Die zurückliegenden sieben Tage hatten es in sich. Es traten Menschen hervor, die Großes taten und sich um den Titel des Helden der Woche verdient machten. Drei Kandidaten zeigten sich jedoch in besonderem Maße "hungrig" auf die Trophäe.
Es ist einmal wieder Zeit für den Helden der Woche: Beim ersten Kandidaten handelt es sich eher um eine Gruppe. Oder besser gesagt ein Völkchen. Nein, noch präziser: einen Haufen Menschen, die es "satt" haben. Die Rede ist von den Belgiern.
Während am Montag in der belgischen Hauptstadt Brüssel die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten gipfelten und den ständigen Eurorettungsschirm ESM servierten, riefen die Gewerkschaften zum Generalstreik auf. Flughäfen waren geschlossen, keine Bahn fuhr und um ein Taxi musste gekämpft werden. Der Grund: Die Belgier machten ihrem Ärger Luft und zeigten, was sie von staatlichen Sparprogrammen halten: offensichtlich nicht viel. Die Folge: Es soll nicht einmal Sandwiches für die Politiker gegeben haben. Unmöglich!
Kanzlerin Merkel war auch auf dem Brüsseler Hungerstreik – Pardon, Gipfel - zugegen. Wie ist sie wohl mit diesem Mangel an Vitaminen zurechtgekommen? Es bleibt ein Rätsel. Jedenfalls brach sie mit leerem Bauch zum Staatsbesuch nach China auf. Das kann zu Magenverstimmungen führen. Schließlich hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die asiatische Küche gern einen Hang zu exotischen Zutaten hegt. Zum Beispiel Tiernahrung. Obwohl das auch auf Amerika zutreffen könnte, wie Starkoch Jamie Oliver herausfand.
Jamie Oliver kommt auf den Hund
In seiner Show "Jamie Oliver's Food Revolution" verkündete er seinen Zuschauern eine grausige Entdeckung. Seit 2001 sollen amerikanische Fastfoodketten wie McDonalds, Burger King oder Taco Bell minderwertiges Rindfleisch, das eigentlich nur noch zur Hundefutterherstellung geeignet wäre, mit einer Chemikalie aufpäppeln und als Hackfrikadelle in Burger legen. Lecker! Inzwischen sollen alle genannten Restaurantketten von dem Substrat gewichen sein. Ein fader Beigeschmack bleibt aber. Das Mittel ist nämlich auch in Europa ein gern genutzter Konservierungsstoff.
Der Wurf ins Glück
Doch weder die Belgier noch Jamie Oliver schnappen sich den Titel des Helden der Woche. In letzter Sekunde ist einem Online-Aktivisten der Hedonistischen Internationale in Berlin der große Wurf gelungen. Mit einer Schwarzwälder Kirschtorte erwischte er den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mitten im Gesicht. Welch ein Protest. Toll!
Guttenberg kam aus den USA rüber gedüst und hatte sich mit dem Blogger und Mitglied der Piraten-Partei Stephan Urbach getroffen. Es sollte einen netten Plausch unter Experten geben. Guttenberg ist schließlich seit gut einem Monat für die EU-Kommission als Internetbeauftragter unterwegs. Klar, er bringt ja genügend Erfahrung mit …
Unser Held der Woche ist aber der Werfer. Denn seine Wurfattacke hat uns Deutschen die Wahrheit über Guttenberg gezeigt. Überliefert vom Facebook-Profil des EU-Online-Supermanns lautet sie schlicht: Er mag Schwarzwälder-Kirsch und verlangt Nachschlag mit Käsesahnetorte! Ja der vorerst gescheiterte Mann ist ein Torten schlemmender Wahlamerikaner. Mahlzeit.
Satirischer Beitrag: Fabian Schröder