RADIO PSR Kirchen-News
RADIO PSR Kirchen-News
Was diese Woche wichtig ist

Christen in Sachsen - die Kirchen-News

Das Neuste aus Sachsens Kirchen und Gemeinden hört ihr bei RADIO PSR immer freitags kurz nach 5.50 und 19.20 Uhr bei Augenblick mal sowie sonntags im Kirchenmagazin Themen, die Sachsen bewegen kurz nach 18.30 Uhr.

Kirchen-News vom 20. Februar 2026

Sechzig Druschki - also junge Sorbinnen in ihren kostbaren Trachten - waren vorige Woche in Rom, begleitet von den Frauen, die ihnen beim aufwendigen Anziehen der Tracht helfen. Höhepunkt ihrer Pilgerfahrt mit Bischof Heinrich Timmerevers war eine Audienz bei Papst Leo dem XIV. Dabei hat der Bischof dem Papst ein Messbuch in sorbischer Sprache überreicht.
Mehr Nachrichten von den sorbischen Christen in der Lausitz hört Ihr wieder diesen Sonntag (22.2.) im RADIO PSR-Kirchenmagazin "Themen, die Sachsen bewegen".

Im christlichen und auch im muslimischen Festkalender hat die Fastenzeit begonnen, Anfang März kommt noch das jüdische "Estherfasten" dazu. Zu einem interreligiösen Fastenbrechen lädt das Leipziger Ariowitsch-Haus am Donnerstag (26. 2.) ein. Ab 18 Uhr gibt's dort Musik und kulinarische Kostproben. Muslime essen und trinken ja im Fastenmonat Ramadan tagsüber gar nichts - das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang ist dann oft ein Festmahl in großer Gemeinschaft.
Wenn Ihr dabei sein wollt, meldet euch bitte bis Montag, 23.2. per E-Mail an!

Auch in Dresden könnt Ihr verschiedene Religionen in Sachsen kennen lernen - ab Mittwoch (25.2.) in der Dreikönigskirche. Die Ausstellung „Sichtbare Vielfalt. Religionen in Sachsen“ hat die Landeszentrale für politische Bildung zusammen mit kirchlichen Partnern erstellt. Sie präsentiert acht religiöse Gemeinschaften - auch welche, die kaum bekannt sind. Bis zum 12. Mai ist sie in Dresden zu sehen.

Kirchen-News vom 13. Februar 2026

Am Valentinstag (14.2.) bieten Sachsens Kirchen viele Segensfeiern für Liebende an. Zum Beispiel können sich in der Frauenkirche Dresden Paare persönlich segnen lassen. In der Weinbergskirche Trachenberge feiern Christinnen und Christen einen Gottesdienst für Verliebte. Die pax Jugendkirche Leipzig lädt junge Erwachsene zur Dating-Night ein. In der Auferstehungskirche Dresden gestaltet die Pfarrerband „Die schwarzen Löcher“ einen Konzertabend rund um die Liebe. Und in der Kirche in Ottendorf erwartet Euch ein "Billie-Eilish-Gottesdienst" mit Sekt, Tee und Snacks. All diese Angebote setzen ein Zeichen: Liebe trägt - in guten wie in schweren Zeiten. 

Wie gestalten wir künftig das Glaubensleben im katholischen Bistum Dresden-Meißen? Das ist die zentrale Frage für den neuen Diözesanpastoralrat des Bistums. Das Gremium aus haupt- und ehrenamtlichen Christinnen und Christen berät Bischof Heinrich Timmerevers in allen pastoralen Fragen - also Seelsorge, Gottesdienste und all das, was kirchliches Leben ausmacht. Der Rat ist jetzt mit einer Klausur in Schmochtitz in seine Amtszeit gestartet. 23 Mitglieder kamen zusammen, um sich kennenzulernen und erste Schwerpunkte zu setzen.  

Zu einem ökumenischen Pilgerwochenende laden Euch die evangelische Kirchgemeinde Pirna und die katholische Pfarrei St. Heinrich und Kunigunde Pirna Ende Juni ein - unter dem Motto „Suche den Frieden und jage ihm nach“. Ihr wandert einen Abschnitt des Pilgerweges von Bautzen nach Kamenz. Täglich stehen bis zu 20 Kilometer an. Neben dem Gehen gibt es Impulse und Gespräche. Wenn Ihr mitpilgern wollt: bis Ende März könnt ihr Euch anmelden

Aus Sachsens katholischer Kirche ist ein neuer WhatsApp-Kanal gestartet: "das.wir.befluegelt". Das Angebot der Abteilung Kinder, Familie und Jugend des Bistums Dresden-Meißen richtet sich an Paare, Familien und Menschen in unterschiedlichen Lebensformen. Der Kanal bietet kurze Impulse für den Alltag sowie Hinweise auf Veranstaltungen rund um Beziehung und Familie. Es handelt sich nicht um einen Gruppenchat. Telefonnummern bleiben für andere unsichtbar. Das Team des WhatsApp-Kanals will Menschen ermutigen, Beziehungen bewusst zu gestalten, wertschätzend miteinander umzugehen und im Glauben zu wachsen.

"Mutpost" will Menschen in seelischen Krisen Hoffnung geben. Die neue Plattform ist seit dieser Woche online. Wer mag, kann dort persönliche Briefe schreiben - mit Erfahrungen, Gedanken und Mut machenden Worten. Nachdem die Beiträge geprüft wueden, erscheinen sie anschließend auf der Seite. Sie sollen zeigen Menschen in schweren Lebenskrisen signalisieren: Du bist nicht allein. Schon wenige Tage nach dem Start könnt ihr auf der Seite viele Mutpost-Briefe lesen. Hinter dem Projekt steht das Werner-Felber-Institut in Dresden. Zusätzlich gibt es einen Soforthilfe-Button und Hinweise auf Beratungsstellen. Vorbild ist eine englische Initiative, für die bereits Hunderttausende Briefe entstanden sind. 

In Schmochtitz bei Bautzen startet am Montag, 23. Februar, das traditionelle ökumenische Fastenzeitseminar. Bis zum 16. März laden die Veranstalter jeweils montags um 19.30 Uhr zu spannenden Keynotes und Workshops ein. Thema in diesem Jahr: "Trotz allem – Lust auf Kirche". Zum Auftakt geht es um Ergebnisse der sechsten Kirchenmitgliederbefragung. An anderen Montag berichten Engagierte von Aufbrüchen in Gemeinden. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Filmabend. Die Abende finden immer im Bildungsgut Schmochtitz St. Benno statt, der Eintritt ist frei. 

Kirchen-News vom 6. Februar 2026

Die katholische Kirche in Sachsen hat im Jahr 2025 wieder Mütter in Not finanziell unterstützt. Insgesamt flossen gut vierundzwanzigtausend Euro an fast fünfzig Frauen. Das Geld half vor allem bei Babyausstattung und akuten Engpässen und stammt aus einem bischöflichen Hilfsfonds des Bistums Dresden-Meißen. Der katholische Caritasverband hat die Mittel unbürokratisch und ergänzend zu staatlicher Hilfe vergeben. Auch künftig will die Kirche bedürftige Menschen in Schwangerschaft und den ersten Jahren mit Kind schnell und praktisch unterstützen.

Sachsens evangelische Landeskirche und die Diakonie rufen zu Spenden für die Ukraine auf. Viele Menschen leben mitten im bitterkalten Winter ohne Heizung, Strom oder Wasser - aufgrund der anhaltenden russischen Angriffe auf Strom- und Wärmenetze. Die Landeskirche stellt zehntausend Euro aus ihrem Notfonds bereit. Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt nun verstärkt warme Kleidung, Schlafsäcke und Kochgeräte und hilft auch psychosozial. Jede Spende kann mithelfen, die schlimmste Not der Menschen in der Ukraine zu lindern

Einen "Gottesdienst der Nationen" bereitet die katholische Kirche in Sachsen gerade vor. Bischof Heinrich Timmerevers lädt am 22. März in die Kathedrale nach Dresden ein. Menschen aus vielen Ländern sollen dann zusammen die Heilige Messe – mit Sprachen, Liedern und Gebeten aus aller Welt. Eine Einladung besonders an die muttersprachlichen Gemeinden in Sachsen: Die katholische Kirche in unserer Region ist zunehmend geprägt von katholischen Christen zum Beispiel aus Venezuela, Polen oder Vietnam, die hier in Sachsen leben. Der Gottesdienst im März soll helfen, sich besser kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.

Mindeststandards für Notunterkünfte für Obdachlose fordert die sächsische Diakonie. Viele Unterkünfte bieten nur Betten und Toiletten; oft in Containern. Das reicht nicht für ein Leben in Würde, so der evangelische Verband. Die Diakonie warnt vor einer "Verwahrungsfalle", wenn Notquartiere jahrelang genutzt werden. Nötig seien bessere Qualität, Beratung und mehr Zugang zu regulärem Wohnraum. Sonst würde die Gesellschaft Armut bloß noch verwalten, statt zu bekämpfen. 

Am Samstag (14.2.) ist Valentinstag. Zu einer Dating-Night für Singles lädt an dem Tag die pax Jugendkirche im Norden Leipzigs ein. Junge Erwachsene zwischen 20 und 35 Jahren treffen sich ab 19 Uhr zu Gesprächen, Musik und gemeinsamen Liedern. Es geht ums Kennenlernen, um Nähe und gegen Einsamkeit. Das ganze offen für alle Geschlechter und mit klarem Awareness-Konzept. Der Unkostenbeitrag liegt bei zehn Euro. Bis Donnerstag (12.2.) könnt Ihr Euch anmelden

Logo RADIO PSR und Katolski Posol
Logo RADIO PSR und Katolski Posol

Sorbische Kirchen-News - Januar 2026

Někotři serbscy młodostni wobdźělichu na 48. Taizéskim zetkanju w Parisu. Woni su so skupinomaj z Drježdźan a Lipska přizamknyli. Ze zetkanja na proze do noweho lěta su namołwu bamža Leja XIV. sobu přinjesli, zo chcedźa putnicy dowěry a rjemjeslnicy pokoja być.

Jako hudźbny hodowny dar hódnoćeše recensentka nyšpor prěnju njedźelu januara w Chrósćicach. Nimo tamnišeho cyrkwinskeho chóra spěwaše tež němska wosadna šola. Jedyn z wjerškow běše za recensentku, jako serbski ewangelski organist Johannes Krahl na pišćelach hraješe. 26lětny je mjezynarodnje hižo wjacore wurisanja dobył. Tež Radworski chór Meja je na spočatku lěta koncert wuhotował. Do programa zapřijachu Radworsku wosadnu dźěćacu šolu.

Z januarskim čisłom ewangelskeho serbskeho časopisa Pomhaj Bóh je prěnje wudaće w zamołwitosći noweje redaktorki Katje Meyeroweje wušło. Wona je nadawk wot Trudle Malinkoweje přewzała. Ta běše wot lěta 2000 za wudawanje měsačnika zamołwita.

Jako prěnjej katolskaj Serbaj staj Mahrec mandźelskaj kónc zašłeho lěta krónjuwelowy kwas dožiwiłoj. Před 75 lětami staj sej Jan Mahr a jeho njewjesta Hana Wićazec wzajomnu swěru slubiłoj, byrnjež staj so hakle něšto tydźenjow do to toho zeznałoj. Dźeń po jara rědkim jubileju pak je krónjuwelowa njewjesta 98lětna zemrěła.

Krótko do skónčenja stareho lěta je něhdźe 700 ludźi w Chróšćanskej cyrkwi multimedialnu produkciju „Genezis 2.0“dožiwiło. Tam pokazachu něhdźe poł hodźiny wot štyrjoch beamerow na wjerch projicěrowane wobrazy. To běše hłownje mólba Michelangela ze Sixtinskeje kapały we Vatikanje ze scenami wo stworjenju swěta. K tomu čitaštej dwě wosobje wujimki ze starozakonskeje Knihi Genezis a teksty k rozmyslowanju. Nimo toho zaklinča hudźba. Dramaturg za to běše z Chrósćic pochadźacy student medijoweje techniki Bosćan Donat.

Cistercienski pater dr. Johannes Müller je zašłu wutoru, na swjedźenju swjateho Bosćana (20. januara), w Chrósćicach wěriwych napominał, tež dźensa přesćěhanych křesćanow njepozabyć. Popołdnju na nyšporje ćehnjechu wěriwi z postawu swjateho Bosćana w procesionje po wsy. Hižo dlěje hač 600 lět maja w Chrósćicach Bratstwo swjateho Bosćana, kotrež so socialnje angažuje.

-------------------

Einige sorbische Jugendliche nahmen am 48. Taizé-Treffen in Paris teil. Sie haben sich den Gruppen aus Dresden und Leipzig angeschlossen. Vom Treffen an der Schwelle zum neuen Jahr haben sie den Aufruf von Papst Leo XIV. mitgebracht, dass die Pilger des Vertrauens und Handwerker des Friedens sein wollen.

Als ein musikalisches Weihnachtsgeschenk würdigte eine Rezensentin die Andacht am ersten Januarsonntag in Crostwitz. Neben dem dortigen Kirchenchor sang auch die deutsche Schola der Pfarrgemeinde. Einer der Höhepunkte war für die Rezensentin, als der sorbische evangelische Organist Johannes Krahl an der Orgel spielte. Der 26-Jährige hat international schon mehrere Wettbewerbe gewonnen.
Auch der Radiborer Chor Meja hat Anfang des Jahres ein Konzert gestaltet. In das Programm wurde auch die die Schola der Radiborer Pfarrgemeinde einbezogen.

Mit der Januarausgabe der evangelischen sorbischen Zeitschrift Pomhaj Bóh ist die erste Ausgabe in Verantwortung der neuen Redakteurin Katja Meyer erschienen. Sie hat die Aufgabe von Gertrud Mahling übernommen. Diese war seit dem Jahr 2000 für die Herausgabe des Monatsblattes verantwortlich.

Als erste katholische Sorben hat das Ehepaar Ende vergangenen Jahres eine Kronjuwelenhochzeit erlebt. Vor 75 Jahren haben sich Jan Mahr und seine Braut Anna Lehmann gegenseitige Treue versprochen, obwohl sie sich erst wenige Wochen zuvor kennengelernt hatten. Einen Tag nach dem sehr seltenen Jubiläum ist aber die Kronjuwelenbraut mit 98 Jahren gestorben.

Kurz vor dem Ende des alten Jahres haben rund 700 Menschen n der Crostwitzer Kirche die multimediale Produktion „Genesis 2.0“ erlebt. Dort wurden etwa eine halbe Stunde lang von vier Beamern an die Decke projizierte Bilder gezeigt. Hauptsächlich war es das Gemälde Michelangelos aus der Sixtinischen Kapelle im Vatikan mit Szenen von der Erschaffung der Welt. Dazu lasen zwei Personen Auszüge aus dem biblischen Buch Genesis und besinnliche Texte. Außerdem erklang Musik. Der Dramaturg dafür war der aus Crostwitz stammende Medientechnikstudent Sebastian Donat.

Der Zisterzienserpater Dr. Johannes Müller hat am vergangenen Fest des heiligen Sebastian (20. Januar) in Crostwitz die Gläubigen aufgefordert, auch heute verfolgte Christen nicht zu vergessen. Nachmittags zur Andacht zogen die Gläubigen mit der Figur des heiligen Sebastian in einer Prozession durch das Dorf. Schon mehr als 600 Jahre gibt es in Crostwitz die Sebastiansbruderschaft, die sich sozial engagiert.

ZUR SORBISCHEN KIRCHENZEITUNG KATOLSKI POSOŁ (AUF DEUTSCH)

Die RADIO PSR-Kirchenredaktion bei Facebook