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Trends: Vom Rickrolling zum tanzenden Matt

Schon mal gerickrolled worden? Oder sich in Scarlettjohanssoning versucht? Wenn nicht, müssen diese Internetphänomene an Ihnen vorbeigegangen sein. Zum Nachholen geht es hier lang.

Als Rick Astley 1987 seinen ersten Hit "Never Gonna Give You Up" veröffentlichte, stand das Internet noch am Anfang seiner Entwicklung. An Datenübertragungen in rauen Mengen war nicht zu denken. Und womöglich hätte Astley im Leben nicht damit gerechnet, dass seine allererste Single rund 13 Jahre später zu einem Internetphänomen werden sollte. Doch genau so kam es.

 

Aber nicht etwa die besonderen Gesangskünste Astleys oder das ausgefallene Musikvideo zu "Never Gonna Give You Up" haben einen enormen Hype im Internet ausgelöst. Nein. Es ist vielmehr die Situation, in der dieser eingängige Pop-Song plötzlich aufploppt und den Zuschauer vollständig überrumpelt. Dieses Phänomen hat inzwischen sogar einen Namen: "Rickrolling". Ahnungslose User werden einfach gerickrolled.

 

Rickrolling – es kann jeden treffen

 

Wer sich im Internet gerne und oft Videos anguckt, der muss damit rechnen, Opfer des Rickrolling-Trends zu werden. Es gibt bis heute kein probates Mittel gegen diese böse Art des Musikinfiltrierens, keinen Schutz vor der vollkommenen Schnulzigkeit. Doch wie läuft so ein Rickrolling eigentlich ab?

 

Nichts ahnend schaut man sich im Internet ein Video an. Sei es über Hai-Angriffe, Hubschrauber oder sonstige Themen. Man wiegt sich in Sicherheit. Lässt die Information auf sich wirken. Dann kommt es plötzlich zum Bruch: Das eigentliche Bild bleibt stehen und das Video zu "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley erscheint inklusive Ton. In diesem Schreckensmoment ist einem schnell klar: man wurde gerickrolled.

 

Der tanzende Matt

 

Wo zur Hölle ist Matt? Das müssen sich über 40 Millionen Internet-User gefragt haben. Denn so viele Klicks hat das Video von Matt Harding mit dem englischen Titel "Where The Hell Is Matt?" aus dem Jahr 2008 erreicht. Die Community scheint Matt zu lieben. Und das, obwohl er im Grunde nicht anderes macht, als dämlich zu tanzen. Was macht das Video also so besonders?

 

Matt Harding tanzt nicht etwa in seinem Wohnzimmer vor dem Fernseher. Oder im eigenen Garten vor Sonnenblumen und Narzissen. Matt tanzt sich kreuz und quer über den gesamten Globus und vermittelt den Usern so, wie unbeschwert das Leben auf dieser Erde sein kann. Wer eine ähnliche Aktion starten möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Eine Weltreise will auch bezahlt werden. 

 

Stop Motion

 

Die Stop-Motion Technik ist zwar nicht neu, aber durch das Internet und Plattformen wie Youtube erlangte sie in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Bei dieser Art des Filmes werden Objekte nur leicht verschoben und einzeln abfotografiert. Die Aneinanderkettung der verschiedenen Bilder ergibt einen Film, der stotterig und flüssig zugleich erscheint. 

Scarlettjohanssoning

 

Die Schauspielerin Scarlett Johansson machte es vor und Tausende solidarisierten sich. Was als Foto vor dem Spiegel begann artete in einen riesigen Hype aus. Auf dem Foto war das Gesicht der Schauspielerin und ihre unbekleidete Rückseite inklusive nacktem Hintern zu sehen. Die Position für ein solches Bild ist festgelegt. Beim Scarlettjohanssoning muss der Protagonist mit dem Rücken zum Spiegel stehen und sich von vorne in Richtung des Spiegels fotografieren. Ein koordinatives Meisterwerk.

 

Der Name Scarlettjohanssoning ist von dem australischen Trend Planking abgeleitet, bei dem sich Leute flachliegend auf möglichst ausgefallenen Untergründen mit angelegten Armen und dem Gesicht nach unten fotografieren lassen. Was kommt wohl als nächstes? (kr)

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