lebenswelten fördern. Sie planen gemeinsame Projekte. Los geht's mit einer Andacht zum Grundsteinjubiläum Mittwoch um 17 Uhr.
Kirchen-News vom 14. August 2026
Dresden feiert am Wochenende Stadtfest. Die Kirchen und Wohlfahrtsverbände laden dabei ein zum Gespräch über Frieden, Wehrpflicht und ziviles Engagement. Am gemeinsamen ökumenischen Stand heißt das Motto „friedenstüchtig, verteidigungsfähig, kriegstüchtig?" Samstag und Sonntag (15./16.8.) könnt ihr mit Fachleuten über die Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung und über Freiwilligendienste von Diakonie und Caritas ins Gespräch kommen. jeweils ab 11 Uhr auf der Blaulichtmeile am Terrassenufer.
Am Sonntag seid Ihr eingeladen zum Stadtfest-Gottesdienst um 11.30 Uhr auf dem Theaterplatz.
Mit über 16.000 Euro hat der Arbeitslosenhilfsfonds des Bistums Dresden-Meißen im ersten Halbjahr Menschen in Not unterstützt. Die regionalen Caritasverbände haben das Geld in 41 Fällen gezahlt, bei denen Hilfe auf anderem Weg nicht möglich war: zum Beispiel, um Strom- und Mietschulden zu begleichen, Kindermöbel zu kaufen, oder einfach, weil sie es zum Lebensunterhalt brauchten. Caritas-Mitarbeiter vor Ort prüfen jeweils die Anliegen, damit das Bistum dann schnell und unbürokratisch das Geld auszahlen kann.
Integration von zugewanderten Menschen nutzt der Wirtschaft. Deshalb warnt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen vor Kürzungen in diesem Bereich. Aufnahme und Eingliederung von Menschen seien „nicht nur eine soziale Aufgabe, sondern ein wirtschaftlicher Standortfaktor“, sagt Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer als Vorsitzender der Liga. Damit Zugewanderte ihre Potenziale in Sachsen entfalten können, brauche es fachspezifische Beratungsangebote und Netzwerke.
Ü90 - als Party-Altersklasse ist das eher selten: Nächste Woche Freitag (21.8.) lädt die Diakonie Leipzig ein zu einer Ü90-Party auf dem Richard-Wagner-Platz. Zu Schallplattenklängen aus den 50er und 60er Jahren feiern Menschen aus Pflegeheimen, Mitarbeitende in der Pflege - und eingeladen sind auch Leute, die vorbeikommen, natürlich auch, wenn sie noch keine 90 Jahre alt sind!
Ziel ist, dass Menschen verschiedenen Alters miteinander lachen, tanzen und ins Gespräch kommen. Los geht's um 14.30 Uhr.
Alle Religionen in Leipzig in einem Boot - so kommen am Sonntag, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur auf dem Markkleeberger See zusammen zu Begegnung, Austausch und Kennenlernen. Thema der Bootsfahrt ist das berühmtesten Schiff, dessen Geschichte Juden, Christen und Muslimen wichtig ist: die Arche Noah!
Schon wieder hat in Südamerika die Erde gebebt - nach Venezuela Ende Juni hat es diesmal das Nachbarland Kolumbien getroffen. Viele Menschen sind ums Leben gekommen, verletzt oder haben alles verloren. Internationale Hilfe ist angelaufen oder zugesagt, zum Beispiel von der Diakonie Katastrophenhilfe und ihren Partnerorganisationen im Land. Im Mittelpunkt steht psychosoziale Hilfe für Kinder und Erwachsene.
Auch in Venezuela ist weiter dringend Hilfe nötig: Für den 5. und 6. September plant das Bistum Dresden Meißen eine Sonderkollekte in den katholischen Gottesdiensten für Caritas international.
Kirchen-News vom 7. August 2026
Die Stadtkirche St. Marien in Pirna bekommt rund 265.000 Euro vom Freistaat Sachsen für die Sanierung ihres Turms. Geplant sind Arbeiten an den Fugen, am Kupferdach der Turmhaube und an der Holzschalung, um die Stabilität der historischen Kirche zu sichern. Der Turm stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert und ist der älteste Teil der Kirche. Das spätgotische Gotteshaus gilt als nationales Kulturerbe. Bereits letztes Jahr hatte der Bund eine knappe Dreiviertel Million für die Turmsanierung bereitgestellt.
Am Montag nimmt Sachsen Abschied vom früheren Landesbischof Jochen Bohl, der am Mittwoch vor einer Woche im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Um 11 Uhr beginnt in der Kreuzkirche in Dresden der Trauergottesdienst, geleitet von Landesbischof Tobias Bilz. Statt Blumen bittet die Familie des Verstorbenen um Spenden für den Taubblindendienst der Evangelischen Kirche in Deutschland. Für den hatte sich Jochen Bohl viele Jahre engagiert. Die anschließende Beisetzung findet dann im engsten Familienkreis statt.
Ein Mitbringpicknick für Singles gibt's am Samstag (8. August) ab 17 Uhr im Garten der katholischen Pfarrei Leipzig-Schönefeld. Die Idee: Alle bringen Speisen oder Getränke zum Teilen mit. Die Initiative "SOLO-Glücklich" organisiert das Treffen, sie will Leute zusammenbringen, die neue Kontakte knüpfen und gemeinsame Freizeitaktivitäten erleben wollen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch sowie gemeinsame Erlebnisse. Das Ganze will ausdrücklich keine Datingplattform sein.
Die Sternsinger im Bistum Dresden-Meißen haben beim diesjährigen Dreikönigssingen im Januar rund 414.000 Euro Spenden gesammelt. Insgesamt waren 51 Gemeinden und Gruppen aus ganz Sachsen und Ostthüringen dabei. Das Geld unterstützt Projekte für benachteiligte Kinder weltweit; unter anderem in den Bereichen Bildung, Ernährung und Gesundheit. Immer zum Jahreswechsel ziehen Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, von Haus zu Haus, bringen den Segen und bitten um Spenden für Kinder in Not.
Die Zwickauer Kirchen laden für den 6. September zu einem „Tag der Schöpfung“ ein - auf das WISMUT-Gelände in Helmsdorf. Auf dem ehemaligen Bergbaugelände soll es einen ganzen Tag um Umwelt- und Naturschutz, Renaturierung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gehen. Los geht es mit einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst, danach gibt es Podiumsgespräche, Mitmachstände, Exkursionen und Angebote für Kinder. Das Gelände zeigt dabei ganz praktisch, wie aus stark veränderter Natur wieder neue Lebensräume entstehen können.
Sorbische Kirchen-News - Juli 2026
Po politiskim přewróće su 1990 tankam roły wotrězali, dźensa dźěłaja w něhdyšej wagonowni za wójsko. Na to skedźbni kanonik Šćěpan Delan na putniskej Božej mši spočatk julija w Róžeńće. Tomu napřećo staji wón Marijiny chwalospěw Magnifikat. Prědar namołwi, zo měli sej wěriwi swjatu Mariju za přikład brać a kaž wona nastajnosći njeskoržić, ale Bohu so dowěrjeć. Něhdźe tysac ludźi so na kemšach na swjedźenju Marije wopytanja wobdźěli. Mnozy z nich su pěši w procesionje do Róžanta přišli, w kotrychž družki postawu swjateje Marije njesechu. Chróšćanski cyrkwinski chór je Božu mšu hudźbnje wobrubił.
Prěni raz podadźa so serbscy křižerjo klětu spočatk meje do Roma. We Wěčnym měsće njedožiwja jeničce awdiencu bamža Leja XIV., ale tež spřisahanje nowych Šwicarskich gardistow. Jězbu zarjaduje Towarstwo Cyrila a Metoda, towarstwo katolskich Serbow.
Zastupjerjo Chróšćanskeho pasionskeho zjednoćenstwa wobdźělichu so spočatk julija na lětušim kongresu zjednoćenstwa Europasion. Tón wotmě so w awstriskim St. Margarethenje, njedaloko Wiena. Zdobom wobhladachu sej tamnišu pasionsku hru, kotruž z wida žonow předstajachu. Europasion jednoća wjace hač 80 pasionskich towarstwow ze 16 europskich krajow. Lońši kongres wotmě so w Chrósćicach.
Wjace hač třećina dohromady 1.600 wobdźělnikow putnikowanja dźěći Drježdźansko-Mišnjanskeho biskopstwa do Róžanta běše ze serbskich wosadow. Wjetšina serbskich kaž tež němskich dźěći je so z rozdźělnych městnow znajmjeńša posledni dźěl pěši na hnadowne městno podała. Biskop Heinrich Timmerevers z dźěćimi Božu mšu swjećeše. Po njej móžachu dźěći najwšelakoriše hry wupruwować.
W katolskich serbskich wosadach přewjedźechu spočatk lětnich prózdnin nabožny tydźeń za dźěći. Lětsa steješe Mójzes w srjedźišću. Dźěći pak móžachu tež paslić, spěwać a wšelake hry hrać. W Njebjelčanskej wosadźe wotmě so nabožny tydźeń w druhim prózdninskim tydźenju, w tamnych wosadach hižo w prěnim.
W Budyskej Michałskej cyrkwi předstajeja we wustajeńcy na 18 fotach wšelake warianty drasty ewangelskich Serbow Budyskeho kraja. Fotograf Tilo Aé z Brandisa pola Lipska je projekt hromadźe z holcami a žonami Bukečanskeje wosady zwoprawdźił. W Bukecach běchu hišće hač dosrjedź 19. lětstotka wšědnje w narodnej drasće chodźili.
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Nach der politischen Wende wurden 1990 Panzerrohre abgesägt, heute wird in einer ehemaligen Waggonfabrik für die Armee gearbeitet. Darauf wies Domkapitular Stephan Delan bei einem Wallfahrtsgottesdienst Anfang Juli in Rosenthal hin. Demgegenüber stellte er Marias Loblied Magnifikat. Der Prediger appellierte, dass sich die Gläubigen die Heilige Maria zum Vorbild nehmen und nicht ständig klagen, sondern auf Gott vertrauen sollten. Rund tausend Menschen nahmen am Gottesdienst am Fest Mariä Heimsuchung teil. Viele von ihnen zogen zu Fuß in einer der Prozessionen nach Rosenthal, bei der Druschki eine Figur der Heiligen Maria trugen. Der Crostwitzer Kirchenchor hat den Gottesdienst musikalisch umrahmt.
Zum ersten Mal reisten sorbische Osterreiter Anfang Mai 2027 nach Rom. In der Ewigen Stadt erleben sie nicht nur die Audienz von Papst Leo XIV., sondern auch die Vereidigung neuer Schweizer Gardisten. Die Reise veranstaltet der Cyrill-Methodius-Verein, der Verein der katholischen Sorben.
Vertreter der Crostwitzer Passionsvereinigung nahmen Anfang Juli am diesjährigen Kongress der Vereinigung Europassion teil. Dieser fand im österreichischen St. Margarethen, unweit von Wien, statt. Zugleich schauten sie sich das dortige Passionsspiel an, das aus der Sicht der Frauen dargestellt wurde. Die Europassion vereint mehr als 80 Passionsvereine aus 16 europäischen Ländern. Der Kongress im vergangenen Jahr fand im sorbischen Ort Crostwitz statt.
Mehr als ein Drittel der insgesamt 1.600 Teilnehmer der Kinderwallfahrt des Bistums Dresden-Meißen nach Rosenthal kam aus den sorbischen Pfarrgemeinden. Die Mehrheit der sorbischen sowie auch der deutschen Kinder hat den letzten Teil zum Wallfahrtsort von unterschiedlichen Dörfern zu Fuß zurückgelegt. Bischof Heinrich Timmerevers feierte mit Kindern eine heilige Messe. Danach konnten die Kinder verschiedenste Spiele ausprobieren.
In den katholischen sorbischen Pfarrgemeinden wurde am Anfang der Sommerferien die Religiöse Kinderwoche (RKW) durchgeführt. Dieses Jahr stand Moses im Mittelpunkt. Die Kinder konnten auch basteln, singen und verschiedene Spiele spielen. In der Nebelschützer Pfarrgemeinde fand die RKW in der zweiten Ferienwoche statt, in den anderen Pfarrgemeinden schon in der ersten.
In der Bautzener Michaeliskirche werden derzeit in einer Ausstellung auf 18 Fotos verschiedene Trachtenvarianten der evangelischen Sorben des Bautzener Landes vorgestellt. Der Fotograf Tilo Aé aus Brandis bei Leipzig hat das Projekt zusammen mit Mädchen und Frauen der Kirchgemeinde Hochkirch umgesetzt. In Hochkirch haben Frauen noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts täglich in Tracht getragen.