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- Kirchen-News vom 2. April 2026
- Kirchen-News vom 27. März 2026
- Kirchen-News vom 20. März 2026
- Sorbische Kirchen-News - März 2026
Kirchen-News vom 2. April 2026
Mit dem Gründonnerstag beginnt für die Christen auch in Sachsen die intensivste Zeit im Kirchenjahr: die Kar- und Ostertage.
Am Abend des Gründonnerstags erinnern sich alle an das Letzte Abendmahl mit Jesus und den Verrat durch seinen Jünger Judas. Oft gehört zu diesem Gottesdienst eine Fußwaschung. Auch sie bezieht sich aufs Letzte Abendmahl: Obwohl die Fußwaschung ursprünglich eine Aufgabe für die Dienerschaft war, hat Jesus selbst seinen Jüngern die Füße gewaschen.
Eine öffentliche Fußwaschung bieten am Donnerstag (2. April) evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer in der Fußgängerzone Prager Straße in Dresden an - für alle, die Lust drauf haben. Ihr könnt Euch bei der Gelegenheit auch segnen lassen.
Karfreitag ist der Todestag von Jesus: Nach einem unfairen Blitzprozess wurde er ans Kreuz genagelt. Viele Kreuzwegandachten und Konzerte greifen das in den Kirchen auf. In allen katholischen Pfarreien feiern Christen zur Todesstunde Jesu, nachmittags um 15 Uhr, einen Wortgottesdienst. In der Dresdner Kathedrale leitet den Bischof Heinrich Timmerevers. Die Dresdner Kapellknaben singen hier die Johannespassion von Heinrich Schütz.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag switcht dann alles um auf Freude und unglaublichen Jubel: die Feier der Auferstehung in der Osternacht! Meist wird zunächst vor der Kirche an einem Feuer die Osterkerze entzündet - als Sinnbild für den auferstandenen Christus - und in die dunkle Kirche getragen. Die Gläubigen übernehmen die Flamme der Kerze für ihre eigenen Kerzen, so dass die Kirche nach und nach immer heller wird. Die frohe Botschaft von der Auferstehung tragen am Sonntag auch die sorbischen Osterreiter in der Lausitz von Dorf zu Dorf. Später ist dann überall in Sachsen an Osterfeuern Party angesagt: ausgelassene Freude über Auferstehung, Licht, Hoffnung und Frühling.
"Ostern ist ein Fest, das Mut macht", so die Osterbotschaft von Sachsens evangelischem Landesbischof, Tobias Bilz. Das Fest der Auferstehung von Jesus lässt Menschen widerständig und fröhlich werden und schenkt Hoffnung, so der Bischof: "Nichts ist so ausweglos wie der Tod - und zugleich ist nichts so hoffnungsvoll wie der Glaube, dass Gott ihn überwindet“, erklärte Bilz weiter.
In Dresden sollen auch Menschen ohne Angehörige einen würdevollen Abschied bekommen. Am Freitag (10. April) lädt der Verein „Abschied für Dich“ zu einer öffentlichen Trauerfeier ein. Jedes Jahr sterben in Dresden bis zu 150 Menschen ohne Begleitung. Oft werden sie anonym bestattet. Das Projekt setzt dagegen ein Zeichen: In der Feier werden bespielsweise die Namen der Verstorbenen genannt. Eingeladen sind alle, die gemeinsam erinnern und Anteil nehmen möchten. Beginn ist 14 Uhr auf dem Urnenhain Tolkewitz.
Die Telefonseelsorge Dresden hatte runde Geburtstag: 40 Jahre Hilfe rund um die Uhr. Bei einem Festabend im Haus der Kathedrale blickten Mitarbeitende und Gäste auf vier Jahrzehnte Engagement zurück. Höhepunkt war ein Vortrag der Theologin und Fernsehmoderatorin Melanie Wolfers über Mut und Zuversicht. Auch künftig bleibt die Telefonseelsorge bleibt ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen in Krisen. Das Angebot ist anonym, kostenlos und jederzeit erreichbar – per Telefon oder Chat. Träger der Ökumenischen Telefonseelsorge ist die Diakonie Dresden.
Kirchen-News vom 27. März 2026
In Sachsen startet die Zeit der Konfirmationen: Rund 4.000 Jugendliche werden in diesem Jahr in der sächsischen Landeskirche eingesegnet oder getauft. Die Gottesdienste beginnen an diesem Wochenende mit dem Palmsonntag und laufen bis Pfingsten. Die meisten Jugendlichen sind 14 Jahre alt und bereiten sich etwa zwei Jahre vor. Die Zahlen bleiben seit Jahren stabil. Für viele ist die Konfirmation ein besonderer Moment – gemeinsam mit Familie und Gemeinde. Ein Highlight folgt im Mai: Beim landesweiten Konfi-Camp im Erzgebirge treffen sich mehr als 200 Jugendliche aus ganz Sachsen.
Zur gemeinsamen Elbwiesenreinigiung lädt die Kirchgemeinde Dresden-Ost für Samstag (28. März) ein. Los geht’s um 9 Uhr am Kleinzschachwitzer Ufer an der „Feuchten Kurve“. Von dort zieht die Gruppe elbaufwärts bis zum Birkenwäldchen und sammelt Müll. Das Ziel: Die Elbwiesen von Plastik, Glas und Abfällen befreien. Müllbeutel stehen bereit, Handschuhe und festes Schuhwerk bitte mitbringen. Die Aktion ist offen für alle – die Leute aus der Kirchengemeinde freuen sich über jede helfende Hand!
Der katholische Sozialverband Kolping stellt sich neu auf: Die Verbände der Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz werden zu einem. Das haben die Kolpingsfamilien am 21. März einstimmig beschlossen. Er vereint 28 Gruppen mit rund 850 Mitgliedern. Zwei Jahre lang wurde die Fusion vorbereitet. Kolping versteht sich als Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft, die Menschen hilft, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Kernprinzip ist "Hilfe zur Selbsthilfe": oft durch Ausbildung, soziale Projekte und Berufsbildung.
Zu einer Tauferinnerung laden am 19. April der evangelische Landesbischof Tobias Bilz und der katholische Bischof Heinrich Timmerevers in die pax Friedenskirche in Leipzig ein. Unter dem Motto „Meine Taufe? Da war doch was!“ richtet sich der Nachmittag besonders an junge Erwachsene mit 25 Jahren Taufjubiläum. Von 15 bis 17 Uhr erwarten Euch Gespräche, Musik und Begegnung in entspannter Atmosphäre. Die Besucher können mit den Bischöfen ins Gespräch kommen und sich persönlich segnen lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was bedeutet Taufe heute? Zum Abschluss nehmt ihr auch eine kleine Erinnerung an den Nachmittag mit nach Hause.
Kirchen-News vom 20. März 2026
Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland verlieren weiter Mitglieder - Anfang der Woche haben sie ihre Statistik für 2025 veröffentlicht. Es sterben mehr Menschen als geboren, getauft oder auch (wieder) aufgenommen werden; und Leute treten aus. Zur sächsischen Landeskirche gehörten Ende des Jahres etwa 580.000 Menschen, zum Bistum Dresden-Meißen etwa 125.000.
Sachsens Landesbischof Tobias Bilz sagt: "Wir sind eine Kirche für andere - und das werden wir bleiben, auch wenn wir kleiner werden".
Zum "Gottesdienst der Nationen" lädt Bischof Heinrich Timmerevers am Sonntag (22. 3.) in die Kathedrale nach Dresden ein. Menschen aus vielen Ländern feiern dann zusammen die Heilige Messe – mit Sprachen, Liedern und Gebeten aus aller Welt. Eine Einladung besonders an die muttersprachlichen Gemeinden in Sachsen: Dazu gehören katholische Christen zum Beispiel aus Venezuela, Polen oder Vietnam. Der Gottesdienst soll helfen, sich besser kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.
Seit 40 Jahren ist die Ökumenische Telefonseelsorge Dresden für Menschen da, die jemanden zum Reden und Zuhören brauchen: Rund um die Uhr, kostenfrei, anonym und vertraulich. Nächste Woche Freitag (27.3.) feiert die Telefonseelsorge das Jubiläum im Haus der Kathedrale in Dresden: Mit Erinnerungen an die vierzig Jahre und mit Theologin und Autorin Melanie Wolfers: „Nimm der Ohnmacht ihre Macht. Die Kraft der Zuversicht entdecken“ - so heißt ihr Vortrag um 19.30 Uhr.
Noch ein Jubiläum: Die Flughafenseelsorge in Dresden besteht seit 25 Jahren. Schon zehn Jahre vorher hatte die Kirchgemeinde Dresden-Klotzsche dieses Projekt verfolgt. Im Frühjahr 2001, nach dem Umbau der Flughafenhalle, war nun auch Platz für eine Flughafenkapelle. Nächsten Mittwoch (25. März), genau 25 Jahre nach der Einweihung, lädt die Flughafenseelsorge ein zu einer Ökumenischen Dankandacht um 15 Uhr.
Die Kapelle dient Reisenden als Ort der Ruhe. Ein ökumenisches Seelsorgeteam und ein katholischer Pfarrer sind ansprechbar für Gespräche, Beichte oder für einen Reisesegen. Und es gibt regelmäßige Gottesdienste und Andachten.
Voriges Jahr, 80 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, hat eine Gruppe aus der Jungen Gemeinde Wurzen ein Buch vorgestellt, das sie aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt hatten: "Sie waren neun" von Gwen Strauss erzählt von neun jungen Frauen, die zum Kriegsende in Leipzig Zwangsarbeit leisten mussten - dann wurden sie auf einen Todesmarsch über Wurzen bis nach Oschatz getrieben. Sie schafften es, in die Freiheit zu fliehen.
Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Fernsehserie "In aller Freundschaft" hat die Geschichte mit neun Schauspieler-Kolleginnen als szenische Lesung umgesetzt. Mitte April ist sie an den Originalschauplätzen zu erleben - einige Veranstaltungen sind schon restlos ausverkauft. Tickets könnt Ihr noch für vier Lesungen bekommen: in Leipzig (13.4.), Oschatz (16./17.4.) und Dresden (18.4.).
Sorbische Kirchen-News - März 2026
Sta wěriwych wobdźěli so tydźenja (njedźelu, 22. měrca,) na putnikowanju serbskich swójbow do Róžanta. Ewangelij wo zbudźenju Lacarusa přednjesechu wjacori starši w rólach. Farar Beno Jakubaš dopomni wšitkich wěriwych na to, zo Jězus tež jich přez wrota smjerće do njebjes powjedźe. Radworska dźěćaca šola je kemše spěwnje wobrubiła.
Etatowy wuběrk Zwjazkoweho sejma Němskeje je srjedź měrca spěchowanje we wysokosći něšto wjace hač 11.000 eurow za ponowjenje historiskeje sotrownje w Małym Wjelkowje wobzamknył. Ze srědkami chcedźa třěchu najstaršeho dźěla ansambla dospołnje restawrować a tak trajne wužiwanje domu zawěsćić. Małowjelkowska sotrownja je jónkrótny pózdnjobarokowy kulturny pomnik zhromadneho žiwjenja w Hornjej Łužicy.
Prěni serbski nabožny podcast je wot spočatka měrca online. Team młodych dorosćenych jón z kapłanom Florianom Mrózom zhotowja. Hač do jutrow podcast tydźensce a po tym dwutydźensce online k dispoziciji staja. Sćěhować móža jón zajimcy na Spotify a Youtube – abo tež přez internetowu stronu Katolskeho Posoła www.posol.de.
Biskop Heinrich Timmerevers je dwěmaj kandidatomaj za stajny diakonat swjatočnje nadawk lektora přepodał – wažna kročel na puću k swjećiznje. Jedyn z njeju je Serb Domenico Gruhn z Chrósćic, tamny je René Trohne ze susodneje Kamjenskeje wosady. Wot lěća 2024 absolwujetaj wonaj wukubłanje na stajneho diakona.
Přećiwo cyłkownemu trendej w kraju su katolikojo we wuchodnej Němskej swěrniši kemšerjo. Najswěrniši wšak su katolscy Serbja. We wjacorych wosadach je jich wokoło 50 procentow kemšerjow. Za wšě serbske wosady hromadźe je jich něšto wjace hač 25 procentow. Po wšej Němskej je chodźi mjenje hač sydom procentow prawidłownje njedźelu kemši. To wuchadźa z najnowšeje statistiki Němskeje biskopskeje konferency.
W Ralbicach su z nowotwarom „Radlubina“ spěšniši hač planowane. To rjekny srjedź měrca architekt Měrko Šěrak. Wot lońšeho septembra su mjeztym něhdźe połojcu dźěłow zdokonjeli, wón doda. Nowotwar wosadnicy je trěbny, dokelž by přetwar dotalneho saněrowanja potrěbneho domu tójšto dróši był.
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Hunderte Gläubige nahmen am Sonntag, 22. März, an der Wallfahrt sorbischer Familien nach Rosenthal teil. Das Evangelium über die Erweckung von Lazarus trugen mehrere Eltern in Rollen vor. Pfarrer Benno Jakubasch erinnerte alle Gläubigen daran, dass Jesus auch sie durch das Tor des Todes in den Himmel führen wird. Die Radiborer Kinderschola hat den Gottesdienst gesanglich umrahmt.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat Mitte März eine Förderung von gut 11.000 Euro für die Erneuerung des historischen Schwesternhauses in Kleinwelka beschlossen. Mit den Mitteln soll das Dach des ältesten Teils des Ensembles vollständig restauriert und so die dauerhafte Nutzung des Hauses gesichert werden. Das Kleinwelkaer Schwesternhaus ist ein einzigartiges spätbarockes Kulturdenkmal des Zusammenlebens in der Oberlausitz.
Der erste sorbische religiöse Podcast ist seit Anfang März online. Das Team junger Erwachsener produziert ihn mit Kaplan Florian Mroß. Bis Ostern wird der Podcast wöchentlich und danach aller zwei Wochen erscheinen. Folgen können ihn Interessenten auf Spotify und Youtube – oder auch über die Internetseite der Zeitschrift Katolski Posoł
Bischof Heinrich Timmerevers hat zwei Kandidaten, die ständige Diakone werden wollen, feierlich den Auftrag als Lektoren beauftragt – ein Zwischenschritt bis zur Weihe. Einer von ihnen ist der Sorbe Domenico Gruhn aus Crostwitz, der andere ist René Trohne aus der benachbarten Pfarrgemeinde Kamenz. Seit Sommer 2024 absolvieren beide eine Ausbildung zum ständigen Diakon.
Gegen den allgemeinen Trend im Land sind Katholiken in Ostdeutschland treuere Gottesdienstbesucher. Am treuesten sind doch die katholischen Sorben. In mehreren Pfarrgemeinden wurden rund 50 Prozent Gottesdienstbesucher gezählt. Für alle sorbischen Pfarrgemeinden zusammen sind es etwas mehr als 25 Prozent. Deutschlandweit kommen etwas weniger als sieben Prozent der Katholiken regelmäßig sonntags zum Gottesdienst. Das geht aus der neuesten Statistik der Deutschen Bischofskonferenz hervor.
In Ralbitz geht es mit dem Neubau des Gemeindesaales „Radlubin“ schneller voran als geplant. Das sagte Mitte März Architekt Mirko Schierack. Seit September vergangenen Jahres wurde inzwischen rund die Hälfte der Arbeiten erledigt, ergänzte er. Der Neubau des Gemeindehauses ist notwendig, weil der Umbau des bisherigen sanierungsbedürftigen Hauses erheblich teurer wäre.