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Facebook: Wollen Sie mein Freund sein, Herr Lehrer?

Das Unternehmen Facebook wird wohl im Frühjahr 2012 an die Börse gehen. Doch das ist nicht der einzige Grund für das öffentliche Interesse an dem Network-Riesen. Denn Diskussionen über Schüler-Lehrer-Freundschaften schwirren derzeit wild in der Medienlandschaft umher.

Facebook. Das ist Social-Networking. Das sind über 800 Millionen Nutzer weltweit und das sind mehrere Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Auch peinliche Online-Mobbereien sind Facebook. Genau wie fragwürdige Partyfotos und intime Details.

 

Jetzt will das Unternehmen an die Börse gehen. Einen "Riesendeal" sagt das Wall Street  Journal voraus, der im Gegensatz zu anderen Sozialen Medien vielleicht sogar mit Erfolg gekrönt sein könnte.

 

Während Facebook sich demnächst den Regularien des Finanzmarktes unterwirft, sind Schulen und Firmen in Bezug auf das Netzwerk noch lange nicht soweit. Noch haben sie ihre Reglements zumeist nicht der heutigen "Parallelgesellschaft Online-Network" angepasst. So sind viele Schüler und Arbeitnehmer verunsichert: Sollte ich mit meinem Chef oder Lehrer bei Facebook befreundet sein? Und welche Schwierigkeiten können durch solch eine virtuelle Freundschaft entstehen?

 

Nachteile des Online-Freunde-Seins  

 

Schüler-Lehrer-Freundschaften sind im größten sozialen Netzwerk der Welt, Facebook, mittlerweile gang und gäbe, schreibt Spiegel Online. Wie selbstverständlich kommunizieren die Parteien und merken manchmal gar nicht, dass eine solche Kommunikationsebene in der realen Welt selten erreicht wird.

 

Doch geht ein Schüler eine Facebook-Freundschaft mit seiner Lehrerin oder seinem Lehrer ein, können viele Unannehmlichkeiten entstehen. Der Lehrkörper hat größere Einblicke in das private Leben des Schülers, sofern die Privatsphäreeinstellungen nicht eingeschränkt sind und läuft Gefahr, durch Informationen aus dem Netz beeinflusst zu werden - gleich ob negativ oder positiv. Aber wie verhält sich ein Chef oder Lehrer, wenn Schüler oder Arbeitnehmer den Unterricht oder die Arbeit online kritisieren? Wenn sie sich gar negativ über Personen oder Lehrmethoden äußern? Geht es die Vorgesetzten etwas an, was die Zöglinge im Internet treiben? Empfehlungen gibt es diesbezüglich wenige. Zu jung der Umgang mit sozialen Netzwerken.

 

Experten raten zu mehr Zurückhaltung im Netz. Ein Lehrer sollte Schülern keinesfalls Freundeseinladungen schicken und somit vor die Entscheidung stellen: annehmen oder ablehnen? (kr)

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